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Rückerstattung meiner am 01.05.20 + 04.05.20 gebuchten Fahrkarten aufgrund der derzeitigen Sitation möglich. ?

Ich kann meine geplante Reise zum Geburtstag meiner Mutter (03.05.20) nicht antreten. Sie lebt in einem Pflegeheim und darf aufgrund der derzeitigen Situation weder das Heim verlassen, noch Besuch empfangen. Eine Lockerung ist nicht vor dem 04.05.20 geplant. Ich bitte deshalb um Erstattung.

Mit freundlichen Grüßen

Christina Falter

anitsirhcretlaf
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kabo
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Bislang gibt es keine Verlängerung der Kulanz-Aktion über den 30.4. hinaus.
Bis zum 1. Mai sind es auf meinem Kalender noch 10 Tage. D.h. es ist noch reichlich Zeit, wo sich etwas ändern kann.

Ergänzung:

Wenn die gebuchten Züge nicht mehr fahren oder sich an Ihrer gebuchten Verbindung etwas geändert hat, können Sie, ganz unabhängig von Corona, das Ticket kostenfrei zurückgeben. Dazu einfach eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de schreiben.
https://community.bahn.de/questions/2304938-international...
https://community.bahn.de/questions/2307486-db-gruppentic...

Lallebasi
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Ich finde die Frage sehr berechtigt. Bis zum 3. Mai wird sich de facto NICHTS ändern, denn bis dahin gilt die offizielle Kontaktsperre derBundesregierung und nicht notwendige Reisen sollen unterlassen werden

Lallebasi
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Das habe ich schon verstanden. Was ich nicht verstehe ist, warum sich die Stornierungsregelungen nicht an die Daten der geltenden Kontaktsperren anpasst.

Lallebasi
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Auch das ist mir klar. Ich mache ja auch keinen Rechtsanspruch geltend. Aber im Rahmen der Kulanz/Kundenbindung finde ich es nicht nachvollziehbar, solche Regelungen zu treffen/nicht anzupassen. Denn wir sollen ja nun mal alle nach Möglichkeit nicht reisen.

Ghize
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Vielleicht wird die Regelung nicht angepasst, um die Fahrgäste mit den teureren und stornierbaren Tickets nicht zu sehr zu verärgern.

Diese können sich nämlich zu Recht verärgert fühlen, wenn sie mehr bezahlt haben um flexibel zu sein und jetzt jeder Sparfuchs mit billigen Tickets die selben Rechte eingeräumt bekommt.

Anonym
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@Woodstock Kulanz ist ein Totschlagargument hinter das sich die DB schützt. Wenn die DB die Kulanzregelungen nicht verlängert (natürlich nur für die, welche vor dem 13.3. gebucht haben) wird es eine Klagewelle geben, was der DB noch viel mehr Schaden in der Außenwirkung bringt wie jetzt.
Und eins ist sicher: Diese Kunden ist sie los. Und vor Musterprozessen (vlt. sogar vor EU-Gerichten) wird die DB auch Angst haben, weil es dann zu einem Urteil kommen kann, wo es für sie noch viel teurer werden kann, auch bei zukünftigen Fällen.

kabo
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Ach Bahnfrosch, die DB hat schon so viele Prozesse verloren, sogar vor dem EuGH. Das juckt die nicht.

Aber da gibt es rechtlich eigentlich nichts zu prozessieren. Eine Bahnfahrt ist keine Pauschalreise, deshalb gilt das kundenfreundliche Pauschalreiserecht nicht.

So lange die Bahn die Züge fahren lässt, hat der Kunde keinen Erstattungsanspruch gegen die Bahn. Das ist alles Kulanz. Das Risiko, dass der Kunde einen planmäßig fahrenden Zug aufgrund behördlicher Vorschriften nicht nutzen kann / darf / soll, liegt beim Kunden.

Was mich vielmehr wundert ist, warum niemand nach einem Erstattungsanspruch gemäß §65 Infektionsschutzgesetz geltend macht. Danach drängt sich eigentlich auf, dass das die Bundesländer, die die Beschränkungen erlassen haben, für "nicht nur unwesentliche Vermögensnachteile" Erstattung in Geld leisten müssen. Und der Verfall von teuren Tickets kann ja durchaus ein "nicht nur unwesentlicher Vermögensnachteil" sein.

Anonym
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"die DB hat schon so viele Prozesse verloren, sogar vor dem EuGH. Das juckt die nicht.
--->Hmmmm....bisher war es immer so, dass die eher einem Vergleich zustimmen, damit es gar nicht zu einem Prozess kommt.

Aber wir werden sehen. Eins ist aber sicher. Das was sich die DB im letzten Jahr aufgebaut hat (mit Klimaschutz, steigende Fahrgastzahlen) reißt sie mit solch einer Aktion wieder ein. Ob es das wert ist?

kabo
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Hm. Wir kommen in den Bereich der Spekulation.
Aber jetzt sind so viele Privatreisen, Firmenveranstaltungen, Schulungen, Messen, Konzerte, Urlaube usw. ausgefallen - das will doch (fast) alles nachgeholt werden. Alles möglich wird doch jetzt auf die zweite Jahreshälfte verschoben.
Ich kann mir gut vorstellen (bin mir eigentlich fast sicher), dass im Herbst die Züge voller sein werden, als sie es vor der Krise waren.

Ansonsten: Während fast alles geschalossen war/ist und sowohl Fluglinien als auch Flixbus den Betrieb eingestellt haben, ist die Bahn weiter gefahren. Obwohl praktisch alle Einnahmen im Personenverkehr weggebrochen sind, hat die DB die grundsätzliche Mobilität sichergestellt. Mir fallen ziemlich wenige Betriebe ein, die sich in der Krise so souverän - und so kundenfreundlich - schlagen wie die Bahn.

"Eine Bahnfahrt ist keine Pauschalreise, deshalb gilt das kundenfreundliche Pauschalreiserecht nicht."
--> Das ist sicher richtig. Dennoch gilt in außergewöhnlichen Zeiten nicht unbedingt im Umkehrschluss: "Aber da gibt es rechtlich eigentlich nichts zu prozessieren. ... So lange die Bahn die Züge fahren lässt, hat der Kunde keinen Erstattungsanspruch gegen die Bahn."

https://www.sueddeutsche.de/reise/coronavirus-reisen-urla...:
"Individualreisende können sich ebenfalls auf die Reisewarnung sowie auf die Schließung der meisten Grenzen berufen. Wenn sie Hotelzimmer oder Mietwagen nicht nutzen können, müssen sie nach deutschem Recht dafür auch nicht bezahlen: 'Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Unterkunft in einem Sperrgebiet liegt und nicht erreichbar ist' ... Die Reisewarnung gilt nur für das Ausland, trotzdem sind auch zwischen Nordsee und Alpen keine touristischen Reisen mehr möglich. ... Damit liegen nach Einschätzung von Rechtsexperten der Verbraucherzentralen ebenfalls 'unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände' vor - und Reisen können kostenfrei storniert werden ..."

Ähnlich auch bei https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/rei... in der Rubrik "Die Situation für Individualreisende". Und weiterhin sogar: "Auch wenn die Airline den Flug trotz der Reisebeschränkungen durchführt, muss nach unserer Ansicht der Flugpreis erstattet werden, wenn Sie einem Einreiseverbot unterliegen." (Dazu gibt es allerdings bestimmt auch andere Ansichten.)

Dass man bisher praktisch keine expliziten Erläuterungen für Eisenbahnfahrten findet, liegt sicher 1. daran, dass es bei Pauschalreisen und Flügen in der Regel um höhere Geldbeträge geht und 2. natürlich an der zurzeit (noch) geltenden Kulanzregelung der DB.