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Frage beantwortet

Angekündigte Verspätung: Rücktritt nach Vertragsrecht vor Reiseantritt?

Hallo, es handelt sich um eine Reise von Düsseldorf nach Österreich, Spittal Millstättersee. In der aktuellen Reiseauskunft befindet sich der Hinweis: "Bitte planen Sie eine Fahrzeitverlängerung von etwa 5 Minuten ein." (Grenzkontrollen) Die Fahrplanzeiten sind nicht geändert. Kann ich von der Fahrt vor Reisebeginn zurücktreten, da die Fahrt nicht wie vertraglich in der Fahrkarte vereinbart stattfindet (also mit jetzt schon angekündigter Verspätung)? Es handelt sich um Supersparpreis mit Zugbindung. Bitte keine Infos zu Fahrgastrechten, wir sind zeitlich vor Reiseantritt, hier gilt Vertragsrecht. Vielen Dank.

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

"Die Fahrplanzeiten sind nicht geändert."
-> Damit ist keine Änderung der Fahrzeit erfolgt. Es ist ein unverbindlicher Hinweis, das eine Verzögerung möglich ist, aber nicht unbedingt passieren muß. Auch wenn der Zug am Grenzbahnhof ein paar Minuten später abfahren würde, könnte die Verspätung wieder aufgeholt werden und nach über zwei Stunden pünktlich Spittal-Millstättersee erreicht werden.

Pacta sunt servanda. Die Bahn hat den Vertrag bisher eingehalten. Es besteht kein Rücktrittsrecht.

Der Hinweis "Bitte planen Sie eine Fahrzeitverlängerung von etwa 5 Minuten ein." ist rechtlich nicht belastbar. Erst wenn eine Verspätung tatsächlich eintritt oder der Fahrplan geändert wird, dann wird es relevant.

Solange der Fahrplan nicht geändert wird, bleiben nur die Fahrgastrechte....

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Meiner Nicht-Juristen-Ansicht nach: Der Fahrplan (und damit der Vertrag) hat sich nicht geändert, die Bahn hat nur angekündigt, dass auf Grund einer behördlichen Kontrolle eine Verzögerung entstehen kann. Daher bin ich skeptisch, was das Rücktrittsrecht betrifft. Falls Sie aber auf keinen Fall fahren wollen, können Sie es ja trotzdem versuchen, mehr als ablehnen kann die Bahn nicht.

"Die Fahrplanzeiten sind nicht geändert."
-> Damit ist keine Änderung der Fahrzeit erfolgt. Es ist ein unverbindlicher Hinweis, das eine Verzögerung möglich ist, aber nicht unbedingt passieren muß. Auch wenn der Zug am Grenzbahnhof ein paar Minuten später abfahren würde, könnte die Verspätung wieder aufgeholt werden und nach über zwei Stunden pünktlich Spittal-Millstättersee erreicht werden.

Pacta sunt servanda. Die Bahn hat den Vertrag bisher eingehalten. Es besteht kein Rücktrittsrecht.

Der Hinweis "Bitte planen Sie eine Fahrzeitverlängerung von etwa 5 Minuten ein." ist rechtlich nicht belastbar. Erst wenn eine Verspätung tatsächlich eintritt oder der Fahrplan geändert wird, dann wird es relevant.

Solange der Fahrplan nicht geändert wird, bleiben nur die Fahrgastrechte....