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Frage beantwortet

Keine Kulanz internationaler Tickets nach 4.5. trotz weltweiter Reisewarnung der deutschen Regierung bis 15.6.?

Ich möchte ein Ticket von Österreich nach Deutschland am 7.5. und retour am 10.5. wegen der aktuellen Corona-Situation (Hotel nicht geöffnet) umtauschen. Bei einer Stornierung des Sparticktes (Preis über € 180,–) würden mir Kosten entstehen. Es handelt sich hierbei um eine internationale Reise, warum wird das bei der DB nicht berücksichtig, wo doch die Deutsche Regierung die weltweite Reisewarnung bis 15.6. verlängert hat!?! Zudem würde die Stornierung in einer Gutschrift enden, das bedeutet, die Deutsche Bahn kann die bereits getätigten Einnahmen von mir in vollem Umfang behalten. Gibt es für internationale Fernfahrten Sonderregelungen?

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"Zudem würde die Stornierung in einer Gutschrift enden, das bedeutet, die Deutsche Bahn kann die bereits getätigten Einnahmen von mir in vollem Umfang behalten."
=> Stimmt, dass würde aber auch bedeuten, dass Sie im vollen Umfang später damit fahren können. Es ist ja nicht so, dass sich die Bahn ohne spätere Gegenleistung daran bereichern würde.

"Gibt es für internationale Fernfahrten Sonderregelungen?"
=> Nein.

Ich sehe jetzt noch folgende Alternativen:
1) abwarten, ob sich die Kulanzregelung noch zu Ihren Gunsten ändert, dazu bitte diese Seite im Auge behalten: https://www.bahn.de/corona
2) falls sich Ihre gebuchte Verbindung ändert (andere Abfahrtszeiten, Zug fällt aus), können Sie von der Fahrt zurücktreten und sich das Ticket erstatten lassen.
3) im Auge behalten, ob bei es bei der gebuchten Verbindung mehr als 60 Minuten Verspätung gibt, dann können Sie sich im Nachhinein über das Fahrgastrechteformular das Ticket erstatten lassen, dazu dann angeben, dass Sie die Fahr nicht angetreten haben. Das Formular finden Sie unter: https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

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"Zudem würde die Stornierung in einer Gutschrift enden, das bedeutet, die Deutsche Bahn kann die bereits getätigten Einnahmen von mir in vollem Umfang behalten."
=> Stimmt, dass würde aber auch bedeuten, dass Sie im vollen Umfang später damit fahren können. Es ist ja nicht so, dass sich die Bahn ohne spätere Gegenleistung daran bereichern würde.

"Gibt es für internationale Fernfahrten Sonderregelungen?"
=> Nein.

Ich sehe jetzt noch folgende Alternativen:
1) abwarten, ob sich die Kulanzregelung noch zu Ihren Gunsten ändert, dazu bitte diese Seite im Auge behalten: https://www.bahn.de/corona
2) falls sich Ihre gebuchte Verbindung ändert (andere Abfahrtszeiten, Zug fällt aus), können Sie von der Fahrt zurücktreten und sich das Ticket erstatten lassen.
3) im Auge behalten, ob bei es bei der gebuchten Verbindung mehr als 60 Minuten Verspätung gibt, dann können Sie sich im Nachhinein über das Fahrgastrechteformular das Ticket erstatten lassen, dazu dann angeben, dass Sie die Fahr nicht angetreten haben. Das Formular finden Sie unter: https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

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@gizeh:
Danke. Das mit der Gutschrift auch positiv gemeint – ich bezahle jetzt due Gegenleistung verschiebt such nur. Es gibt nur hier Leute die eine Forderung nach Kulanz unverschämt halten, weil die Bahn ja wirtschaftlich denken muss. Das wäre dann mit Option 4) der Fall. Ich storniere die Tickets fristgerecht wegen der Reisewarnung und bleibe auf der Stornierungskosten und vermutlich auch auf den Kosten der Sitzplatzreservierungen sitzen (sofern sich die Regelung für Sitzplätze nicht stark zu früher geändert hat).

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Danke. Dann warte ich noch ab. Sollten mir Kosten entstehen werde ich auf alle Fälle meine BC 50 kündigen, denn das wäre dann der Tropfen zu viel der meine langjährige, stark strapazierte Treue vernichten würde.

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Ich habe dasselbe Problem für Tickets nach Wien, gebucht für Anfang Juni im Dezember 2019. Meine aktuelle Nachfrage hat ganz klar erbracht, dass diese Karten für Kulanz nicht in Frage kommen.
Es ist nun nicht einzusehen, warum die Bahn ihre Kulanz nicht ausweitet gemäß der weltweiten Reisewarnung und man als sehr früher Frühbucher derart benachteiligt wird. Die Reisewarnung ist nicht der juristisch springende Punkt, sondern letztlich die Einschätzung, ob gravierende Einschränkungen vorliegen, siehe
https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/fragenkatalog-...; 21:02 am 8.5.2020. Und diese liegen vor.
Änderungen für die getätigte Buchung und Verspätungen habe ich auf der Strecke nach Wien Jahr für Jahr immer wieder erlebt (im letzten Jahr waren 3 (!) Züge betroffen) - insofern: danke für den Tipp, die Verbindung an den Reisetagen genau im Blick zu haben - zumal bei den Grenzkontrollen z.B. in Salzburg mit ziemlicher Sicherheit von Verspätungen ausgegangen werden kann.
Sollte das nichts helfen bzw. die Regelung der Bahn nicht noch einmal angepasst werden, werde ich meine Bahncard ebenfalls kündigen. Die Verspätungen nehmen seit Jahren zu, der Service dagegen nimmt ab (die ICE - Flotte wird immer maroder, im Dezember war der RE im Schwarzwald trotz mehrfacher Nachfrage mehrerer Gäste eiskalt, weil die Heizung nur kalte Luft verbreitete - es hieß aber, die Heizung stehe auf maximaler Leistung - das ist nur ein Beispiel) - und jetzt reicht es wirklich. Die SWISS gewährt sehr großzügige Kulanzregelungen, Fliegen ist letztlich auch komfortabler und je nach Strecke eher noch bis deutlich günstiger. Behandelt man Kunden, die trotz allem lange geblieben sind, so, darf man sich nicht wundern, wenn sie gehen ... bzw. fliegen.

Ghize
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Sie haben keinen Pauschalreisevertrag mit der Bahn abgeschlossen, sondern einen Beförderungsverträge, daher ist ihr Link irrelevant.

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Aha. Gut festzustellen, wie wenige Rechte man tatsächlich hat, obwohl sie eigentlich logisch wären. Aber Logik und Recht sind 2 sehr verschiedene Dinge :( In Zukunft keine Bahn mehr.

Noch eine Frage an "Ghize". Mit dem Fahrgastrechteformular habe ich wie geschrieben sehr viel Erfahrung. Aber wie "vermerkt" man konkret, dass man gar nicht gefahren ist, sondern sich die Verspätungen von zuhause aus angeschaut hat? Ich BIN ja dann nicht zu spät in Wien angekommen, sondern "wäre" nur zu spät in Wien angekommen (und umgekehrt zum Rückreiseort, je nachdem). Das Formular passt ja dann nicht mehr so ganz ...
Danke vorab.

Obstbaum
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Ich habe volles Verständnis dafür, dass die bisherige sehr großzügige Kulanz für Reisen innerhalb von Deutschland nicht verlängert wird.
Bei Auslandsreisen (in meinem Fall eine Fahrt nach Österreich Ende Mai, gebucht im Januar), für die die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt, finde ich es aber unverschämt, keine Rückgabe zu ermöglichen. Eine terminierte Urlaubsreise sollte im Moment absolut nicht angetreten werden, und kann in den meisten Fällen auch nicht einfach bis Ende Oktober wiederholt werden.
Es wird nicht viele Fälle geben, die vor Corona gebucht und jetzt noch zu Zeiten der Reisewarnung angetreten werden sollten. Diese Kunden können nichts dafür, dass sie die Fahrt nicht antreten können. Un diesen Fällen nur eine Verschiebung bis Oktober anzubieten ist unzureichend.

Ghize
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"Diese Kunden können nichts dafür, dass sie die Fahrt nicht antreten können."
=> Und was kann die Bahn dafür? Nichts, warum sollte sie dann haften? Und was kann die Bahn dafür, dass Sie ein nicht stornierbares Ticket gekauft haben?

Obstbaum
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Liebe/r Ghize,
Natürlich kann die Bahn hier genau so wenig dafür wie die Kunden und sie ist sicher auch nicht zur Rückerstattung verpflichtet. Allerdings wäre in diesem Fall (nicht absehbares externes Ereignis - früher bekannt als "höhere Gewalt" - und klare Reisewarnung der Regierung) meiner Ansicht nach eine kundenfreundlichere Kulanzregelung angemessen. Eine Auslandsreise bis Ende Oktober nachzuholen ist (ganz unabhängig von der Frage, bis wann die Reisewarnung gelten wird) sicher nur in den wenigsten Fällen möglich.
Vor diesem Hintergrund wäre ein Gutschein in meinen Augen für diese Fälle angemessener.

SoWe
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Die Bundesregierung spricht eine internationale Reisewarnung aus und fordert die Bürger dazu auf zu Hause zu bleiben, damit die Infektionszahlen runter gehen, der wirtschaftliche Schaden nicht noch größer wird. Was macht die Deutsche Bahn? Sie sagt implizit, ihr könnt doch ins Ausland reisen, der Zug rollt. Ach ihr müsst dann erstmal in Quarantäne? Euer Problem... Wenn Sie so weitermacht werden nicht zukünftig mehr Leute mit der Bahn reisen, sondern weniger. .Ob das dem Unternehmen wieder auf die Beine hilft... In der Krise zeigt sich der Service. Nein, ich würde es noch nicht mal als Service bezeichnen... sondern es liegt in der Logik der Sache. Wenn ich mit einer Reise Menschen gefährden (Stichwort "höhere Macht" ist gefallen, muss es möglich sein, die Reise umzuplanen. Und zwar nicht bis Ende Okt für die gleiche Strecke. Wer kann den so flexibel eine Urlaubsreise planen. Keiner fordert sein Geld zurück. Lediglich eine Gutschrift mit der man dann auch innerhalb Deutschlands fahren kann. Oder ein Verschieben der Reise zumindest bis Ende 2021.
Die Reisewarnung besteht nach dem 4.5. und sie bestand vor dem 4.5.

Ich bin (war bislang) eine Vielfahrerin und bin entsetzt, dass ich nun für die internationale Buchung keinen Gutschein bekomme.