Nach oben

Diese Frage wartet auf Beantwortung

Supersparpreis letzter RE fällt aus wird die Zugbindung automatisch aufgehoben?

Es gibt ein Supersparpreis TIcket um morgen vom Frankfurter Flughafen nach Nürtingen zu fahren.

Jetzt zeigt die DB App an das der RE22053 fällt aus. Das ist der NV-Zug der nach dem zuggebundenen IC2011 fährt.

Kippt jetzt so ein Zugausfall automatisch die ganze Zugbindung wenn der ausgefallene Zug der letzte ist?

Interessant ist es natürlich weil zwischen Ankunft des Flugs und Abfahrt natürlich viel Zeit eingeplant wurde falls der Flug Verspätung haben sollte, jetzt wäre es natürlich interessant ob man sich einfach nach Ankunft in den nächsten Zug setzen kann und dann noch die Frage muss es dann ein IC sein oder kann es auch der ICE sein?
Und wenn die Antwort nein es muss ein IC sein lautet könnte man den Übergang bezahlen?

Antworten

Wenn ihre gebuchte Verbindung nicht mehr existiert wird die Zugbindung aufgehoben, ob ein RE ausfällt oder ein ICE macht keinen unterschied.
Sie können jetzt jeden Zug ohne Aufpreis an diesem Tag nutzen.

Hallo NikSei,

ich habe mir Ihre Verbindung angesehen.
Am 16.02.2020 fällt der RE 32903 aus, es wird aber ein Ersatzzug RE 22053 eingesetzt. Dieser Zug hat hat die gleichen Fahrzeiten wie der RE 22053. Daher gibt es keine Verspätung am Zielbahnhof Ihrer Fahrkarte. Die eventuelle Zugbindung Ihrer Fahrkarte wird nicht aufgehoben. /ka

Hustensaft
Hustensaft

Hustensaft

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Liebe DB /ka,
ich könnte ko … (Rückwärtsgang der Nahrung aus dem Magen). Ist es der DB endlich mal möglich, mit einer Stimme zu sprechen und identische Aussagen zu tätigen? An wie vielen Stellen haben Mitarbeiter der DB genau hier eindeutig ausgesagt, dass wenn ein Zug ausfällt, die Zugbindung aufgehoben ist, auch wenn ein Ersatzzug mit anderer Zugnummer verkehrt? Brauchen Sie Belege? Sie hingegen stellen die Welt gerade wieder auf den Kopf, in dem Sie das glatte Gegenteil behaupten! Die Sache mit der Aufhebung der Zugbindung habe ich übrigens auch schon von der Zentrale in Berlin bestätigt bekommen …

Bitte klären Sie jetzt den Sachverhalt und erkundigen Sie sich, ich habe den dringenden Verdacht, dass Sie nicht auf dem aktuellen Stand sind.

Liebe/r Hustensaft,
DB /ka hat im ersten Satz die beiden Zugnummern vertauscht, aber sonst halte ich die Antwort für völlig korrekt.
Und zwar deswegen, weil man bei Nahverkehrszügen auf dem entsprechenden Abschnitt nicht an einen Zug mit Nummer gebunden ist, sondern nur allgemein an die Zuggattung "Nahverkehrszug". Dies wird eher selten diskutiert, aber das Ergebnis war doch immer: Wenn es "keine Nachteile gibt" durch die Benutzung des anderen Zuges, ist die Zugbindung der Fahrkarte auch nicht aufgehoben.
Z.B. fällt am Startbahnhof der ausgewählte NV-Zug aus, es fährt aber ein späterer, mit dem man ebenfalls planmäßig den gebundenen FV-Zug erreichen kann --> Zugbindung bleibt.
Früher am Startbahnhof loszufahren, um den FV-Zug zu erreichen, kann dagegen nicht verlangt werden.

Elementarteilchen
Elementarteilchen

Elementarteilchen

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@Hustensaft
Die Aussage der DB bzgl. des Ersatzzugs mit der anderen Zugnummer und der daraufhin aufgehobenen Zugbindung betrifft Fernverkehrszüge! D.h. der Fernverkehrszug (mit Zugbindung und Angabe der konkreten Zugnummer) fällt aus und es gibt Ersatz, dann ist die Zugbindung tatsächlich aufgehoben, denn den Zug mit der auf dem Ticket angegebenen Zugnummer gibt es nicht mehr, und an einen Zug den es nicht mehr gibt, kann man auch nicht mehr gebunden sein.

In diesem Fall betrifft der Ersatzzug aber den Nahverkehr, der aber sowieso keine Zugbindung hat und somit auf dem Ticket eh nicht vorgegeben wird. D.h. bzgl. den Vorgaben auf dem Ticket ändert sich absolut nichts, denn alles fährt ja planmäßig wie auf dem Ticket vorgegeben. Selbst wenn es für den ausgefallenen Nahverkehrszug keinen Ersatz gäbe, aber planmäßig andere Nahverkehrsverbindungen verfügbar wären, die dafür sorgen würden, dass man mit weniger als 20 min Verspätung ankommt, wäre die Zugbindung nicht aufgehoben.
Die Zugbindung ist erst aufgehoben wenn man mit 20min Verspätung oder mehr am Ziel ankommt, oder eben ein Fernverkehrszug ausfällt.

Insofern besteht hier gar keinen Widerspruch in den Aussagen der DB. Das passt alles.

Hustensaft
Hustensaft

Hustensaft

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@ Elementarteilchen und Neptun
Sorry, aber das hat die DB bisher so nicht kommuniziert. Zudem: Elementarteilchen argumentiert mit der 20-Minuten-Regel, Neptun spricht von "keine Nachteile". Im konkreten Fall mag das gegeben sein, dennoch gibt es hier eine Diskrepanz, denn mal angenommen, der Ersatzzug respektive der nächste Zug, den ich erreichen kann, führt zu einer Ankunftsverspätung von 10 Minuten - damit wären wir unterhalb der 20-Minuten-Schwelle, aber sicher im Bereich, bei dem von "keine Nachteile" nicht mehr die Rede sein kann.

Dennoch:
Ich hätte jetzt gerne einmal eine saubere, umfassende und abgestimmte Aussage der DB - sonst sagt auch bei der DB am Ende wieder A etwas anderes als B.

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@Hustensaft: "Sorry, aber das hat die DB bisher so nicht kommuniziert."

Dann tut sie es jetzt. Weil "eine saubere, umfassende und abgestimmte Aussage der DB" gibt es offensichtlich immer nur auf eine bestimmte Zeit x.
Aktuelles Bsp: https://community.bahn.de/questions/2232376-nachster-zug-... in Verbindung mit https://community.bahn.de/questions/1943775-fahrgastrecht...

Oder auch: https://community.bahn.de/questions/2229368-supersparprei...
Erst hat sich DB/ch rückversichert, dann holt DB/ka neue Infos ein und dann weiß keiner, was DB/tr damit meint. ;) Neptun hat es schön formuliert: https://community.bahn.de/questions/2227525-frage-kulanzr...

Elementarteilchen
Elementarteilchen

Elementarteilchen

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@Hustensaft
Es ging bisher eigentlich immer nur um ausgefallene Fernverkehrszüge und die Frage, ob dann auch die Zugbindung aufgehoben wird, falls es ein Ersatzzug mit identischem Fahrtverlauf und Fahrzeiten gibt. Und da ist die Aussage: da die auf dem Ticket vorgegebene Zugnummer (für die Zugbindung) nicht fährt, ist auch die Zugbindung nichtig (wie soll man auch mit einem konkreten Zug fahren, wenn der nicht fährt).

Beim Nahverkehrsanteil spielt bei (Super-)Sparpreisen niemals die Zugnummer eine Rolle, der Nahverkehr wird hier nur als „ganzes“ und generell betrachtet (z.B. durch die Angabe NV im Wegetext), um anzudeuten, dass es hier keinerlei Vorgaben gibt.

Und so ist eigentlich klar, dass bei Verspätungen/Ausfällen im Nahverkehr dann einfach die normalen Fahrgastrechte gelten (also bei Verspätungen ab 20 min am Ziel ist die Zugbindung aufgehoben). Auf dem Ticket wird ja nur gesagt, das dieser oder jener Streckenabschnitt mit dem NV zurückgelegt werden muss, aber nicht welche Züge konkret. Wenn die DB hier nun RB 4711 mit RB 0815 austauscht, die beide aber identisch fahren, dann ist das kein Grund zur Beanstandung, denn auf dem Ticket war ja weder RB 4711 noch RB 0815 vorgegeben.

Das fahrende DB Zugpersonal ist doch besser als sein Ruf.

Ich habe vorhin den Zugchef des einfahrenden ICE577 gefragt auch weil der gebuchte IC 2011 jetzt gepalnte 24 Minuten Verspätung hat.

Daher habe ich ihm in der DB App die Übersicht gezeigt in der der RE als ausgefallen und der IC als Verspätet angezeigt wird.

Die Antwort des Zugchefs war ich kann einsteigen und mitfahren.

Einen Sitzplatz im Comfortbereich habe ich auch gefunden und komme sogar noch früher an die DB kann manchmal doch noch Kundenservice. (zumindest einige DB Mitarbeiter)

@NikSei
Gute Fahrt wünsche ich. Im Zug geht es in der Praxis doch meist sehr kulant zu.

@Hustensaft
"... führt zu einer Ankunftsverspätung von 10 Minuten - damit wären wir unterhalb der 20-Minuten-Schwelle, aber sicher im Bereich, bei dem von "keine Nachteile" nicht mehr die Rede sein kann."
--> Die Anführungszeichen waren schon Absicht. Weil ich das nicht so ins letzte ausführen wollte. Es gibt eben Nachteile, die man allgemein in Kauf nehmen muss, ohne dass man Fahrgastrechte geltend machen kann, wie Verspätungen unter 20 Minuten. Wenn dein (bis zum Zielbahnhof) gebuchter IC 10 Minuten Verspätung hat, darfst du auch nicht auf einen schnelleren ICE wechseln.
Hätte natürlich der NV-Ersatzzug einen Fahrplan mit Abweichung und einer auch nur geringfügigen Verspätung, sollte man das Recht haben, vor Fahrtbeginn vom Vertrag zurückzutreten.

@zeka
"und dann weiß keiner, was DB/tr damit meint. ;)"
--> Zumindest gibt es wohl mindestens eine weitere Person, der es auch so ging wie mir ;-)

@DB
Warum werden eigentlich im Nahverkehr neue Zugnummern vergeben, wenn die Fahrzeiten gleich bleiben?

Ich hätte noch eine spannende Frage:

Der IC2011 wurde ja mit 24 Minuten angezeigt die restlichen 12 Minuten wären ja ausreichend zum umsteigen wie ist es aber wenn die angezeigte Verspätung 34 Minuten und der Anschluss damit weg gewesen wäre?

Worum mir geht: Muss ich quasi abwarten und die Verspätung schlucken oder kann ich dann einen früheren Zug nehmen?

Problem ist ja da dass die Verspätung weniger werden könnte wie ja jetzt auch der IC2011 steht nur noch mit 17 Minuten drin.

Hallo Hustensaft. Es ist so, wie hier auch schon mehrfach gesagt wurde. Die Zugbindung besteht auf den Fernverkehr. Wenn es hier zu einem Ausfall kommt, so ist die Zugbindung aufgehoben. Auf den Nahverkehr hat man keine Zugbindung und es steht auch kein Zug auf dem Ticket, welcher im Nahverkehr genommen werden soll. Der eine Zug fällt zwar aus, aber es wird ein Ersatzzug eingesetzt, so kommt es zu keiner Verspätung am Zielbahnhof, sofern alles nach Plan läuft. Somit ist auch die Zugbindung nicht aufgehoben.

Neptun - Das ist ja nicht nur im Nahverkehr so, sondern auch im Fernverkehr. Im System bei uns und auch auf bahn.de ist ja ein Zug mit Ausfall hinterlegt und es wird in der Regel der Ersatzzug angegeben. Es würde ja schon alleine verwirrend sein, wenn dort stehen würde Zug XYZ fällt aus und es fährt als Ersatz Zug XYZ. Die Zugnummer bezieht sich ja auf den Zug, nicht auf die Linie. Die Liniennummer verändert sich jedoch nicht.

NikSei - Die Regelung besagt, dass bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mindestens 20 Minuten die Zugbindung aufgehoben ist. Würde man also im Vorfeld schon sehen, dass der Zug als Beispiel 40 Minuten Verspätung hat und man erreicht so den Anschluss nicht, dann darf man auch eine andere Verbindung nehmen. /no

Ok aber wann muss diese Erwartung feststehen?

Nehmen wir an der IC2011 ist so verspätet dass der Anschluss nicht klappt weil der Zug sagen wir 33 Minuten verspätung hat.
Ich fahre jetzt eine Stunde früher mit einem anderen ICE jetzt kommt es nach Mannheim zur Kontrolle und der Kontrolleur sagt ihr Zug hat ja nur 12 Minuten Verspätung und der Anschluss wird erreicht.

Das kostet jetzt X Euro.

Was dann?

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@Neptun: Der Mega-Thread wurde geschlossen; sonst hätte ich da schon einen dir zustimmenden Kommentar hinterlassen... :)

"Der Mega-Thread wurde geschlossen"
Oh, tatsächlich. Ich hatte schon auf die Erfahrungen zur Ticket-Anerkennung eine Woche nach dem Sturm gewartet...

"Kommentar hinterlassen"
:))