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Frage beantwortet

Stornierung Tschechien-Fahrkarte?

Wir hatten einen Tschechien-Kurzurlaub für die Zeit vom 21.-24.5.2020 gebucht. Zwar will Tschechien die Einreise von Ausländern ab nächster Woche wieder erlauben, jedoch gilt weiterhin die weltweite Reisewarnung. Da wir solche Warnungen sehr ernst nehmen, werden wir die Reise nicht antreten.

In meinem bahn.de Account konnte ich lediglich die Rückfahrt stornieren, nicht jedoch die Hinfahrt, da es sich beim Hinfahrt-Ticket um eine Fahrkarte zum Super Sparpreis EU handelt. Aufgrund der offiziellen Reisewarnung bin ich jedoch der Ansicht, dass auch hier eine Stornierung möglich sein sollte.

Die Reise zu einem späteren Zeitpunkt anzutreten, kommt für uns nicht infrage. Uns war der o.g. Termin wichtig, da Bekannte zu diesem Zeitpunkt vorhatten, ebenfalls in Tschechien zu sein. Diese haben nach Bekanntwerden des zunächst geltenden generellen Einreiseverbots für Ausländer (siehe Link unten) bereits ihren Flug storniert und werden nun nicht mehr dorthin reisen. Eine Reise zu einem späteren Zeitpunkt macht daher für uns keinen Sinn.

Bitte teilen Sie mir mit, ob eine Stornierung aus Kulanzgründen möglich ist und wie hierbei vorzugehen ist. Vielen Dank vorab!

Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/...

Marcel2020
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"ob eine Stornierung aus Kulanzgründen möglich ist"

Nein. Die Kulanzstornierung der DB besagt "Reisende, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihre bis zum 13.03.2020 gekauften Tickets für Reisetage bis 04.05.2020 kostenfrei in einen Gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen."
https://community.bahn.de/questions/2263378-db-fahrkarte-...

Sollten die gebuchten Züge nicht mehr fahren oder sich an Ihrer gebuchten Verbindung etwas geändert haben, können Sie vom Vertrag zurücktreten und sich das Ticket ganz unabhängig von Corona kostenfrei erstatten lassen. Dazu einfach vor dem 1. Geltungstag bei einem Onlineticket eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de schreiben. Bei einem Ticket aus dem Reisezentrum oder Automaten bitte an eine Verkaufsstelle wenden.

https://community.bahn.de/questions/2318194-gebuchte-verb...
https://community.bahn.de/questions/2307486-db-gruppentic...

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"ob eine Stornierung aus Kulanzgründen möglich ist"

Nein. Die Kulanzstornierung der DB besagt "Reisende, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihre bis zum 13.03.2020 gekauften Tickets für Reisetage bis 04.05.2020 kostenfrei in einen Gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen."
https://community.bahn.de/questions/2263378-db-fahrkarte-...

Sollten die gebuchten Züge nicht mehr fahren oder sich an Ihrer gebuchten Verbindung etwas geändert haben, können Sie vom Vertrag zurücktreten und sich das Ticket ganz unabhängig von Corona kostenfrei erstatten lassen. Dazu einfach vor dem 1. Geltungstag bei einem Onlineticket eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de schreiben. Bei einem Ticket aus dem Reisezentrum oder Automaten bitte an eine Verkaufsstelle wenden.

https://community.bahn.de/questions/2318194-gebuchte-verb...
https://community.bahn.de/questions/2307486-db-gruppentic...

Marcel2020
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Danke, zeka, für die Antwort, allerdings bezog sich meine Frage auf eine Hinreise NACH dem 4.5.2020. Insofern trifft deine Antwort auf mich nicht zu. Interessant aber, was sonst noch in dem Link steht, ich zitiere mal etwas mehr daraus:

"Reisende, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihre bis zum 13.03.2020 gekauften Tickets für Reisetage bis 04.05.2020 kostenfrei in einen Gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen.

Das gilt auch für Super Sparpreise und Sparpreise. Der Antrag auf Erstattung wird bis zum 30.06.2020 entgegengenommen.

Reisende mit einer bis 13.3.2020 gekauften Fahrkarte Hin- und Rückfahrt - auf einem Beleg - und deren Rückfahrt nach dem 04.05.2020 liegt, können:

Flexibel bis 31.10.2020 reisen. Auch die Rückfahrt muss am 31.10.2020 beendet sein.
Ihre Fahrkarte stornieren. Es wird auch die Rückfahrt kostenfrei storniert.

Reisende mit einer bis 13.3.2020 gekauften Fahrkarte Hin- und Rückfahrt - auf zwei Belegen (aber in einem Buchungsvorgang) -, deren Rückfahrt nach dem 04.05.2020 liegt, können:

Flexibel bis 31.10.2020 reisen, sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 04.05.2020 liegt.
Ihre Fahrkarte stornieren. Die Rückfahrt wird kostenfrei storniert, wenn der Kunde den Hinfahrt-Beleg mit einreicht und somit nachweist, dass er in einem Vorgang gebucht hat. Beide Belege werden dann storniert."

Auf mich trifft wenn überhaupt nur der letzte Teil zu, also das hier:

"Reisende mit einer bis 13.3.2020 gekauften Fahrkarte Hin- und Rückfahrt - auf zwei Belegen (aber in einem Buchungsvorgang) -, deren Rückfahrt nach dem 04.05.2020 liegt, können:

Flexibel bis 31.10.2020 reisen, sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 04.05.2020 liegt.
Ihre Fahrkarte stornieren. Die Rückfahrt wird kostenfrei storniert, wenn der Kunde den Hinfahrt-Beleg mit einreicht und somit nachweist, dass er in einem Vorgang gebucht hat. Beide Belege werden dann storniert."

Ein Buchungsvorgang, zwei Tickets, so ist es bei mir. Im allerletzten Absatz heißt es, ich könne, da die Rückfahrt nach dem 4.5. liegt, stornieren. Fraglich ist jedoch, ob der Passus "sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 4.5.2020 liegt", auch für den letzten Absatz, also die Stornierung gilt, oder ob er sich nur auf das flexible Reisen bis 31.10. bezieht. So wie es formuliert ist, gilt das mit dem Reisetag (worunter ich die Hinfahrt verstehe) nur fürs flexible Reisen, nicht aber für das Stornieren, da hier zunächst ein Absatz erfolgt.

"Insofern trifft deine Antwort auf mich nicht zu."

Wieso? Ich habe auf Ihre Frage, "ob eine Stornierung aus Kulanzgründen möglich ist" mit "Nein" geantwortet und als Beleg dazu aus dem Corona-Thread zitiert. Nur Tickets mit Reisetag bis 04.05. können kostenfrei storniert/in einen Gutschein umgewandelt werden. Ihr Ticket fällt nicht darunter.

Für Sie kommt nur die flexible Nutzung in Frage oder die Rückgabe aufgrund der Fahrgastrechte.

Die zitierten Sätze beziehen sich, auch wenn es nicht explizit benannt wird, auf Tickets, wo die Hinreise VOR dem 04.05. ist und die Rückreise NACH dem 04.05. (also z.B. eine Reise vom 01.04. bis 06.04.). Diese wird erstattet.

Marcel2020
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Ergänzung zum besseren Verständnis:

Da sich der Passus "sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 4.5.2020 liegt" nur auf das flexible Reisen, nicht jedoch auf die Stornierung zu beziehen scheint, müsste es mir möglich sein, sowohl Hin- als auch Rückfahrt zu stornieren.

Online ist dies in meinem Account aber nicht möglich, so dass ich nun vor dem Problem stehe: Was soll ich tun?

"Was soll ich tun?"

Den ganzen Text der DB lesen und besonders den letzten Abschnitt mit "HINWEIS!"...

Alternativ http://www.bahn.de/corona
"Ja, eine Stornierungsmöglichkeit besteht für alle bis einschließlich 13. März 2020 gekauften Fernverkehrs-Fahrkarten für Reisen bis 04. Mai 2020."
Und unter der Frage "Wie kann ich stornieren...."
"Fernverkehrs-Fahrkarten, die bis zum 13. März für Reisetage bis einschließlich 4. Mai 2020 gebucht waren, fallen unter die Sonderkulanz:

[...]

Für Fahrkarten, die ab dem 14. März gekauft wurden, gelten die tariflichen Stornierungsbedingungen. Gleiches gilt für Fernverkehrs-Fahrkarten, die für Reisen ab dem 5. Mai bzw. Regio-Fahrkarten, die für Reisetage ab 1. Mai gebucht waren."

Marcel2020
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Ich hatte Ihre Antwort nicht in Bezug auf das "Nein" gesetzt. In Verbindung mit dem "Nein" macht es Sinn. Sorry.

Marcel2020
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Allerdings bin ich dennoch der Meinung, dass aufgrund eines weiter unten auf der Seite zu findenden Passus' eine Stornierung möglich sein müsste. Denn:

"Reisende mit einer bis 13.3.2020 gekauften Fahrkarte Hin- und Rückfahrt - auf zwei Belegen (aber in einem Buchungsvorgang) -,....."
--> Ist bei mir der Fall. Gekauft im Januar, eine Buchung, zwei Belege.

".....deren Rückfahrt nach dem 04.05.2020 liegt, können:....."
--> Ist bei mir der Fall, Rückfahrt wäre am 24.5.2020.

".....Flexibel bis 31.10.2020 reisen, sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 04.05.2020 liegt. ....."
--> Ist bei mir NICHT der Fall, da mein Reisetag der 21.5.2020 wäre. Ich kann also nicht flexibel bis 31.10.2020 reisen.

".....Ihre Fahrkarte stornieren. Die Rückfahrt wird kostenfrei storniert, wenn der Kunde den Hinfahrt-Beleg mit einreicht und somit nachweist, dass er in einem Vorgang gebucht hat. Beide Belege werden dann storniert."
--> Das wiederum ist bei mir aber der Fall, denn: Diese Formulierung steht in Bezug zum einleitenden Passus "Reisende mit einer bis 13.3.2020 gekauften Fahrkarte Hin- und Rückfahrt - auf zwei Belegen (aber in einem Buchungsvorgang) -, deren Rückfahrt nach dem 04.05.2020 liegt, können:". Sie bezieht sich dagegen NICHT auf den Passus "sofern der auf dem Beleg angegebene Reisetag bis 04.05.2020 liegt.", da dieser Teil der Beschreibung einer gesonderten Variante ist, und zwar der Variante 1 = flexibles Reisen; der Stornierungs-Passus ist als eigenständige Variante 2 = Stornierung zu betrachten. Und bei dieser Variante 2 taucht die Angabe "Reisetag bis 04.05.2020" nicht auf.

Mag sein, dass die Bahn die Formulierung "Reisetag bis 04.05.2020" auf beide Varianten bezieht. So wie sie es aber formuliert hat, bezieht sich die Formulierung nur auf Variante 1. Variante 2, also eine Stornierung, ist demnach unabhängig davon möglich, ob der Reisetag vor, am oder nach dem 4.5.2020 liegt.

Sollte die Bahn die Formulierung "Reisetag bis 04.05.2020" auf beide Varianten beziehen, hätte sie anders formulieren müssen. Eine Überprüfung besagter Formulierungen durch einen Juristen dürfte zu Lasten der Bahn ausfallen, da bin ich mir sicher.

Zunächst aber hoffe ich einmal darauf, dass die Bahn sich verständnisvoll zeigt und von sich aus einer Stornierung zustimmt.

"hätte sie anders formulieren müssen."

Scrollen Sie mal im Corona-Thread ziemlich weit runter/von ganz unten etwas nach oben bis Sie bei den Fragen/Beiträgen von "MarkuS04" angekommen sind. Dort wurde das ganze schon thematisiert.

Hier aktuell auch - Antwort von Tino Groß https://community.bahn.de/questions/2304636-verlangerung-...

"Überprüfung besagter Formulierungen durch einen Juristen dürfte zu Lasten der Bahn ausfallen, da bin ich mir sicher."

Sie dürfen auch gern mit Presse oder Anwälten drohen - das interessiert die DB nicht.
https://community.bahn.de/questions/2323029-super-sparpre...
https://community.bahn.de/questions/2328965-habe-ticket-f...

kabo
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"Sollte die Bahn die Formulierung "Reisetag bis 04.05.2020" auf beide Varianten beziehen, hätte sie anders formulieren müssen. Eine Überprüfung besagter Formulierungen durch einen Juristen dürfte zu Lasten der Bahn ausfallen, da bin ich mir sicher. "
-> Dann sollten Sie einen Anwalt beauftragen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die DB hier kulant zeigt, dürfte bei 0,1% liegen.
In Ihrer Situation befinden sich einige tausend Kunden - wenn die DB einem Kunden entgegenkommt, muss sie das bei anderen auch. Das will sie nicht. Die DB ist auch ohne Corona sehr bedacht, keine Präzendenzfälle zu schaffen.

"Zunächst aber hoffe ich einmal darauf, dass die Bahn sich verständnisvoll zeigt und von sich aus einer Stornierung zustimmt."
-> Da sind Sie hier aber völlig falsch. Hier antworten Kunden (meist Vielfahrer wie ich) auf Fragen von anderen Kunden (wie Sie). Niemand kann hier über Kulanz entscheiden. Hier bekommen Sie nur ehrliche Einschätzungen von anderen Kunden.

Hallo Marcel2020,

zeka hat Ihnen schon die richtige Antwort gegeben. Eine Stornierung der Rückfahrt nach dem 4. Mai 2020 ist nur möglich, wenn die Hinfahrt vor dem 4. Mai 2020 liegt. Deshalb auch dieser Hinweis mit den 2 Belegen. Denn wenn die Hinfahrt storniert wird, da ja vor dem 4. Mai, wird die Rückfahrt auch nicht mehr benötigt. Deshalb kann man in diesem Fall beide Tickets stornieren lassen. Da Sie die Hinfahrt erst am 21. Mai 2020 antreten wollten, ist eine Stornierung bzw. die kostenfreie Umwandlung in einen Gutschein nicht möglich. Sie dürfen das Ticket aber bis 31. Oktober 2020 nutzen. Sollte es Änderungen an den Kulanzregelungen geben, werden diese auf bahn.de/corona bekannt gegeben. /ni

Marcel2020
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Danke für die Antworten. Mir ist schon klar, dass ich das Rückfahrt-Ticket nicht storniert oder in einen Gutschein getauscht kriege. Bloß was bringt mir dieses Ticket, das ich bis 31. Oktober nutzen kann, wo doch das Hinfahrt-Ticket bereits storniert ist. Ich werde garantiert kein neues Hinfahrt-Ticket buchen, da der gesamte Urlaub ja bereits storniert ist und für mich sowieso nur der eingangs genannte Reisetermin infrage käme - für diese Zeit gilt aber noch die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes und die nehme ich ernst. Ich weiß, ich hatte für die Hinfahrt den Super Sparpreis ohne Stornomöglichkeit gebucht. Dass die Bahn AG eine Stornierung aber sogar in dieser außergewöhnlichen Situation ausschließt (Corona wird uns auch über den 31. Oktober hinaus noch begleiten), finde ich beschämend.

Ich verbuche es für mich als lehrreiche Erfahrung. Der Staat warnt uns vor Corona - ein Unternehmen in staatlichem Eigentum unterdessen stellt sich stur und bereichert sich auf diese Weise auf Kosten der Kunden. Künftig wird Auto gefahren oder geflogen - das war das letzte Mal, das ich mich über die Deutsche Bahn geärgert habe!

kabo
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"ein Unternehmen in staatlichem Eigentum unterdessen stellt sich stur und bereichert sich auf diese Weise auf Kosten der Kunden."
-> Na, bereichtert hat sich die Bahn ja nicht. Das eingenommene Geld ist schon längst ausgegeben - nämlich um trotz Corona die Züge weiterfahren zu lassen. Lokführer und Schaffner wollen auch Geld haben, die Züge müssen gewartet und gereinigt werden. Leistungen wurdenund werden ja auch in der Krise erbracht,. Es ist ja nicht so, dass die DB aufgrund der Corona-Krise auf einmal in Geld schwimmt.
Der eigentliche Skandal ist aber, dass der Staat jetzt private Fluglinien, private Flugzeughersteller und private Autohersteller mit Staatsgeld unterstützt, während die staatseigene Bahn bislang leer ausgeht.

"Künftig wird Auto gefahren oder geflogen - das war das letzte Mal, das ich mich über die Deutsche Bahn geärgert habe!"
-> Flugzeug und Auto bekommt jetzt ja auch Staatsgeld. Scheint also politisch gewollt zu sein. Von daher wird Ihnen der Dank der Politik sicher sein, wenn Sie zu Aufschwung von Flugzeug und Auto beitragen.