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Frage beantwortet

Kann ich vor 13. März gekaufte Fahrkarte für den 1. Mai von Dänemark nach Deutschland zurückgeben (Corona Beschränkung)?

Dänemark hat wegen des Corona (Covid-19) Virus Reisebeschränkungen bis Mitte Mai beschlossen.
Kann ich meine vor dem 13. März gekaufte Fahrkarte gültig für den 1. Mai von Dänemark nach Deutschland unter den Corona-Sonderregelungen zurückgeben?

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Ja, seit heute Mittag gilt die Kulanzregelung für Fahrten bis 04.05. (bei Buchung bis/vor 13.03)

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Nein. Für den Rest bitte die Suchfunktion benutzen.

„ Kann ich meine vor dem 13. März gekaufte Fahrkarte gültig für den 1. Mai von Dänemark nach Deutschland unter den Corona-Sonderregelungen zurückgeben?“

Die Kulanzregelungen zu Corona findest Du hier:
https://www.bahn.de/p/view/home/info/corona_startseite_ba...

Was steht in den Regeln?
„Tickets, die bis zum 13. März 2020 für Reisetage bis 30. April 2020 gekauft wurden...“

Was steht in Deiner Frage?
„ Fahrkarte gültig für den 1. Mai ...“

Ist der 1.Mai ein Reisetag bis 30. April? Nein!

Was sagt die Suchfunktion?

Z.B.
https://community.bahn.de/questions/2313523-wg-corona-sup...

Guten Morgen, Sie haben hier ja schon die richtige Antwort erhalten. Ein Zusatz noch, sollte die gebuchte Verbindung nicht mehr existieren, dann können Sie von der Fahrt zurücktreten. Diese Regelung gilt unabhängig der Kulanzregelungen. /no

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OK, ich fasse zusamen: in Ergänzung zu den Kulanzregelungen zu Corona, die in erster Linie auf die Lage in Deutschland zugeschnitten sind, wird bei Fahrkarten von oder ins europäische Ausland die dortige Lage mit den dortigen Corona-Regeln nicht berücksichtigt.
Eine Fahrkarte bekomme ich nur erstattet, wenn der Zug ausfällt, nicht, wenn ich dort als Tourist nicht reisen darf und damit meine Zugfahrt aus neuen gesetzlichen Gründen nicht antreten darf.
(Schade eigentlich 35 Jahre nach dem Abkommen von Schengen.)

kabo
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Richtig zusammengefasst.

„warum nur bis 30. April? Was genau ändert sich an dem Tag?“
-> Es muß einfach ein Zeitraum festgelegt werden für den die Kulanzregelungen gelten. Festgelegt wurde das Mitte März. Damit waren die (damals) aktuell geplanten Fahrten abgedeckt, sogar für anderthalb Monate im Vorraus.

Wie sich das ganze entwickeln wird, weiß keiner. Vielleicht gelten die Beschränkungen für die nächsten zwei Jahre. Dann müsste man alle bereits gebuchten Tickets unter die Kulanz fallen lassen. Schwer vorzustellen, dass das funktionieren könnte. Die Bahn kann letztlich immer noch auf die Situation reagieren.

Letztlich ist der Kunde doch dafür verantwortlich ob er ein stornierbares oder ein nicht stornierbares Ticket bucht. Gerade wenn die Buchung für längere Zeit im Voraus ist, ist doch die Wahrscheinlichkeit das etwas dazwischen kommt (sei es Krankheit, Unglück, Corona oder Änderungen im Job) recht hoch. Dieses Risiko nimmt man doch bei Buchung eines nicht stornierbaren Tickets in Kauf.

kabo
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" Was genau ändert sich an dem Tag?"
-> Ganz einfach.
Die Finanzkennzahlen für den April sind da, so dass die DB weiß, wie hoch der Schuldenstand am Monatsende ist.
Daran kann die DB dann entscheiden, ob (a) man sich weitere Kulanz überhaupt leisten kann, ohne Insolvenz anmelden zu müssen, (b) wie lang weitere Kulanz ohne Hilfe vom Bund finanzierbar ist, (c) ob man Finanzhilfe vom Bund erbittet, um die Kulanz verlängern zu können oder (d) man es bleiben lässt, weil der Verkehrtminister sein Geld schon für die gescheiterte PkW-Maut ausgegeben hat, der Rest für die Rettung der Autoindustrie draufgeht und deshalb wie immer nichts für die Bahn übrig bleibt.

Im Ernst: Die bisherige Kulanz war so großzügig (wirtschaftlich gesehen wahrscheinlich sogar zu großzügig) - das kann die DB nicht mehr lange durchhalten.

Ja, es ist grosszügig, gegenüber denen, die im April reisen sollten, aber nicht gegenüber jenen, die im Mai reisen wollten. Die Coronasituation ist mindestens bis Mitte Mai die gleiche, zumindest was Dänemark betrifft. Ausser dem Datum ändert sich mit dem Monatswechsel doch gar nichts.
Oder kann man die Tickets zurückgeben, wenn die gebuchte ICE-Direktverbindung nicht mehr existiert und man stattdessen mehrfach umsteigen und Regionalzüge nehmen muss und deswegen die Reise länger dauert?
Man könnte zumindest mal sagen, wann das entschieden wird, statt einen unnötig auf die Folter zu spannen. Die ständige Fragerei würde dann wahrscheinlich auch aufhören.

Wenn ihre gebuchte Verbindung nicht mehr existiert und sie viel länger unterwegs sind können sie das Ticket ohne Probleme zurückgeben. Das nennt sich dann nicht Kulanz sondern Fahrgastrechte. Dann bekommen Sie sogar Geld und keinen Gutschein. Sie können ja mal Fahrgastrechte DB googeln. Sie werden staunen.

Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Was ist "viel" länger? Was ist mit den Folgereisen, die ich verpasse oder nicht mehr benötige? Wenn meine Verbindung ausfällt und dafür eine andere (längere/umständlichere) da ist, gilt das trotzdem als Ausfall? Oder wenn ein Grenzübertritt nicht möglich ist?
Ich weiss, dass man das per Mail anfragen kann, aber wenn man da einfach keine Antwort bekommt?

kabo
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"Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Was ist "viel" länger? "
-> Nach den EU-Fahrgastrechten: 61 Minuten

"Was ist mit den Folgereisen, die ich verpasse oder nicht mehr benötige? "
-> Das ist dann Pech

"Wenn meine Verbindung ausfällt und dafür eine andere (längere/umständlichere) da ist, gilt das trotzdem als Ausfall?"
-> Ab 61 Minuten länger ist die Lage eindeutig, weil es dafür die gesetzlichen Fahrgastrechte gibt. Das ist dann einem Ausfall gleichgestellt. - Bei unter 61 Minuten ist es mit der Rechtsgrundlage schwieriger. Die DB nimmt die Fahrkarte in der Praxis auch gegen Erstattung zurück, weil der Kunde ja nicht mehr genau die Leistung bekommt, die er gebucht hat.

"Oder wenn ein Grenzübertritt nicht möglich ist?"
-> Wenn der Zug die Grenze überquert (also nicht ausfällt), Sie aber aufgrund von Reisebeschränkungen nicht mitfahren dürfen, dann ist das wieder Ihr Pech. Das ist von den gesetzlichen Fahrgastrechten nicht abgedeckt. Da zählen nur Ausfall und Verspätungen, aber keine Reisebeschränkungen.

Danke, das hilft mir schon mal ein wenig weiter. Hier mal die Details:

Mein gebuchter ICE ab Hamburg fährt nicht mehr über die Grenze, er fährt eigentlich gar nicht mehr, Ein Regionalzug fährt stattdessen bis AN die Grenze (Flensburg), dort würde ich dann wohl daran gehindert, in den nächsten Zug zu steigen, der dann ÜBER die Grenze fährt. Die ganze Verbindung startet 10 Minuten früher (das ist ein Problem, gilt das als zumutbar?) und kommt 30 Minuten später an. Berechtigt mich das alles jetzt zur Rückgabe?

Die Rückreise aus Kopenhagen, die ich dadurch natürlich gar nicht mehr brauche, hat sich auch verändert. Ich müsste 30 Minuten früher losfahren (auch hier wieder, ist das zumutbar?) und kommt 10 Minuten später an im Hamburg.

Die Heimreise von Hamburg aus Richtung Süden wird einfach nur obsolet, weil die ganze Reise nicht stattfinden kann.

Wie gesagt, ich habe den Kundendienst per Mail kontaktiert und bisher keine Antwort erhalten ausser einer Empfangsbestätigung.

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Da Sie anscheinend keinen Flexticket haben (sonst könnten Sie ja einfach stornieren), gehe ich jetzt mal davon aus, dass Sie ein Supersparpreis haben - oder evtl. auch einen Sparpreis und sich die Stornogebühren sparen wollen.

"Wenn ihre gebuchte Verbindung nicht mehr existiert und sie viel länger unterwegs sind können sie das Ticket ohne Probleme zurückgeben. Das nennt sich dann nicht Kulanz sondern Fahrgastrechte."

Diese Antwort geht an der Ausgangslage vorbei.

Bei (Super)Sparpreisen ist man an den Zug gebunden, fährt dieser Zug nicht mehr, erfüllt die Bahn Ihre vertraglichen Pflichten nicht mehr. Dann kann man entweder jeden anderen (nicht reservierungspflichtigen) Zug benutzen, der einen an das Ziel bringt oder man kann von der Fahrt zurücktreten und bekommt sein Geld erstattet. Hierfür spielt es keine Rolle, ob es alternative Verbindungen gibt und wie lange man damit unterwegs ist. Der Rücktritt muss spätestens am Tag vor der Reise erklärt werden. Dies ist Vertragsrecht und hat mit den Fahrgastrechten nichts zu tun.

Wenn Sie nicht von der Fahrt zurücktreten gelten am Reisetag die Fahrgastrechte und dann bekommt kann man ab 61 Minuten Verspätung die Fahrt abbrechen und zurückfahren bzw. die Fahrt gar nicht erst antreten und bekommt sein Geld zurück.

Falls Sie von der Fahrt zurücktreten wollen, schreiben Sie bei einem Online-Ticket eine Mail an: fahrkartenservice@bahn.de und erklären dort Ihren Rücktritt. Die Bearbeitung dauert aber oft 8-10 Wochen.

Wenn schon klar absehbar ist, dass Sie mit einer alternativen Verbindung mehr als 60 Minuten verspätet ankommen würden, können Sie auch bis zum Reisetag warten und dann über das Fahrgastrechteformular reklamieren. Die Bearbeitung geht vermutlich wesentlich schneller als beim Rücktritt. Siehe: http://www.bahn.de/fahrgastrechte

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Der Kundenservice hat in normalen Zeiten (also ohne Corona) eine Bearbeitungszeit von ca. 4-6 Wochen. Ich gehe davon aus, dass der Kundenservice derzeit mehr zu tun hat als sonst. wann Sie dann eine Antwort bekommen, können Sie sich ausrechnen ...

Früher losfahren muss man nicht. Ich gehe daher davon aus, dass Sie mindesten 61 min später ankommen würden, wenn Sie zur ursprünglich gebuchten Zeit (aber nicht früher) losfahren würden.

Wenn Hin+Rückfaht auf getrennten Tickets sind, muss das Kriterium "61 min später" für Hinfahrt und Rückfahrt jeweils separat erfüllt sein.

Dann siehe hier: https://community.bahn.de/questions/2314187-umtausch-tickets

"Die Heimreise von Hamburg aus Richtung Süden wird einfach nur obsolet, weil die ganze Reise nicht stattfinden kann."
-> Wenn Sie damit sagen wollen, dass für die Fahrt von Hamburg nach Süden noch ein (weiteres) separates Ticket vorliegt, dann wird es schwierig, auch das erstattet zu bekommen. Denn die Fahrgastrechte beziehen sich jeweils auf ein Ticket. Eine Beeinträchtigung zwischen Kopenhagen und Hamburg würde nicht zu einer Erstattung des Tickets Hamburg-"Süden" berechtigen, wenn der Zug von Hamburg nach "Süden" planmäßig fährt. Die Aneinanderreihung von getrennten Tickets ist im Fahrgastrechtefall sehr ungünstig.

Vielen lieben Dank, jetzt bin ich wirklich schlauer.

Das dritte Ticket habe ich seperat gebucht, weil wir erst einen Tag später weiterreisen. An so etwas habe ich im Dezember noch nicht gedacht, ist die erste Reise seit ewig, die wir nicht antreten.

Also, so wie's aussieht bekomme ich die Tickets HH - Kopenhagen und zurück (irgendwann) erstattet, weil die Fahrten nicht so wie gebucht durchgeführt werden. Das ist doch schon mal etwas, damit könnte ich gut leben. Und wer weiss, vielleicht wird die Kulanzfrist ja noch verlängert, da das (touristische) Reisen auch im Mai noch nicht wirklich empfehlenswert ist.

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Ja, seit heute Mittag gilt die Kulanzregelung für Fahrten bis 04.05. (bei Buchung bis/vor 13.03)

Geht das nicht online? Wenn ich meine Auftragsdetails anschaue steht dort immer noch:
"Rückgabe Ihres Tickets
Umtausch und Erstattung für dieses Angebot ausgeschlossen."

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Doch, aber die Funktion muss erst noch auf die neuen Kulanzregelungen angepasst werden und sind voraussichtlich ab dem 30. April verfügbar. Bitte dann nochmal probieren.