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warum besteht die Bahn auf die Durchführung von Gruppenreisen ....??

Ich habe für 8 Personen eine Gruppenreise nach Kiel gebucht. Mit Reisedatum nach dem 04.05.20. Die Hotels haben zu (zwangsweise). So macht die Reise wenig Sinn. Nach mehrfachen Kontakt zum Kundendialog mit der Bitten die Tickets einfach zu verlängern, bis "normales" Reisen wieder möglich ist, immer die gleiche Antwort,...für Supersparpreis/ Gruppenticket mit Reisedatum nach dem 04.05.20 ist eine Verlängerung der Gültigkeit ausgeschlossen. Da sind mal schnell 700 Euro weg. Die schriftliche Antworten der Bahn liegen vor. "Sollten Sie aus Angst vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Reise nicht antreten wollen, da kann die Bahn leider nichts machen.

Bei dem was uns die Regierung alles zu Corona erzählen will, einfach unvorstellbar diese Haltung. Besonders, wenn sich wie in meinem Fall, einige zur Risikogruppe mit Vorerkrankung zählen. Ich habe mal im Verkersministerium unserer Landesregierung nachgefragt. Hier kam schriftlich bisher keine Antwort und tel. hält man sich sehr bedeckt. Während private Busunternehmen, auch mit genügend Abstand zw. den Plätzen und Mund-/Nasenmaske, keine Reisen durchführen dürfen und so teilweise in ihrer Existenz gefährdet sind, kann die Bahn quer durchs Land Reisen. Wohl gemerkt, es geht um Verlängerung der Tickets und nicht um Geld zurück oder Storno. Bei den Verantwortlichen der Bahn scheint Corona und das was in der realen Welt gerade passiert, noch nicht angekommen zu sein. Die Mitarbeiter im Service Center, können meinen Wunsch nach Verlängerung der Tickets durchaus verstehen. Aber die Anweisung von ganz Oben lautet keine Abweichung von den bestehenden Bedingungen. Warum eigentlich auch!!
Privat geht Insolvent, die Bahn rettet immer der Steuerzahler.

Daher meiner Frage, warum besteht die Bahn auf die Durchführung von Gruppenreisen und gefährdet damit bewusst die Gesundheit der Reisenden.

Herzlich Grüße und bleibt gesund!!!

2020Gruppenreise
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"Bei den Verantwortlichen der Bahn scheint Corona und das was in der realen Welt gerade passiert, noch nicht angekommen zu sein."
=> In der realen Welt merkt die Bahn gerade, dass die bisherige Kulanzregelung sehr viel Geld gekostet hat und der Bund auch nicht unbegrenzt Geld nachschießt, daher kann sich die Bahn auch keine ewige Kulanz leisten kann.

"... warum besteht die Bahn auf die Durchführung von Gruppenreisen und gefährdet damit bewusst die Gesundheit der Reisenden."
=> Sie sind alt genug um zu entscheiden, ob Sie reisen möchten oder Ihnen das Risiko zu groß ist. Niemand zwingt Sie die Reise anzutreten.

"... für Supersparpreis/ Gruppenticket ..."
=> Die Bahn verkauft stornierbare Sparpreise, niemand hat Sie zu einem Supersparpreis gezwungen. Wenn man aber ein nicht stornierbares Ticket kauft, darf es einen auch nicht wundern, wenn man das Ticket nicht stornieren kann.

"merkt die Bahn gerade, dass die bisherige Kulanzregelung sehr viel Geld gekostet hat"

Dass die Nicht-Verlängerung des Kulanzstornos der Bahn Geld spart, habe ich an anderer Stelle schon bezweifelt: https://community.bahn.de/questions/2334195-steht-stornie...

@ 2020Gruppenreise
Hier kann ich nur raten zu weiterer "Öffentlichkeitsarbeit" (Bundespolitik, Presse, Eisenbahnforen etc.) und einer Rechtsberatung.

Die Anwälte werden sich freuen. Endlich wieder Arbeit. Was kostet so ein Satz: Sie bekommen das was sie gebucht haben. 75 Euro?

Der erste Kontakt sollte die Bahn sein.

"Der erste Kontakt sollte die Bahn sein."
--> Völlig richtig. Das hat der Fragesteller aber bereits mehrfach getan.

Vielleicht sollte es dennoch erneut versucht werden, allerdings mit anderem Ansprechpartner und Medium: Handgeschriebener Brief an den Vorstand; falls die Handschrift schwer leserlich ist, per Schreibmaschine.

kabo
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@Neptun
"Dass die Nicht-Verlängerung des Kulanzstornos der Bahn Geld spart, habe ich an anderer Stelle schon bezweifelt"
-> Nicht ganz. Sie hatten - wahrscheinlich zu recht - angemerkt, dass es für die Bahn etwa gleich teuer ist, ob sie Tickets gegen Gutschein eintauscht oder ob sie aus Kulanz eine spätere Nutzung erlaubt. Dass Kulanz teurer ist als keine Kulanz stand zu keinem Zeitpunkt in Abrede.

@NRW
"Die Anwälte werden sich freuen. Endlich wieder Arbeit. Was kostet so ein Satz: Sie bekommen das was sie gebucht haben. 75 Euro?"
-> Es sind 83,54€ bei Tickets unter 500€ und 147,56€ bei Tickets über 500€ (jeweils Regel-Geschäftsgebühr, Auslagenpauschale und MwSt.)

@ kabo
Gemeint war es selbstverständlich so:
"Dass die Nicht-Verlängerung des Kulanzstornos [bei gleichzeitiger Verlängerung des "Flexiblen Reisens"] der Bahn Geld spart, ..."

"Dass Kulanz teurer ist als keine Kulanz stand zu keinem Zeitpunkt in Abrede."
--> Kurzfristig gesehen ist das sicher so. Das Geld ist in der Kasse, und es dürfte auch dort bleiben, wenn keine Ersatzleistung angeboten wird. (Wenn ein Rechtsanspruch besteht oder bestehen könnte, wäre es nicht oder nur zum Teil Kulanz.)

Warum gibt es dann überhaupt Kulanz im Geschäftsleben? Die mittel- und langfristige Betrachtung kann ganz anders aussehen. Ein Großteil der Fahrgäste hat durchaus Alternativen zur Eisenbahn.

Wie man hört und liest, waren und sind die meisten Anbieter von Unterkünften auch bei individuellen, nicht-stornierbaren Buchungen zu sehr flexiblen Lösungen bereit, auch dann, wenn der Anbieter das Angebot mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit aufrecht erhalten kann.

kabo
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"Warum gibt es dann überhaupt Kulanz im Geschäftsleben? Die mittel- und langfristige Betrachtung kann ganz anders aussehen. Ein Großteil der Fahrgäste hat durchaus Alternativen zur Eisenbahn."
-> Das ist sicher richtig.
Aber wenn ich hier diese Community richtig überblicke, kommen die lautesten Beschwerden von den Kunden, die eher selten mit der Bahn fahren - und dann auch noch zum Supersparpreis. Das ist für die DB kein nennenswerter Verlust, wenn aus dem Segment Kunden abwandern. Das kann die DB verschmerzen.

"Wie man hört und liest, waren und sind die meisten Anbieter von Unterkünften auch bei nicht-stornierbaren Buchungen zu sehr flexiblen Lösungen bereit, auch dann, wenn der Anbieter das Angebot mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit aufrecht erhalten kann."
-> Aber auch nicht alle.
Ich habe zu Pfingsten eine Auslandsreise mit der Bahn geplant. Für die Anreise habe ich natürlich ein stornierbares Sparpreisticket gebucht. Bei teuren Tickets war es mir schon immer zu heikel, die nicht-stornierbare Version zu buchen, auch lange vor Corona. Das Hotel am Zielort wird geöffnet sein, das Land, in dem sich das Hotel befindet, wird mich als Tourist aber nicht einreisen lassen. Ich kann das Hotel also nicht nutzen. Kulanz beim Hotel - Fehlanzeige. Ich ärgere mich natürlich, dass ich zu einem nicht-stornierbaren Hotel-Tarif gebucht habe. Es ist nicht ganz so schlimm, weil das Hotel nicht ganz so teuer war - aber mir ist, klar, dass ich selbst Schuld bin, und nicht das Hotel. Das Hotel hat sich Corona auch nicht gewünscht. Ich hätte ja auch einen stornierbaren Tarif buchen können. Jetzt habe ich halt einen Verlust.