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Frage beantwortet

Erstattung bei nicht-halt an Haltestelle

Guten Abend zusammen,

meine Freundin ist kürzlich von Stuttgart nach Essen gefahren. Der Halt in Essen entfiel leider, also musste sie in Düsseldorf aussteigen. Der Grund hierfür war eine Oberleitungsstörung zwischen Duisburg und Essen.

Von Düsseldorf aus ist keine Bahn weiter nach Essen gefahren, da die Oberleitung weiterhin blockiert war. Informationen wann die nächste Bahn wieder fährt gab es keine. Am Telefon wurde uns eine Alternative mitgeteilt (U-Bahn, Bus, Straßenbahn), welche länger als 2 Stunden gedauert hätte. Es war Sonntag Abend 22 Uhr zu diesem Zeitpunkt. Schienenersatzverkehr wurde meines Wissens nach nicht zur Verfügung gestellt.

Ich habe meine Freundin daraufhin mit meinem eigenen PKW vom Düsseldorfer HBF abgeholt und nach Hause gebracht. Ich würde mir die Kosten hierfür gerne erstatten lassen. Das Fahrgastrechte-Formular ist mir bekannt, jedoch trifft hier nichts auf den Fall zu.

Kann mich jemand in die richtige Richtung leiten?

Vielen Dank

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Joeopitz
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Von der Bahn angebotene Alternativen haben immer Vorrang vor selbst organisierten Verkehrsmitteln.

Wenn die Nutzung von U-Bahn, Bus, Straßenbahn die von der Bahn angebotene Alternative war (weil die Organisierung von SEV evtl. nicht möglich oder nicht sinnvoll war) ist diese eigentlich zu nutzen.

Kosten (Taxi, PKW) bei Zugausfall übernimmt die Bahn nur, wenn anders das Reiseziel (der Bahnhof Essen, nicht das endgültige Ziel Deiner Freundin) nicht vor Mitternacht erreicht werden konnte.

Du kannst trotzdem versuchen mit dem Fahrgastrechteformular Dir die Fahrtkosten (30 Cent/km für die einfache Strecke Düsseldorf Bahnhof -> Essen Bahnhof) erstatten zu lassen.

Dort ankreuzen: „ Ich habe meine Reise wegen dieser Verspätung im nachfolgenden Bahnhof unterbrochen und musste mit einem anderen Verkehrsmittel/Zug weiterfahren, für das/den zusätzliche Kosten entstanden sind“

Bei dem Bahnhof „Düsseldorf“ eingeben und als „Beleg“ einen Zettel beilegen.

35 km x 0,30 €/km = 10,50 €. Nutzung privater PKW.

Das Fahrgastrechtecenter prüft dann Deinen Anspruch.

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Wenn die Nutzung von U-Bahn, Bus, Straßenbahn die von der Bahn angebotene Alternative war (weil die Organisierung von SEV evtl. nicht möglich oder nicht sinnvoll war) ist diese eigentlich zu nutzen.

Kosten (Taxi, PKW) bei Zugausfall übernimmt die Bahn nur, wenn anders das Reiseziel (der Bahnhof Essen, nicht das endgültige Ziel Deiner Freundin) nicht vor Mitternacht erreicht werden konnte.

Du kannst trotzdem versuchen mit dem Fahrgastrechteformular Dir die Fahrtkosten (30 Cent/km für die einfache Strecke Düsseldorf Bahnhof -> Essen Bahnhof) erstatten zu lassen.

Dort ankreuzen: „ Ich habe meine Reise wegen dieser Verspätung im nachfolgenden Bahnhof unterbrochen und musste mit einem anderen Verkehrsmittel/Zug weiterfahren, für das/den zusätzliche Kosten entstanden sind“

Bei dem Bahnhof „Düsseldorf“ eingeben und als „Beleg“ einen Zettel beilegen.

35 km x 0,30 €/km = 10,50 €. Nutzung privater PKW.

Das Fahrgastrechtecenter prüft dann Deinen Anspruch.