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Frage beantwortet

Rückerstattung der Fahrtkosten bei teilweisem Zugausfall?

Ich habe am 28.01.2020 zwei Super Sparpreis Tickets EU von Göttingen nach Meran, Italien, (11.05.2020) und zurück (16.05.2020) online gebucht und die Fahrscheine per Post erhalten

Hinreise ursprünglich ab 7.02 Uhr, an 16.45 Uhr. Da der Anschlusszug (EC) ab München nach Bozen ausfällt, jetzt stattdessen laut Fahrplanauskunft ab 7.02 Uhr, an 18.13 Uhr (andere Streckenführung ab München mit Regionalzügen und Bussen bis Zielort).

Da auf der Rückfahrt der EC (Bozen nach München) ebenfalls laut Fahrplanauskunft ausfallen wird, kann auch diese Reise (ursprünglich ab 11.16 Uhr, an 20.54 Uhr) nicht wie gebucht stattfinden. Ich müsste eine andere Reiseverbindung – wiederum mit Regionalzügen und Bussen (analog zur Hinfahrt) – nehmen, um nach München zu gelangen (z.B. ab Meran 9.46 Uhr, an 20.54 Uhr).

Vor diesem Hintergrund war ich gestern im hiesigen Reisezentrum, weil ich von der Reise gegen Kaufpreiserstattung zurücktreten wollte. Mir wurde erklärt, dies wäre wegen des Super Sparpreis Tickets nicht möglich.

Ist die Auskunft des Reisezentrums wirklich richtig? Müsste ich vor dem 1. Geltungstag der Fahrkarten (11.05.2020) handeln, indem ich mich nochmals an das Reisezentrum wende?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort!

Stan24
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kabo
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"Ist die Auskunft des Reisezentrums wirklich richtig?"
-> Nein

"Müsste ich vor dem 1. Geltungstag der Fahrkarten (11.05.2020) handeln, indem ich mich nochmals an das Reisezentrum wende?"
-> Nicht unbedingt.
Wenn der Zug ausfällt und die Alternativverbindung mindestens 60min apäter am Zielort gewesen wäre, dann können Sie die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Das geht nach der Fahrt und ist ohnehin schneller als eine Erstattung über das Reisezentrum.

Siehe hier:
https://community.bahn.de/questions/2329278-13-03-20-geka...

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kabo
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"Ist die Auskunft des Reisezentrums wirklich richtig?"
-> Nein

"Müsste ich vor dem 1. Geltungstag der Fahrkarten (11.05.2020) handeln, indem ich mich nochmals an das Reisezentrum wende?"
-> Nicht unbedingt.
Wenn der Zug ausfällt und die Alternativverbindung mindestens 60min apäter am Zielort gewesen wäre, dann können Sie die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Das geht nach der Fahrt und ist ohnehin schneller als eine Erstattung über das Reisezentrum.

Siehe hier:
https://community.bahn.de/questions/2329278-13-03-20-geka...

Neptun
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"... dann können Sie die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Das geht nach der Fahrt und ist ohnehin schneller als eine Erstattung über das Reisezentrum."

Das heißt, die Reisezentren dürfen solche Erstattungen gar nicht selbst vornehmen? Ich hatte gedacht, man könnte den Fahrpreis dort ausgezahlt bekommen.

kabo
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@Neptun
Ob sie es dürfen, ist eigentlich egal. Eine Auszahlung von Fahrgastrechte-Ansprüchen erfolgt am Schalter nur bei offline gekauften Tickets. Online gekaufte Tickets werden zwar entgegengenommen, aber nicht vor Ort ausgezahlt, sondern an das Servicecenter Fahrgastrechte weitergeleitet und von dort aus ausgezahlt. (Ich vermute, dass bei online gekauften Tickets vor der Auszahlung geprüft wird, ob das Ticket überhaupt ordnungsgemäß bezahlt wurde - das geht am Schalter nicht.)

Neptun
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@ kabo
Ich war von normalen Papierfahrkarten ausgegangen, habe jetzt aber die Frage nochmals genau gelesen, und hier geht es um den wohl eher seltenen Fall von online bestellten, aber per Post zugesandten Tickets. Dein Hinweis in der Klammer könnte tatsächlich der Grund sein, warum das Reisezentrum den Antrag nicht selbst bearbeiten darf.

Für den Fragesteller ist es wahrscheinlich schon das beste, noch bis nach dem Reisetag zu warten und die Fahrgastrechte in Anspruch zu nehmen.

Dennoch muss ja auch der Rücktritt vom Vertrag vorab möglich sein. Ein Reisezentrum sollte dann zumindest den Antrag weiterleiten. Wenn die Mitarbeiter sich weigern, besteht immer noch die Möglichkeit des Postwegs.