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Frage beantwortet

ABG, wer weiß es?

Hallo,
Ich bin BC50 2.Kl Inhaber, langjähriger Vielfahrer mit meist Bahn Comfort Status.
Am 4.3. fuhr ich mit einem Supersparpreis Ticket 1. Kl. (143,80 €) mit einer Kollegin - die ebenfalls ein Supersparpreis Ticket 1. Kl. gebucht hatte - nach München zu einem Geschäftstermin und zurück.
Ich hatte für dieses Ticket für die Rückfahrt die Zugbindung ICE 1700 (ab M 19:55). WIr hatten uns nicht abgesprochen und sie hatte die Zugbindung ICE 500 (ab M 18:42)
Nach unserem Termin kamen wir gerade noch rechtzeitig zur ICE 500 18:42 Abfahrt am Münchener Hauptbahnhof an.
Ich stieg mit ein, es war zu verlockend nicht erst ca. 1:30 Uhr daheim zu sein, sondern eine Stunde früher, und wir hatten auch noch Geschäftliches zu besprechen.

Bei der Ticketkontrolle nannte ich dem Zugbegleiter - Namensschild X. XXXX sofort, dass ich in dem früheren Zug sitze, und fragte wie ich diesen Zug irgendwie draufbuchen könne.
Er war von Anfang auf unfreundliche und passiv-aggressive Art gebügelt (Details gerne auf Nachfrage) und nannte mir als einzige Option einen Flexpreis von 246 Euro IIRC nach Berlin.
Das war mir deutlich zu teuer, hatte ich doch schon 143,80 € bezahlt.
(die 1.Klasse war zu ca. 20-25% belegt.)
Es blieb anscheinend nur die Option, ein neues 2. Kl Ticket mit meiner BC 50 zu buchen.
Dafür wurden 85,80 fällig und ich zog kurz nach 19:00 in die 2. Klasse um.

Dort kam mir die Idee ich könne doch online ab dem in der Zukunft liegenden Halt Nürnberg ein 1. Klasse Upgrade Ticket buchen aus meinen Bahn Bonus Punkten.
So könnte ich das Gespräch mit der Kollegin fortsetzen.
Gedacht getan, und 19:21 - 31 Minuten vor Abfahrt in Nürnberg - löste ich das "Bahn Bonus 1. Klasse Upgrade Ticket" Nürnberg-Berlin für 54,85 €.

In Nürnberg 19:46 angekommen verließ ich den Zug und beendete damit die Fahrt mit dem 2. Kl. Ticket.
19:50 betrat ich den Zug vom Bahnsteig in Wagen 14 in der 1. Klasse und begann damit meine Fahrt mit dem 19:21 gebuchten 1. Klasse Ticket Nürnberg-Berlin.
19:52 verließ der Zug pünktlich Nürnberg Hbf.

Der Zugbegleiter kam gezielt auf mich zu und meinte ich hätte es mir anders überlegt und wolle also doch den Flexpreis 1. Klasse nachlösen?
Ich zeigte ihm meine gültige Fahrkarte ab Nürnberg in der 1. Klasse.
Er meinte diese Fahrkarte wäre ungültig.
Das galubte ich nicht.
Er behauptete das stünde in den AGB.
Ich bat ihn mir die AGB zu zeigen.
Er sagte das müsse er nicht, es wäre meine Verantwortung die AGB vor Ticketbuchung zu lesen. (Alles klar, sind ja auch nur ca. 170 Seiten…)

Dann ging er und kam mit einem Polizisten wieder.
Ich zeigte dem Polizisten mein Ticket für die 1. Kl.
Der Polizist meinte, der Bahnmitarbeiter meinte, das Ticket sei ungültig, also müsse er auch davon ausgehen dass es ungültig sei.
Ich hätte die Option jetzt nachzuzahlen oder meine Personalien würden aufgenommen und ich würde eine Rechnung von der DB bekommen.

Ich sagte ich will die AGB sehen.
Jetzt begann eine absurde Szene.
Die Kollegin des Zugebgleiters wurde hinzu geholt.
Alle versuchten mit ihren Smartphones die AGB zu finden und darin die relevante Passage.
Das dauerte ca. 20 Min. Zwei Zugbegleiter, ein Polizist, alle suchen auf ihren Smartphones die AGB.
Eine paradoxe Szene.
Sie fanden … nichts.
Dann zeigte Hr. XXXX mir nicht die AGB, aber irgend einen Internet-Forumseintrag, wo davon die Rede war, dass man Online Tickets mindestens 5 Minuten vor Fahrtantritt lösen müsse.

Ich sagte, ja gut, aber ich habe mein Ticket 31 Minuten vor Fahrtantritt in Nürnberg - dort stieg ich mit der 1. Kl. Fahrkarte ein - gebucht.
Er meinte, das würde nicht gelten, da ich die Fahrt in München begonnen habe.
Ich sagte es sei korrekt, dass ich die Strecke München-Nürnberg mit einem nachgelösten 2. Kl. Ticket gefahren sei.
In Nürnberg bin ich aber ausgestiegen und wenig später in diesen Zug mit einem 31 Minuten vor Abfahrt gebuchten 1. Klasse Ticket eingestiegen.

Ich sagte auch, dass nirgends bei der Buchung meines "Bahn Bonus 1. Klasse Upgrade Ticket“ ein Hinweis zu lesen gewesen wäre, dass man es nicht für eine Teilstrecke in einem Zug buchen könne, die in der Zukunft liegt.

Ich stellte fest, dass mir auch mehrer Bahnmitarbeiter und ein Polizist trotz sehr langer Suche im Internet nicht die relevante Passage in den AGB zeigen konnten, nach denen mein Ticket angeblich ungültig sei.
Im übrigen habe ich bereits 143,80 + 85,80 + 54,85 EUR = 284,45 EUR + 500 Bonuspunkte für diese Fahrt bezahlt und würde jetzt gerne einfach weiterfahren, danke, danke für die freundliche Behandlung eines Kunden als ob man ein Verbrecher wäre.

Die Stimmung im 1. Kl. Großraumabteil begann sich aufzuheizen. Andere Fahrgäste begannen mit den Bahnmitarbeitern und dem Polizisten zu diskutieren. Sie fanden das ganze Theater absurd.

Nach wie vor konnten mir die Bahnmitarbeiter keine AGB zeigen, nach denen mein Ticket ungültig wäre. Auch scheint es nicht vorstellbar nach welchem Rechtsgut mein Ticket ungültig sein sollte.
Kann man de jure einen bestimmten Ort, also den Zug der später die Fahrt machen wird, als Ort der Buchung ausschließen? Das kann nicht rechtens sein.

Hr. XXXX meinte dann, mein Ticket sei schon deshalb ungültig, weil ich es mit einer 2. Kl. BC 50 gebucht hätte, keiner 1. Kl. Bahncard.
Jetzt dachte ich es schlägt 13. Die Fachkraft in Bahnuniform wusste also nicht, dass es ein "Bahn Bonus 1. Klasse Upgrade Ticket“ gibt.
Entsprechend war mein Vertrauen in seine anderweitigen Einlassungen zu den AGB: Nicht existent.

Nun bestand Hr. XXXX, seine Zugchefin und der Polizist darauf meine Personalien aufzunehmen, man werde mir eine Rechnung zustellen. Ich könne dagegen in Privatklage vorgehen.
Tolles Spiel dachte ich, klar, ich kann einen Anwalt für ein paar hundert Euro beauftragen mir Recht zu verschaffen.
Weil es mir das zu blöd wurde, bot ich an in die 2. Klasse oder Speisewagen umzuziehen.
Nun bestand Hr. XXXX darauf, ich müsse aber für Nürnberg-Erfurt - ja diese absurde Posse hatte tatsächlich von kurz nach Nürnberg bis Erfurt gedauert - den Übergang in die 1. Kl. nachlösen.
Klar, weil ich ja eine so komfortable 1. Kl. Fahrt - als ein Verbrecher von Polizist und zwei Bahnmitarbeitern umringt - zwischen Nürnnerg und Erfurt hatte.

Also zahlte ich weitere 46,90 EUR dafür, um endlich in der 2. Kl. meine Ruhe zu haben.

Ab jetzt hatte die Bahn von mir 331,35 EUR plus 500 Bonuspunkte für diese Fahrt erhalten.
(dass der Zug in der 1. Kl. stark verschmutzt war, es war auch nicht der reguläre Zug sondern ein Ersatzzug, meine Kollegin hatte z.B. ihren reservierten Platz in der Ruhezone dadurch verloren, sei nur am Rande erwähnt.)

Ich hätte jetzt von der Bahn gerne die AGB Stelle gesehen, auf die die Bahnmitarbeiter mysterös verwiesen, sie aber nicht vorzeigen konnten.
Auch erwarte ich die Rückerstattung des 1. Klasse Bahn Bonus Upgrade Tickets, der Bonuspunkte, und des Tickets für den Übergang in die 1. Kl. Nürnberg bis Erfurt.

Mit freundlichen Grüßen

[Editiert durch Redaktion, 5. März 2020, 21:34 Uhr: Persönliche Daten entfernt.]

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"Ich hätte jetzt von der Bahn gerne die AGB Stelle gesehen, auf die die Bahnmitarbeiter mysterös verwiesen, sie aber nicht vorzeigen konnten."
-> Es gibt sie nicht.

"Hr. XXXX meinte dann, mein Ticket sei schon deshalb ungültig, weil ich es mit einer 2. Kl. BC 50 gebucht hätte, keiner 1. Kl. Bahncard.
Jetzt dachte ich es schlägt 13. Die Fachkraft in Bahnuniform wusste also nicht, dass es ein "Bahn Bonus 1. Klasse Upgrade Ticket“ gibt."
-> Das ist leider kein Einzelfall. Z.B. hier :https://community.bahn.de/questions/1844187-upgrade-1-kla... (und das ist nicht der einzige Fall ...)

"Auch erwarte ich die Rückerstattung des 1. Klasse Bahn Bonus Upgrade Tickets, der Bonuspunkte, und des Tickets für den Übergang in die 1. Kl. Nürnberg bis Erfurt."
-> Würde ich auch erwarten. Aber da Sie hier in einer "Kunden helfen Kunden"-Community gelandet sind, werden Sie hier maximal moralische Unterstützung und Zuspruch erhalten, aber keine Erstattung ...

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Ghize
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Schön, und jetzt? Dies ist Forum, in dem Kunden anderen Kunden helfen und nicht die Beschwerdestelle der Bahn.

Wenn Sie eine Reaktion der Bahn haben wollen, dann schreiben Sie doch auch bitte die Bahn an. kundendialog@bahn.de

kabo
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"Ich hätte jetzt von der Bahn gerne die AGB Stelle gesehen, auf die die Bahnmitarbeiter mysterös verwiesen, sie aber nicht vorzeigen konnten."
-> Es gibt sie nicht.

"Hr. XXXX meinte dann, mein Ticket sei schon deshalb ungültig, weil ich es mit einer 2. Kl. BC 50 gebucht hätte, keiner 1. Kl. Bahncard.
Jetzt dachte ich es schlägt 13. Die Fachkraft in Bahnuniform wusste also nicht, dass es ein "Bahn Bonus 1. Klasse Upgrade Ticket“ gibt."
-> Das ist leider kein Einzelfall. Z.B. hier :https://community.bahn.de/questions/1844187-upgrade-1-kla... (und das ist nicht der einzige Fall ...)

"Auch erwarte ich die Rückerstattung des 1. Klasse Bahn Bonus Upgrade Tickets, der Bonuspunkte, und des Tickets für den Übergang in die 1. Kl. Nürnberg bis Erfurt."
-> Würde ich auch erwarten. Aber da Sie hier in einer "Kunden helfen Kunden"-Community gelandet sind, werden Sie hier maximal moralische Unterstützung und Zuspruch erhalten, aber keine Erstattung ...

Joeopitz
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Schön das Sie uns Bahnkunden erzählen, was Sie von der Bahn erwarten. Nutzen wird es Ihnen nichts.

Aber eine kurze Antwort von Bahnkunde zu Bahnkunde.

Sie hatten ein zugebundenes Ticket. „Zuggebunden“ heißt, die Gültigkeit dieses Tickets ist an einen bestimmten Zug gebunden. In anderen Zügen besitzt dieses Ticket keinerlei Gültigkeit.

Sie waren ein Reisender ohne gültigen Fahrschein und sind korrekterweise als solcher behandelt worden. Es war allein Ihre Entscheidung den ICE 1700 nicht zu nehmen und damit Ihr gebuchtes Ticket ungenutzt verfallen zu lassen. Angerechnet wird da nichts, wenn Sie andere Fahrkarten kaufen. Flexpreis plus Bordzuschlag ist hier tatsächlich die einzige Möglichkeit, die der Zugbegleiter hatte. Absolut korrekt!

Mit dem darauf gebuchten 2. Klasse Ticket sind Sie zweitklassig gefahren. Ob das danach gelöste Upgradeticket nicht zulässig war, vermag ich nicht zu sehen.

Ihr Problem scheint aber ein anderes zu sein. Ihr Auftreten gegenüber dem Zugbegleiter bei Ihrem ersten Zusammentreffen war offenbar nicht so, wie man es von einem Reisenden der ohne gültige Fahrkarte in der 1. Klasse eines ICE sitzt erwarten sollte. Hier hat Sie der Zugbegleiter absolut korrekt behandelt.

Nun gibt es Lebensweisheiten wie „So wie man in den Wald hineinruft....“ und „man sieht sich immer zweimal“.

Ob Ihr Upgrade so korrekt war, können Sie vom Kundendialog prüfen lassen. Kleiner Tipp von mir, bleiben Sie freundlich und sachlich. Streichen Sie die emotionale Bewertung und bleiben bei den Fakten.
• ohne gültige Fahrkarte in der 1.Klasse gefahren
• Ticket 2.Klasse mit BC nachgelöst
• Anschließen BahnBonus Upgrade 1.Klasse gekauft
• Upgradeticket wurde nicht anerkannt.

Reduzieren Sie den Text auf 20% des hier geschriebenen und verzichten auf die persönliche Auseinandersetzung, das erhöht Ihre Chancen auf wohlwollende Bearbeitung.

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@Joeopitz:
"Ihr Auftreten gegenüber dem Zugbegleiter bei Ihrem ersten Zusammentreffen war offenbar nicht so, wie man es von einem Reisenden der ohne gültige Fahrkarte in der 1. Klasse eines ICE sitzt erwarten sollte. Hier hat Sie der Zugbegleiter absolut korrekt behandelt.
Nun gibt es Lebensweisheiten wie „So wie man in den Wald hineinruft....“ und „man sieht sich immer zweimal“.
Erstaunlich... Woher wissen Sie denn wie mein Auftreten beim ersten Zusammentreffen war? Sogar "offenbar"? Waren Sie dabei?
Sie halten es für nicht denkbar, dass sich im Gegenteil der Zugbegleiter beim ersten Zusammentreffen zuerst im Ton deutlich vergriffen hat? (denn so war es...)
Aber es mag sein dass es unterschiedliche Auffassungen über Funktion und Status der Zugbegleiter gibt. Ich sehe in ihnen Bahnmitarbeiter, die den Kunden der Bahn ggü. das Unternehmen vertreten.
Ich habe auch schon viele freundliche und menschlich angenehme Bahnmitarbeiter erlebt. Nur dieser war es sicher nicht, auch die Bahn hat sicher ein paar faule Äpfel.

kabo
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Rein fachlich war es korrekt, den Flexpreis 1.Kl zu verlangen ohne dabei irgendwas anzurechnen.

Die Möglichkeit, bei Spartickets gegen Aufzahlung doch einen anderen Zug nehmen zu dürfen, wurde vor einigen Jahren abgeschafft (2016?).

Damit endete das fachlich korrekte Verhalten aber auch. *Ironie an* Offenbar konnte der Zugbegleiter anschließend aber eigene Schulungsmängel durch ausgesprochene Selbstsicherheit kompensieren. *Ironie aus*

Allerdings frage ich mich warum dies hier erfolgte: "Also zahlte ich weitere 46,90 EUR dafür, um endlich in der 2. Kl. meine Ruhe zu haben."
Sie hatten doch schon vor Nürnberg für 85,80€ ein 2.Kl-Ticket gekauft, welches die gesamte Strecke abgedeckt hätte. Warum dann nochmal 46,90€ für die 2.Klasse?

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@Kabo
"Allerdings frage ich mich warum dies hier erfolgte: "Also zahlte ich weitere 46,90 EUR dafür, um endlich in der 2. Kl. meine Ruhe zu haben."
Sie hatten doch schon vor Nürnberg für 85,80€ ein 2.Kl-Ticket gekauft, welches die gesamte Strecke abgedeckt hätte. Warum dann nochmal 46,90€ für die 2.Klasse?"

die 46,90€ waren für die 1. Klasse Übergang Nürnberg bis Erfurt. Wofür ich schon das m.E. gültige Upgradeticket Nürnberg-Berlin hatte, was der Bahnmitarbeiter nicht anerkennen wollte. In Erfurt zog ich in die 2. Klasse um (bzw. den Speisewagen) weil mein 1.Kl. Ticket nicht anerkannt wurde.
Ich hatte vor Erfurt nur die Wahl, Personalien aufnehmen und Rechnung von Bahn (Flexpreis plus Zuschlag), nur über Anwalt anfechtbar. Oder wie o.g. zahlen und Umzug in 2.Kl.

kabo
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Ach so.
Kurzum: Sie haben 54,85€.+ 500 Punkte das Upgrade ausgegeben, das der Zugbegleiter zu Unrecht nicht anerkannt hat. Die Diskussion über die Gültigkeit des Upgrades fand in einem 1.Klasse-Wagen statt und hat sich von Nürnberg bis Erfurt hingezogen, so dass der Zugbegleiter auch noch die 46,90€ Preisdifferenz zwischen 2.Kl mit BC50 und 1.Kl ohne BC50 für Nürnberg-Erfurt verlangt hat. Schon ein starkes Stück.

Das praktische Problem wird sein, wie Sie an die 101,75€ + 500 Punkte kommen.
Normalerweise rät man bei Beschwerden zum Kundendialog. Aber Sie wollen sich ja nicht nur beschweren, sondern auch Geld zurück - und zwar nicht gerade wenig.

Joeopitz
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@BLG

„Erstaunlich... Woher wissen Sie denn wie mein Auftreten beim ersten Zusammentreffen war? Sogar "offenbar"? Waren Sie dabei?“
-> Ich weiß nicht, wie das erste Zusammentreffen war. Es ist der Eindruck, den ich beim Lesen Ihres Textes bekam.
Da Sie mein genutztes Wort „offenbar“ extra erwähnen, hab ich auch den Eindruck, das Ihnen der Sinn des deutschen Wortes „offenbar“ völlig unbekannt ist.
Das Adverb „offenbar“ bedeutet: „allem Anschein nach; wie man annehmen muss“ und sagt genau aus, das ich es nicht weiß, weil ich nicht dabei war, Ihre Schilderungen aber bei mir diesen Anschein erwecken.

Ihre Schilderung erweckte bei mir diesen Anschein, wenn es anders war, OK.

„Ich habe auch schon viele freundliche und menschlich angenehme Bahnmitarbeiter erlebt.“
-> Im Prinzip erlebe ich nur so etwas. OK faule Apfel wird es wohl auch bei der Bahn geben.

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@Joeopitz:
Ich bin mit der Bedeutung des Wortes "offenbar" ganz gut vertraut. Nur wieso ist es für Sie „allem Anschein nach; wie man annehmen muss“ so, dass die Unfreundlichkeit zuerst von mir ausging? Wieso müssen Sie nachdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei dem Wort "offenbar" um ein Wort der "deutschen" Sprache handelt?
Ihre beiden Nachrichten sind vergleichsweise unfreundlich und konfrontativ im Ton. Sind Sie selbst Zugbegleiter und identifizieren Sie sich deshalb mit dem inkompetenten und unfreundlichen Kollegen?

Joeopitz
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@BLG

„ Sind Sie selbst Zugbegleiter und identifizieren Sie sich deshalb mit dem inkompetenten und unfreundlichen Kollegen?“
-> Nein, ich bin nicht Zugbegleiter. Ich bin promovierter Naturwissenschaftler und habe jahrelange Berufserfahrung im Marketing und im Kundenmanagement. Dazu habe ich u.a. Seminare zu Kommunikation und Rhetorik absolviert.

Nichts liegt mir ferner, als Verständnis für unfreundliche und inkompetente Menschen zu haben.

Kommunikation ist immer das, was beim anderen ankommt. Einer der dümmsten Sätze überhaupt ist: „Ich bin nur verantwortlich dafür was ich sage und nicht dafür was Du verstehst.“

Es ist wichtig was beim anderen ankommt und was der andere versteht!

Ihre Worte sind bei mir so angekommen, dass ich den Eindruck hatte dass Sie sich anfangs im Zug unpassend verhalten haben. Andere Informationen als Ihre Worte hatte ich nicht.

Meine Worte kamen bei Ihnen unfreundlich und konfrontativ an.

So, jetzt haben wir beide etwas worüber wir nachdenken können.

BLG
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@Joeopitz
Das ist ja mal ein unterhaltsamer Dialog. :)
Ich bin auch Profi und kenne mich ganz gut aus mit Kommunikationsaxiomen etc.
Schaun Sie, ich will nicht ausschließen, dass meine Metakommunikation beim Bahnmitarbeiter schon so ankam, dass es mir mächtig auf den Wecker ging, dass da so eine unfreundliche Nulpe mit einem scheinbaren IQ von deutlich unter 100 vor mir stand und von nix eine Ahnung hatte außer der - sicher in der Sache eindeutigen - Grundregel, dass ich für diesen Zug nachlösen muss, das Supersparpreisticket nicht mehr gilt. Sympathie war sicher gegenseitig nicht im Spiel, aber das muss ja auch nicht sein.
Da sitzt man dann halt nach einem langen Geschäftstag da, und denkt sich: OK, jetzt habe ich mit der Bahn über die Jahre schon viel mitgemacht, Verspätungen, verpasste Anschlüsse, ständig verdreckte Wagen, Situationen die die eigene Sicherheit gefährden mit besoffenen Fullballfanhorden usw. usw. ; und jetzt sitzt man mal in einem Zug eine Stunde früher als der gebuchte Sitzplatz, das Abteil ist gähnend leer, von den sehr vielen Stunden Verspätung die über die Jahre auf das Konto der Bahn gehen könnte man jetzt mal eine Stunde wieder rein holen, aber nix geht zu meinen Gunsten. So ein klein wenig ausgleichende Gerechtigkeit und Entgegenkommen. Wäre das nicht toll?
Egal, habe mich trotzdem korrekt verhalten.
Wo der Bahnmensch ausfällig wurde, war als beim ersten Nachlösen kurz nach München sein Kreditkartenleser nicht funktionierte. Dann fing er an meine Kreditkarte mehrfach ziemlich gewaltsam an seiner Uniform zu rubbeln. Als ob es daran läge. Meist sind da einfach die Lesegeräte verdreckt. Da fuhr er mich unfreundlich an ich solle sofort ein anderes Zahlungsmittel ermöglichen, z.B. bar (was ich nicht hatte) und sofort aufstehen und in die 2. Klasse umziehen, er hätte noch viele andere Fahrgäste zu kontrollieren. Er ist quasi ausgerastet.
Er hatte übrigens einen stark ausrasierten Kurzhaarschnitt mit peniblem Seitenscheitel. Etwas was ich nur aus einem bestimmten Milieu kenne. Aber auch das ist nicht direkt relevant und ich habe nichts gesagt. Aber für's Stimmungsbild schon interessant.

Hallo BLG,

die Service-Community ist ein Forum, in welchem der Austausch und die Beantwortung durch die Communty Mitglieder im Vordergrund steht. Diese Beantwortung soll schnell und zeitnah erfolgen. Dazu ist es sehr hilfreich, Anfragen in einer Form zu gestalten, die gut verständlich und übersichtlich sind. Bei Anfragen zu Beschwerden, kann Ihnen in diesem Forum kein Mitglied weiterhelfen. Wir, als DB, treten in diesem Forum nur moderierend auf.

Wie Ihnen hier schon richtig mitgeteilt wurde, wenden Sie sich bitte an die Kollegen vom Kundendialog Fernverkehr. Diese können eine Prüfung Ihrer Darstellung und Wünsche vornehmen und Ihnen eine persönliche Antwort geben. /ka