Nach oben

Frage beantwortet

Im Januar gebuchte Sparpreis Europa Tickets für 7.5. nun bis 31.10. nutzbar? Warum wissen die ÖBB nichts davon?

Meine Sparpreis Europa-Tickets für 7.-10.5. sind laut Bahn nun wohl bis 31.10. nutzbar, die Zugbindung aufgehoben. Ich habe die Tickets im Januar gebucht, gerne würde ich sie gegen eine Gutschrift eintauschen. Leider ist das nur mit Tickets die bis 4.5. gültig wären möglich. Ich wollte nun seitens der ÖBB wissen, ob das DB-Ticket auch wirklich so lange nutzbar ist, leider konnte man mir hier nichts versprechen und keine Auskunft geben.

Ich bin sehr enttäuscht, dass die Bahn hier so schwammig reagiert und die Fahrgäste tröpfchenweise informiert. Immerhin habe ich die Tickets bezahlt und bin aufgrund der Beschlüsse (weltweite Reisewarnung) zur Absage der Reise im Mai gezwungen. Ich möchte ja nicht mein Geld zurück, aber eine Gutschrift für eine Reise zu einem neuen Zeitpunkt wäre praktikabler.

Ich nutze eine BC50 und habe regelmäßig den Comfortstatus erreicht, war stets loyaler Bahnkunde, dass man sich nun den Kunden gegenüber so ist nicht nachvollziehbar, denn letztlich wird es so oder so darauf hinauslaufen, dass der Staat wieder der DB unter die Arme greifen wird. Ich fühle mich von der Bahn nicht ausreichend wertgeschätzt, unterinformiert und im Stich gelassen.

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

@ jyschwarz
Sie hatten sicher mit dem Kundenservice, oder wie auch immer das bei den ÖBB heißt, Kontakt, der sich sicher vorrangig um Fragen zu den von ihnen selbst ausgegebenen Tickets kümmert. Für die von der DB ausgegebenen Fahrkarten ist die DB zuständig.
Dass länderübergreifende Regeln abgestimmt sein müssen, sollte außer Frage stehen. Aber innerhalb der ÖBB ist es ausreichend, wenn die Zugbegleiter darüber Bescheid wissen.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (8)

Ja (3)

27%

27% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Kulanzregelungen kosten Geld, das hat auch die Bahn nicht in unbegrenztem Ausmaß zur Verfügung. Schon die jetzigen Kulanzregelungen überfordern eigentlich die finanziellen Möglichkeiten der Bahn.

Es is wahrscheinlich, das der Staat einspringen wird um eine Insolvenz der Deutschen Bahn zu verhindern. Die Finanzhilfen werden aber nicht wesentlich über das notwendige Maß hinausgehen, daß erforderlich ist um den Bahnbetrieb aufrecht zu halten. Letztlich ist es das Geld des Steuerzahlers. Ob der Steuerzahler nun auch für die Bahnkunden aufkommen soll, die vorher zugunsten eines günstigen Bahntickets gegenüber der Bahn ausdrücklich auf eine Stornierungsmöglichkeit verzichtet haben nun aber trotzdem eine Erstattung möchten, sieht der eine oder andere Steuerzahler sicher anders.

Sapperlot
Sapperlot

Sapperlot

Ebene
1
335 / 750
Punkte

Die Bahn gehört ganz alleine dem Staat, da wird es kaum ein Insolvenzverfahren geben.

Es ist eher fraglich, ob der Steuerzahler ausreichend darüber informiert ist, dass die Bahn als Geschäftsmodell hat insbesondere Bürgern mit geringem Einkommen günstige Risikotickets zu verkaufen mit der Kalkulation, dass ein Teil davon die Reise nicht antreten kann und die DB AG das Geld dann leistungslos einstreichen kann.

Und im Übrigen: in der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg würde eine Kulanzregelung, die zumindest für sämtliche bis Mitte März gekauften Tickets eine Umwandlung in einen Gutschein ermöglicht, der DB AG nicht einen Cent kosten. Das Geld hat man so oder so. Außer natürlich, man MÖCHTE, dass Tickets verfallen und die betroffenen Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleiben.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Das Geld hat man so oder so"
-> Nein. Man hat es nicht mehr. Das Geld wurde ausgegeben um die Züge auch in der Krise weiter fahren zu lassen.
Dass die DB Geld einstreicht, ohne eine Leistung erbracht zu haben, trifft nicht zu. Ich sitze z.B. gerade in einer solchen Leistung. Die Pünktlichkeit ist übrigens seit Wochen traumhaft gut. Durch die Ausgabe von Gutscheinen müsste die DB ein weiteres Mal Leistung erbringen, obwohl nur 1x bezahlt wurde.
Das ist betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll.

Die Frage, ob die DB nach betriebswirtschaftlichen Kriterien arbeiten soll, oder nicht - das ist eine politische Frage.
Die Politik hat sich halt dafür entschieden.

Hallo,

unter bahn.de/corona können Sie folgendes nachlesen: Die Zugbindung bei Sparpreisen und Super Sparpreisen - national und international- ist aufgehoben. Das bedeutet, dass auch die Tickets von und nach Österreich flexibel genutzt werden können, sofern diese vor dem 13. März 2020 gebucht wurden. /ni

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte

Danke. Dennoch frage ich Sie warum die ÖBB das nicht bestätigen möchte?!?

@ jyschwarz
Sie hatten sicher mit dem Kundenservice, oder wie auch immer das bei den ÖBB heißt, Kontakt, der sich sicher vorrangig um Fragen zu den von ihnen selbst ausgegebenen Tickets kümmert. Für die von der DB ausgegebenen Fahrkarten ist die DB zuständig.
Dass länderübergreifende Regeln abgestimmt sein müssen, sollte außer Frage stehen. Aber innerhalb der ÖBB ist es ausreichend, wenn die Zugbegleiter darüber Bescheid wissen.

"Durch die Ausgabe von Gutscheinen müsste die DB ein weiteres Mal Leistung erbringen, obwohl nur 1x bezahlt wurde."
Das ist jetzt aber unlogisch. Dass der Kunde auf der gebuchten Strecke flexibel fahren darf, ist keine Leistung? Wählt der Kunde (bei Fahrten bis 4.5.) den Gutschein, ist das gebuchte Ticket schließlich nicht mehr gültig.

Du kannst es auch so sehen: Die DB hat Zugkapazität eingeplant für z.B. den 7.5. und 10.5., um den Fragesteller zu befördern. Das trifft die Realität aber auch nicht, denn seit Mitte März war klar, dass die Zahl der Reisenden auf einen Bruchteil sinken wird. Kurzfristige Anpassungen, zumindest auf ein oder zwei Wochen im Voraus, sind machbar. Die DB hat aber gerade nicht betriebswirtschaftlich sinnvoll gehandelt und im Wesentlichen nur internationale Verbindungen gestrichen, bei denen das teilweise einfach behördliche Auflagen waren.
Im Übrigen würden sich die Fahrten, die über Einlösung der Gutscheine gebucht werden, auf einen großen Zeitraum verteilen, so dass eher keine zusätzliche Kapazität bereitgestellt werden muss.

Sapperlot
Sapperlot

Sapperlot

Ebene
1
335 / 750
Punkte

Es gibt betriebswirtschaftlich keinen einzigen Grund, warum statt einer flexiblen Nutzung auf der gleichen Strecke bis maximal 31.10. nicht flexibel und einfach die Umwandlung in Gutscheine ermöglicht. Sogar 10€ Servicegebühr dafür wäre plausibel.

So eine transparente Lösung könnte auch der Kundenservice leichter abarbeiten. Stattdessen hocken die nun da und müssen jedes Ticket genau prüfen. So klappt es dann auch nicht mehr EU-Fahrgastrechte einzuhalten und Stornierungen/Erstattungen innerhalb von 30 Tagen abzuwickeln. Stattdessen darf man jetzt bis zu zwei Monate warten.

@kabo: betriebswirtschaftlich lässt man bei unter 10% Auslatung nicht weiter 75%+ der Züge fahren, sondern würde die Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Da wäre für den Steuerzahler eher interessant, wer das zu verantworten hat, bevor die Bahn nun zusätzliche Milliarden an Steuerzahlungen bekommt.

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte

@Neptun
Danke für die Antwort. Das ist natürlich sehr logisch, dass der Kundenservice der ÖBB davon nix weiß aber dafür genau der Zugbegleiter in einigen Wochen das Ticket akzeptiert - dann kann ich ja gleich schwarzfahren und darauf hoffen nicht erwischt zu werden.

Ich bin maßlos enttäuscht von der Bahn. Ich hätte einfach gerne eine schriftliche Bestätigung, dass dieses internationale Ticket dann auch international akzeptiert wird.

Wäre die bahn wirklich daran interessiert, ihre Kunden zufriedenzustellen, würde man anders agieren. Diese tröpfchenweise Anpassen der Regeln und Abwarten wie die Entscheidungen der Politik zu eigenen Gunsten benutzt werden können, ist einfach nur profitorientiert.

Im übrigen hatte ich zu Osterrn en Ticket der ÖBB stornieren müssen, zwar ging das nur telefonisch aber ich habe es erstattet bekommen. Ja komplett erstattet auf mein Konto und nicht etwa als Gutschrift - man sieht, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

" So klappt es dann auch nicht mehr EU-Fahrgastrechte einzuhalten und Stornierungen/Erstattungen innerhalb von 30 Tagen abzuwickeln. Stattdessen darf man jetzt bis zu zwei Monate warten."
-> Nach meinen Informationen arbeitet das Servicecenter Fahrgastrechte derzeit außerordentlich schnell. Durch den Einbruch der Fahrgastzahlen und die derzeit herausragend gute Pünktlichkeit werden Fahrgastrechte-Fälle deutlich unter der Monatsfrist bearbeitet - es gibt einfach nicht so viel zu tun (Beispiel hier: https://community.bahn.de/questions/2300223-letzte-fahrpl... Bearbeitungszeit unter 20 Tagen)

"@kabo: betriebswirtschaftlich lässt man bei unter 10% Auslatung nicht weiter 75%+ der Züge fahren, sondern würde die Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Da wäre für den Steuerzahler eher interessant, wer das zu verantworten hat, bevor die Bahn nun zusätzliche Milliarden an Steuerzahlungen bekommt."
-> Sie wissen aber schon, dass das Kurzarbeitergeld nicht vom Himmel fällt, sondern aus den Sozialabgaben anderer Abeitnehmer finanziert wird? Keine/weniger Züge fahren lassen und dafür die Sozialkassen in Anspruch zu nehmen kann nicht wirklich besser sein, als den Betrieb aufrecht zu erhalten und die Steuerkassen in Anspruch zu nehmen. (Das ist zugegebenermaßen Volkswirtschaft und nicht mehr Betriebswirtschaft.)

Aber das ist eine politische Diskussion, die weder dem Fragesteller weiterhilft noch für die hier der richtige Ort ist.

Ich fand es heute sehr gut, dass die DB den Betrieb aufrecht erhalten hat. So konnte ich heute bequem per Bahn an meinen Arbeitsort zurückkehren, um morgen früh in die Arbeitswoche zu starten (und dabei Steuern und Sozialabgaben zu erwirtschaften).

"Keine/weniger Züge fahren lassen und dafür die Sozialkassen in Anspruch zu nehmen kann nicht wirklich besser sein, als den Betrieb aufrecht zu erhalten und die Steuerkassen in Anspruch zu nehmen."
Wie man so hört, haben alle DB-Mitarbeiter (zusammen) Millionen von Überstunden angesammelt. Die hätte man jetzt sinnvoll abbauen können.

"Ich fand es heute sehr gut, dass die DB den Betrieb aufrecht erhalten hat. So konnte ich heute bequem per Bahn an meinen Arbeitsort zurückkehren"
Den Betrieb komplett einzustellen, hat glaube ich niemand ernsthaft vorgeschlagen. Hätte man jedoch jeden zweiten Zug gestrichen, wärst du auch ans Ziel gekommen, allenfalls nicht genau zur üblichen Zeit.

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte

Danke an alle die sich hier trotz anstehender Arbeitstage um 2 Uhr um eine Antwort bemüht haben.

Danke auch an die DB Mitarbeiter und den Hinweis-Link. Ich bin permanent darauf und erlebte letzte Änderungen bereits live. Sie müssen mich darauf also nicht mehr hinweisen, da ich die Texte Ihrer Site mittlerweile fast auswendig kann. Der Informationsgehalt steigt leider nicht exponentiell mit der Veröffentlichung des Links. Dennoch Danke für den Versuch der Hilfe.

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte

Problem gelöst – ich habe das Sparticket Europa trotz
• der Warnung des auswärtigen Amtes „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland“ https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/cov...
• und weiterhin geschlossener Grenzen https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelk...
auf dem klassischen Wege stornieren können/müssen. Eine Garantie dass das Ticket im Österreich bis 31.10. verwendet werden kann, gibt mir ja niemand. Somit sind Stornierungskosten und Kosten für Sitzplatzreservierung (denn diese werde ich auch in den nächsten 31 Tagen die ein Umtausch erfordern würde, nicht nutzen können) in Höhe von € 36,– von mir zu tragen. Für alle besonders Pro-Bahn-Engagierten hier: Ja, ich hätte auch ein Flexticket buchen können, aber € 180,– waren dann eben doch leistbar im Gegensatz zu den € 476,– des Flexpreises.

Ob das nun für die Bahn so viel besser ist, weiß ich nicht, denn ich habe im nächsten Schritt auch meine BahnCard50 als Prostest gekündigt. Ich werde künftig auf alternative Anbieter setzen und die Deutsche Bahn wo es geht, meiden, denn nach den tausenden Euro die ich in den letzten Jahren für Bahnreisen ausgegeben habe und alle Verspätungen und sonstige Komforteinbußen die ich hinnehmen musste, bin ich super angepisst.

Sapperlot
Sapperlot

Sapperlot

Ebene
1
335 / 750
Punkte

Geht sicherlich vielen so. Ich werde nächstes Jahr für meine regelmäßigen Geschäftsreisen München Berlin statt Bahn wieder innerdeutsch das Flugzeug nehmen. Da schlägt einem weniger Kundenverachtung entgegen.

Auf unserer Corona-Seite weisen wir explizit darauf hin, dass die flexible Nutzung bis 31. Oktober geht und die Zugbindung bei Sparpreisen national wie international aufgehoben ist. Welche weitere Bestätigung benötigen Sie noch? /ti

jyschwarz
jyschwarz

jyschwarz

Ebene
0
73 / 100
Punkte

@DB/ti: Ich hätte gerne eine Bestätigung gehabt, in welcher steht, dass ALLE Kooperationspartner im Ausland, in meinem Falle die ÖBB, das Ticket auch akzeptieren werden. UND ich hätte gerne eine Bestätigung der ÖBB gehabt, dass das DB Ticket akzeptiert wird.

Ihr etwas giftig-anmutender Hinweis auf die Corona-Site genügt nicht, denn die Texte sind derart oberflächlich gehalten, womit das Vertrauen in die DB weiter schwindet. Die DB hatte bereist vor Corona ein deutliches Image-Problem, folgt man den vielen Facebook-Kommentaren wird sich das weiter verschlechtern. Das können Sie natürlich weiter ignorieren, oder aber endlich mehr Transparenz beweisen und beispielsweise das willkürlich wirkende Datum des 4.5. als Stichtag erklären. Aber was erwarte ich auch von einem Unternehmen, dass es nicht einmal schafft bei Verspätungen die wahre Begründung zu nennen, sondern bei App, Durchsagen am Gleis und Durchsagen im Zug jeweils andere Verspätungsgründe nennt. Mich haben Sie als Kunde veloren.