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Frage beantwortet

Bundesweit einheitliche Kulanzregelung i.S. Corona

Ich verstehe nicht, wie man eine bundesweite Kulanzregelung i.S. Corona treffen kann!? Mein Beispiel: Es wurde im Januar 2020 ein Zugticket für einen Urlaub in Bayern gebucht (Abfahrt 25.5. ab NRW) Diese Fahr darf ich als Tourist nicht antreten. Nun wird mir die Möglichkeit eingeräumt, eine beliebige Fahrt bis 30.6. durchzuführen. Ich kann aber nach den Vorgaben meines Arbeitgebers keinen Urlaub verschieben. Soll ich dann eine Wochenendfahrt von Freitagabend bis max. Sonntagabend unternehmen. M.E. ein unverhältnismäßiger Nachteil für mich! Zum Vergleich: Fluggesellschaften erstatten i.d.R. problemlos in gleicher Konstellation oder stellen zumindest einen Gutschein aus, den ich dann auch in vielen Monaten noch nutzen kann!

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Sie können bis zum 31.10 fahren, der 30.06 gilt nur für Fahrten nach Frankreich.

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Sie können bis zum 31.10 fahren, der 30.06 gilt nur für Fahrten nach Frankreich.

kabo
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"Nun wird mir die Möglichkeit eingeräumt, eine beliebige Fahrt bis 30.6. durchzuführen."
-> Bis Ende Oktober, nicht bis Ende Juni. Die gesamte Sommersaison ist also noch abgedeckt. Wenn Sie bis Ende Oktober keinen Urlaub bekommen, sollten Sie ein ernstes Wort mit Ihrem Arbeitgeber reden.

" Fluggesellschaften erstatten i.d.R. problemlos in gleicher Konstellation oder stellen zumindest einen Gutschein aus, den ich dann auch in vielen Monaten noch nutzen kann!"
-> Nein. Fluggesellschaften erstatten auch nur problemlos, wenn die Fluggesellschaft von sich aus den Flug storniert. Wenn der Kunde storniert, steht man bei den Fluggesellschaften schlecht da - zumindest dann wenn man ein nicht-erstattbares Ticket gekauft hat.
Flugkunden hatten in der Corona-Zeit allerdings in sofern "Glück", weil die Fluggesellschaften von sich aus storniert haben. Für die Fluggesellschaften ist es billiger, den Flieger ganz am Boden zu lassen, anstatt ihn halbvoll fliegen zu lassen - womöglich noch mit Kunden, die sowieso einen Billig-Tarif gebucht haben.
Wenn die Bahn von sich aus eine Fahrt absagt, bekommt der Kunde auch volle Erstattung. Wenn die Bahn die Fahrt nicht absagt, dann muss der Kunde mit dem leben, was er gebucht hat. Im Falle eines nicht-erstattbaren Tickets steht er nicht schlechter da als ein Flugkunde. Bei der Bahn bekommt er wenigstens eine Verschiebung angeboten. Fluglinien bieten keine Verschiebung, wenn der Kunde ein nicht-erstattbares Ticket bucht, dann aber das Ticket nicht nutzt.

„Wenn Sie bis Ende Oktober keinen Urlaub bekommen, sollten Sie ein ernstes Wort mit Ihrem Arbeitgeber reden“

Wie anmaßend ist das denn?
Ich muss meinen Jahresurlaub komplett verplanen und kann ihn anschließend auch nicht mehr verschieben. Was im übrigen bei vielen Unternehmen gängige Praxis ist.

Und um dann auch noch konkret eine Frsge zu stellen, was von Ihnen ja auch montiert wurde: Warum gibt es für plausible Härtefälle keine Alternative? Selbst ein längerfristig gültiger Gutschein wäre eine! Aber stattdessen werden süffisant Antworten gegeben.

zeka
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"Warum gibt es für plausible Härtefälle keine Alternative?"

Weil weder die AGB's noch die aktuelle Kulanzregelung der DB Härtefälle vorsehen, egal ob plausible oder unplausible.
Siehe z.B. hier https://community.bahn.de/questions/2242317-sonderfall-hu...
https://community.bahn.de/questions/1798702-aufgrund-tode...

kabo
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By the way:
Der Arbeitgeber ist nach dem Bundesurlaubsgesetz angehalten, auf die Belange der Arbeitnehmer Rücksicht zu nehmen. Dass man den Arbeitgeber darauf hinweisen sollte, war nicht anmaßend sondern ernst gemeint. Da könnte / sollte / müsste der Arbeitgeber Flexibilität zeigen. Wenn der Arbeitgeber genau so viel / genau so wenig Flexibilität zeigen würde wie die DB, dann würde das ja schon reichen.

"Fluggesellschaften erstatten auch nur problemlos, wenn die Fluggesellschaft von sich aus den Flug storniert."
Das ist leider nicht korrekt. Jedenfalls nicht so, im Präsens.
Es ist zwar die gesetzliche Regelung, dass der Flugpreis zurückerstattet werden muss, natürlich in Cash, und nicht als Gutschein, und das sogar innerhalb von 7 Tagen. In Vor-Corona-Zeiten hat das prinzipiell bei den meisten Fluglinien gut funktioniert, wenn auch die knappe Frist sicher oft überschritten wurde.
Zurzeit dürfte es der absolute Ausnahmefall sein. Sprich, einen Gutschein erhält man im Allgemeinen schon, mit einer Umbuchung sieht es hier so und dort anders aus.
Es wird also versucht, die Insolvenz mit illegalen, aber vermeintlich legitimen Mitteln zu verhindern. Schließlich hat nicht nur die deutsche Bundesregierung eine verpflichtende Gutscheinlösung vorgeschlagen (die EU hat bisher jedoch nicht zugestimmt).
Also: Flüge fallen im Gegensatz zu Zügen weitgehend aus, und einen Gutschein gibt es schneller. Offen bleibt, ob der immer sinnvoll eingesetzt werden kann und ob er nicht eventuell wg. Insolvenz wertlos wird.