Nach oben

Frage beantwortet

Film schauen ohne Kopfhörer?

Hallo,
ich sitze gerade im ICE 528 (kein Ruhebereich) und ein paar Sitze weiter schaut irgendjemand einen Film – ohne Kopfhörer. Es ist nicht "laut", aber eben eine kontinuierliche Beschallung, man hört die Dialoge. Wenn "Action" kommt wird es auch deutlich lauter.
Ist das generell gestattet? (Was ich einen ziemlichen Knaller fände)
Oder besteht eine Kopfhörerpflicht?

Danke für eine rasche Info.
Grüße
Kai

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Bernd
Bernd

Bernd

Ebene
2
1686 / 2000
Punkte

Hallo kai2010

am besten Sie sprechen "freundlich" einen Zugbegleiter an, das Sie sich gestört fühlen und hoffen das dieser die "Lärmquelle abschaltet".

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (5)

Ja (3)

38%

38% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

EinVielfahrer
EinVielfahrer

EinVielfahrer

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Egal ob gestattet oder nicht, was hinter Sie einfach hinzugehen und den Sachverhalt anzusprechen.

Ansonsten gibt das Gebot der Rücksichtnahme. Das ist im er Auslegungssache und an einem Rosenmontag auf der Rheinschiene sicherlich anders zu bewerten als aktuell in einem Zug durch Deutschland.

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@EinVielfahrer: Nun, ich möchte einfach vorher wissen, ob ich im Recht bin, falls die Person eben nicht rücksichtsvoll reagiert.

NRW
NRW

NRW

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Und dann halten sie ihm das Handy hin und sagen ihm andere Kunden denken genauso wie ich?

Edit: sorry. Antwort auf deutsch übersetzt :)

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@NRW: Sie schreiben in Rätseln.

Ist Auslegungssache. Zitat aus u.g. Link "Reisende sollten sich im Zug so verhalten, erklärt die Bahn-Sprecherin weiter, dass sie andere nicht stören."

https://www.morgenpost.de/ratgeber/article227838517/Deuts...

Am besten ansprechen, vlt. hat der Fahrgast Einsicht. Wenn nicht: Pech gehabt. Hatte auch schonmal das Vergnügen, 5 Stunden lang Spongebob im Zug zu hören. Da war der Fahrgast inkl. Kinder nicht einsichtig.

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

Tja, der Fahrgast ist nicht einsichtig.
Interessant aber, dass die Deutsche Bahn asoziales Verhalten quasi herausfordert, obwohl solche Konflikte durch eine simple Kopfhörerpflicht vermeidbar wären.

NRW
NRW

NRW

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Ihr erster Ansprechpartner ist übrigens das Personal im Zug.

Sorry wollte sie gerade nicht überfordern.

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@NRW: Es genügt schon, in korrektem deutsch und sinnvollen Sätzen zu schreiben. Können Sie ja, wie Sie gerade zeigen. Weiter so!

Muss man alles verbieten? Normalerweise sagt das der gesunde Menschenverstand, dass man Rüchsicht nehmen sollte.
Macht man jetzt die Kopfhörerpflicht, kommt der nächste und telefoniert laut, ein Knirps testet seine neue Trommel, andere gröhlen besoffen auf der Fahrt zum Fußball, wieder andere beten laut Allah an...etc...soll man echt alles verbieten und in Gesetze und Regelkataloge fassen? Kann man nicht von zivilisierten Menschen verlangen, etwas Rücksicht zu nehmen?

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@Bahnfr0sch: Nicht alles, aber das. Und wenn besoffene Fußballfans laut grölen, ist das natürlich auch nicht gestattet, laut "Regeln" der DB. Ist also verboten. Lautes Beten habe ich noch nie erlebt. Das ginge auch nur wenige Minuten. Die Vergleiche machen also nicht wirklich Sinn. Und dass Rücksichtnahme einem "normalerweise der gesunde Menschenverstand" vorgibt - nun ja, Theorie und Praxis... (Telefonieren sollten auch nur in bestimmten, kleinen Bereichen gestattet sein, wo man dann hingeht und die anderen Fahrgäste nicht nervt).
PS: Der Asoziale ist zum Glück ausgestiegen, die Erleichterung ringsum war deutlich.

Bernd
Bernd

Bernd

Ebene
2
1686 / 2000
Punkte

Hallo kai2010

am besten Sie sprechen "freundlich" einen Zugbegleiter an, das Sie sich gestört fühlen und hoffen das dieser die "Lärmquelle abschaltet".

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

An die Admins: super Antwort, die Sie da bestätigen. Ganz groß, wirklich. Als hätte ich das nicht gewusst. Wie wäre es, wenn Sie mir erklären, warum die Bahn solche Formen der Störung überhaupt zulässt. Stellen Sie sich doch mal vor, mehrere Leute würden das machen: ein paar hören Musik, ein paar schauen Filme, keiner "laut", aber es bleibt logischerweise alles für alle hörbar. Würden Sie in so einem Abteil sitzen wollen (und einer reicht ja schon).
Zumal: wenn der Schaffner es dann sowieso verbieten würde, wieso ist es dann überhaupt erstmal gestattet? Sie müssen doch realistisch davon ausgehen, dass die wenigsten Menschen diesen unangenehmen Schritt gehen, sich aber trotzdem gestört fühlen.
Danke für eine konkrete Antwort.

O.K. Die bestätigte Antwort ist ein Witz, da gebe ich Dir recht, da der Zugbegleiter eh keine Handhabe hat. das zu unterbinden. Das ist dem Zugbegleiter aber auch sowas von egal.
Die Bahn wird nix verbieten. Der Standpunkt der Bahn ist: Sie haben das Recht, einen Platz im Ruhebereich zu reservieren.

Dem einen stört lautes Film gucken, dem anderen lärmende Kinder, dem anderen lautes Schnarchen oder ständige Telefonkonferenzen. Wo will man da anfangen?

P.S. Weil du das oben mit dem beten nicht geglaubt hast: Im Nacht(!)-ICE von Köln nach Berlin. Im Wagen ein Araber, der wirklich stundenlang irgend welche arabischen Verse laut predigte und dazu Musik spielte. K.A. ohne ob das nun beten oder singen war. Jedenfalls nervte es, wenn man schlafen will. Zugbegleiter sagte, er kann dagegen nix unternehmen. Das ist kein Ruhebereich. Wem es stört, der solle sich in einen anderen Wagen umsetzen...fertisch...was ich dann auch gemacht habe.

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

Natürlich kann man nicht alles unterbinden. Von unterbinden ist ja auch nicht die Rede. Aber man kann Regeln aufstellen, die für alle Beteiligten gangbar sind. Kopfhörer wäre eine davon. (Irgendwo muss man anfangen, anstatt gar nix zu tun). Ggf. müsste man die vom Schaffner oder anderen Mitarbeitern bekommen (zB Verkauf im Bordbistro). Der Verweis auf die Ruhezone ist keine adäquate Lösung, und der Umkehrschluss kann ja nicht sein, dass überall anders alles geht.
Ich bin gespannt auf die Antwort der DB-Admins auf mein obiges Posting.

Mal ehrlich: Was sollen die DB-Moderatoren denn antworten?!

"Wie wäre es, wenn Sie mir erklären, warum die Bahn solche Formen der Störung überhaupt zulässt."

Beim Ticketkauf schließe ich (und alle anderen Fahrgäste) einen Vertrag mit der Bahn über die Beförderung von A nach B. Nix anderes. Also keine Aussage über Auslastung des Zuges (leer vs. Sardinenbüchse), Aromatherapie vs. Mettbrötchen mit Zwiebel, Sitzplatz vs. Stehplatz (oder Sitzplatz auf dem Boden), WLAN vs. digital detox, Bordrestaurant vs. mitgebrachtes Butterbrot, angenehm ruhige vs. nervötende Mitreisende, Pünktlichkeit vs. Zugausfall...

"Kopfhörer wäre eine davon."

Auch das ist keine Garantie. Man kann auch laut Musik/Filme über Kopfhörer hören.
https://www.bahn.de/p/view/service/zug/handy_u_ruhebereic...
"Ruhebereich [...] In diesem Bereich sind lautes Musikhören (auch via Kopfhörer) oder sonstige lärmende Tätigkeiten nicht erwünscht."

Zweiter Aspekt: Und auch da steht nicht "verboten", sondern lediglich "nicht erwünscht".

Ansonsten schließe ich mich Bahnfrosch an: "soll man echt alles verbieten und in Gesetze und Regelkataloge fassen? Kann man nicht von zivilisierten Menschen verlangen, etwas Rücksicht zu nehmen?"

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

Naja, die Mods könnten zB mal ein Statement von den Verantwortlichen erbitten. Ich schätze aber, dass da gar nix mehr kommt, die "beste Antwort" wurde ja schon ausgesucht
Die wachsweiche Haltung der Bahn ist jedenfalls sehr ärgerlich und kommt letztlich nur den Störern zugute - die eben nicht Rücksicht nehmen, sondern sich explizit auf das Fehlen einer Vorschrift berufen - siehe meine Erfahrung gestern.
Aber wir hier drehen uns im Kreis. Nur soviel noch: Whataboutism ist nie ein valides Argument
Grüße!

Hallo in die Runde.
Es ist ja so, dass man in einem Zug nie komplette Stille haben wird. Zum Beispiel unterhalten sich ja auch die Fahrgäste untereinander und lachen durchaus auch mal. Es gibt vieles, was im Zug einen gewissen Lärmpegel erreicht, sei es spielende Kinder oder eben auch eine telefonierende Person, wie es Bahnfr0sch sagte. Auch das Klicken einer Tastatur kann durchaus als störend empfunden werden, auch wenn dies nicht laut ist. Nur aufgrund dessen kann man ja nicht generell Laptops verbieten.
Generell ist es so, dass wir uns im Zug auch gegenseitige Rücksichtnahme wünschen. Sollte ein Fahrgast mal etwas zu laut sein, dann kann man ihn auch direkt darauf ansprechen. Es kann nicht alles aufs kleinste Detail geregelt werden. /no

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@no: äh... haben Sie meine diversen Ausführungen gelesen?
Was soll denn jetzt so eine Textbausteinantwort?

@ DB /no
Danke für diese persönliche Meinung, die auch andere Beteiligte hier schon zum Ausdruck gebracht haben. Ich sehe das auch so.
Das Problem ist aber hier ein anderes. Es geht um die – zum Glück seltenen – Fälle, in denen die Geräuschkulisse ein erträgliches Maß (wenn von einem Großteil der Fahrgäste so empfunden) überschreitet und der/die Verursacher/in nicht einsichtig ist.
Auch wenn sicher nie eine eindeutige Abgrenzung vorgenommen werden kann (siehe auch die 1. Antwort von EinVielfahrer), sollten Zugbegleiter/innen sich in Fällen wie dem beschriebenen nicht heraushalten, sondern handeln. Es braucht dazu auch keine Kopfhörerpflicht, "6.1 Allgemeine Verhaltenspflichten" der Beförderungsbedingungen reicht aus:
"Jeder Reisende hat sich so zu verhalten, dass andere Reisende nicht über Gebühr gestört oder belästigt werden. Reisende, die sich entgegen den vorstehenden Regelungen verhalten, die Weisungen der Mitarbeiter missachten oder in sonstiger Weise eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung darstellen, können von der Beförderung bzw. Weiterbeförderung ohne Anspruch auf Erstattung des Fahrpreises und des Gepäckpreises ausgeschlossen werden."

Hallo Neptun, Ja, solche Fahrgäste gibt es durchaus auch. Hier sollte dann auch das Personal handeln, sofern sich die Fahrgäste an sie wenden. Und generell gilt ja, dass dem Personal der Zuges Folge zu leisten ist. Wenn man es mit dem Fahrgast nicht direkt klären kann, bleibt nur noch das Gespräch mit dem Personal im Zug, sofern vorhanden.

kai2010 - Ja, ich habe Ihre Kommentare gelesen und meine Antwort hat auch nichts mit einem Textbaustein zu tun. Hier wurde letztendlich auch schon alles gesagt, nur Sie haben sich noch gewünscht, dass eine Antwort unsererseits erfolgt. Dem bin ich nachgekommen. Dass Sie mit dieser Antwort nicht zufrieden sind, tut mir leid, nur ändern kann ich dies leider nicht. /no

kai2010
kai2010

kai2010

Ebene
1
101 / 750
Punkte

@no: stimmt, wenn man in keiner Weise auf die sehr konkreten Argumente des Gegenübers eingeht, sondern lediglich andere Antworten wie Textbausteine wiedergibt, dann ist eine Antwort nicht zufriedenstellend.
Noch einmal: die aktuelle, wachsweiche Handhabung unterstützt allein die asozialen Fahrgäste, denn jene, die aktuell schon rücksichtsvoll sind, brauchen natürlich auch keine Vorschrift. Sämtliche Vorschriften und Verbote, in allen Lebensbereichen, sind doch nur für jene gemacht, die sich ansonsten falsch gegenüber der Gemeinschaft verhalten würden. Sie verstehen? Insofern macht auch das Argument "muss man denn alles verbieten?" exakt null Sinn – denn rücksichtsvolle Menschen tangiert das doch gar nicht. Und die Rücksichtslosen brauchen es offenbar. Auch das gilt für alle Lebenslagen. Eigentlich sehr simpel zu begreifen.

Stattdessen zwingt die Bahn die sozialen Fahrgäste in Konfliktsituationen – das ist Fakt, wie Sie und andere hier ja auch darlegen. Und: soll man als Fahrgast also erst eine Umfrage starten, wer sich noch gestört fühlt? Weil sonst der Schaffner womöglich nicht entschieden eingreift, da man ja der Einzige ist? Oder wie?
(Irre ist auch die Info, dass selbst in der Ruhezone Handys etc keineswegs "verboten" sondern nur "unerwünscht" sind. Wie sagt man so schön: Einen Pudding kann man nicht an die Wand nageln...)