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Frage beantwortet

Nächster Zug bei verpasstem Anschluss Pflicht?

Bin ich verpflichtet, bei einem verpassten Anschlusszug den nächsten nicht reservierungspflichtigen Zug zu nehmen oder kann ich auch ein paar Züge auslassen?
Wenn ich beispielsweise extra eine Fahrt von Augsburg nach München mit einem ICE und im Anschluss einen ICE Sprinter von München nach Berlin gebucht habe, um ab München mit dem Sprinter zu fahren und ich diesen dann verpasse, wäre es möglich den Sprinter zwei Stunden später zu nehmen? Möglichst schnell nach Berlin zu kommen stünde nämlich bei mir nicht im Vordergrund, sondern die Fahrt mit dem Sprinterzug.

Tristan2312
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Wenn aus Bahnverschulden ein Anschluszug verpasst wird, kann mit einer anderen Verbindung in Richtung Ziel weitergefahren werden. Das muß nicht unbedingt die nächstmögliche sein. Wenn Du lieber zwei Stunden später weiterfahren möchtest, kannst Du das tun.

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Wenn aus Bahnverschulden ein Anschluszug verpasst wird, kann mit einer anderen Verbindung in Richtung Ziel weitergefahren werden. Das muß nicht unbedingt die nächstmögliche sein. Wenn Du lieber zwei Stunden später weiterfahren möchtest, kannst Du das tun.

Hinzuzufügen wäre allerdings, dass sie dadurch die Fahrgastrechte aufgeben, d.h. eine Entschädigung (je nach Verspätung 25 oder 50%) ist dadurch nicht mehr möglich. Diese springt nur ein, wenn der nächstmögliche Zug genommen wird, also die Verspätung am Zielort so gering wie möglich gehalten wird.

Er gibt sie quasi nicht auf aber zur Berechnung der Entschädigung wird natürlich die nächste alternative Verbindung angesetzt. Sonst könnte ja jeder erstmal 3h bummeln gehen um dann die 50% einzustreichen.

"dass sie dadurch die Fahrgastrechte aufgeben,"

Echt?! Ich verpasse Anschluss ICE 123 und nehme auch nicht ICE 456, der als nächstes fährt, sondern nutze ICE 789. Jetzt hat ICE 789 +80min am Zielort, wo ich aussteige. Heißt also Pech gehabt?

DB/ch sagt hier https://community.bahn.de/questions/1943775-fahrgastrecht... etwas anderes: "„Die Aufhebung der Zugbindung ist bereits ein Fahrgastrecht, eine Erstattung würden Sie nur noch erhalten wenn der Zug den Sie tatsächlich benutzen mindestens 60 Minuten später am Zielbahnhof ankommt.“ /ch"

Ist ja analog Flexpreis. Es wird der Zug zur Berechnung herangezogen, den ich tatsächlich genutzt habe.

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Edit: Die zitierte Aussage von DB/ch wurde soeben entfernt...
Heißt also, bei Sparpreisen/Zugbindung habe ich Pech, bei Flexpreisen Glück gehabt.

Seid ihr euch da sicher dass das wirklich so ist?

Ich hatte schon häufiger bei verpassten Anschlüsse dass ich zB den späteren eigentlich gebuchten IC genommen habe als den nächsten übervollen RE der aber etwas früher angekommen wäre.

Das Servicecenter hat das nie moniert.

@PeKleist

Offiziell ja. Allerdings arbeitet das Servicecenter nach Massenabfertigung, ohne dass die jede mögliche Alternative erst noch groß ermitteln. In den meisten Fällen wird das nicht weiter geprüft, die geben die geplante Ankunftszeit und die tatsächliche ein, den Rest erledigt der Computer. Zeit ist Geld.
Nur wenn es starke Abweichungen/Differenzen gibt, oder ein etwas genauerer Mitarbeiter gerade dein Antrag bearbeitet, kann es zur Ablehnung kommen.

Wir können hier ja schlecht den Rat geben, dass man es machen kann und einen trotzdem die vollen Fahrgastrechte zustehen. Dann ist das gejammere wieder groß, wenn eine Ablehnung kommt, nach dem Motto: "Ihr habt aber gesagt, das geht so". ;)