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Woran orientiert sich die Kulanzregelung bei internationalen Verbindungen von Deutschland via Österreich nach Ungarn??

Die Bahn hat ihre Kulanzregelung jetzt um eine Woche bis zum 4. Mai verlängert. Das ist aufgrund der aktuellen Lage ein Witz, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Bahn immer noch mehrheitlich ein Staatskonzern ist.
Von Seiten der Bundesregierung gilt auf unbestimmte Zeit eine Reisewarnung für alle Auslandsreisen. Österreich und Ungarn lassen weiterhin keine ausländischen Touristen in ihre Länder. Somit hat eine Fahrkarte, die zu diesem Zweck über die DB gekauft wurde, keinen Nutzen bzw. die Reise ist gar nicht möglich, auch über den 4. Mai hinaus.
Konkreter Fall: Wir haben vor dem 13. März Fahrkarten von Bitterfeld nach Budapest und zurück gekauft.
Reisedaten sind: Hinfahrt 17. Mai - Rückfahrt 22. Mai.
Fakt ist: Diese durchgehende Buchung kann aufgrund der o.g. Beschränkungen von der DB nicht erbracht werden.
Konkrete Frage: Kann diese Buchung auch jetzt schon kostenfrei storniert werden?
( Bitte keinen Verweis auf das Datum 4.Mai! Der ist bei dieser Reise definitiv kein Orientierungsdatum.)

heka
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kabo
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"Konkrete Frage: Kann diese Buchung auch jetzt schon kostenfrei storniert werden?"
-> Nein. (Es sei denn es ist ein Flexpreisticket. Das kann bis 1 Tag vor der Reise immer kostenfrei storniert werden.)

"Das ist aufgrund der aktuellen Lage ein Witz, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Bahn immer noch mehrheitlich ein Staatskonzern ist."
-> D.h. alle Kulanzleistungen werden letztendlich aus Steuergeld finanziert. Ob es in der aktuellen Lage sinnvoll ist, mit Steuergeld sparsam umzugehen oder ob es sinnvoller ist, Steuergeld großzügig zu verteilen - da kann man sicher unterscheidlicher Meinung sein. Ist hier aber nicht der richtige Ort, das zu diskutieren.

Da Sie ja keinen Verweis auf den 4. Mai lesen wollen, kann ich Ihnen leider nicht sagen, dass es ja durchaus noch die Möglichkeit gibt, dass das sich das Datum noch weiter nach hinten schiebt. Hängt wahrscheinlich davon ab, wie viel Steuergeld der Verkehrsminister für die Bahn übrig hat. Angesichts der Tatsache, dass der Verkehrsminister erstmal die Lufthansa, Condor & Co, die Busbranche und die Autoindustrie retten will, steht zu befürchten, dass für die Bahn nicht mehr viel übrig bleibt.
Die Tatsache, dass die DB die Kulanz erstmal "nur" um 4 Tage (nämlich bis zu dem Datum, das Sie nicht lesen wollen) verlängert hat, ist ein äußerst alarmierendes Zeichen. Es drängt sich auf, dass die Finanzlage der DB derzeit nicht mehr hergibt.

"Diese durchgehende Buchung kann aufgrund der o.g. Beschränkungen von der DB nicht erbracht werden."
-> Doch, wahrscheinlich schon. Der Verkehr von Deutschland nach Österreich läuft an den Grenzübergängen Passau und Salzburg weitgehend normal, ebenso der Verkehr zwischen Österreich und Ungarn am Grenzübergang Hegyeshalom. Es macht einen Unterschied, ob eine Leistung nicht angeboten wird, oder ob Sie die angebotene Leistung wegen behördlicher Vorschrift nicht nutzen dürfen. Nach deutschem Recht hätten Sie einen Entschädigungsanspruch nach §65 IfSG gegen die Behörde, die die Einschränkungen angeordnet hat - ich fürchte aber, dass Sie damit weder bei der österreichischen Staatskasse noch bei der ungarischen Staatskasse erfolgreich sein werden.