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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Was heißt "Reiseweg" beim flexiblen Reisen?

Bei den Infos zur Corona-Kulanzregelung heißt es beim flexiblen Reisen "Dabei müssen Sie die Strecke, den Reiseweg und die Wagenklasse nutzen, wie sie auf der Fahrkarte angegeben sind.".

Was ist dabei mit Reiseweg gemeint? Ich hätte es jetzt so verstanden, dass die Wegevorschriften meiner Fahrkarte weiterhin gelten und ich z.B. bei der Verbindung Köln - Frankfurt nicht die ICE-Strecke anstatt der Rheinstrecke befahren dürfte. Mich irritiert jetzt, dass im Forum weiterhin die Info gegeben wird, dass zwischen Start- und Zielbahnhof *jede* Bahnstrecke genommen werden darf.

Verstehe ich hier "Reiseweg" falsch? Oder soll damit ausgedrückt werden, dass ich weiterhin an die Fahrrichtung gebunden bin?

Ghize
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toeg
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Guten Tag, diese Frage ist mir auch aufgekommen, weshalb ich die Abklärung begrüße. Ich möchte zu bedenken geben, dass einige "Reisewege" aktuell gar nicht wie ursprünglich geplant bedient werden (sodass lange Wartezeiten entstehen können) und dass man ggf. auch andere Wege gebucht hat, für die es jetzt aber keinen Anlass (Zwischenstopp, Besuch auf dem Weg) mehr gibt (i. d. R. gibt es ja mehrere verkehrsübliche Wege). Vielen Dank vorab und beste Grüße.

So, wir haben eine Rückmeldung dazu:
Mit unserer Kulanzregelung gewähren wir Ihnen eine flexible Nutzung, wobei die Strecke, der Reiseweg sowie die Wagenklasse einzuhalten sind. Die Fahrkarte bleibt für die gebuchte Strecke von A nach B gültig und Sie können die Wegeführung wahrnehmen, für die Sie sich bei der Buchung entschieden haben. Wenn Sie angeben, dass der eingetragene Reiseweg über die Rheinstrecke verläuft, können Sie bei der flexiblen Nutzung nicht auf die Schnellfahrstrecke ausweichen. Die Wegevorschrift behält weiterhin Gültigkeit.

Viele Grüße /aj

Ghize
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Danke erstmal für die Klärung, auch wenn sie nicht wie erhofft ausfällt.

Ich finde die Einschränkung, dass man nur auf der gebuchten Strecke fahren darf, ja auch vollkommen logisch und nachvollziehbar, aber diese Einschränkung wird erst seit ein paar Tagen kommuniziert und bis dahin wurde den Kunden hier immer eine freie Streckenwahl gelassen.

Wie will die Bahn jetzt mit den Kunden umgehen, die auf Grund der hier erfolgten Beratung auf einem anderen Reiseweg fahren? Niemand wird ernsthaft auseinander halten können, wer wie beraten wurde und man kann dem Kunden ja auch nicht zur Last legen, wenn die Regeln später anders kommuniziert wurden.

Fragen über Fragen ...

InaHi
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Liebes DB-Team, konkret für die Strecke von Kiel bis Stuttgart: Wir haben aktuell eine Verbindung mit 3 Umstiegen (Kiel - Neumünster im RE, Neumünster - Hamburg im RE, Hamburg - Frankfurt im ICE, Frankfurt - Stuttgart im ICE). Hieße das, wir können auch flexibel auf eine Verbindung umsteigen, z.B. Kiel - Frankfurt im ICE, Frankfurt - Stuttgart im IC mit nur 1x Umsteigen? Der Reiseweg ist der gleiche über Neumünster, Hamburg etc. Vielen Dank vorab für Ihr kurzes Feedback!

"Sie können die Wegeführung wahrnehmen, für die Sie sich bei der Buchung entschieden haben."
Das ist ja hoffentlich eine Selbstverständlichkeit. Okay, gemeint war sicher: Eine andere Wegeführung dürfen Sie nicht nutzen, denn:
"Wenn Sie angeben, dass der eingetragene Reiseweg über die Rheinstrecke verläuft, können Sie bei der flexiblen Nutzung nicht auf die Schnellfahrstrecke ausweichen. Die Wegevorschrift behält weiterhin Gültigkeit."

Die Kulanzregelung gilt natürlich auch für Flextickets, aber weit über 90% der Fahrkarten, für die das "flexible Reisen" infrage kommt, dürften (Super)Sparpreistickets sein. Diese enthalten keine "Wegevorschrift", sondern nur Zugnummern, außerdem ggf. die Angabe "NV" (=Nahverkehr). Auf weitere Diskussionen mit Gelegenheitskunden bin ich gespannt, sofern hier empfohlen werden sollte, man möge sich bitte an den Zwischenhalten orientieren...
Wahrscheinlich wird es am Schluss mit einem undurchschaubaren "Ja, aber" enden, so wie bei den Bahn-Fans auch: https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=606...

InaHi, Sie können den Reiseweg am neuen Reisetag so gestalten, wie Sie die eigentliche Buchung über die Reiseauskunft vorgenommen haben. Wenn Sie bei der eigentlichen Buchung ein/zwei Unterwegshalte angegeben haben, dann können Sie die Fahrt auf dieser Strecke antreten.

Unsere Kulanzregelungen haben so nichts mit den Fahrgastrechten, wo Umwege erlaubt sind, zu tun. Wir geben den Reisenden mit der Kulanzregelung die Möglichkeit auf den Weg, auf der eingetragenen Strecke flexibel zu fahren. Die Raumbegrenzung bzw. Wegevorschrift bleibt unverändert. Dies ist auch bei Sparpreisen nachvollziehbar, wenn in der Wegevorschrift Zugnummern benannt werden und welchen Streckenverlauf (Rennbahn oder Rheinstrecke) sie in der Regel haben. /ch

Ich habe eine ICE-Direktverbindung von Kaiserslautern über Mannheim nach Berlin gebucht. Die Rückfahrt erfolgt von Berlin nach Kaiserslautern mit einem Umstieg in Mannheim. Ist es möglich, dass ich mit einem RE von KL nach Mannheim fahre und dort einen ICE nach Berlin über Wolfsburg nehme? Bei der Rückfahrt würde ich statt dem Umstieg in Mannheim die Direktverbindung mit dem ICE nach Kaiserslautern nehmen. Ist dies möglich? Prinzipiell ist es doch egal, ob mein Zug über Wolfsburg oder über Halle fährt, wenn mein Zielbahnhof der gleiche ist.

lisalein, bitte schauen Sie auf Ihre Fahrkarte, für welchen Weg Sie sich bei der Buchung entschieden haben. Sie bleiben lediglich auf der eingetragenen Strecke flexibel. Wenn Sie keinen Weg via Hannover und Wolfsburg gebucht haben, bleiben Sie an die Strecke via Erfurt und Halle (Saale) gebunden. /ch

mimiwi
mimiwi

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Wenn ich also von Stuttgart über Nürnberg nach Berlin fahren will, so muss ich eine Verbindung finden, die ebenso über Nürnberg nach Berlin fährt richtig? Wenn es einen durchgehenden ICE gäbe, dürfte ich diesen nicht benutzen?!

Lisalein08
Lisalein08

Lisalein08

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Ich habe auch eine Frage dazu. Ich habe eine Fahrt von Köln nach Freiburg jeweils mit einem Umstieg in Mannheim gebucht und möchte die Reise sn einem anderen Tag machen.
Ist es egal, welchen IC/ICE/EC (dabei beziehe ich mich auf die IC/ICE/EC-Nummer) ich nehme, Hauptsache ich habe den Umstieg in Mannheim?
Ist es auch erlaubt, eine Direktfahrt zu nehmen? Sind die Zwischenhalte auch relevant?
Das würde mir für meine Suche sehr helfen.
Vielen Dank!

Ghize
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"Ist es egal, welchen IC/ICE/EC (dabei beziehe ich mich auf die IC/ICE/EC-Nummer) ich nehme, Hauptsache ich habe den Umstieg in Mannheim?"
=> Wichtig ist dabei noch, dass Sie nur die gebuchte Strecke benützen dürfen und daher die Rheinstrecke nicht gegen die Hochgeschwindigkeitsstrecke tauschen dürfen oder umgekehrt.

Hallo Lisalein08,

es ist egal welchen ICE, IC oder EC Sie nutzen, solange Sie sich an die gebuchte Strecke, den Reiseweg und die Wagenklasse halten. /ni

Zur Frage "Wie hält man die Schnellstrecke und die Rheinstrecke auseinander?" siehe meine Antwort hier: https://community.bahn.de/questions/2342378-corona-darf-m...

Ansonsten ist es egal, ob Sie eine Direktfahrt oder eine mit Umsteigen nehmen. Auch Pausen können eingebaut werden.

Nontle
Nontle

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Hallo, ich hatte für März ein Ticket von Leipzig nach Freiburg mit Umstieg in Mannheim gebucht. Der Rückweg ging über die selbe Strecke. Nun möchte ich am Samstag 30.05. die Hinfahrt und am 07.05. die Rückfahrt nachholen. Es gibt aber nur Verbindungen mit Umstieg in Frankfurt. Also habe ich ja garnicht die Möglichkeit den selben Reiseweg zu nehmen. Daher nehme ich an hier fällt die Wegevorschrift dann weg?
Viele Grüße

Hallo Nontle, es gibt auch Verbindungen mit Umstieg in Mannheim, nur Frankfurt wird in der Regel angeboten, da diese Verbindung besser ist. Geben Sie bei der Suche einmal als Zwischenhalt Mannheim mit einem Aufenthalt von 5 Minuten oder so ein, dann bekommen Sie auch die Verbindungen mit Umstieg in Mannheim angezeigt. /no

@ Nontle, DB /no
Warum sollte Nontle Verbindungen mit 5 Minuten Aufenthalt in Mannheim heraussuchen, wenn offensichtlich nur eine zügige Fahrt von Leipzig nach Freiburg gewünscht ist?
Die Strecke ist doch immer die gleiche: Von Leipzig über Erfurt, Frankfurt, Mannheim und Karlsruhe nach Freiburg. (Vorausgesetzt man baut nicht absichtlich Zwischenhalte abseits der direkten Strecke ein oder ähnliches.) Eventuell halten die Züge noch an weiteren Orten dazwischen, aber darauf kommt es nicht an.
In der Reiseauskunft lassen sich über "Details" auch die Zwischenhalte anzeigen, so kann man die Strecke nachvollziehen.

Guten Abend Neptun, es ging mir hier explizit um den Punkt: "Also habe ich ja garnicht die Möglichkeit den selben Reiseweg zu nehmen. Daher nehme ich an hier fällt die Wegevorschrift dann weg?". Ich wollte damit nur erklären, dass man durchaus auch Fahrten über Mannheim findet und somit die Wegevorschrift nicht wegfällt. /no

@DB/no: "Ich wollte damit nur erklären, dass man durchaus auch Fahrten über Mannheim findet und somit die Wegevorschrift nicht wegfällt."

Wenn Nontle aber bei der Buchung keinen expliziten "Zwischenhalt Mannheim mit einem Aufenthalt von 5 Minuten oder so" angegeben hat, kann doch jetzt niemand verlangen, dass man sich mühsam durch die Reiseauskunft und zig verschienden Einstellungen kämpft?!

Zumal, wenn ich Neptun richtig verstanden habe, es eh immer über Mannheim+Frankfurt geht und dann isses doch egal, ob man in Mannheim oder Frankfurt umsteigt, oder? Die Wegevorschrift wird doch so oder so eingehalten - oder seh ich das falsch?

Guten Abend zeka, ja, die Wegevorschrift wird eingehalten. Das ist ja auch nicht der Punkt, worauf ich hinaus wollte. Der Fragesteller dachte ja aber in diesem Moment, dass somit der Wegetext nicht mehr beachtet werden muss, also dass man fahren kann, wie man möchte und das ist halt nicht der Fall. Auf diesen Punkt wollte ich hinaus. Ich wollte nur klarmachen, dass es die Verbindungen mit Umstieg in Mannheim nach wie vor gibt und somit der Wegetext eingehalten werden muss. /no

Nontle
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Vielen Dank für die Antworten. Das heißt ich kann durchaus den Umstieg in Frankfurt machen, da die Strecke die Selbe ist, richtig?

Sapperlot
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"Ja aber Sie haben den Sprinter gebucht, also müssen Sie auch die Sprinter-Strecke fahren."

"Aber der Sprinter fährt ja aktuell gar nicht"

"Ähh..."

Der ICE von Kaiserlautern nach Berlin (Direktverbindung), den ich gebucht habe, fällt aus. Wie sieht es nun mit dem Reiseweg aus? Wenn ich nach alternativen Verbindungen suche, werden mir welche angezeigt, die nicht auf dem Reiseweg liegen, z.B. über Leipzig oder Wolfsburg. Ist mir nun gestattet, einen ICE zu nehmen, der einen anderen Reiseweg hat, wenn ich direkt nach Berlin fahre? Wenn ich Erfurt und Halle als Zwischenhalte einfüge, in denen der ursprüngliche ICE halten sollte, muss ich mindestens 2 mal umsteigen. Das ist ja sehr umständlich und nicht von mir gewollt, sonst hätte ich mir nicht die Direktverbindung gebucht.

Hallo lisalein,

wenn der gebuchte Zug ausfällt, greifen die Fahrgastrechte. Das bedeutet, dass Sie mit jedem nicht reservierungspflichtigen Zug zu Ihrem Zielbahnhof fahren dürfen. /ni

SirQuickly7
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Viele Antworten, aber alles Spezialfälle... . Da ich auch zwei Tickets vor dem 13.03.2020 gebucht habe, würde ich die Antwort gerne mal "allgemeingültig" wissen:
Im Bereich Fahrkarte steht:
"Über: M-Hbf Zeit ICExxx/HB-Hbf* NV ..."
Ab München gibt es Verbindungen (ICE/IC) nach Bremen via Ingolstadt/Nürnberg/Würzburg/Hannover nach Bremen; über Augsburg/Nürnberg/Würzburg/Hannover; über Augsburg/Ansbach/Würzburg/Hannover; über Nürnberg/Frankfurt/Köln; über Nürnberg/Frankfurt/Koblenz/Essen; u.s.w. mit oder ohne Umsteigen.
Kann man jetzt mit egal welcher Verbindung fahren, solange man die beiden in der Fahrkarte genannten Streckenpunkte (hier: M-Hbf und HB-Hbf) berührt, oder muss man sich jetzt genau die Streckenführung des ursprünglich genannten Zugs heraussuchen, und dann eine Verbindung benutzen, die exakt diese Strecke abfährt?

"oder muss man sich jetzt genau die Streckenführung des ursprünglich genannten Zugs heraussuchen, und dann eine Verbindung benutzen, die exakt diese Strecke abfährt?"

Genau so ist es.

2. DB-Antwort in diesem Thread: "Die Fahrkarte bleibt für die gebuchte Strecke von A nach B gültig und Sie können die Wegeführung wahrnehmen, für die Sie sich bei der Buchung entschieden haben." (DB/aj)

"oder muss man sich jetzt genau die Streckenführung des ursprünglich genannten Zugs heraussuchen, und dann eine Verbindung benutzen, die exakt diese Strecke abfährt?"

Wenn nicht kürzlich ein Fachbereich die frühere Entscheidung revidiert hat, braucht man es nicht ganz so eng sehen:
"der Fachbereich hat uns bestätigt, dass die Raumbegrenzung wie beim Flexpreis einzuhalten ist. Die genaue Strecke muss also nicht in jedem Fall gefahren werden, sie muss aber vom Wegetext des Flexpreises abedeckt sein." Quelle: https://community.bahn.de/questions/2345084-uber-andere-s... Dort die letzte Antwort.

Falls die direkte Strecke (über Würzburg/Hannover) gebucht wurde, würde ich erwarten, dass zwischen München und Würzburg die Wege über Ingolstadt/Nürnberg und über Augsburg/Donauwörth/Ansbach möglich sind sowie auch andere dazwischen. Würzburg und Hannover dürften Fixpunkte sein, dazwischen kann man allenfalls statt der Neubaustrecke die alte, parallele Bahnstrecke nutzen.