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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Wir haben Spartickets am 31.05.2020 nach Paris. Bekommen wir Gutscheine, da wir da noch nicht reisen dürfen?

Wie sieht es hier mit einer Stornierung aus? Touristische Reisen sind bis 15.06.2020 untersagt. Wir können aus beruflichen Gründen dieses Jahr die Tickets nicht mehr einlösen. Wie sieht es mit Gutscheinen hierfür aus? Auch dann 3 Jahre gültig?

SteffiLac
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Ghize
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Nein, Kulanzgutscheine gibt es nicht. Sparpreise können Sie aber regulär stornieren gegen Gutschein abzüglich 10 Euro.

Ansonsten bleibt nur die Hoffnung, dass sich Ihre Verbindung ändert (andere Fahrzeiten, Zug fällt aus), denn dann können Sie von der Fahrt zurücktreten und bekommen Ihr Ticket erstattet.

kabo
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Bei Sparpreistickets ist eine Erstattung möglich: Bis 1 Tag vor der Fahrt gegen Gutschein - es werden 10€ Gebühr automatisch abgezogen. Der Gutschein ist 3 Jahre gültig.

Bei Supersparpreistickets gibt es keine Stornierungsmöglichkeit.
Falls der Zug ausfällt, haben Sie natürlich die gesetzlichen Fahrgastrechte. Sollte der Zug aber nicht ausfallen, gehen Sie leer aus, wenn Sie nicht mitfahren.

SteffiLac
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Das ist ja super. Es sind SuperSparpreistickets. Keine Erstattung. Das ist mal wieder typisch Deutsche Bahn. Bei jeder Airline geht das ganz einfach egal was man für ein Ticket hat. Und wir können noch nicht mal was dafür, dass wir nicht reisen können. Ich darf es schlichtweg nicht vom Gesetzgeber her. Verboten bis 15.06.2020!!! Keine touristischen Reisen!!! Das war das aller letzte Mal, dass ich was mit der DB mache.... Dann wird halt wieder geflogen!
Und was noch dazu kommt. Auf der DB Seite steht auch SuperSparpreis kann storniert werden wenn der Reisezeitraum bis 04.05. war. Was ist das denn? Ab dann keine Reisebeschränkung mehr? Haben jetzt alle anderen die für danach gebucht hatten Pech gehabt, auch wenn die Beschränkung gar nicht aufgehoben wurde?

In dieser Community antworten Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden...

"Lob, Kritik und Anmerkungen" nimmt die DB hier entgegen: https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...

"SuperSparpreistickets. Keine Erstattung. Das ist mal wieder typisch Deutsche Bahn."

Darauf hat die Deutsche Bahn Sie bei der Buchung hingewiesen.

Schauen Sie doch erstmal, ob sich an der gebuchten Verbindung geändert hat - vielleicht bekommen Sie ja 100% Geld zurück (statt einem Gutschein)?!

Ghize
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"Das ist mal wieder typisch Deutsche Bahn."
=> Ich würde eher sagen "typisch Kunde" - zu geizig für ein stornierbares Ticket, aber wenn er dann nicht stornieren kann, die Bahn dafür verantwortlich machen.

kabo
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"Bei jeder Airline geht das ganz einfach egal was man für ein Ticket hat. "
-> Bei vielen Airlines hat man die Auswahl zwischen stornierbaren und nicht-stornierbaren Tickets, genau wie bei der DB.

"Und was noch dazu kommt. Auf der DB Seite steht auch SuperSparpreis kann storniert werden wenn der Reisezeitraum bis 04.05. war. "
-> Es gab eine Kulanz-Aktion, die nicht verlängert wurde.

"Haben jetzt alle anderen die für danach gebucht hatten Pech gehabt, auch wenn die Beschränkung gar nicht aufgehoben wurde?"
-> Zumindest sind alle Kunden, die für nach dem 4. Mai gebucht haben und sich für ein nicht-stornierbares Ticket entschieden haben, in der gleichen Situation wie Sie.
Kunden, die für Reisen bis einschließlich 4. Mai gebucht haben, hatten einfach Glück.
Die meisten anderen Kunden nutzen aber die Möglichkeit aus, die Reise auf später zu verschieben. Das wird auch für Supersparpreistickets angeboten. Deshalb ist die Verärgerung bei einem großen Teil der anderen Kunden verringert.

(*Beitrag nachträglich gekürzt*)

Die Antworten sind mal wieder "typisch Bahn-Community" – aber das ist eher ein persönliches Unbehagen. Wäre ich so mit "typisch Kunde" angesprochen worden, hätte ich das allerdings so interpretiert, dass ich einfach wegbleiben soll.

Den Klimawandel haben wir ja schon gestoppt mit der Umsatzsteuersenkung auf Bahntickets, da brauchen wir jetzt nicht mehr drüber nachdenken?

SteffiLac, die Alternativen zu "wir schreiben das Geld dann eben ab" sind halt arbeitsintensiv, ohne dass die Chance auf Erfolg allzu wahrscheinlich ist (https://inside.bahn.de/anleitung-online-stornierung/).

"Die meisten nutzen aber die Möglichkeit aus, die Reise auf später zu verschieben. Das wird auch für Supersparpreistickets angeboten."
Es geht in der Frage um eine Reise nach Paris, die nur bis 30.6. wahrgenommen werden kann. Angesichts der Lage in Frankreich, wo touristisches Reisen voraussichtlich nicht so schnell wieder möglich ist wie in Deutschland, wird also nur ein sehr kleines Zeitfenster für das "flexible Reisen" bleiben (wenn überhaupt) – jedenfalls für alle, die nicht auf private Übernachtungen mit Selbstversorgung zurückgreifen können oder wollen.

[Beitrag ebenfalls nachträglich verkürzt und editiert.]

kabo
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@Neptun
Schlecht geschlafen?
Gar nicht geschlafen?
Sonstwie schlecht gelaunt?

Ja, es würde mich ärgern, wenn die DB Geld verschenkt, denn das Geld, das die DB verschenken würde, stammt aus den Ticketpreisen, die ich bezahle. Es zeichnet sich ja jetzt schon ab, dass die Preise anziehen (dadurch, dass die besonders günstigen Tickets mittlerweile kaum oder gar nicht mehr buchbar sind). Als Kunde finde ich alles, was zu höheren Ticketpreisen führt, erstmal kritisch. Dazu gehört auch endlose Kulanz. Zu dieser Meinung stehe ich.

Und ja, es ärgert mich deshalb die politische Lage noch mehr: Fluglinien bekommen den finanziellen Schaden durch Corona im wesentlichen aus Steuergeld ersetzt, während die Bahn die Corona-Verluste voraussichtlich mindestens zur Hälfte durch höhere Preise, sowie Einsparungen bei neuen Zügen und Bauprojekten auffangen muss. So wird es niemals was mit der Vekehrswende. Diese Meinung vertrete ich als ökologisch orientierer Bürger auch gerne offensiv.

Leo
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„Ja, es würde mich ärgern, wenn die DB Geld verschenkt, denn das Geld, das die DB verschenken würde, stammt aus den Ticketpreisen, die ich bezahle. Es zeichnet sich ja jetzt schon ab, dass die Preise anziehen (dadurch, dass die besonders günstigen Tickets mittlerweile kaum oder gar nicht mehr buchbar sind). Als Kunde finde ich alles, was zu höheren Ticketpreisen führt, erstmal kritisch. Dazu gehört auch endlose Kulanz. Zu dieser Meinung stehe ich.“

Ein analoges Beispiel, dessen Zahlen mir geläufiger sind:

Mein Auto kostet fix 500€ im Monat plus variabel 0,10€/km. Angesicht von 1,5t Fahrzeug-Leergewicht erhöhen sich die variablen Kosten durch zusätzliche Mitfahrer nicht signifikant. Im Jahr fahre ich 20000km. Ich möchte Mitfahrer mitnehmen um zumindest kostenneutral zu fahren, welchen Preis soll ich von denen verlangen?

Pro Jahr habe ich folgende Gesamt-Kosten für den reinen Fahrbetrieb:

12*500€+0,10€/km*20000km=6000€+2000€=8000€

Außerdem baue ich mir gerade eine neue goldene Garage tief im Tunnel, die leider immer teurer wird und für mein Auto Zusatzkosten von 4000€ pro Jahr verursacht.

In meiner Eigenschaft als Parktrassen-Betreiber sehe ich mich daher leider gezwungen, von mir selbst eine Parktrassen-Gebühr von 4000€/20000km=0,20€/km zu verlangen.

Ich habe somit mit Fixkosten, Parktrassen-Kosten und weitere variablen Kosten im Jahr von insgesamt:

6000€+4000€+2000€=12000€ für 20000km oder pro Kilometer dann:

0,30€/km+0,20€/km+0,10€/km=0,60€/km

Ich habe „fixe“ Kosten von 0,30€/km und 0,30€ „variable“ Kosten – aufgrund der unvermeidbaren Parktrassen-Gebühr im Vergleich zu Konkurrenten diskriminierend hoch!

Bisher hatte ich immer 3 regelmäßige Mitfahrer: Zwei hatten gar kein eigenes Auto und wollten flexibel reisen; von denen verlangte ich bisher 0,30€/km. Und damit der dritte Platz nicht frei blieb, verlangte ich von Billigheimern bei monatelanger Vorausbuchung 0,05€/km. Die Bedingungen musste ich natürlich mit möglichst vielen Haken, Ösen und Fußangeln versehen, damit die anderen beiden nicht meuterten. Das ergab dann als keines Zubrot auch Geld für eine gar nicht wahrgenommene Mitfahrt…

Meine bisherigen Einnahmen:

0,30€/km+0,30€/km+0,05€/km=0,65€/km

Doch seit Corona sieht es anders aus:

Einer der regelmäßig flexibel Fahrenden fährt gar nicht mehr, der andere nur noch jedes 2. Mal. Würde ich jetzt vom Billigheimer den gleichen Preis wie bisher fordern, nähme ich ein:

0€/km+0,15€/km+0,05€/km=0,20€/km

Das wäre immerhin das Doppelte der variablen Kosten (ohne die Parktrassen-Gebühr an mich selbst für meine neue goldene Tunnel-Garage)!

Aber das kommt für mich natürlich überhaupt nicht infrage, da sonst meine Mischkalkulation gefährdet ist. Ich verlange also weiterhin flexibel 0,30€/km, von den Billigheimern jetzt aber 0,25€/km.

Aus mir vollkommen unverständlichen Gründen beschweren sich die Billigheimer über die höheren Preise. Sie fahren jetzt mit ihrem eigenen Auto zu zusätzlichen variablen Kosten von 0,10€/km und wollen meine finanzielle Notlage angesichts der horrenden Fixkosten und unvermeidlich hohen Parktrassen-Kosten nicht wahrhaben!

Aufgrund meines hohen Anspruchs habe ich Moment so aber leider nur Einnahmen von 0,15€/km, da die meuternden Billigheimer jetzt ganz wegbleiben. Aber wenigsten steht der verbliebene treue Flex-Kunde an meiner Seite und stärkt mir den Rücken bei meiner Ablehnung des Verramschens.

Angenommen, ich wäre systemrelevant. Dann würde der Staat meine Pleite zwar verhindern, aber das Geld in der Kasse, insbesondere für die Fertigstellung der goldenen Garage, wird dann nach der Krise knapp werden. Leider muss ich dann die Preise erhöhen, und zwar um happige 0,10€/km für die flexiblen Melkkühe – als besonderen Dank für die Rückendeckung gegen das Verramschen. Hätte ich nach wie vor von den Billigheimern in der Krise den alten Preis verlangt, müßte ich jetzt von den treuen Flex-Kunden nur 0,05€/km statt 0,10€/km mehr verlangen…

Es gibt natürlich auch ganz andere Ansätze wie in Luxemburg: Angesichts von 4€ für eine Tageskarte für das ganze Land bis Anfang 2020 trug ohnehin der Staat sämtliche Fixkosten. Jetzt darf man sogar vollkommen kostenlos mitfahren. Gegen 0€/km variabler Kosten kann kein Auto konkurrieren.

"Ja, es würde mich ärgern, wenn die DB Geld verschenkt ..."
Dem stimme ich durchaus zu, insbesondere für den Fall, dass sie versucht, die Geschenke über höhere Preise wieder reinzuholen. Was ich immer noch nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass man bei 10-15% Belegung 75% der Züge hat fahren lassen. Ein Drittel bis die Hälfte dieser 75% hätte man bestimmt problemlos streichen können.

Ob die Fluglinien wesentlich bessere Konditionen erhalten werden als die Bahn, dürfte noch nicht so genau feststehen, und bedingungslose steuerfreie Zuschüsse wird es auch nicht geben. Aber einig sind wir uns sicher in der Feststellung, dass der gerade noch hochgelobte Aspekt "Klima" schon wieder völlig verschwunden ist zugunsten der "Wirtschaft" und der "Arbeitsplätze".