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Können Tickets nach dem 30. April für Ausländer, die in Quarantaine wegen Korona sind erstattet werden ?

Meine Mutter hat eine Hinfahrt von Straßburg nach Kehl und von Kehl nach Potsdam am 30. April gebucht, und die Rückfahrt am 3. Mai. gebucht. Dazu kommt noch eine Bahn 25 Karte - Abonnierung, wofür sie sich für diese Fahrt und eine zukünftige, die jetzt auch gelöst werden sollte eingeschrieben hatte. Ich habe bereits gesehen, dass die DB nur die bis dem 30 April bestellten Tickets zurück zahlt, aber da wir Franzosen sind, dürfen wir gegenwärtig nicht Reisen, und umso weniger nach Deutschland. Könnte also meine Mutter einen Anspruch auf Rückzahlung ihrer Tickets wegen eine nicht einsetzbare Leistung haben ?

Antworten

betasaur
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Wenn der gebuchte Zug nicht mehr fährt, gelten die Fahrgastrechte und Sie können das Ticket im Nachgang über das Servicecenter Fahrgastrechte erstatten lassen.

Verkehren die gebuchten Züge allerdings wie gebucht, sind Sie auf die Kulanz der Bahn angewiesen. Behördliche Einschränkungen bei der Einreise sind Ihr persönliches Risiko und nicht das der Bahn.
Die aktuelle Kulanz wird bisher nur für Fahrten bis zum 30. April gewährt (und auch nur wenn diese Fahrten vor dem 14. März gebucht wurden). Das kann sich noch ändern, daher sollten Sie regelmäßig die Infoseiten im Blick halten.

Für Bahncards gibt es aufgrund von Corona kein Sonderkündigungsrecht.

Ghize
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"Wenn der gebuchte Zug nicht mehr fährt, gelten die Fahrgastrechte und Sie können das Ticket im Nachgang über das Servicecenter Fahrgastrechte erstatten lassen."
=> Nein, ein ausfallender Zug gibt nicht automatisch einen Erstattungsanspruch nach Fahrgastrechten, sondern es kommt auf die Verspätung an: "Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten können Sie von der Reise zurücktreten und sich den vollen Fahrpreis erstatten lassen" (http://www.bahn.de/fahrgastrechte) Kommt man also mit einer anderen Verbindung in 60 Minuten an, hat man keinen Anspruch auf eine Erstattung.
WENN eine Verspätung von mehr als 60 Minuten absehbar ist, dürfte dies der schnellste Weg zur Erstattung sein.

Wenn der gebuchte Zug nicht mehr fährt, hat die Bahn einseitig den Vertrag verändert, und damit kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Dieser Weg funktioniert immer, unabhängig davon, wie groß die Verspätung wäre. Um vom Vertrag zurückzutreten schreibt man eine Mail an fahrkartenservice@bahn.de Dauert erfahrungsgemäß aber 8-10 Wochen.

betasaur
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Stimmt, bei Auslandsverbindungen würde ich aber (vielleicht naiverweise) in der Regel davon ausgehen, dass man bei Zugausfall sowieso nicht mit unter 60min Verspätung ans Ziel kommen kann.

Was mir aber beim nochmal drüber lesen auffällt: In der Frage steht Straßburg - Kehl und dann Kehl - Potsdam. Bahn.de gibt mir eine solche Verbindung nicht aus. Sind das zwei getrennte Fahrkarten oder ist die Fahrt auf eine Fahrkarte gebucht? Falls es zwei Fahrkarten sind, haben Sie auch zwei getrennte Beförderungsverträge. Ein Zugausfall auf der Strecke Straßburg - Kehl hat dann z.B. keinen Einfluss auf eventuelle Erstattungsansprüche auf der Strecke Kehl - Potsdam.

Ghize
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"Stimmt, bei Auslandsverbindungen würde ich aber (vielleicht naiverweise) in der Regel davon ausgehen, dass man bei Zugausfall sowieso nicht mit unter 60min Verspätung ans Ziel kommen kann."

Stimmt, in der Praxis wird es , gerade bei Auslandsfahrten, wohl meist darauf hinaus laufen. Da hier aber oft (und nicht nur von Dir) davon ausgegangen wird, dass ein Zugausfall automatisch einen Erstattungsanspruch nach Fahrgastrechten auslöst, wollte ich nochmal darauf hinweisen. Sonst könnte dies für einen Kunden zur bösen Falle werden.

Hallo,

die Kulanzregelungen wurden bis zum 4. Mai 2020 erweitert. Das heißt, Fernverkehrs-Tickets, die bis zum 13. März 2020 mit Reisedatum bis zum 4. Mai 2020 gekauft wurden, können bis zum 30.Juni 2020 flexibel zur Reise genutzt oder storniert werden. Hier finden Sie die Info dazu. /ni