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Frage beantwortet

Darf ich mit gleichem Ticket andere Fahrstrecken nutzen, wenn wegen Zugverspätung der Anschlusszug verpasst wurde?

Bei der Buchung einer Reise für meine Töchter von Prenzlau nach Pößneck versuchte ich auf diese Frage vergeblich eine Antwort zu finden:

Da bei der Zugverbindung zw. Prenzlau nach Pößneck recht kurze Umsteigezeiten gelten, möchte ich erfahren, ob bei einer Verspätung des ersten Zuges meine Töchter ohne Preisaufschlag den Folgezug nehmen können, der jedoch eine leicht andere Streckenführung und Ziel hat:

Statt über Halle fährt dieser Zug (Verbindung) über Leipzig und statt dem Ziel „Pößneck, unterer Bhf“ (gepl. Ankunft: 17:09), würden meine Töchter ggf. „Pößneck, oberer Bhf“ (gepl. Ankunft: 17:45) nehmen, wenngleich dies „weniger attraktiv“ liegen würde…
Da diese zwei verschiedenen Verbindungen auch zu verschiedenen Preisen angeboten werden, möchte ich vor der Buchung und der Fahrt meiner Töchter erfahren, ob sie auch ohne Probleme den Folgezug mit anderer Streckenführung bei neutralen Kosten nehmen dürfen, oder müssen meine Töchter etwa 2 Stunden auf den nächsten Zug mit gleicher Streckenführung warten?

Was müssen meine Töchter wissen und/oder „mit bekommen“, dass sie bei einer eventuell notwendig gewordenen anderen Verbindung keine Probleme beim Zugpersonal aufkommen oder sie ggf genötigt werden den Zug zu verlassen, weil sie kein gültiges Ticket für diese neue Verbindung haben?

Da ich leider bislang keine rechtsververbindliche Auskunft von der Bahn erhalten konnte, habe ich es bislang vorgezogen die Bahn für meine Töchter zu meiden, da ich sie keinesfalls der Gefahr aussetzen will, dass sie "im Dunklen" aus dem "Zug gesetzt" werden, bzw. stets zu viel Geld bei sich tragen müssen, um ggf. solche Unvorhersehbarkeiten ausgleichen zu können...
Nur sehe ich bei dieser Vermeidungsstrategie keine wirklich befriedigende Lösung des Problemes und bitte nun auf diesem Weg um Antwort, die ich bislang bei Bahnverantwortlichen nicht erhalten konnte.

BahnFanWennSieFährt
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Wenn Sie aus Bahnverschulden einen Anschluss verpassen, können Sie (bzw, Ihre Töchter) mit jeder anderen nicht reservierungspflichtigen Verbindung zum Reiseziel fahren. An die gebuchte Strecke sind Sie nicht mehr gebunden. Alles was „fahrplanüblich“ ist kann dafür dann genutzt werden.

„Da ich leider bislang keine rechtsververbindliche Auskunft von der Bahn erhalten konnte, habe ich es bislang vorgezogen die Bahn für meine Töchter zu meiden,“

-> Ein Blick in die Beförderungsbedingungen hätte genügt. Da steht das drin und die BB sind rechtsverbindlich.
„ 9.1.1 Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem spä- teren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen. Die Benutzung eines reservierungspflichtigen Zuges oder eines Sonderzuges ist allerdings nicht gestattet.“

https://www.bahn.de/p/view/home/agb/agb.shtml?dbkanal_007...

Allerdings hätte man Ihnen diese Auskunft auch in jedem Reisezentrum, in jeder DB-Info und an der Telefonhotline so geben sollen.

„ Was müssen meine Töchter wissen und/oder „mit bekommen“, dass sie bei einer eventuell notwendig gewordenen anderen Verbindung keine Probleme beim Zugpersonal aufkommen oder sie ggf genötigt werden den Zug zu verlassen, weil sie kein gültiges Ticket für diese neue Verbindung haben?“
-> Ihre Töchter brauchen nichts extra. Einfach in den anderen Zug steigen und losfahren. So einfach ist das.
(Wenn Zeit ist, kann man sich an der DB-Info noch die Verspätung bestätigen lassen. Notwendig ist das aber nicht.)

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Bei verpassen eines Anschlusses (Aufgrund von Verspätung) darf man sofort jede andere Verbindung nehmen die zum Ziel führt.

Wenn Sie aus Bahnverschulden einen Anschluss verpassen, können Sie (bzw, Ihre Töchter) mit jeder anderen nicht reservierungspflichtigen Verbindung zum Reiseziel fahren. An die gebuchte Strecke sind Sie nicht mehr gebunden. Alles was „fahrplanüblich“ ist kann dafür dann genutzt werden.

„Da ich leider bislang keine rechtsververbindliche Auskunft von der Bahn erhalten konnte, habe ich es bislang vorgezogen die Bahn für meine Töchter zu meiden,“

-> Ein Blick in die Beförderungsbedingungen hätte genügt. Da steht das drin und die BB sind rechtsverbindlich.
„ 9.1.1 Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem spä- teren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen. Die Benutzung eines reservierungspflichtigen Zuges oder eines Sonderzuges ist allerdings nicht gestattet.“

https://www.bahn.de/p/view/home/agb/agb.shtml?dbkanal_007...

Allerdings hätte man Ihnen diese Auskunft auch in jedem Reisezentrum, in jeder DB-Info und an der Telefonhotline so geben sollen.

„ Was müssen meine Töchter wissen und/oder „mit bekommen“, dass sie bei einer eventuell notwendig gewordenen anderen Verbindung keine Probleme beim Zugpersonal aufkommen oder sie ggf genötigt werden den Zug zu verlassen, weil sie kein gültiges Ticket für diese neue Verbindung haben?“
-> Ihre Töchter brauchen nichts extra. Einfach in den anderen Zug steigen und losfahren. So einfach ist das.
(Wenn Zeit ist, kann man sich an der DB-Info noch die Verspätung bestätigen lassen. Notwendig ist das aber nicht.)