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Laminiertes Semesterticket ungültig? Warum?

Seit einiger Zeit werden VRR-/NRW-Semstertickets von den Studierenden selbst ausgedruckt. Damit sie bei mehreren Hundert Kontrollen im Semester nicht ständig neu ausgedruckt werden müssen, schweißen viele Studierende die Tickets ein. Ein Zugbegleiter wies mich letztens darauf hin, dass dieses verboten sei und mir ein Einzug meines Tickets drohe. In den Beförderungsbestimmungen steht dazu:
"Fahrausweise sind ungültig, wenn sie nicht den Vorschriften der Beförderungsbedingungen oder der Tarifbestimmungen entsprechen (...). Das gilt insbesondere auch für Fahrausweise, die (...) zerrissen, zerschnitten, stark beschädigt, verschmutzt, unleserlich, unerlaubt eingeschweißt oder laminiert sind, so dass sie nicht mehr geprüft werden können." Ich verstehe das so, dass das Einschweißen und Laminieren dann "unerlaubt" ist, wenn die Tickets im Anschluss nicht mehr geprüft werden können. Das ist aber nicht der Fall, da das Scannen des QR-Codes nach wie vor möglich ist. Das Einschweißen bedingt auch keine Fälschungsmöglichkeiten: Es ist alles erkennbar und das Papier kommt aus dem eigenen Drucker, hat also keine haptischen Merkmale. Der QR-Code kann ganz normal gescant weden und auf Wunsch die auf dem Auslesegerät angezeigte Identität an Hand eines Lichtbildausweises geprüft werden. Warum ist das Ticket dann ungültig? Wo widerspricht das Einschweißen/Laminieren den Beförderungsbestimmungen? Vielen Dank!

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Braunschweiger
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Das liegt an der Möglichkeit der haptischen Kontrolle. Auch wenn das bei diesem Ticket nicht nötig sein mag: Allgemeinne Geschäftsbedingungen müssen nun mal allgemein formuliert sein. Und eine Auflistung "* gilt für alle Zeitkarten außer Semesterkarten in NRW (außer folgende Hochschulen:...), Verkehrsverbund Rostock und am Schalter verkaufte Karten des GVH Hannover" ist nun mal nicht besonders allgemein.

Und den Beförderungsbedingungen widerspricht das Einlaminieren in dem Absatz, der das Einlaminieren ausschließt.

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Das sehe ich anders, Braunschweiger. Die Beförderungebedingungen sind hier aus meiner Sicht eindeutig formuliert, da dort steht: " Das gilt insbesondere auch für Fahrausweise, die (...) unerlaubt eingeschweißt oder laminiert sind, so dass sie nicht mehr geprüft werden können." Das heißt für mich, dass dieser Aspekt nur dann zutrifft, wenn das einschweißen UNERLAUBT erfolgt ist. Und UNERLAUBT bedeutet - das steht da auch - "so dass sie nicht mehr geprüft werden können". Sprich: Wenn die Prüfung gewährleistet ist, dann ist das Laminieren erlaubt. Und genaud das ist der Fall.
Wäre der Passus tatsächlich für alle Tickets allgemeingültig, dann müsste dort aus meiner Sicht (nur) stehen: "Das gilt insbesondere auch für Fahrausweise, die (...) zerrissen, zerschnitten, stark beschädigt, verschmutzt, unleserlich, eingeschweißt oder laminiert sind." Das "UNERLAUBT" vor dem "eingescheißt" (was impiziert, dass es auch ein - Ticeketbedingtes - ERLAUBTES einschweißen gibt) und der Zusatz "so dass...." machen den entscheidenden Unterschied, welcher nach dem Laminieren noch prüfbare Tickets ausschließt.
Sprich: Ein laminiertes, selbst ausgedrucktes Semsterticket ist gültig, da die Prüfung des Tickets genau wie bei einem nicht-laminierten Ticket auf genau dem gleichen Weg erfolgen kann.

https://www.rheinbahn.de/kontakt/ohne_ticket_unterwegs/Se...

Beschädigte Tickets erschweren oder verhindern den Prüfvorgang. Ein nicht prüfbares Ticket ist daher automatisch ein ungültiges Ticket.
Hinweis für Studenten: Laminieren oder schweißen Sie Ihr Semesterticket nicht ein. Grund hierfür ist, dass das Hologramm unter der Folie aufgeklebt sein kann und die zahlreichen Sicherheitsmerkmale nicht mehr vollständig überprüft werden können. Im Handel erhältlich sind durchsichtige Plastikmäppchen, in denen man das Papierticket problemlos sicher unterbringen kann.

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@Woodstock: " Grund hierfür ist, dass das Hologramm unter der Folie aufgeklebt sein kann und die zahlreichen Sicherheitsmerkmale nicht mehr vollständig überprüft werden können." Das trifft für Semstertickets der Unis im VVR-Gebiet nicht zu. Es gibt keine Hologramme und keine zahlreichen Sicherheitsmerkmale. Das Ticket wird selber ausgedruckt. Das würde nur Sinn machen, wenn das Ticket einem von der Universität direkt ausgehändigt wird und dort Sicherheitsmerkmale vorhanden wären. Vielleicht ist das bei den Tickets der Rheinbahn und den zugehörigen Unis anders. Im VRR-Bereich gibt es jedenfalls solche Tickets mit Hologramm, etc. nicht, so dass die Bedingugen der Rheinbahn nicht übertragbar sind.
Und: "Beschädigte Tickets erschweren oder verhindern den Prüfvorgang." Genau deswegen schweißen einige Studierende die Tickets ja auch ein. Da sie bei mehreren Hundert Kontrollen pro Semester schnell beschädigt werden können und der Prüfvorgang mit dem einschweißen eben NICHT verhindert wird, sondern diesen sogar unterstützt.

Was erwarten Sie von uns anderen Bahnkunden? Wir haben diese Regelungen nicht gemacht (und können sie nur bedingt erklären).

"Ein Zugbegleiter wies mich letztens darauf hin"

Wenn es ein Zugbegleiter der DB war: "Lob, Kritik und Anmerkungen" nimmt die Deutsche Bahn hier entgegen: https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...

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Hallo,

ich kann Sie hier nur auf die Beförderungsbedingungen für die Verbund- und Gemeinschaftstarife in NRW sowie den NRW-Tarif hinweisen. Ein Laminieren der Fahrkarte ist nicht zugelassen. Eventuell gibt es die Möglichkeit, das Semester-Ticket als Handy-Ticket zu nutzen oder bei der AStA eine Klarsichtfolie zu erhalten. /ka

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@zeka: Ich verstehe deine Reaktion nicht. Ich erhoffe mir hier einen konstruktiven Austausch (findet statt) und im besten Falle die Bestätigung der DB, dass eine Antwort den tatsächlichen Begebenheiten entspricht. Oder gar eine direkte Antwort der DB (denn das findet ja auch regelmäßig statt). Darüber hinaus erhoffe ich mir, dass bei einer verbindlichen öffentlichen Aussage der DB (hier), diese mehrere Betroffene lesen und nicht jedes Mal extra die Bahn (nicht-öffentlich) kontaktieren müssen. Denn Betroffe gibt es eine ganze Menge.

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In diesem Forum gibt es keine verbindlichen öffentlichen Aussagen der DB.
Mal davon abgesehen: Wie soll die DB 'verbindliche öffentliche Aussagen' über VVR-Tickets machen?

Leo
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Es kommt nicht auf den gesunden Menschenverstand an, sondern auf die heiligen Paragrafen! Und wer sich nicht daran hält, wird irgendwann Ärger kriegen!

Hier wird wohl auch keiner der VVRs weiterhelfen können ;-):
https://de.wikipedia.org/wiki/VVR

Joeopitz
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„ Laminiertes Semesterticket ungültig? Warum?“
-> Einfache Antwort, weil lt. Beförderungsbedingungen Tickets nicht laminiert werden dürfen.

Es gibt Tickets, bei denen durch eine Laminierung eine Kontrolle auf Echtheit erschwert oder verhindert wird. Aus diesem Grunde erklärt die Bahn laminierte Tickets für ungültig. Das es endlose Diskussionen und Unklarheiten provozieren würde, wenn nur bestimmte Tickets nicht laminiert werden dürften, hat die Bahn eine klare und einfache Regelung getroffen. Tickets dürfen nicht laminiert werden.

Das ist hier ein Forum in dem Bahnkunden die Fragen anderer Bahnkunden beantworten. Hier ist nicht der Ort um über die Beförderungsbedingungen zu diskutieren. In der Netiquette zu dieser Community ist auch folgendes zu lesen:

„Stellen Sie keine Frage, in der Sie zum Chaten aufrufen. Für einen freundlichen Plausch gibt es andere Möglichkeiten und Orte. „Meine Frage – Deine Antwort“ sollen Ihnen und anderen helfen, offene Fragen rund um die Bahn zu beantworten und ist keine [sic!] Diskussions-Forum.
[...]
Bitte beachten Sie, dass wir uns zu Themen rund um den DB-Konzern (z.B. Strategie des Konzerns, Tarifverhandlungen oder Infrastrukturprojekte) nicht äußern und keine Verbindungsauskünfte geben können.“