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Sinnhaftigkeit 4.5.?

Wenn eine Einreise erst in zum 25.5. in das angesteuerte Bundesland möglich ist und die gebuchte Unterkunft gar nicht aufgesucht werden kann (nebenbei die gebuchten Züge so nicht fahren), ist das Stornierungsdatum doch nicht sinnvoll gewählt, oder?

Schnneegans
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Ghize
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Über die Sinnhaftigkeit von Kulanzregelungen und ihren Begrenzungen zu diskutieren ist müßig, weil wir anderen Bahnkunden daran nichts ändern werden können.

Sollten die gebuchten Züge nicht mehr fahren oder sich an Ihrer gebuchten Verbindung etwas geändert haben, können Sie vom Vertrag zurücktreten und sich das Ticket ganz unabhängig von Corona kostenfrei erstatten lassen. Dazu einfach vor dem 1. Geltungstag bei einem Onlineticket eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de schreiben.

https://community.bahn.de/questions/2318194-gebuchte-verb...
https://community.bahn.de/questions/2307486-db-gruppentic...

Der Ausbruch des Coronavirus ist eine Epidemie und damit grundsätzlich ein Fall höherer Gewalt. Im deutschen Recht wird höhere Gewalt als ein von außen kommendes Ereignis verstanden, das bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar war sowie unvermeidbar und unüberwindbar ist (Force Majeure).
Die Deutsche Bahn ist ein Staatsunternehmen. Wenn der Staat (Bund und Länder) also verordnen das touristische Reisen nicht mehr möglich sind (zur Zeit der Fall) und das auswärtige Amt eine allgemeine Reisewarnung auch für internationale Reisen auspricht, stellt sich die Frage ob die Deutsche Bahn dieser Rechtslage nicht folgen muss. Der Bahnkunde will und kann ja in der Regel reisen, nur der Verordnungsgeber Bund und Länder verbieten das. Jeder Bahnkunde kann sich das ja gerne mal überlegen und sich entsprechenden rechtlichen Rat einholen. Ich werde es tun.

kabo
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Wenn der Zug ausfällt, dann ist die Lage klar. Man bekommt das Geld zurück, weil die DB die gebuchte Leistung nicht erbringt. Da zahlt die DB auch das Geld anstandslos zurück (die Bearbeitungszeiten sind zwar gefühlt "ewig", weil gerade ziemlich viele Leute ihr Geld zurück haben wollen - aber die Rückzahlung erfolgt problemlos). Dafür braucht man keinen Anwalt.

Wenn der Zug aber nicht(!) ausfällt und der Kunde nur wegen der Beschränkungen nicht mitfährt, wird es schwieriger. Denn die DB erbringt die Leistung und die DB ist auch nicht Schuld an den Beschränkungen.
Möglicherweise(!) besteht ein Anspruch - aber nicht gegen die DB, sondern gegen die Staatskasse des Bundeslandes, das die Einschränkungen angeordnet hat. (§65 IfSG).
Das Problem ist nämlich, das nicht nur der Kunde reisen will und kann, sondern die DB die gebuchte Leistung auch erbringen will, kann - und tatsächlich auch erbringt. Und warum sollte die DB Geld für eine Leistung zurückzahlen, die erbracht wird? Außerdem müsste der Kunde noch erklären, warum er meint, einen Erstattungsanspruch gegen die DB zu haben, wenn er ganz bewusst ein nicht-erstattbares Ticket gekauft hat.

Ich kann mir gut vorstellen, daß der gewählte Tarif für diese Frage völlig unerheblich ist. Ansonsten: Meine Empfehlung an jeden anderern Bahnkunden steht, sich rechtlichen Rat einzuholen ggfls. auch beim Verbraucherschutz. Die DB beruft sich auch gerne auf höhere Gewalt und tritt dann vom Beförderungsvertrag zurück (Sturm, Schneeflocken usw.). Hier ist es also genau anders herum. Der Kunde möchte, darf aber nicht. Der Rest steht in meinem ersten Text. Möge sich jeder sein Teil dabei denken, ich werde mir jedenfalls rechtlichen Rat einholen. Schaun wir mal. Schönes Restwochendende !