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Frage beantwortet

Flexpreis bei Hin-und Rückfahrt

Ich habe eine Frage zum Flexpreis, die ich auch nach Recherche im Internet nicht beantwortet bekommen habe.
Ich möchte von Mannheim nach Frankfurt fahren (Hin-und Rückfahrt am gleichen Tag). Für die Hinfahrt wähle ich einen festen ICE. Da ich nicht genau weiß, wann ich wieder zurückfahren werde, habe ich mich für einen Flexpreis entscheiden. Bei der Rückfahrt erhalte ich bei der Auswahl von 3 möglichen Zügen ab Frankfurt 3 verschiedene Flexpreise. Zwei der Züge sind ICEs (Abfahrt 23 Uhr bzw. 0.07 Uhr), ein Zug ist ein RE (23.15 Uhr). Die günstigste Variante wäre der Flexpreis mit dem RE.
Frage: Kann ich, wenn ich diese Verbindung wählen würde (also Hinfahrt ICE und Rückfahrt mit RE als Flexpreis), auch spontan mit dem ICE um 0.07 Uhr nach Mannheim zurückfahren ohne den ICE-Aufschlag zahlen zu müssen, auch wenn ich bei der "Vorauswahl" die RE-Verbindung gewählt habe?
Ich finde die Erläuterung zum Flexpreis insgesamt etwas missverständlich, da meistens von "1. Fahrt, 2. Fahrt" usw. geredet wird nicht von Hin-oder Rückfahrt. Wenn ich jedoch für die Hinfahrt schon den ICE-Aufschlag zahle, müsste dies für die Rückfahrt eigentlich abgegolten sein oder?

OlliD
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Bei Flexpreisen dürfen Sie zwar immer auch mit „niederwertigeren“ Zügen fahren (bei einem ICE-Ticket sind auch IC und RE, RB und S erlaubt), aber umgekehrt gilt das nicht. D.h. wenn Sie nur ein Ticket für den Nahverkehr haben, dürfen sie auch nur Nahverkehr fahren.

Ansonsten gilt für Flexpreise innerhalb der erlaubten Zugkategorien und Gültigkeitsdauer eine freie Zugwahl auf der selben Strecke (durch den Wegetext auf dem Ticket vorgegeben). Andere Strecken können andere Preise haben (Sprinterstrecken sind teurer als „normale“). Was die Preisunterschiede angeht, sind auch leichte Unterschiede je nach Wochentag normal, trotz gleicher Strecke, da die DB flexible Kunden über den Preis dazu bringen möchte, die Tage mit erhöhtem Reiseaufkommen zu meiden. Da in ihrem Fall die Abfahrten vor bzw. nach Mitternacht liegen (also an unterschiedlichen Tagen), könnte das die Unterschiede trotz vermutlich gleicher Strecke erklären.

Da die Reise aber eh am angegebenen ersten Gültigkeitstag (Hin- und Rückfahrt haben je eine eigene Gültigkeit) begonnen werden muss, dürften sie mit einem Ticket mit Rückfahrt am Tag der Hinfahrt eh nicht mit dem Zug ab 0:07 fahren (da sie dann ja erst am nächsten Tag fahren, wenn auch nur 7 min später), und mit einem Ticket mit Rückfahrt am nächsten Tag, dürften sie den Zug um 23 Uhr nicht nehmen.

Wenn sie zwischen diesen beiden Optionen schwanken, haben sie daher eh ein Problem. Insofern würde ich raten, Hin- und Rückfahrt nicht auf einem Ticket zu kaufen, sondern das Rückfahrt-Ticket erst kurz vor der Rückfahrt zu kaufen, wenn klar ist, mit welchem Zug man tatsächlich fährt. Flexpreise sind ja sowieso immer gleich teuer (für den jeweiligen Tag und die jeweilige Strecke), daher spart man durch das frühere kaufen auch nichts.

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zeka
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"Wenn ich jedoch für die Hinfahrt schon den ICE-Aufschlag zahle, müsste dies für die Rückfahrt eigentlich abgegolten sein oder?"

Nein. Wenn Sie einen ICE nutzen wollen, müssen Sie auch für einen ICE zahlen. Ob es sich dabei um die Hin- oder Rückfahrt handelt und ob Sie schon einmal für den ICE bezahlt haben oder nicht, ist dabei irrelevant. Wann immer ich etwas nutzen möchte, muss ich dafür zahlen.

OlliD
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Haben Sie die Frage nicht richtig gelesen? Ich kaufe EINE Fahrkarte mit Hin-und Rückfahrt und ich ZAHLE den ICE, der Bestandteil der Hin-und Rückfahrkarte ist (in dem Fall die Hinfahrt). Ich kaufe keine EINZELNE Hinfahrt und auch keine EINZELNE Rückfahrt (in diesem Fall wäre es verständlicher für mich).
Die Bahn spricht von FAHRTEN, ohne eine Unterscheidung zwischen Hin-und Rückfahrt zu machen.

Haben Sie die Antwort nicht richtig gelesen?

Wenn Sie für die Hinfahrt ICE wählen und für die Rückfahrt RE, dürfen Sie auf der Rückfahrt ohne Zuzahlung zum ICE keinen ICE benutzen. Es ist völlig unerheblich ob alles auf einer Fahrkarte gebucht wurde oder nicht.

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Bei Flexpreisen dürfen Sie zwar immer auch mit „niederwertigeren“ Zügen fahren (bei einem ICE-Ticket sind auch IC und RE, RB und S erlaubt), aber umgekehrt gilt das nicht. D.h. wenn Sie nur ein Ticket für den Nahverkehr haben, dürfen sie auch nur Nahverkehr fahren.

Ansonsten gilt für Flexpreise innerhalb der erlaubten Zugkategorien und Gültigkeitsdauer eine freie Zugwahl auf der selben Strecke (durch den Wegetext auf dem Ticket vorgegeben). Andere Strecken können andere Preise haben (Sprinterstrecken sind teurer als „normale“). Was die Preisunterschiede angeht, sind auch leichte Unterschiede je nach Wochentag normal, trotz gleicher Strecke, da die DB flexible Kunden über den Preis dazu bringen möchte, die Tage mit erhöhtem Reiseaufkommen zu meiden. Da in ihrem Fall die Abfahrten vor bzw. nach Mitternacht liegen (also an unterschiedlichen Tagen), könnte das die Unterschiede trotz vermutlich gleicher Strecke erklären.

Da die Reise aber eh am angegebenen ersten Gültigkeitstag (Hin- und Rückfahrt haben je eine eigene Gültigkeit) begonnen werden muss, dürften sie mit einem Ticket mit Rückfahrt am Tag der Hinfahrt eh nicht mit dem Zug ab 0:07 fahren (da sie dann ja erst am nächsten Tag fahren, wenn auch nur 7 min später), und mit einem Ticket mit Rückfahrt am nächsten Tag, dürften sie den Zug um 23 Uhr nicht nehmen.

Wenn sie zwischen diesen beiden Optionen schwanken, haben sie daher eh ein Problem. Insofern würde ich raten, Hin- und Rückfahrt nicht auf einem Ticket zu kaufen, sondern das Rückfahrt-Ticket erst kurz vor der Rückfahrt zu kaufen, wenn klar ist, mit welchem Zug man tatsächlich fährt. Flexpreise sind ja sowieso immer gleich teuer (für den jeweiligen Tag und die jeweilige Strecke), daher spart man durch das frühere kaufen auch nichts.

kabo
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"Wenn ich jedoch für die Hinfahrt schon den ICE-Aufschlag zahle, müsste dies für die Rückfahrt eigentlich abgegolten sein oder?"
-> nein
Der ICE-Aufschlag fällt für jede Fahrtrichtung separat an. Hinfahrt und Rückfahrt sind zwei verschiedene Fahrten - auch wenn Hinfahrt und Rückfahrt auf einen Ticket sind.

Wie mein Vorschreiben schon schrieb, ist es völlig sinnlos, ein Flexpreis-Ticket im Voraus zu kaufen, wenn man den Rückreisetag noch nicht genau kennt (vor Mitternacht / nach Mitternacht = zwei verschiedene Tage). Auch bei einem Flexpreis-Ticket muss man sich nämlich auf einen Tag festlegen. Die Flexibilität ist auch bei einem Flexpreis-Ticket nämlich viel geringer als man denkt.

Hallo OlliD,

die Community hat Ihnen hier schon die richtige Antworten und ausführlichen Erklärungen gegeben.

Ihre Fahrkarte setzt sich sich aus der Hinfahrt (Flexpreis ICE) und Rückfahrt (Flexpreis) zusammen. Möchten Sie bei der Rückfahrt einen ICE nutzen, benötigen Sie einen Produktübergang.
Wichtig ist der zusätzliche Hinweis, dass Sie zum Fahrtantritt den Gültigkeitstag der Fahrkarte beachten müssen. /ka

OlliD
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Danke an Elementarteilchen, kabo und DB für die freundlichen Auskünfte.
Vor allem Elementarteilchen hat das super beschrieben.
Ich denke den Hinweis, die Rückfahrkarte erst kurz vor der Fahrt zu kaufen, werde ich so umsetzen.
Vielen Dank!