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Frage beantwortet

Kulanzregelung bei Online-Tickets für Fahrten nach dem 30.04.2020?

Ich habe zwei Online-Tickets (Hin- u. Rückfahrt) für Mai 2020 - 2 x Super Sparpreis. Die geplante Reise nach Norderney kann wegen des Virus nicht stattfinden und kann auch nicht nachgeholt werden, so dass ein Gutschein über den Reisepreis nicht zielführend ist. Bekomme ich den Reisepreis erstattet?

trinni
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Joeopitz
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Für Fahrten nach dem 30.04. gibt es bis jetzt keine Kulanz bei der Erstattung. Es gelten die tariflichen Stornierungsbedingungen.

Für die Form der Erstattung hast Du Dich bereits bei der Buchung entschieden.
Flexpreis: Erstattung auf dem gleichen Weg wie der Kauf (Überweisung, Kreditkarte, Paypal...)
Sparpreis: Erstattung als Gutschein (10 EUR Stornogebühr)
Supersparpreis: Keine Erstattung.

Hast Du Dich für einen nicht stornierbaren Supersparpreis entschieden, hast Du ja bei der Buchung auf die Möglichkeit der Stornierung verzichtet. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wirst Du also weder Gutschein noch Geld bekommen, wenn Du die Fahrt im Mai nicht antrittst.

Sollte die Bahn aufgrund der Entwicklung der Virensituation zusätzlich auch für Fahrten im Mai eine Kulanzerstattung anbieten, dann wäre das ein einseitiges, freiwilliges Entgegenkommen der Bahn. Einen Anspruch auf Erstattung hast Du nicht. Wenn die Bahn Dir Erstattung gegen einen Gutschein anbietet, kannst Du das annehmen. Du kannst aber auch entsprechen des von Dir gewählten Tarif Dein Ticket ungenutzt verfallen lassen, wenn Du die Fahrt nicht antrittst.

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Raceroaer
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Nein nur Gutschein ist 3 Jahre gültig. Wenn dir der Gutschein nicht passt, musst du das Ticket übrigens nicht zur Erstattung einreichen. Dann willst du halt nichts zurück.

Ghize
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Und woher willst Du jetzt schon wissen, dass in Mai keine Fahrt möglich sein wird?

Falls es wirklich so sein sollte, wird die jetzige Kulanzregelung vielleicht verlängert, an Deiner Stelle würde ich abwarten.

Joeopitz
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Für Fahrten nach dem 30.04. gibt es bis jetzt keine Kulanz bei der Erstattung. Es gelten die tariflichen Stornierungsbedingungen.

Für die Form der Erstattung hast Du Dich bereits bei der Buchung entschieden.
Flexpreis: Erstattung auf dem gleichen Weg wie der Kauf (Überweisung, Kreditkarte, Paypal...)
Sparpreis: Erstattung als Gutschein (10 EUR Stornogebühr)
Supersparpreis: Keine Erstattung.

Hast Du Dich für einen nicht stornierbaren Supersparpreis entschieden, hast Du ja bei der Buchung auf die Möglichkeit der Stornierung verzichtet. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wirst Du also weder Gutschein noch Geld bekommen, wenn Du die Fahrt im Mai nicht antrittst.

Sollte die Bahn aufgrund der Entwicklung der Virensituation zusätzlich auch für Fahrten im Mai eine Kulanzerstattung anbieten, dann wäre das ein einseitiges, freiwilliges Entgegenkommen der Bahn. Einen Anspruch auf Erstattung hast Du nicht. Wenn die Bahn Dir Erstattung gegen einen Gutschein anbietet, kannst Du das annehmen. Du kannst aber auch entsprechen des von Dir gewählten Tarif Dein Ticket ungenutzt verfallen lassen, wenn Du die Fahrt nicht antrittst.

Agesilaos
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@Ghize Da auch im Mai viele Großveranstaltungen abgesagt wurden, ist die Frage durchaus berechtigt. Bei mir ist es der eingestellte Lehrbetrieb bis 15.05., weshalb zwei Fahrten Anfang Mai nicht mehr nützlich sind. Ärgerlich, wenn man das ganze nur wegen der Supersparpreis-Angebote Ende Februar gebucht hat.

Ich bin deshalb ebenso gespannt auf die weitere Entwicklung.

Ghize
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@Agesilaos: Im Zusammenhang mit abgesagten Veranstaltungen schon, aber das ist ja auch eine andere Ausgangsfrage als eine allgemeine Reise. ;-)

Joeopitz
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@Ghize

Die Erstattung eines Tickets wegen einer abgesagten Veranstaltung ist schon länger nicht mehr aktuell.

Die erste Kulanzregelung betraf Fahrten in Risikogebiete. Diese Regelung wurde dann ergänzt um Tickets wegen ausgefallener Veranstaltungen.
Das ist aber seit 6 Tagen nicht mehr aktuell. Die alte Kulanzregelung wurde ersetzt durch eine Kulanz für alle bis spätestens 13.03. gebuchten Tickets wenn der Reisezeitraum zwischen dem 13.03 und 30.04. liegt.

Tickets für Fahrten nach dem 30.04. werden nur zu den tariflichen Konditionen erstattet. Auch wenn eine Veranstaltung abgesagt wurde, hat man nur Anspruch auf Erstattung wenn der gebuchte Tarif stornierbar ist.

Je nach Entwicklung der Virensituation ist es aber nicht ausgeschlossen, das in Zukunft noch geänderte Kulanzregelungen greifen.

Über die aktuellen Kulanzregelungen kann man sich jederzeit hier informieren:
https://www.bahn.de/p/view/home/info/corona_startseite_ba...

RolandoFurioso
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Beispielsweise gilt das Verbot jeglicher touristischer Reisen nach Schleswig-Holstein bereits nach jetztigem Stand bis Sonntag, 3. Mai. Hiervon bin ich betroffen, da ich am ersten Maiwochenende (2./3. Mai) einen Wochenendtrip nach SH gebucht habe. Das Bahnticket (Super-Sparpreis) werde ich also gar nicht nutzen dürfen, ohne eine Ordnungswidrigkeit zu begehen oder mich sogar strafbar zu machen.

Es wäre also höchst angemessen, die Kulanzregelung zumindest für solche Fälle über den 30.04. hinaus auszuweiten, da eine Reise nicht nur (wie im Falle einer Konzertabsage o. ä.) sinnlos. sondern auch verboten wäre.

Ich gehe davon aus, dass Schleswig-Holstein das bestehende Tourismus-Reiseverbot über den 3. Mai hinaus verlängern wird. Vor Anfang Juni wirds sich an diesem bestehenden Verbot wohl nichts ändern.

Ghize
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"Es wäre also höchst angemessen, die Kulanzregelung zumindest für solche Fälle über den 30.04. hinaus auszuweiten, da eine Reise nicht nur (wie im Falle einer Konzertabsage o. ä.) sinnlos."

Warum erwarten Sie von der Bahn eine Entschädigung?

Die Bahn

  • hat die Reisebeschränkungen nicht erlassen
  • ist nicht Schuld daran, dass Sie ein nicht stornierbares Ticket gekauft haben
  • ist keine Versicherung gegen betriebsfremde Ereignisse

RolandoFurioso
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"Warum erwarten Sie von der Bahn eine Entschädigung?"?
Inwiefern habe ich in meinem Beitrag eine "Entschädigung" gefordert? Sie begehen hier einen elementaren Kategorienfehler.

Ich denke, es gibt allerbeste Gründe, die bisherige zeitlich befristete Regelung über den 30. April hinaus zu verlängern - zumindest für solche Fälle, in denen die Reise aufgrund rechtlicher Vorgaben definitiv nicht angetreten werden darf. Ob dies dann überhaupt Kulanz wäre, darüber streiten sich die Rechtsgelehrten.

Natürlich wäre es völlig akzeptabel, auch hier wiederum eine Erstattung in Form von Gutscheinen vorzunehmen.

Joeopitz
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„Ich denke, es gibt allerbeste Gründe, die bisherige zeitlich befristete Regelung über den 30. April hinaus zu verlängern“
-> Das denken nicht nur Sie, das wünscht sich auch so mancher Andere. Sie können allerdings denken was Sie wollen, entscheiden tut die Bahn. Für die Bahn gibt es allerbeste Gründe erst mal abzuwarten. Genau das macht sie auch.

Der erste Mai ist erst in anderthalb Wochen. Erfahrungsgemäß fallen solche Entscheidungen bei der Bahn kurzfristig. Die nächsten 10 Tage ist damit nicht zu rechnen. Ihnen bleibt da nichts weiter übrig als abzuwarten. Sich hier zu echauffieren ist vergebliche Mühe, es interessiert bei der Bahn niemanden.

„Ob dies dann überhaupt Kulanz wäre, darüber streiten sich die Rechtsgelehrten.“
-> Hier befinden Sie sich allerdings total im Irrtum. Keiner der auch halbwegs mit dem deutschen Recht vertraut ist streitet darüber. Wenn die Behörden Ihnen die Durchführung der Reise verwehren, so ist das kein Bahnverschulden. Die Bahn konnte das auch bei sorgsamster Betriebsführung nicht vermeiden.

Hinzu kommt, das die Bahn voll stornierbare Flexpreistickets (vor einiger Zeit hießen die noch Normalpreistickets) anbietet. Ein Reisender der bei der Buchung bewusst ganz oder teilweise auf eine Stornierungsmöglichkeit verzichtet um einen besonders günstigen Fahrpreis zu bekommen, der kann im Nachhinein nicht plötzlich diese Stornierungsmöglichkeit für sich reklamieren, wenn Ihm etwas dazwischenkommt (egal ob Erkrankung, Tod, Reisebeschränkungen, ein abgebranntes Haus o.ä.) und er die Reise nicht antreten kann.

So bleibt erstmal nichts weiter übrig, als bis Ende April zu warten ob die Bahn die Kulanzregelungen noch ändert. Das ist ja durchaus möglich.
Ansonsten bleiben nur die tariflichen Möglichkeiten der Stornierung (nicht beim Supersparpreis) oder die Hoffnung das die Fahrt nicht mehr so wie gebucht durchgeführt wird. Bei Zugausfall, Fahrplanänderungen oder mind. 60 Minuten Verspätung können Sie von der Fahrt zurücktreten und sich den Fahrpreis erstatten lassen.

RolandoFurioso
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Inwiefern habe ich mich "echauffiert"? Bleiben wir doch bitte sachlich.

Also zur Sache. Ich zitiere hier einmal von den Wirtschaftsseiten der
Webpräsenz des Senders BR24:

//Zitat Anfang//

Individuell gebuchte Leistungen im In- und Ausland

Wer sein Ziel nicht erreichen kann, weil er Deutschland ohne wichtigen Grund nicht mehr verlassen kann oder auch innerhalb Deutschlands nicht mehr reisen soll, kann nach Angaben der Verbraucherzentrale auch einzeln gebuchte Leistungen, wie zum Beispiel Hotels, stornieren und sollte sein Geld zurückbekommen. "Zumindest wenn für die Buchung deutsches Recht gilt."

//Zitat Ende//

Ich habe die jetzt nicht juristisch gegengecheckt – doch
Insofern diese Auskunft korrekt sein sollte, müssten auch Bahnreisen nach Schleswig-Holstein kostenlos stornierbar sein, insofern Reiseverbote von offizieller Seite ausgesprochen wurden.

Also definitiv keine Sache von Kulanz.

Anders liegt die Sache natürlich in Fällen von Reisen die nur deshalb obsolet werden, weil beispielsweise ein Konzert abgesagt wurde. Völlig klar, dass die Bahnen hier formal nicht in der Pflicht ist, kostenlose Stornierungen anzubieten. In solchen Fällen würde es sich tatsächlich um Kulanz handelt.

Joeopitz
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Die Bahn ist nicht in der Pflicht kostenlose Stornierungen anzubieten, wenn man bei der Buchung ausdrücklich darauf verzichtet hat!

RolandoFurioso
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Argumentieren Sie jetzt juristisch oder emotional?

Ich zitierte lediglich die juristische Einschätzung, wie sie seitens der Verbraucherzentrale vertreten wird.
Allerdings gehe ich davon aus, dass diese Einschätzung durchaus nicht aus der Luft gegriffen ist.

Wo liegt also Ihr Problem? Sind Sie an einer ernsthaften, sachlichen Diskussion interessiert, oder möchten Sie nur partout Recht haben?

MarkuS04
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Der Unterschied ist eben, dass außerhalb Corona-Zeiten das Risiko zu einem hohen Teil in meiner Hand lag. Wir haben uns aufgrund der allgemeinen Klimadiskussion als Familie darauf verständigt, dieses Jahr einen hohen Weganteil mit der Bahn als umweltfreundlichstem Verkehrsmittel zurückzulegen. Das bedeutet wir haben unsere beiden PKW noch nicht abgeschafft und somit noch zweimal Fixkosten die wir ohnehin leisten - wir haben somit für Reisen in den Schwarzwald, nach Berlin und Leipzig frühzeitig gebucht. Zusätzlich haben wir eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen - die aber bei Corona-bedingten Absagen nicht greift.

Wir reden jetzt also über Fahrten zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten zu Zielen, die nach derzeitigem Stand dann voraussichtlich nicht offen sind (Leipziger Zoo) oder bereits jetzt schon klar ist, dass sie nicht stattfinden werden (Konzert in Berlin mit 10000 Zuschauern).
Was daran ist zuviel verlangt, dass ein Staatsbetrieb nicht einfach das Geld einsackt, wenn aus Gründen, die vom Reisenden nicht zu vertreten sind, überflüssige Reisen abgesagt werden.

Die Argumentation hinkt, dass man ja quasi bei der Buchung auf das Stornorecht verzichtet hat, denn für eine Familie macht der Verzicht oder Nichtverzicht bei einer Fahrt nach Berlin mal schnell 50 € zusätzlich aus - und davon, dass ein so großes Ereignis abgesagt wird, war zum Zeitpunkt der Buchung (Anfang Januar) ja auch noch keine Rede.

Für uns als Familie am Stadtrand ohne großartige ÖPNV-Anbindung ist es schon eine zusätzliche Belastung gewesen, statt der reinen Treibstoffkosten in eine Bahncard 25 und zusätzlich im Januar schon für das ganze Jahr im Voraus Tickets zu buchen und zu verauslagen (über 500 € für 4 Fahrten), von denen dann nur eine einzige Fahrt möglich war bisher. Da ist der Verweis auf "bei der Buchung den Stornobedingungen zugestimmt" nicht hilfreich.

MarkuS04
MarkuS04

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Zudem ist es ja so, dass Supersparpreise auch direkt beim Kauf versichert werden können. Diese Versicherung deckt jedoch das Risiko ebensowenig ab wie unsere Rundum-Sorglos-Reiseversicherung.

Nochmal: man hat auf die Möglichkeit der Stornierung verzichtet, weil man ja versichert ist oder 100%ig davon ausgeht zu fahren. Jetzt wird von "höherer Macht" bestimmt, dass nur notwendige Reisen stattfinden sollten und zusätzlich Fahrtgründe entfallen, das ist dann sicherlich nicht so unstrittig, dass hier die Bahn im Recht ist.

Diverudi
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Die Antwort der Bahn ist für mich nicht akzeptabel, aktuell habe ich ein Ticket für
den 01.05. von Niedersachsen nach München, welches ich bereits in Januar gekauft
habe und aktuell darf ich nicht nach Bayern fahren, wann wird die Bahn hier die Fristen
vernünftig anpassen?

Mit dem Blick auf die anderen Antworten muss ich mich über einzelne Kommentare wundern. Die Bundesländer verbieten Reisen und wir als Bürger und Kunden müssen dafür an die Bahn
zahlen, diese Logik muss mir der entsprechende Schreiber mal erklären.

RolandoFurioso
RolandoFurioso

RolandoFurioso

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Ganz herzlichen Dank für Ihren Hinweis, der zur rechten Zeit kam - soeben habe ich mein Super-Sparpreis-Ticket für das kommende Wochenende stornieren bzw. in einen Gutschein umwandeln können.

Damit ist für mich nun alles im grünen Bereich. Klar, dass die Bahn dann aus der Pflicht ist. sobald keine Reiseverbote mehr von offizieller Seite aus bestehen.