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Frage beantwortet

Ticket gebucht am 11.03. für Fahrt am 12.03. . Am 13.03 früher Flug nach NY. Erstattung möglich ?

Reise nach NY fand nicht statt wegen Einreiseverbot.

Life0309
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Für Tickets mit einem Reisedatum vor dem 13.03. gelten die tariflichen Stornobedingungen. Nach dem ersten Geltungstag sind nur Flexpreistickets gegen 19 EUR Gebühr stornierbar. Bei Sparpreistickets wäre eine Stonierung nur vor dem 1. Geltungstag möglich gewesen, Supersparpreistickets sind nicht stornierbar.

Warum Sie das Ticket nicht genutzt haben, spielt dabei keine Rolle. Die Flugreise oder die Einreise in die USA waren kein Bestandteil des mit der Bahn abgeschlossenen Beförderungsvertrags.

Die Kulanzregelungen wegen Corona greifen hier auch nicht, da diese nur für Reisen zwischen dem 13.03. und 30.04. gelten.

Eine Erstattung ist hier nur bei Bahnverschulden möglich, d.h. wenn die Fahrt nicht angetreten werden konnte, weil der Zug nicht wie gebucht gefahren ist.

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Mark1807
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Nur wenn ihr gebuchte Zug ausgefallen ist, die Kulanzregelung gilt dafür nicht.

Für Tickets mit einem Reisedatum vor dem 13.03. gelten die tariflichen Stornobedingungen. Nach dem ersten Geltungstag sind nur Flexpreistickets gegen 19 EUR Gebühr stornierbar. Bei Sparpreistickets wäre eine Stonierung nur vor dem 1. Geltungstag möglich gewesen, Supersparpreistickets sind nicht stornierbar.

Warum Sie das Ticket nicht genutzt haben, spielt dabei keine Rolle. Die Flugreise oder die Einreise in die USA waren kein Bestandteil des mit der Bahn abgeschlossenen Beförderungsvertrags.

Die Kulanzregelungen wegen Corona greifen hier auch nicht, da diese nur für Reisen zwischen dem 13.03. und 30.04. gelten.

Eine Erstattung ist hier nur bei Bahnverschulden möglich, d.h. wenn die Fahrt nicht angetreten werden konnte, weil der Zug nicht wie gebucht gefahren ist.

Ich möchte daran erinnern, dass am 12. März eine Kulanzregelung bestand, die den genannten Fall (wahrscheinlich) abdeckte:
"Kunden mit DB-Fahrkarten in die vom Coronavirus besonders betroffenen und vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogebiete, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihre Fahrkarte kostenfrei erstatten lassen. Die kostenfreie Erstattung gilt auch für den Fall, dass der konkrete Reiseanlass aufgrund des Coronavirus entfällt (z. B. offizielle Absage einer Messe, eines Konzerts, Sport-Events o. ä.) oder ein gebuchtes Hotel im Zielort (ggf. im Ausland) unter Quarantäne steht." (Quelle: "FAQs zu Corona-Virus" auf der Startseite dieser Community) Ich denke, eine corona-bedingte Flugstreichung bzw. ein allgemeines Einreiseverbot steht einer Konzert-Absage gleich. (Oder hat jemand gegenteilige Informationen?)

Dann bliebe nur die Frage, ob man sich weiterhin darauf berufen kann, obwohl diese Regelung nicht mehr veröffentlicht ist. Ein expliziter Widerruf durch die DB ist mir nicht bekannt.

Life0309, schreiben Sie doch einfach eine Mail an fahrkartenservice@bahn.de (im Falle eines Online-Tickets) und hängen ein erläuterndes Dokument der Fluggesellschaft an.

Ich weiß schon, dass andere, die hier mitschreiben, der Ansicht sind, dass die von mir zitierte Regelung durch die Veröffentlichung neuer Corona-Kulanzregeln ersatzlos aufgehoben ist (= zulange beim Absenden gezögert, heißt Pech gehabt). Zumindest für Absagen o.ä., die am 13.3. schon bekannt waren, teile ich diese Ansicht nicht.

„Ich weiß schon, dass andere, die hier mitschreiben, der Ansicht sind, dass die von mir zitierte Regelung durch die Veröffentlichung neuer Corona-Kulanzregeln ersatzlos aufgehoben ist (= zulange beim Absenden gezögert, heißt Pech gehabt). teile ich diese Ansicht nicht.“

Das Argument „Zumindest für Absagen o.ä., die am 13.3. schon bekannt waren,“ ist nicht schlecht.

Nicht zu vergessen ist hier aber, das es eine Kulanzregelung war und keine rechtsverbindliche Regelung.
Kulanz ist ein einseitiges, freiwilliges Entgegenkommen eines Händlers gegenüber seinem Kunden.

Verbindlich ist Kulanz nach geltendem Recht nur dann wenn darüber „eine Vereinbarung zwischen Händler und Kunden“ getroffen wurde. Allein durch das Angebot einer Kulanz entsteht noch kein Anspruch darauf. Anspruch besteht aber, wenn das Angebot angenommen wurde.

Tatsächlich bestand das von Neptun genannte Kulanzangebot. Wenn dieses Angebot angenommen wurde, dann wurde eine Vereinbarung getroffen. Diese Kunden haben auch einen Anspruch.

„Dann bliebe nur die Frage, ob man sich weiterhin darauf berufen kann, obwohl diese Regelung nicht mehr veröffentlicht ist.“
-> Kann man nicht. Da dieses Kulanzangebot nicht mehr gemacht wird, kann man es auch nicht mehr annehmen.

„Ein expliziter Widerruf durch die DB ist mir nicht bekannt.“
-> Der ist auch nicht nötig. Es reicht aus, das Kulanzangebot nicht mehr zu machen. Dann kann es auch nicht mehr angenommen werden. Inzwischen macht die Bahn ein anderes Angebot.

Ich hatte (auch gegenüber Neptun) an anderer Stelle schon angemerkt, dass wenn ich Dinge erkläre, es nicht immer heißt, dass ich diese auch gut finde. Darum...

„Life0309, schreiben Sie doch einfach eine Mail an fahrkartenservice@bahn.de (im Falle eines Online-Tickets) und hängen ein erläuterndes Dokument der Fluggesellschaft an.“
-> Das keine Kulanz gewährt werden muß, heißt nicht dass keine Kulanz gewährt werden kann. Versuchen Sie es. Zu verlieren haben Sie nichts. Seien Sie nur nicht enttäuscht wenn die Bahn ablehnt oder auf eine eventuelle Änderung der derzeitigen Kulanzregelungen verweist.

Joeopitz, deine allgemeinen Ausführungen zur Kulanzgewährung sind ganz interessant und auch plausibel. (Ob sie korrekt sind, kann ich nicht beurteilen, und dazu will ich mich im Moment auch nicht schlau machen.)

Nun taucht natürlich die Frage auf, ob und wie lange man sich auf Kulanzangebote verlassen darf. Was insbesondere ein Problem ist, wenn – so wie bei der aktuellen Regelung – der Kunde eine Wahlmöglichkeit hat und die Nutzung des Angebots über einen längeren Zeitraum möglich ist.

Konkret: Dürfte die DB ihr Kulanzangebot morgen ersatzlos streichen? Dadurch, dass Kunden ihre Fahrt jetzt für Mai oder Juni eingeplant haben – die Nutzung des Tickets ist schließlich ohne weitere Formalitäten möglich –, erfolgte ja noch keine Annahme des Angebots, im Gegensatz zur Stornierung, sei es "selbstständig online" oder durch Absenden des Formulars.

@Neptun
„ Nun taucht natürlich die Frage auf, ob und wie lange man sich auf Kulanzangebote verlassen darf.“
-> Ein Angebot gilt solange, solange es gemacht wird. Zurückziehen eines Angebotes ist zulässig.

„ Konkret: Dürfte die DB ihr Kulanzangebot morgen ersatzlos streichen?“
-> Da wird es schwierig. Es wurde hier ein Zeitraum genannt.

„die Nutzung des Tickets ist schließlich ohne weitere Formalitäten möglich –, erfolgte ja noch keine Annahme des Angebots“
-> Hier wurde eine Frist gesetzt. Für die Stornierung der Tickets oder die flexible Nutzung bis 30.06. Innerhalb der Frist sollte eine Annahme des Angebots möglich sein. Außerdem könnte hier eine Annahme des Angebotes durch konkludentes Handeln vorliegen. Wenn ich trotz Reiseverbot auf die tarifliche Stornierung eines Tickets verzichte, habe ich damit möglicherweise zum Ausdruck gebracht dass ich das Kulanzangebot annehme.

Hier wird es aber langsam sehr wacklig, im Bereich der Kulanz ist halt alles ein „kann“ und nichts ein „muß“. Da realistisch aber nicht zu erwarten ist dass die Bahn diese Kulanzzusage nicht einhält, wird das Ganze nun eher eine hypothetische Spekulation.

Vielen Dank für deine Erläuterung. Konkrete Fristen gab es in der Tat bei den bis 13.3. gültigen Regeln nicht.
"Da realistisch aber nicht zu erwarten ist dass die Bahn diese Kulanzzusage nicht einhält, wird das Ganze nun eher eine hypothetische Spekulation."
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