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Frage beantwortet

Warum hat sich die DB bzgl. Desinfektion von Flächen um 180 Grad gedreht?

Noch vor Kurzem war eine Desinfektion von Flächen angeblich nicht angezeigt:

https://community.bahn.de/questions/2243816-neuer-coronav...

„da das Virus direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird, stellen Flächen und leere Räume nach heutigem Wissensstand keine Gefahr dar. Eine Desinfektion von Zügen wegen der Coronagefahr ist daher medizinisch nicht angezeigt.“

Komischerweise gab es schon damals aber von überall her trotzdem schon den Rat, sich oft die Hände zu waschen und nicht ins Gesicht zu fassen. Ja warum denn dann, wenn eine Infektion durch Berührung von Flächen doch angeblich ausgeschlossen sei?

Also entweder ist eine Übertragung über Flächen ausgeschlossen, dann ist ein Waschen der Hände unnötig, sofern nicht gerade der Nachbar in meine Hände niest, oder aber die Infektion ist nicht ausgeschlossen, dann bringt Entfernen der Keime doch etwas!

In diesem Thread bekam ich bisher keine Antwort auf diese Argumentation.

Auch ein Nachhaken hier führte nur zu der mitlerweile üblichen Thread-Schließung ohne jegliche Antwort:

https://community.bahn.de/questions/2248005-stellt-behord...

Wie zuverlässig die im geschlossenen Thread beschriebene Maßnahme funktioniert, gingg ja schon durch die Presse:

https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/articl...


Gestoppter ICE in Braunschweig: Stadt räumt Corona-Verdacht aus

Braunschweig. 220 Personen konnten den Zug nach Frankfurt zweieinhalb Stunden lang nicht verlassen. Die Stadt Braunschweig verneint nun einen Corona-Verdachtsfall.

Laut Bundespolizei in Hannover geht es um einen Mann, der typische Anzeichen für eine mögliche Corona-Infektion aufgewiesen habe. Der Reisende sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Das Klinikum Braunschweig erklärte am Nachmittag auf Anfrage der Redaktion, es gebe „nach wie vor keinen Verdachtsfall und auch keinen Corona-Patienten“ im Klinikum.
Stadt Braunschweig dementiert Corona-Verdachtsfall in ICE
Später teilte die Stadt Braunschweig auf ihrer Facebook-Seite mit: „Es wurde von der Bahn ein Zug im Bahnhof angehalten, weil sich ein Fahrgast in der Bahntoilette übergeben hat. Er wurde mit dem Rettungswagen in ein Klinikum gebracht. Der Mann ist KEIN Coronaverdachtsfall!“
So zuverlässig scheint das Prozedere wohl nicht zu funktionieren…
Hier ein eindrucksvoller Bericht der ersten Betroffenen:
https://www.ovb-online.de/rosenheim/landkreis/coronavirus...

„Die junge Frau – sie möchte anonym bleiben – berichtet, wie es dazu kam, dass sie und ihre Freundin in Verona stundenlang festgehalten wurden. Sie erzählt von Chaos, Inkompetenz der Krisenkräfte und „quälender Ungewissheit“.
Grippesymptome – Zugbegleiter lässt nicht locker
Mit ihrer Freundin hatte sie das Wochenende in Venedig verbracht. „Wir sind zu lang am Lido geblieben und haben uns verkühlt“, erzählt sie. Es folgten leicht erhöhte Temperatur und Husten bei beiden. Auf der Heimfahrt im Eurocity bemerkte der Zugbegleiter den Zustand der beiden, „er hat nachgefragt und nicht lockergelassen“.
Die beiden wurden in ein Extra-Abteil geleitet und angewiesen, sich nicht von der Stelle zu rühren. Als der Zug hielt, starrten andere Reisende von draußen herein, manche fotografierten sogar durchs Fenster. „Das war echt nicht schön“, sagt sie.
...
Zwar hatten die jungen Frauen keine der italienischen Risikozonen betreten, doch es half aber nichts. Sie wurden ins Krankenhaus von Verona transportiert, mussten dort warten, mit 100 weiteren Verdachtsfällen. „Alle saßen so rum, das hat niemanden so richtig interessiert“, sagt sie. Man nahm ihnen Blut ab, röntgte sie.
Die Ungewissheit setzt den jungen Frauen jetzt langsam zu, sie weinen. „Wir wollten wissen, was wird, und die haben uns nur befohlen, die Klappe zu halten.“
Eine Ärztin kümmerte sich schließlich um die Besucher. Irgendwann durften die Eltern die beiden jungen Frauen abholen – ohne dass das Testergebnis klar war. Um 5 Uhr morgens waren sie zu Hause. Das Ergebnis der Untersuchung ist mittlerweile auch da: kein COVID-19, alles gut.“

Muss ich als Allergiker also jederzeit damit rechnen, von einem DB/ÖBB-Zub gegen meinen Willen in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden und mich gerade dort extrem erhöhter Ansteckungsgefahr auszusetzen?

Bleiben diese Maßnahmen weiterhin in Kraft ?

Immerhin hat sich die DB bzgl. der in der Schweiz schon längere Zeit wirksamen Flächendesinfektion

https://www.srf.ch/news/schweiz/coronavirus-auf-oberflaec...

etwas bewegt:

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentra...

„Die Kontaktflächen an und in den Zügen des Fern- und Regionalverkehrs werden verstärkt gereinigt. Die Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. Die Fahrzeuge des Fernverkehrs unterliegen ohnehin einer engmaschigen Innenreinigung. Die mobilen Reinigungsteams werden nochmals verstärkt und die Intervalle der Unterwegsreinigung von vier auf zwei Stunden verdichtet.“

Warum ist die Einschätzung jetzt plötzlich anders als noch vor 2 Wochen? Gab es da wirklich neuere wissenschaftliche Erkenntnisse? Falls ja welche?

P.S.: Ich habe mich aus Gründen der Übersichtlichkeit erdreistet, zu dem Thema Corona-HYGIENE-MASSNAHMEN der DB einen neuen Thread zu eröffnen und nicht im Corona-ERSTATTUNGS-Tread zu antworten und so nur zu weiterer Unübersichtlichkeit beizutragen.

Leo
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Woodstock
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Und warum fragen Sie nicht die DB? Sie befinden sich in einem Forum in dem Kunden anderen Kunden behilflich sind.
Hier wird Ihnen niemand eine Antwort geben können.

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Woodstock
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Und warum fragen Sie nicht die DB? Sie befinden sich in einem Forum in dem Kunden anderen Kunden behilflich sind.
Hier wird Ihnen niemand eine Antwort geben können.

kabo
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Na.
Die Antwort kann man mit etwas scharfem Nachdenken selbst finden.
Viren können nicht von einer Fläche in den Mund springen. Wenn man aber eine kontaminierte Fläche anfasst, und sich dann ohne vorher die Hände gewaschen zu haben ins Gesicht fasst, dann hat man ein Problem.
Ergo: Wenn man sich stets ordentlich die Hände wäscht, bringt Flächendesinfektion keinen zusätzlichen Schutz und ist unnötig. Das war von Anfang an der Stand und da gibt es auch keine neuen Erkenntnisse. Wer sich nicht regelmäßig die Hände wäscht, für den verringert sich das Risiko natürlich etwas durch Flächendesinfektion.
Damit die Flächendesinfektion etwas nutzen könnte, müsste sie aber mehrmals täglich erfolgen.