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Versteckte Preiserhöhung bei Sparpreisen durch Corona?

Mir fällt auf, dass die Supersparpreise seit der Coronakrise auf meiner Strecke und vielen anderen Strecken gestiegen sind.
Damit müssten laut der offiziellen Preisbildung gerade aktuell günstige Preise verfügbar sein, wenn die Auslastung gering ist und die Kontingente weniger schnell ausgebucht sein dürften.

Ich finde auf längeren Strecken gar keine Supersparpreise mehr zum Einstiegspreis von 17,90€. Auch nicht im Juli und August. Vorher habe ich diese oft auch zwei Wochen vorher bekommen.

Ist dies eine temporäre Erhöhung während der Coronakrise, um mit den wenigen Fahrgästen mehr Geld einzunehmen? Hat jemand Infos dazu? Würde mich freuen.

DennisOster
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Antworten

Hallo DennisOster,

die Deutsche Bahn AG ist nach wie vor ein Wirtschaftsunternehmen welches Geld verdienen muss. Daher muss man auch in der aktuell harten Zeit das eine mit dem anderen sinnvoll verknüpfen. Daher kann es durchaus vorkommen dass die Einstiegspreise reduziert oder sogar ausgesetzt wurden um die Bilanz generell etwas besser dastehen zu lassen. Sicher wird das trotz der geringfügig höheren Preise nicht gelingen aber es steht auch nirgendwo geschrieben dass die Deutsche Bahn AG einen super günstigen Preis anbieten muss.

Außerdem verführen Schnäppchenpreise nur zum sinnlosen Bahnfahren. Und diese sinnlosen Fahrten sollten jetzt tunlichst vermieden werden.

Gruß, Tino!

Anonym
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Man kann es auch so sagen: Man melkt das, was noch zum melken da ist, und das sind die, die unbedingt Bahn fahren müssen.
Ja, die DB ist ein Wirtschaftsunternehmen, aber dann sollen sie solchen Müll mit Werbebotschaften wie "Danke liebe Ärzte, liebe Pfleger, liebe Verkäufer" e.t.c. aber lassen. Das ist nur blanke Heuchelei.
Sollen sie alle in systemrelevanten Berufen günstig fahren lassen, aber diese nicht noch ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.
Ob der Verlust nun 80% oder 85% am Ende ist, ist dann letztlich auch egal. Der Steuerzahler zahlt eh auf langer Sicht die Zeche. Und die DB geht nicht pleite. Das meiste Geld machen die eh im Ausland mit Produkten, die gar nix mehr mit "Bahn" zu tun haben.

By the way: Gerade erklärte einer vom SMT auf Twitter, dass es keine günstigen Sparpreise mehr gibt, weil die Nachfrage hoch ist...Tja...ohne Worte. Transparenz und Ehrlichkeit war noch nie ihre Stärke.

geborenumzuleben
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@Bahnfr0sch, leider kann ich hier nirgendwo "gefällt mir" drücken.

kabo
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Dass zumindest nach der Krise die Nachfrage hoch sein wird, dafür muss man kein Hellseher sein.
Man rechnet damit, dass nach der Krise - zumindest eine Zeit lang - mehr Kunden unterwegs sein werden als vor der Krise. Die ganzen Gutscheine, die jetzt ausgegeben werden, wollen eingelöst werden. Ausgefallene Veranstalungen werden nachgeholt usw. Viele Reisen, die jetzt getätigt worden wären, verschieben sich auf die zweite Jahreshälfte und drängen sich dort.
Man wird also allein schon wegen der erhöhten Nachfrage für die Zeit nach der Krise seltener günstige Sparpreise bekommen. Nur weiß halt niemand, wann genau "nach der Krise" sein wird.

Anonym
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"Dass zumindest nach der Krise die Nachfrage hoch sein wird, dafür muss man kein Hellseher sein."

--->sicher? Die Hälfte der Bevölkerung hat dann weniger Geld zur Verfügung, da Kurzarbeit oder Firma ist ganz Pleite. Veranstalter werden sicher auch umdenken müssen und ihre Events nicht mehr so im großen Rahmen machen. Das letzte wird sein, dass die ehemaligen Bahnkunden dann noch Fantasiepreise bezahlen werden. Zumal es einen ja jetzt deutlich zeigt: Sch.... auf die Umwelt, nur ein Auto bringt mich sicher noch von A nach B.
Warum sollte man dann "nach der Krise" ein Auto wieder abschaffen und den überteuerten Zug nehmen?
Ich sehe es anders: Die Bahn wird auch "nach der Krise" weniger Kunden haben als jetzt bis Februar 2020. Dazu kommen noch die ganzen verärgerten Kunden, denen in der ersten Kulanzlösung versprochen wurde, dass das Geld auf das Konto zurück geht und nun haben die alle einen ungewollten Gutschein. So macht man sich keine Freunde für die Zukunft.

Es werden sich noch einige Unternehmen umstellen müssen. Es werden auch viele Unternehmen mitbekommen, dass man mit Home Office mehr erreicht, als dass man seine Mitarbeiter mit dem Zug/Flugzeug zu zig Meetings durch die Lande schickt.

@geborenumzuleben warst du nicht der, der mich als Bahntroll und Bahnmitarbeiter beschimpfte? looool

kabo
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@geborenumzuleben

Ich beobachte - überwiegend berufsbedingt - auch andere Foren/Communities, in denen es solche "gefällt mir"-Buttons gibt. Die haben zwar nichts mit Bahn zu tun (ist ja auch nicht mein Berufsfeld), aber die Erfahrung zeigt dort:
Es werden überproportional Antworten als gut bewertet, die der Erwartungshaltung des Fragestellers entsprechen - aber falsch sind. Und Antworten, die richtig sind, aber nicht das sind, was der Fragesteller gerne hören/lesen möchte, werden als schlecht bewertet.

Hier würden ja auch bestimmt einige Beteiligte gerne lesen, dass die böse DB mit Ihrem Gewinnstreben schuld daran ist, dass man gerade in der Krise keien billigen Fahrten unternehmen kann.
Aber vielleicht bräuchte man dafür ein Forum mit der Überschrift "Wünsch dir deine Antwort".

Anonym
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@kabo stimmt: Hier feiern einige User (zum Glück nicht alle) einen inneren Reichsparteitag, wenn man einen Kunden vor die Birne knallen kann, dass er blöd ist und nix erstattet bekommt, weil er die hunderten Seiten der DB-Beförderungsbedingungen nicht gelesen hat.
Und diese User werden hier ja auch gefeiert, sogar von (einigen, nicht allen!) Mods. ;-)
Ghize z.B. würde für seine arrogante, kühle Art viele Likes bekommen, auch von einigen Bahnangestellten, für die Kunden nur das maulzuhaltende Zahlvieh ist.

sorry dafür. Aber ich sehe tagtäglich Leute in den Zügen die dort rein gar nichts zu suchen haben weil ich nicht im geringsten davon ausgehe dass die ältere Dame einem systemrelevanten Beruf in Regensburg nachgeht wenn sie in Frankfurt in den Zug steigt. Und auch jugendliche mit Gepäck gehören sicher auch nicht dazu. Also hört bitte auf von Dingen zu reden von denen ihr absolut nicht den Hauch einer Ahnung habt. Von den 15-20 Leuten die in der Regel noch im Zug zu finden sind üben mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 10 keinen dieser systemrelevanten Berufe aus. Daher muss es auch keinerlei günstige Sparpreise geben. Denn die, die zu den "Berufen"gehören haben entweder eine Freifahrt oder eine Zeitkarte und sind demnach nicht im geringsten auf irgendwelche Sparpreise angewiesen die "oh mein Gott" 5,- € teurer geworden sind.

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@Tino:

Dann gibt es mehrere Lösungen:
1. Zugverkehr ganz einstellen oder
2. Bundespolizei rufen und diese Klientel hart bestrafen oder
3. ehrlich sagen, dass man weil man jetzt so wenig verdient, keine Sparpreise anbieten kann.

Aber wenn ein SMT-Mitarbeiter davon spricht, dass es keine Sparpreise gibt, weil die Nachfrage groß ist, kommt man sich ehrlich verschaukelt vor, wenn selbst du schon schreibst, es fahren nur noch 15-20 Hanseln mit.

ja aber Du echauffierst Dich jetzt hier über Dinge wo Du doch ganz genau weißt dass sie nicht so sind. Und Du und ich wissen doch genau dass es immer schwarze Schafe gibt die Schwachsinn erzählen.

Hat der Fragesteller nicht wegen Juli/August gefragt? Und ich glaube aktuell sind dann noch Sommerferien geplant und deshalb wird eine erhöhte Auslastung erwartet. Was in ein paar Monaten ist kann niemand vorhersagen. Daher abwarten und Kaffee trinken.

@geborenumzuleben: Schade kein gefällt mir nicht Button

Übrigens gerade im Juli eine Verbindung gefunden von Hamburg nach München ab 17,90 Euro.

geborenumzuleben
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@Bahnfr0sch,
wenn das so war, dann tut es mir wirklich leid und möchte mich auf diesem Wege offen und ehrlich entschuldigen.

Ich finde ihre Beiträge hier zum Großteil sehr sehr gut.

Anonym
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Ja Tino. ich weiß das, du weißt das. aber der Kunde, der fragt, weiß das nicht und glaubt das, was ein offizieller Social-Media-Bahnmitarbeiter sagt, denn er bekommt ja Geld dafür, dass er das den Kunden sagt. Es ist quasi das Sprachrohr des DB Konzerns.
Wie ich schon schrieb, manchmal wäre etwas mehr Ehrlichkeit besser und würde vom Kunden auch besser verstanden als ein vorgefertigter Textbaustein.
Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Kunden das sogar verstehen würde, warum es keine (oder keine preiswerten) Sparpreise gibt, halt nur gehört dazu eine ehrliche Grundeinstellung dem Kunden gegenüber.
Aber auch latte jetzt, sonst läuft das noch hier aus dem Ruder. Der Threadersteller hat ja festgestellt, dass es keine billigen Sparpreise gibt und du hast ja so ungefähr dargelegt, warum das so ist. Sollte reichen. ;-)
Eingangsfrage war:
"Versteckte Preiserhöhung bei Sparpreisen durch Corona?"
Antwort:--->ja

geborenumzuleben
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Das Grundproblem sehe ich aber hier bei den Vorgaben, das SMT wird auch nur tun was sie eben vorgegeben bekommen.

kabo
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""Dass zumindest nach der Krise die Nachfrage hoch sein wird, dafür muss man kein Hellseher sein.""
-> Ja, da bin ich sehr sicher.
Berufsbedingt hatte ich mit der Verlegung einer Veranstaltung zu tun und habe die Verfügbarkeiten von größeren Hotelkapazitäten im Spätherbst abgefragt. Schallendes Gelächter habe ich geerntet. Ich wäre gefühlt der hundertste Großkunde, der seine Veranstaltung in den Spätherbst umbuchen wollte.

""Hier feiern einige User (zum Glück nicht alle) einen inneren Reichsparteitag, wenn man einen Kunden vor die Birne knallen kann, dass er blöd ist und nix erstattet bekommt, weil er die hunderten Seiten der DB-Beförderungsbedingungen nicht gelesen hat.""
-> Hm. Sehe ich differenzierter.
Es gibt Kunden, die eine überzogene Erwartungshaltung haben. Und - völlig losgelöst davon - finde ich klare, eindeutige Antworten besser als weichgespülte Kundenbesänftigungsrhetorik. Wenn ein Kunde ein Billig-Angebot bucht, ohne sich vorher die Konditionen durchzulesen, dann darf man auch "selbst schuld" schreiben. Ich bemühe mich, das dann etwas diplomatischer zu formulieren (andere Mitforisten bemühen sich da vielleicht etwas weniger) - aber ich kann ja keine falsche Antwort geben, nur damit sich der Kunde nicht auf den Schlips getreten fühlt. Und wenn sich der Kunde auf den Schlips getreten fühlt, weil er die richtige Antwort "selbst schuld" bekommt - dann ist das halt so. Das Kriterium "Antwort muss richtig sein" finde ich wichtiger als "Kunde darf sich nicht auf den Schlips getreten fühlen". Als nicht-DB-Mitarbeiter kann man es sich halt leisten, Kunden auch unangenehme Antworten zu überbringen.
Und das ist - meiner Meinung nach - auch ein wichtiger Zweck, den die DB mit dieser Community erreichen will: Ungünstige Nachrichten werden nicht durch DB-Mitarbeiter überbracht, sondern durch Privatpersonen (die dann "nur" von der DB bestätigt werden). Oder anders: Es ist für die DB praktisch, wenn andere Kunden hier Antworten geben, die richtig sind, aber die sich die DB nicht traut selbst zu schreiben, weil damit evtl. Kunden verprellt würden.

"Eingangsfrage war: "Versteckte Preiserhöhung bei Sparpreisen durch Corona?"
Antwort:--->ja"

Wieso? Sparpreise sind kontingentiert und auch in Vor-Corona-Zeiten war es so, dass man zu bestimmten Zeiten/Tagen (Feiertage, Ferien, Freitag, Sonntag,...) (fast) keine Einsteigerkontingente bekommen hat. Oder dass billigere Kontingente nochmal nachgelegt wurden und einige Fragesteller die Differenz des "zuviel" gezahlten Preises hier zurück haben wollten. Das ist doch alles nix neues...

"Eingangsfrage war:
"Versteckte Preiserhöhung bei Sparpreisen durch Corona?"
Antwort:--->" nein.

Wo ich noch mitgehen könnte: Das Preissystem der Bahn ist intransparent für den Kunden und daher eine "versteckte Preiserhöhung" per se.

Anonym
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@kabo wir werden sehen, aber wenn das so ist wie du schreibst, braucht die Wirtschaft ja keine Angst vor einer Rezession zu haben

zum anderen: ich verweise hier zu diesem Thread. Der beschreibt die Arroganz einiger ganz gut: Kunde fragt anständig, User, welcher Bahnmitarbeiter ist, antwortet falsch, anderer Kunde, fragt, warum diese Antwort so ist und wird vom nächsten vollgelöffelt, warum es es wagt, die falsche Antwort anzuzweifeln. Das beschreibt das Klima hier sehr schön: https://community.bahn.de/questions/2300223-letzte-fahrpl...

@zeka
"Wieso? Sparpreise sind kontingentiert und auch in Vor-Corona-Zeiten war es so, dass man zu bestimmten Zeiten/Tagen (Feiertage, Ferien, Freitag, Sonntag,...) (fast) keine Einsteigerkontingente bekommen hat."
--->mit dem Unterschied, da waren die Züge voll.

@Bahnfr0sch: Und sobald die Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben sind, werden die Züge auch wieder voll sein...
Die Ausgangsfrage bezog sich auf Juli und August. Und da erwartet die DB eine hohe Auslastung, ergo keine ganz billigen Sparpreise.

Anonym
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zeka, dann bist du sehr optimistisch. Die Abstandsregelungen von 1,50m werden noch solange anhalten, bis es eine wirksame Impfung gibt, was wohl erst Anfang 2021 sein wird. Ergo: Können die Züge gar nicht voll gestopft werden, selbst wenn sie es wöllten.

kabo
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"@kabo wir werden sehen, aber wenn das so ist wie du schreibst, braucht die Wirtschaft ja keine Angst vor einer Rezession zu haben"
-> Braucht man auch nicht. Die globale Volkswirtschaft hat sich bislang nach jeder Krise wieder erholt. Geht zwar nicht von heute auf morgen, aber meines Wissens ist bislang stets spätestens nach einigen Jahren wieder der Stand vor der Krise erreicht worden.

Auch wenn es pietätlos / geschmacklos ist und ich mir der Fragwürdigkeit bewusst bin: Der Aufstieg Deutschlands zur führenden Wirtschaftsmacht resultiert letztendlich aus der Krise des Weltkriegs. Der Wiederaufbau und die durch die Zerstörung notwendige Modernisierung der Industrie haben die Wirtschaft unglaublich voran gebracht und den Grundstein für den heutigen Wohlstand gelegt. Deshalb habe ich auch keine Zweifel daran, dass unser Land am Ende eher gestärkt als geschwächt aus der Krise hervorgehen wird. Es stellt sich "nur" die Frage, wenn das Ende der Krise sein wird.

Aber wir schweifen mittlerweile stark vom Thema ab.

Man kann über die Preise der Bahn diskutieren. Aber bei allen „Argumenten“ für mehr oder weniger günstige Sparpreise darf man zwei Dinge nicht vergessen.

1. Die Super(Sparpreise) sind ein Instrument des Yield Managements. Sie dienen der Ertragsoptimierung.
2. Die Kontingente der Sparpreise werden unter wirtschaftlichen Erwägungen freigeschaltet.
3. Es gibt keinen Automatismus bei der Sparpreisbildung.

Da die Bahn derzeit nur etwa 10-15 Prozent der Fahrgäste hat, aber weiterhin 75 Prozent der Züge fahren lässt macht sie derzeit Riesenverluste. Deshalb werden natürlich zukünftige Möglichkeiten der Ertragsoptimierung genutzt.
Gering ausgelastete Züge bedeuten nicht automatisch günstige Kontingente. Die günstigen Preise funktionieren doch nur, wenn es auch gleichzeitig eine große Zahl Züge gibt, die gut mit hochpreisigen Tickets ausgelastet sind. Fehlen diese, weil zurückhaltend gebucht wird, dann funktioniert die Mischkalkulation nicht. Sehr günstige Sparpreise können nur angeboten werden, wenn gleichzeitig viele hochpreisige Tickets verkauft werden.

Damit müssten laut der offiziellen Preisbildung gerade aktuell günstige Preise verfügbar sein, wenn die Auslastung gering ist und die Kontingente weniger schnell ausgebucht sein dürften.

Genau hier liegt der Denkfehler. Wenn zu viele Züge gering ausgelastet sind führt das zu geringeren Sparpreiskontingenten, weil einfach weniger Tickets verkauft werden. Eine „offizielle Preisbildung“ in der Art gibt es nicht. Da die günstigen Sparpreistickets erst im Mix mit hochpreisigen Tickets zu einer funktionierenden Kostendeckung führen muß erst der Verkauf der höherpreisigen Tickets sichergestellt sein um dann zusätzliche Reisende mit günstigen Sparangeboten zu locken. Darum ist es auch ohne Corona teilweise so, dass zu Buchungsbeginn erst mittelpreisige Kontingente angeboten werden. Je nach Buchungsverlauf kommen später günstigere Kontingente dazu.

Die günstigen Sparpreise sollen in erster Linie zusätzliche Kunden anlocken. Daher muß es erstmal genug „Stammzahler“ geben. Es macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn Tickets mit Verlust anzubieten, wenn diese auch zu einem kostendeckenden Preis verkauft werden können.

Bei der Preisbildung spielen viele Faktoren eine Rolle. Bei zu wenig verkauften Tickets funktioniert die Mischkalkulation nicht, bei sehr starker Nachfrage treibt der Markt den Preis nach oben.
Irgendwo in der Mitte davon schaukeln dann die Sparpreise im gewohnten Bereich.

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@zeka,
folgende Festellung von ihnen ist falsch:
Die Ausgangsfrage bezog sich auf Juli und August. Und da erwartet die DB eine hohe Auslastung, ergo keine ganz billigen Sparpreise.

Die Ausgangsfrage ist eine andere, ich bitte sie richtig zu lesen.

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@Joeopitz,
ich gehe auf folgende Aussage von ihnen ein:
"Da die günstigen Sparpreistickets erst im Mix mit hochpreisigen Tickets zu einer funktionierenden Kostendeckung führen muß erst der Verkauf der höherpreisigen Tickets sichergestellt sein um dann zusätzliche Reisende mit günstigen Sparangeboten zu locken. Darum ist es auch ohne Corona teilweise so, dass zu Buchungsbeginn erst mittelpreisige Kontingente angeboten werden. Je nach Buchungsverlauf kommen später günstiger Kontingente dazu.

Die günstigen Sparpreise sollen in erster Linie zusätzliche Kunden anlocken. Daher muß es erstmal genug „Stammzahler“ geben. Es macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn Tickets mit Verlust anzubieten, wenn diese auch zu einem kostendeckenden Preis verkauft werden können."
Leider haben sie völlig recht damit, was sie da schreiben.

Aber finden sie es gut, so wie es ist?
Ich definitiv nicht.
Ich erwarte da viel viel mehr transparenz, insbesondere von einem Staatsunternehmen.

Allein wenn man sich mal vor Augen hält, welche Pressemitteilungen zu den Preisen immer durch die Medien geschleudert werden, durch Werbungsplakate geworben werden und wie unterm Strich die Realität aussieht wird mir dabei regelrecht schlecht!

Oder auch Aussagen am Schalter oä, dass man wohl zu spät dran ist und die günstigen Tickets schon weg sind, obwohl es die überhaupt noch nicht gab oder nie geben wird ist es ein Unding sowas überhaupt zu sagen.

@Bahnfr0sch: "dann bist du sehr optimistisch."

Ja, alles andere ist, wahrscheinlichkeitstheoretisch betrachtet, unklug. ;)
(Stichwort Alpha- und Beta-Fehler.)

@geborenumzuleben

Ich beantworte hier Fragen. Diese Community dient nicht dazu etwas gut oder schlecht zu finden.

Wenn ich schreibe: „Es ist kalt und dunkel“ dann schreibe ich es weil es kalt und dunkel ist.
Wenn jemand fragt „Warum ist es kalt und dunkel?“ dann werde ich antworten: „Weil es weder eine Lampe noch eine Heizung gibt.“ Daraus ist nicht zu schließen ob mir das gefällt oder nicht.

Diese Community wäre dann auch nicht der Platz um darüber zu diskutieren ob Hell und Warm nicht doch besser wäre. Dafür gibt es andere Orte.

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@Joe
Danke, dass Du den Thread wieder zum Thema zurückgeführt hast.

@Moderation
Danke, dass dieser interessante Thread trotz der ausufernden Diskussion nicht geschlossen wurde.

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"@Moderation
Danke, dass dieser interessante Thread trotz der ausufernden Diskussion nicht geschlossen wurde."

--->Christian hat heute auch keinen Dienst und die anderen sitzen im Bahntower auf dem Sofa und haben Bauchschmerzen von ganzen Eierlikör-Eier gefuttere...(...sagt jedenfalls der hausinterne Buschfunk) ;-P

Manchmal muss man den Dingen auch ihren Raum lassen und nein, ich sitze weder im Bahntower, noch habe ich Bauchschmerzen von lauter Eierliköreiern. ;) /ti