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Kann ich über eine andere Strecke im IC fahren, obwohl ich einen ICE gebucht hatte

Hallo habe ein Ticket am 7. März für den 5. Mai von Köln nach Offenburg im ICE(über Frankfurt, Mannheim und Karlsruhe im Supersparpreis) gebucht. Aufgrund von Corona konnte ich die Fahrt nciht wahrnehmen und möchte dies nun am 6.6 tun. Erstens stimmt es das die Fahrkarte ihre Gültigkeit erhält? Zweitens darf ich trotz meines ICE Tickets den IC von Köln über Bonn und Koblenz bis nach Karlsruhe und dann weiter im RE nach Offenburg fahren?

TobiasReuter
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kabo
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" Erstens stimmt es das die Fahrkarte ihre Gültigkeit erhält? Zweitens darf ich trotz meines ICE Tickets den IC von Köln über Bonn und Koblenz bis nach Karlsruhe und dann weiter im RE nach Offenburg fahren?"
-> 2x Ja

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"Zweitens darf ich trotz meines ICE Tickets den IC von Köln über Bonn und Koblenz bis nach Karlsruhe und dann weiter im RE nach Offenburg fahren?"
=> Nein, denn es heißt "Dabei müssen Sie die Strecke, den Reiseweg und die Wagenklasse nutzen, wie sie auf der Fahrkarte angegeben sind." (http://www.bahn.de/corona). Sie dürfen also nur über die gebuchte Strecke fahren, siehe auch: https://community.bahn.de/questions/2333039-heisst-reisew...

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@Ghize
Der Weg über Bonn und Koblenz ist aber "billiger" als der Weg über die KRM.
Außerdem sind beide Wege in der Reiseauskunft ohne zusätzliche Zwischenhalte generierbar.
Damit sind die von "DB /ch" genannten Kriterien (7. Beitrag von oben im Link) eingehalten.

Ghize
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@kabo:

"Der Weg über Bonn und Koblenz ist aber "billiger" als der Weg über die KRM."
=> Rein von der Logik her gebe ich Dir vollkommen recht, aber die Kulanzbedingungen sagen etwas anderes.

"Außerdem sind beide Wege in der Reiseauskunft ohne zusätzliche Zwischenhalte generierbar.
Damit sind die von "DB /ch" genannten Kriterien (7. Beitrag von oben im Link) eingehalten."
=>Dann zitiere ich mal:

  • "Sie können den Reiseweg am neuen Reisetag so gestalten, wie Sie die eigentliche Buchung über die Reiseauskunft vorgenommen haben." - Oder in meiner Kurzform: Reiseweg wie die eigentliche Buchung, sprich weiterhin Bindung an die gebuchte Strecke.
  • " Die Raumbegrenzung bzw. Wegevorschrift bleibt unverändert. Dies ist auch bei Sparpreisen nachvollziehbar, ..."
  • Und aus dem 4. Beitrag von "DB/aj": "Wenn Sie angeben, dass der eingetragene Reiseweg über die Rheinstrecke verläuft, können Sie bei der flexiblen Nutzung nicht auf die Schnellfahrstrecke ausweichen. Die Wegevorschrift behält weiterhin Gültigkeit."
  • .
    Alle Aussagen, die ich hier finde, sprechen für mich eindeutig für die Bindung an die Schnellfahrstrecke und gegen die Möglichkeit, über die Rheinschiene zu fahren.

Ich blick auch nicht mehr durch. Die Aussage der DB ist "die Strecke, den Reiseweg und die Wagenklasse nutzen" - ob es der billigere oder teurere Weg ist, steht da nicht. Zumal nur einige hier in der Community mit Wegevorschriften etwas anfangen und kompetente Aussagen dazu treffen können - ich gehöre ganz sicher nicht dazu.

kabo
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Eine echte Raumbegrenzung / Wegevorschrift steht ja nur auf Flexpreistickets drauf.

Die Behauptung der DB "Die Raumbegrenzung bzw. Wegevorschrift bleibt unverändert. Dies ist auch bei Sparpreisen nachvollziehbar." ist ja an Weltfremdheit kaum zu überbieten.

Die DB stellt sich wohl vor, dass der Kunde erraten soll, welche Wegevorschrift auf dem Sparpreisticket draufstehen würde, wenn es ein Flexpreisticket wäre.

Ersatzweise denkt die DB daran, dass der Kunde mit der Landkarte in der Hand recherchiert, wo der ursprünglich gebuchte Zug lang gefahren wäre und dann auf bahn.de die Funktion nutzt "suche einen Zug, der genau den gleichen Weg fährt". Mit derm kleinen Problem, dass es diese Funktion nicht gibt.

Ghize
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"Ich blick auch nicht mehr durch."
=> Es ist auch nicht wirklich einfach und ich kann auch nur meine Interpretation der Regelung wiedergeben, vielleicht lege ich sie auch zu streng aus.

Aber meine Devise ist: lieber streng auslegen und der Fragesteller ist auf der sicheren Seite als zu locker auslegen und der Fragestelle hat auf der Reise evtl. den Ärger, falls die Regelung doch nicht so locker gemeint war.

Sorry Leute die Bahn spricht von der „Strecke“. Nicht von A nach B oder sonst was. Und die Strecke muss so gefahren werden wie sie vorab vom Gast gebucht wurde. Klar ist das nicht immer einfach aber sollte herauszufinden sein.

Zudem gilt hier die Faustregel. Es handelt sich nicht um Fahrgastrechte bei denen der Gast frei entscheidenen kann welchen Weg er nutzt. Hier handelt es sich einseitig um eine Kulanzmaßnahme. Demnach kann die DB auch frei darüber entscheiden wie sie diese gestaltet.

kabo
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Dann jetzt Butter bei die Fische:

Ein durchschnittlicher Kunde bucht im Januar am Automat Dortmund-Nürnberg im durchgehenden ICE. Die Kulanzbedingungen sind erfüllt. Auf dem Ticket steht: ICE 1221

Der Kunde will das Ticket jetzt flexibel nutzen.
Welche Züge darf er nehmen?
Wo findet er auf dem Ticket die Wegevorschrift?
Wo findet er die Strecke, die er nehmen darf?
Der Kunde bemerkt, dass der ICE 1139 auch von Dortmund nach Nürnberg fährt.
Wie kann er herausbekommen, welchen Weg der ICE 1139 nimmt?
Wie kann er herausbekommen, ob der Weg des ICE 1139 identisch mit dem Weg des ICE 1221 ist? (beide fahren über Köln und Frankfurt, also doch die gleiche Strecke, oder?)

@Tino: "Und die Strecke muss so gefahren werden wie sie vorab vom Gast gebucht wurde."

Das heißt, "Schaukelhenckel" https://community.bahn.de/questions/2344263-aufhebung-zug... muss über Berlin fahren und nach einer entsprechenden Verbindung suchen? Und nur wenn es diese nicht gibt, greifen die Fahrgastrechte, wie DB/no hier https://community.bahn.de/questions/2344662-reiseweg-abwe... schreibt?
Es gab bisher keine eindeutige Antwort aus der Community oder dem SMT.

"Klar ist das nicht immer einfach aber sollte herauszufinden sein."

Und dann gehe ich, wie Neptun schlauerweise vorgeschlagen hat, in's Reisezentrum, verlasse mich darauf und erfahre dann hinterher: "die Aussage im DB Reisezentrum ist erstmal grundlegend falsch." https://community.bahn.de/questions/2180215-zugausfall-wu...
Daumen hoch.

„ Ein durchschnittlicher Kunde bucht im Januar am Automat Dortmund-Nürnberg im durchgehenden ICE. Die Kulanzbedingungen sind erfüllt. Auf dem Ticket steht: ICE 1221“
...
„ Der Kunde bemerkt, dass der ICE 1139 auch von Dortmund nach Nürnberg fährt.“

Nun steigt der Kunde in den ICE und wird kontrolliert. Der Kontrolleur sieht:
• von Dortmund nach Nürnberg
• Datum stimmt nicht, aber vor 13.03. gebucht also Kulanzregelung.
• ICE 1221 Sparpreis Zugbindung

Was fängt der Kontrolleur mit der Info „ICE 1221“ an?

@all
Ich gebe die Fragen noch mal in den Fachbereich.

Grundsätzlich ist es ja möglich, sich den Zuglauf seines gebuchten und des Alternativzuges anzuschauen. Daran lässt sich auch feststellen, ob beide Züge dieselbe Strecke fahren. Wenn es das Zugpersonal selbst nicht aus der Erfahrung heraus weiß, kann dieses ebenso die Züge prüfen. Statt der Reiseauskunft kann hier auch die Zugsuche genutzt werden. /ti

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"Grundsätzlich ist es ja möglich, sich den Zuglauf seines gebuchten und des Alternativzuges anzuschauen."
-> Richtig.
Aber dafür benötigt man:
-- einen Internetzugang
-- das Wissen, wie man den Zuglauf findet
-- Geographiekenntnisse
-- Kenntisse über den Verlauf von Eisenbahnstrecken
(Selbst wenn man herausbekommen hat, dass der eine Zug in "Siegburg/Bonn" hält und der andere in "Bonn Hbf" - dann weiß man als unbedarfter Kunde ja immer noch nicht, dass es sich um unterschiedliche Strecken handelt. Die DB setzt das Wissen aber einfach voraus.)

Ich würde etwa 10% der Bahnkunden zutrauen, dass sie ohne fremde Hilfe herausbekommen, dass ICE 1121 und ICE 1139 auf dem Weg von Dortmund nach Nürnberg unterschiedliche Wege fahren, für die man unterschiedliche Tickets benötigt.

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Ich habe ein Ticket Blfd-Köln mit ICE weiter Köln-Trier mit RE,
Trier-Dillingen Saar mit RE welches ich bis 31.10. nutzen kann.
Zurück Dillingen-Mannheim-Köln-Bielefeld
Darf ich nun auch den Weg Blfd-Köln-Koblenz-Dillingen nutzen und statt RE IC nutzen?

„Ich würde etwa 10% der Bahnkunden zutrauen, dass sie ohne fremde Hilfe herausbekommen, dass ICE 1121 und ICE 1139 auf dem Weg von Dortmund nach Nürnberg unterschiedliche Wege fahren,“

Der Prozentsatz beim kontrollierenden Bahnpersonal (lässt man die Mitarbeiter außer Betracht, die häufiger im 1139 eingesetzt sind) dürfte nicht viel höher liegen. Deshalb meine Frage:
„Was fängt der Kontrolleur mit der Info „ICE 1221“ an?“

Mit einem normalen Ticket via K*SIGB*LM*F zahle ich im Zug nichts nach, wenn ich K*BN*KO*F fahre (0,- EUR Umweg).

"Was fängt der Kontrolleur mit der Info „ICE 1221“ an?"
Wenn du eine Info für die Praxis möchtest, lautet die Antwort: Nichts.
Oder anders ausgedrückt:
"Nun steigt der Kunde in den ICE und wird kontrolliert. Der Kontrolleur sieht:
• von Dortmund nach Nürnberg
• Datum stimmt nicht, aber vor 13.03. gebucht also Kulanzregelung."
Der Schaffner wird nur noch, soweit mit BC-Rabatt gebucht, die Bahncard prüfen.

Wenn du eine theoretische Antwort möchtest, warte am besten die angekündigte Information aus dem Fachbereich ab.

@Neptun

Unsere Vorstellungen vom praktischen Ablauf gleichen sich. :-)

Problematisch wird es bei Tickets mit Umstieg. Doof wen der Umstiegsbahnhof dann nicht angefahren wird.

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@DB,
Hinfahrt Blfd-Dillingen mit IC/EC
Rückfahrt Dillingen-Bielefeld mit ICE
Über: H: BI-Hbf IC/2044/K-Hbf*NV
R: NV*MA-Hbf ICE 108/K-Hbf IC2045

Vielen Dank für die Rückmeldung. Bei einem Flexpreis wäre die Fahrt über Koblenz möglich, da dies die Raumbegrenzung hergibt. Wie mein Kollege /ti hier aber schon geschrieben hat, klären wir gerade ab, ob auch bei den derzeitigen Kulanzregelungen die Raumbegrenzung gilt oder welche Abweichungen möglich sind. /no

@ Joeopitz
"Problematisch wird es bei Tickets mit Umstieg. Doof wen der Umstiegsbahnhof dann nicht angefahren wird."
Ich steh auf dem Schlauch. Man sollte sich doch immer im Klaren darüber sein, wo man umsteigen muss und ob der genutzte Zug dort überhaupt hält.

@Neptun

„ Man sollte sich doch immer im Klaren darüber sein, wo man umsteigen muss.“

Bei Tickets mit Zugbindung steht der Umsteigebahnhof am Wegetext. Ich meinte wenn ich eine Alternative z.B. durchgehende Zugverbindung nutze und mir nicht klar ist, dass der Zug einen anderen Laufweg hat. Wenn der durchgehende Zug dann nicht über den ursprünglich gebuchten Umsteigebahnhof fährt, fällt es bei einer Kontrolle eher auf als wenn nur ICE 1221 statt ICE 1139 auf dem Ticket steht...

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@DB,
ich weiß ja nicht wie lange der „Fachbereich“ braucht um die Fragen hier zu klären? Ich bin heute mal im Reisezentrum gewesen.
Zugbindung aufgehoben, Hinfahrt nun auch über Mannheim, und auch sonst hat sich der Weg dahin zu laufen gelohnt :-)

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@Joeopitz,
Den Thread hatte ich nicht mehr auf‘m Schirm, Danke.
DB/no hatte hier geantwortet das ein Flexpreis den Weg über Koblenz abgedeckt hätte, ich habe aber keinen Flexpreis.
Die Dame im Reisezentrum hat einen Vermerk auf mein Ticket geschrieben, einen Stempel dazu, somit bin ich mir jetzt sicher so fahren zu dürfen.

Hallo zusammen,

der Fachbereich hat uns bestätigt, dass die Raumbegrenzung wie beim Flexpreis einzuhalten ist. Die genaue Strecke muss also nicht in jedem Fall gefahren werden, sie muss aber vom Wegetext des Flexpreises abedeckt sein. Insofern kann im obigen Beispiel auch über Koblenz gefahren werden, da der Wegetext dies zulässt. Andersherum kann aber nicht über Limburg gefahren werden, wenn Köln—Frankfurt über Koblenz gebucht wurde. /ti