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Wann gibt es neue Infos zu Corona von der Bahn?

Der 01.05. rückt näher und viele von uns haben auch vor dem 13.03. Tickets für den 01.05. und darüber hinaus gebucht. Wann wird die Bahn endlich bekannt geben, ob und wie lange weitere Kulanzregeln in Kraft treten?
Derzeit gelten Reisebeschränkungen weiterhin und das auch weit in den Mai hinein. Aus Spaß zu Freunden/Familie zu fahren wäre also illegal. Trotzdem passiert bei der Bahn in den letzten Tagen nichts. Wann kommt da mal was?

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Erfahrungsgemäß im letzten Moment.

Die Kulanzaktion "kostenlose Beförderung von gestrandeten Fluggästen" sollte ursprünglich am 15.4.20; 23:59 Uhr enden. Die Verlängerung wurde etwa 6 Stunden vor dem Ende bekannt gegeben.

Die DB will halt auch die Lage beobachten und sich bis zum Schluss alle Optionen offen halten.

By the way: Welchen finanziellen Unterschied macht es für Sie, ob eine Kulanzregelung heute oder erst am 30.04 abends bekannt gegeben wird? Wahrscheinlich gar keinen. Entweder es gibt Kulanz, oder es gibt keine. Der Bekanntgabezeitpunkt ist ziemlich egal. So wird jedenfalls die DB denken.

Anonym
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"Welchen finanziellen Unterschied macht es für Sie, ob eine Kulanzregelung heute oder erst am 30.04 abends bekannt gegeben wird?
--->Naja, es gibt nicht nur Leute, die im Geld schwimmen. Sage das mal einen Hartz IV-Empfänger, der sich seine paar Kröten zusammen gespart hat für einen kleinen Wochenendurlaub an der Ostsee.
Für den ist es schon relativ wichtig, das Geld so schnell wie möglich erstattet zu bekommen, bzw. zu wissen, ob er überhaupt was zurück bekommt.

kabo
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Na, wenn die Aktion verlängert werden sollte, kommt der Betrag als Gutschein. Damit kann man nichts anderes kaufen als Bahnfahrten (und Bahncards). Ob der Gutschein jetzt heute, am 1. Mai oder am 10. Mai kommt, macht nur einen Unterschied, wenn man gleich wieder die nächste Bahnfahrt buchen möchte, wofür man möglichst schnell den Gutschein einlösen will.

Natürlich ist es beruhigender, wenn man möglichst früh Klarheit hat. Aber rein monetär ist es zumeist egal.

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@kabo du weißt doch wie das läuft oder glaubst du ernsthaft, die meisten behalten die Gutscheine für sich selber? Da kann 1000x drauf stehen, der Gutschein darf nicht verkauft werden...dann tausche ich ihn eben gegen buntes Papier mit Zahlen drauf. ;-)

Tillinator
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Also die einzige hilfreiche Antwort bisher war der Punkt mit der Verlängerung für Flugreisende. Wenn das 6 Stunden vorher kam, kann man sich ja zurück lehnen und warten bis 30.04.
Einen Unterschied macht es dahingehend: Die Reise werde ich so oder so irgendwann machen. Wenn ich das Ticket aber weiterhin flexibel nutzen kann, brauche ich mich um gar nichts kümmern und fahre halt irgendwann. Wenn es Gutscheine gibt, okay für mich.
Gibt es keine Kulanzregel für diese Reise, kann man immer noch Fahrpreis, Bußgeld und Kontrollwahrscheinlichkeit gegeneinander abwägen.
Es liegt also nicht nur in meinem privaten, sondern im allgemeinen öffentlichen Interesse, ob es neue Regelungen gibt.
Auch den Vorwurf des Egoismus kann man mit dem finanziellen Verlust gegen rechnen.

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@Tillinator Auf das mit den Flugreisenden würde ich nicht viel geben. Da dauerte die Lösung so lange, weil erst mit mehreren Institutionen (Politik, Fluggesellschaften, Versicherungen) geklärt werden musste, wer die Kulanz bezahlt. Die DB jedenfalls nicht.

Hier liegt der Fall anders. Das ist ein alleiniges Kulanzproblem der DB.

Meine Vermutung ist eher, man wartet bis zum 30.4. ,weil sich da die Politik trifft und wohl weiteres beschließt. Macht man jetzt eine neue Kulanzregelung, weiß man nicht bis wann. Macht man sie zu kurz, müsste man sie gleich wieder ändern, macht man sie zu lang, wäre es rausgeschmissenes Geld.
Das es gar keine Kulanz mehr gibt, kann ich mir nicht vorstellen. Dann ist die DB in ihrer Außenwirkung wieder da, wo sie vor paar Jahren schonmal war. So blöd kann keine Marketing-Abteilung sein.

Allerdings würde sich die DB keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie das auch so kommunizieren wurde, statt ständig ihr SMT vorschickt, nur damit sie belanglose Standardfloskeln ablässt.

Ganz unabhängig von Kulanzregelungen gibt es auch noch Fahrgastrechte:

Wenn die gebuchten Züge nicht mehr fahren oder sich an Ihrer gebuchten Verbindung etwas geändert hat, können Sie das Ticket kostenfrei zurückgeben. Dazu einfach eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de schreiben.

https://community.bahn.de/questions/2304938-international...
https://community.bahn.de/questions/2307486-db-gruppentic...

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@zeka, ja. Nur mit dieser Kulanzlösung geht es schneller. Die Emailadresse ist heillos überlastet. Bis man da mal was bekommt, kann viele Monate dauern. Am Beginn der Coronakrise wurde von 8-10 Wochen Bearbeitungszeit gesprochen, das dürfte jetzt nicht weniger sein. Und gerade bei Erstattungen wegen Fahrplanänderungen (welche keine FGR-Fälle sind) gibt es dort immer wieder viel Ärger und Probleme.

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@zeka ja. Aber nur wenn es ein Fahrgastrechtefall ist. Da braucht es schon 1 Stunde abzusehende Verspätung, bevor man die Reise startet.
Das können wir "Bahnprofis" so machen, aber erklär das mal Oma, die aller 5 Jahre einmal nach Sylt fährt. Für die ist der Knopf "stornieren" einfacher. ;-)

@Bahnfrosch: Auch bei Zugausfall kann man das FGR-Formular nutzen.

Ich wollt nur drauf hinweisen, dass es auch noch etwas anderes als Kulanz gibt. Mag nicht für alle zutreffen und ja, dauert auch was, aber man bekommt keinen Gutschein, sondern Geld zurück und ist eben nicht auf die "Großzügigkeit" der Bahn angwiesen. Darüber hier zu diskutieren finde ich müßig.

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@zeka und @bahnfrosch, Sie haben beide recht.

Ich denke darüber hinaus sollte man wohl wirklich einfach abwarten...

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zeka, o.k. jetzt wirds echt off topic, aber selbst das "bei Zugausfall kann man das FGR-Formular nutzen." ist so nicht ganz richtig. Auch da muss eine Verspätung von einer Stunde da sein. Wenn es eine Alternativverbindung gibt, welche unter einer Stunde am Ziel ankommt, gibt es "theoretisch" auch nix zurück.

@Bahnfrosch: Das hat kabo hier https://community.bahn.de/questions/2314187-umtausch-tickets so geschrieben:

"Wenn der Zug wirklich ausfällt (das muss ganz sicher sein), dann einfach bis nach(!) der Fahrt warten und das Fahrgastrechteformular ausfüllen. Dabei das Feld "ich habe die Reise wegen Zugausfall / Verspätung nicht angetreten" ankreuzen."

kabo
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Ja, das ist so ein ewiges Mysterium.
Nach den offiziellen Fahrgastrechten ist eine voraussichtliche Mindestverspätung von 61 Minuten am Zielort die Vorraussetzung, um eine Erstattung wegen Nicht-Nutzung zu bekommen. Umkehrschluss: Wenn eine Alternativverbindung gab, die den Kunden trotz des Zugausfalls mit weniger als 61 min Verspätung ans Ziel gebracht hätte, dann bekommt der Kunde nix.
Meines wissens prüft das Servicecenter Fahrgastrechte zwar genau, ob der Zug wirklich ausgefallen ist, aber maximal halbherzig, ob es eine Alternativverbindung mit weniger als 61 min Verspätung gegeben hätte. Denn es stellt sich die Frage, woher der Kunde denn von der Alternativverbindung hätte wissen sollen. Servicepersonal, das aktiv auf wartende Fahrgäste zugeht und denen unaufgefordert Alternativverbindungen mitteilt, gibt es ja nun nicht so häufig. Man kann nicht einerseits eine Erstattung nach den Fahrgastrechten verweigern, weil es eine Alternativverbindung gegeben hätte, und auf der anderen Seite auch noch erwarten, dass der Kunde bei Zugausfall eigenständig intensive Recherchen anstellt, um genau diese Alternativverbindung zu finden. Manchmal sieht man erst im Nachhinein, welche Alternative möglich gewesen wäre. Deshalb wird im Regelfall erstattet, auch wenn bei genauem Hinsehen die 61-Minuten-Grenze eigentlich nicht erreicht ist.

@Zeka
In dem verlinkten Beitrag ging es um eine Reise nach Paris. Da fahren die Züge auch ohne Corona nicht so oft, so dass bei Zugausfall offensichtlich ist, dass man mindestens 61 min später ankommen wird. Deshalb hatte ich das nicht extra erwähnt.

Hallo zusammen,

wie hier bereits mehrfach geschrieben wurde, gilt die Sonderkulanz nur für Fahkarten bis einschließlich 30.04.2020, bei der Buchung bis 13.03.2020. Sollte es zur Erweiterungen der Sonderkulanz kommen, werden Ihnen diese auf bahn.de/corona hinterlegt. Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, auf Aktualisierungen auf dieser Seite zu achten.

Richtig ist der Hinweis auf mögliche Alternativen.

Bei einer Fahrplanänderung können Sie vor dem ersten Geltungstag der Fahrkarte, von der Fahrt zurücktreten und die Fahrkarte wird erstattet. Dazu schreiben Sie eine E-Mail an: fahrkartenservice@bahn.de.

Ab dem ersten Geltungstag greifen die allgemeinen Fahrgastrechte.Bei einer Ankunftsverspätung ab 60 Minuten am Zielbahnhof Ihrer Fahrkarte, können Sie von der Fahrt zurücktreten. Dann erfolgt die Einreichung über das Fahrgastrechte-Fornular.

In diesem Beitrag hat mein Kollege /ch es ausführlich erklärt. /ka 

"Welchen finanziellen Unterschied macht es für Sie, ob eine Kulanzregelung heute oder erst am 30.04 abends bekannt gegeben wird?"
Es geht doch eher um die Planungs- und Handlungsoptionen. Zum Beispiel für diejenigen, die für das erste, verlängerte Maiwochenende einen günstigen stornierbaren Sparpreis gekauft haben, aber nun aufgrund der Umstände die Reise verschieben möchten. Wenn es keine neue Kulanzregelung gibt oder diese nicht ausreichend ist, könnte man vor dem gebuchten Reisetag noch regulär stornieren, oder aber die Reise zum geplanten Termin durchführen (bei Privatbesuch).
Für die meisten Reisenden mit Papiertickets wäre das Aufsuchen eines geöffneten Reisezentrums um 18 Uhr am 30. April wohl nicht so einfach.