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Frage beantwortet

Aufgaben der DB Information (Drucken und Gültigschreiben von Online-Tickets)?

Guten Tag,
folgender Fall:
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Ich buche ein IC/EC-Ticket zum Flexpreis von Kufstein nach Bad Schönborn via S*BR mit EC84 (Kufstein-München) und IC2260 (München-Bruchsal). Der EC84 ist am Reisetermin verspätet, sodass ich den IC2260 verpasse. Die nächste Verbindung ist dann 1. mit ICE und 2. via MA und damit nur wegen des Fahrgastrechtefalls aufpreisfrei nutzbar. Das Ticket ist ein Online-Ticket für Navigator oder zum Selbstausdrucken und liegt mir nur elektronisch als PDF vor.
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Jetzt möchte ich folgendes machen, um mir überflüssiges Theater mit dem u.U. nicht über die Verspätung des EC84 in Kenntnis gesetzen Zugbegleit- oder Fahrkartenprüfpersonal zu ersparen. Ich gehe zur DB Information München, lege meinen Ausweis und Auftragnr. vor und bitte um folgendes: Ausdruck des Online-Tickets, Bestätigung der Verspätung des EC84 auf dem Ticket, Gültigschreiben für den ICE und Gültigschreiben für den Umweg via MA. Ein Mitarbeiter antwortet mir sehr unhöflich, dass er das Online-Ticket weder ausdrucken müsse noch könne, wobei zumindest zweiteres sicher gelogen sein muss, da es die Auftragnummersuche gibt:
https://fahrkarten.bahn.de/privatkunde/start/start.post?s...
Er verwies mich daraufhin auf das DB Reisezentrum, bei dem ich größere Wartezeiten in Kauf nehmen müsste.
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Ich hatte mir zuvor schon mehrfach Online-Tickets an verschiedenen DB Information-Ständen ausdrucken lassen. In diesem Fall gibt es den besonderen Anlass durch den Wunsch des Gültigschreibens. Das Verhalten des Mitarbeiters traf bei den dortigen Kollegen augenscheinlich auf Anerkennung.
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Ich frage, ob der Mitarbeiter hier falsch liegt oder mir bislang nur "aus Versehen" Online-Tickets gedruckt worden sind.
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Was sind auf meinen Fall bezogen die Aufgaben der DB Information und ist man denen ausreichend nachgekommen?
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Vielen Dank

bhofen
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Hm.
Da bin ich nicht ganz einverstanden.

Denn Artikel 18, Absatz 4 der EU-Fahrgastrechteverordnung lautet:
" Die Eisenbahnunternehmen haben auf Anfrage des Fahrgasts auf der Fahrkarte im jeweiligen Fall zu bestätigen, dass der Verkehrsdienst verspätet war, zum Verpassen eines Anschlusses geführt hat oder ausgefallen ist."

Der Kunde hat also sehrwohl einen Anspruch auf Bescheinigung der Verspätung - und zwar auf dem Ticket. Ob die Bestätigung für die Weiterfahrt notwendig ist, darauf kommt es nicht an. (Vielleicht braucht der Kunde die Bestätigung ja für die eifersüchtige Ehefrau, die gleich misstrauisch wird, wenn der Ehemann später nach Hause kommt ...)

Wie das Bahnunternehmen das bei Handytickets löst, muss sich das Bahnunternehmen dann überlegen. Naheliegend wäre, dass das Bahnunternehmen das Ticket ausdruckt und darauf dann die Verspätung bestätigt. Wenn das Bahnunternehmen eine andere Lösung hat, wie die Verspätung bei Handytickets auf dem Ticket bestätigt werden kann, ist das natürlich auch OK. Aber wenn das Bahnunternehen keine Lösung hat, wie es die Anforderungen der EU-Fahrgastrechteverordnung auch bei Handytickets einhalten kann, darf es halt keine Handytickets verkaufen.

Eine generelle Weigerung, das Onlineticket auszudrucken und die Verspätung darauf zu bestätigen, wäre also nicht nur kundenunfreundlich, sondern dürfte sogar rechtswidrig sein. Hier wurde sich aber nicht generell geweigert, sondern "nur" an das Reisezentrum verwiesen.

Und da tendiere ich zur Ansicht, dass das Bahnunternehmen seine Verpflichtung ausreichend erfüllt, wenn es die Leistung "Ausdruck des Handytickets und Ausgabe einer Verspätungsbescheinigung" nur im Reisezentrum anbietet - soweit das geöffnet ist.

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Guten Morgen bhofen,

anhand welcher Grundlage gehen Sie der Annahme dass die DB Information bzw. auch das DB Reisezentrum verpflichtet ist ihre Reiseunterlagen auszudrucken. Wenn dies geschieht ist es eine freiwillige Leistung die weder Priorität hat noch durchgeführt werden muss. Sofern wichtige Dinge im Vordergrund stehen (Hilfeleistung von bedürftigen Menschen) hat dies einen sehr geringen Stellenwert. In vielen DB Reisezentren stehen Automaten an denen Sie sich das Online-Ticket selbst ausdrucken können. Ebenso reicht eine formlose Bescheinigung mit Angabe der Auftragsnummer um die Zugbindung aufzuheben. Zudem sind alle Zugbegleiter im Fernverkehr mit dem Reisendeninformationssystem (RIS) ausgestattet und können somit eine eventuelle Verspätung nachvollziehen. Eine schriftliche Aufhebung der Zugbindung und ein Ausdrucken des Online-Tickets war also in keinem Fall erforderlich.

Gruß, Tino!

Das bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten andere Züge (auch höherwertige) genutzt werden können, steht in den Beförderungsbedingungen. Das Ticket gilt dann automatisch für andere Züge ohne dass es einer gesonderten Bestätigung bedarf.

Das ich wegen Verspätungen auf eine andere Verbindung (teilweise mit völlig anderen Streckenführungen) umgestiegen bin hab ich schon oft gehabt. Mehrere Dutzend Mal bin ich dabei auch mit einem IC Ticket in einem ICE gefahren. Jedes Mal wurde das Ticket anstandslos akzeptiert.

Eine Bestätigung kann natürlich gerade für unerfahrene Reisende eine große Beruhigung bewirken. Notwendig ist sie aber keinesfalls.
Da eine Bestätigung nicht notwendig ist, muß sie auch nicht ausgestellt werden Wenn es trotzdem gemacht wird, ist das einfach ein zusätzlicher Service von freundlichem Zugpersonal.

Gerade bei Verspätungen mit Anschlusverlust gibt es viele Reisende,die sich an der Information über Möglichkeiten der Weiterreise erkundigen. Das hat natürlich immer Vorrang. Wer nur ab und an mit dem Zug fährt, der benutzt keine App. Diese Reisenden benötigen näturlich die Hilfe der Info dringender.

bhofen
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Das ist mal wieder großartig!

Ich formuliere hier den Wunsch, anstelle von erwartbar >=20min. + Diskussion mit Zugpersonal mir alles schriftlich bestätigen zu lassen, um mir das zu ersparen. Ich bekomme als Antwort, dass das gar nicht erforderlich sei. Danke, das weiß ich selbst!
Wozu hebt man dann eigentlich die Zugbindung auf ausgedruckt vorgelegten Online-Tickets auf. Das braucht es ja gar nicht, warum macht man es also dennoch? Man kann doch die Reisenden einfach jedes mal im Zug diskutieren lassen. Das macht den Fahrgästen richtig Spaß.

@Tino
"Sofern wichtige Dinge im Vordergrund stehen (Hilfeleistung von bedürftigen Menschen) hat dies einen sehr geringen Stellenwert."
-> War hier nicht der Fall.

"In vielen DB Reisezentren stehen Automaten an denen Sie sich das Online-Ticket selbst ausdrucken können."
-> Das kommt mir irgendwo bekannt vor.
https://community.bahn.de/questions/2169640-online-ticket...
Ich habe noch keinen solchen Automaten (bewusst) antreffen können.

"Ebenso reicht eine formlose Bescheinigung mit Angabe der Auftragsnummer um die Zugbindung aufzuheben."
-> Danach habe ich auch gefragt. Vergeblich! Aber das muss die DB Information doch bestimmt ebenso wenig, stimmt's? ;-)

" Zudem sind alle Zugbegleiter im Fernverkehr mit dem Reisendeninformationssystem (RIS) ausgestattet und können somit eine eventuelle Verspätung nachvollziehen. "
-> Wo wir dann beim Thema "unnötiges Theater mit dem Zugpersonal" wären, denn die angestrebte Verbindung bekommt der Zugchef/-begleiter beim Einlesen des Flexpreis-Online-Tickets (im Gegensatz zu Sparpreisen) nicht angezeigt.
Und das darf ich dann bei jeder Etappe machen.

"Eine schriftliche Aufhebung der Zugbindung und ein Ausdrucken des Online-Tickets war also in keinem Fall erforderlich."
-> Sind es wirklich extrem weltfremde Vorstellungen, dass ich mir zu einer entspannteren Reise die passenden Bescheinigungen gleich einholen will, dass man sie jedes mal mit dem Argument Nichterfordernis zerreden muss?! Reiseverbindungen auszudrucken ist ebenso unnötig, dennoch wird es praktiziert.

@Joeopitz
"Das bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten andere Züge (auch höherwertige) genutzt werden können, steht in den Beförderungsbedingungen."
-> Und nochmal...

"Das ich wegen Verspätungen auf eine andere Verbindung (teilweise mit völlig anderen Streckenführungen) umgestiegen bin hab ich schon oft gehabt. Mehrere Dutzend Mal bin ich dabei auch mit einem IC Ticket in einem ICE gefahren."
-> Ich auch.

"Jedes Mal wurde das Ticket anstandslos akzeptiert."
-> Wie sehr unsere Wahrnehmungen doch auseinandergehen. Erläuterungen für den Zub braucht es ständig. Ich musste auch einmal Aufpreise lösen und übers SC Fahrgastrechte zurückholen, weil der Zub es nicht verstanden hatte.

"Eine Bestätigung kann natürlich gerade für unerfahrene Reisende eine große Beruhigung bewirken."
-> Eben. Und nicht nur für "unerfahrene Reisende" sondern auch Vielfahrer, die keine BC100 haben. Darum hatte ich auch sehr freundlich danach gefragt.

"Notwendig ist sie aber keinesfalls."
-> Und nochmal.

"Da eine Bestätigung nicht notwendig ist, muß sie auch nicht ausgestellt werden Wenn es trotzdem gemacht wird, ist das einfach ein zusätzlicher Service von freundlichem Zugpersonal."
-> Wie schon einmal gefragt: Warum werden dann überhaupt Zugbindungen auf dem Online-Ticket schriftlich aufgehoben, Reisende beraten oder Reiseverbindungen ausgedruckt? Das braucht es doch auch gar nicht und muss bestimmt nicht gemacht werden, auch wenn danach gefragt wird.

"Gerade bei Verspätungen mit Anschlusverlust gibt es viele Reisende,die sich an der Information über Möglichkeiten der Weiterreise erkundigen."
-> War bei mir ja nicht wirklich anders. Auch ich wollte mir die Verbindung mitausdrucken lassen. Nach langem Hin und Her hatte ich mir dann erstreiten können, dass ich eine (für den Zub im ICE nichtssagende) Bestätigung für die Verspätung im EC84 bekomme. Dass ich mir das eigentlich anders vorstelle, sollte selbst Sie nicht verwundern, wenn ich mir Ihre weiterfolgenden Ausführungen durchlese.

Mich hatte interessiert - und das wurde ausgerechnet nicht beantwortet - ist es üblich, von der DB Information mit obigem Ersuchen abgewiesen zu werden oder ist das Personal an der DB Information nicht eigentlich dazu angehalten darauf einzugehen.

kabo
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Hm.
Da bin ich nicht ganz einverstanden.

Denn Artikel 18, Absatz 4 der EU-Fahrgastrechteverordnung lautet:
" Die Eisenbahnunternehmen haben auf Anfrage des Fahrgasts auf der Fahrkarte im jeweiligen Fall zu bestätigen, dass der Verkehrsdienst verspätet war, zum Verpassen eines Anschlusses geführt hat oder ausgefallen ist."

Der Kunde hat also sehrwohl einen Anspruch auf Bescheinigung der Verspätung - und zwar auf dem Ticket. Ob die Bestätigung für die Weiterfahrt notwendig ist, darauf kommt es nicht an. (Vielleicht braucht der Kunde die Bestätigung ja für die eifersüchtige Ehefrau, die gleich misstrauisch wird, wenn der Ehemann später nach Hause kommt ...)

Wie das Bahnunternehmen das bei Handytickets löst, muss sich das Bahnunternehmen dann überlegen. Naheliegend wäre, dass das Bahnunternehmen das Ticket ausdruckt und darauf dann die Verspätung bestätigt. Wenn das Bahnunternehmen eine andere Lösung hat, wie die Verspätung bei Handytickets auf dem Ticket bestätigt werden kann, ist das natürlich auch OK. Aber wenn das Bahnunternehen keine Lösung hat, wie es die Anforderungen der EU-Fahrgastrechteverordnung auch bei Handytickets einhalten kann, darf es halt keine Handytickets verkaufen.

Eine generelle Weigerung, das Onlineticket auszudrucken und die Verspätung darauf zu bestätigen, wäre also nicht nur kundenunfreundlich, sondern dürfte sogar rechtswidrig sein. Hier wurde sich aber nicht generell geweigert, sondern "nur" an das Reisezentrum verwiesen.

Und da tendiere ich zur Ansicht, dass das Bahnunternehmen seine Verpflichtung ausreichend erfüllt, wenn es die Leistung "Ausdruck des Handytickets und Ausgabe einer Verspätungsbescheinigung" nur im Reisezentrum anbietet - soweit das geöffnet ist.

„Ich formuliere hier den Wunsch, anstelle von erwartbar >=20min. + Diskussion mit Zugpersonal mir alles schriftlich bestätigen zu lassen,“
-> Was heißt erwartbar =>20min. Es muß schon feststehen, dass der Anschluss nicht erreicht wird. Wenn es nur knapp mit dem Anschluss werden könnte, dann ist die Zugbindung nicht aufgehoben. Dann muß erstmal mit den geplanten Zügen weitergefahren werden. Ob Dir trotzdem aus Kulanz in einem Reisezentrum oder der Info die Zugbindung aufgehoben wird ist eine andere Sache. Einen Anspruch darauf hast Du nicht.

„Wozu hebt man dann eigentlich die Zugbindung auf ausgedruckt vorgelegten Online-Tickets auf. Das braucht es ja gar nicht, warum macht man es also dennoch?“
-> Auch bei ausgedruckt vorgelegten Tickets wird nicht immer die Aufhebung der Zugbindung schriftlich bescheinigt. Teilweise erhält auch hier nur der Hinweis an den Reisenden, dass mit dem Ticket einfach weitergefahren werden kann. Wobei auch oft ein Stempel „Zugbindung aufgehoben“ runtergesetzt wird. Das geht schneller als ein Ticket auszudrucken und es dann zu bescheinigen. Wobei tatsächlich manchmal auch Tickets ausgedruckt werden. Aber nicht immer.

„Wo wir dann beim Thema "unnötiges Theater mit dem Zugpersonal" wären, denn die angestrebte Verbindung bekommt der Zugchef/-begleiter beim Einlesen des Flexpreis-Online-Tickets (im Gegensatz zu Sparpreisen) nicht angezeigt.“
-> Wenn es zu einer Nachfrage kommt, dann reicht normalerweise der Satz: „Ich war mit dem verspäteten EC 84 unterwegs und habe den IC 2260 deswegen verpasst.“ Das ist weit weniger Theater im Zug als das was Du hier in der Community veranstaltest.

"Das ich wegen Verspätungen auf eine andere Verbindung (teilweise mit völlig anderen Streckenführungen) umgestiegen bin hab ich schon oft gehabt. Mehrere Dutzend Mal bin ich dabei auch mit einem IC Ticket in einem ICE gefahren."
-> Ich auch.

"Jedes Mal wurde das Ticket anstandslos akzeptiert."
-> Wie sehr unsere Wahrnehmungen doch auseinandergehen. Erläuterungen für den Zub braucht es ständig. Ich musste auch einmal Aufpreise lösen und übers SC Fahrgastrechte zurückholen, weil der Zub es nicht verstanden hatte.

Das der ZUB nachfragt und man ihm antwortet in einem verspäteten IC gesessen zu haben, ist in meinen Augen nicht Zuviel verlangt. Das ein ZUB manchmal auch die Regeln nicht kennt und einen Fehler macht, das kommt vor. Leider. Davor kann so ein Stempel schützen.

Letztlich hat hier auch keiner etwas dagegen, wenn Du an der Info höflich um eine Bestätigung bittest. Bekommst Du sie, dann ist alles OK, bekommst Du sie nicht, na dann eben nicht.

„ Mich hatte interessiert - und das wurde ausgerechnet nicht beantwortet - ist es üblich, von der DB Information mit obigem Ersuchen abgewiesen zu werden oder ist das Personal an der DB Information nicht eigentlich dazu angehalten darauf einzugehen.“
-> Weder noch. Es ist nicht üblich abgewiesen zu werden, kommt aber vor. Manchmal wird auch ein Ticket ausgedruckt, manchmal wird formlos bescheinigt und manchmal wird es abgelehnt. Alles ist möglich und auch üblich. Kommt auf die Situation, das Personal und auch auf die Art wie vom Reisenden darum gebeten wird ab.
Das Personal an der DB Information ist nicht dazu angehalten darauf einzugehen. Es ist dazu angehalten Reisenden Informationen und die nötige Hilfe für die Weiterfahrt zu geben. Das Ausdrucken eines vorhandenen Onlinetickets gehört nicht zu den eigentlichen Aufgaben.

Auf der einen Seite zitiert man die Fahrgastrechteverordnung in der explizit steht dass ein Hinweis auf der Fahrkarte angebracht werden muss auf der anderen Seite kann der Eröffner des Beitrages gar keine solche vorweisen weil er sich für das Medium Handy-Ticket entschieden hat. Also ein klarer Widerspruch der gar nichts mit Kundenunfreundlichkeit und Rechtswidrigkeit zu tun.

Wir stellen uns vor die Schlange an der DB Information ist aufgrund einer Ausnahmesituation sehr lang und jetzt geht es um jede Minute weil ein alternativ zu nutzender Zug gleich abfahren soll. Jetzt soll die DB Information allen ernstes jedes einzelne Online-Ticket ausdrucken nur weil der Ersteller des Beitrages meint es gäbe so viel Diskussionen im Zug? Ich weiß ja nicht wie er vor das Zugbegleitpersonal tritt aber selbst wenn man es bei einem Flexpreis erzählt und die geplante gefahren Route mit Zugnummern dem Personal übermittelt finde ich gibts da gar nichts zu diskutieren.

Außerdem steht auf den Tickets mittlerweile geschrieben dass die Zugbindung und somit auch die Streckenbindung bei einer voraussichtlichen Verspätung von 20 min. am Zielbahnhof aufgehoben ist. Was möchte man also noch mehr?

Kommt als Nächstes „ich habe noch gar kein Ticket also gehen sie mir gefälligst eins kaufen und heben zugleich die Zugbindung auf“?

bhofen
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@Joeopitz
" Was heißt erwartbar =>20min. "
-> Das hatte ich von Dir sozusagen zitiert. Der EC84 hatte am 16.1.2020 laut Bestätigung der DB Netz AG in München +38min. Mit dem Verpassen des IC2260 betrug die Ankunftsverspätung in Bad Schönborn schon sicher 70min. Deshalb hatte ich den Fall eigentlich extra versucht detailiert zu beschreiben, damit man mir später nicht das Wort im Mund herumdreht.

"Das ist weit weniger Theater im Zug als das was Du hier in der Community veranstaltest."
-> Haha. Bei jeder der noch folgenden Fahrkartenkontrollen erläutern oder einfach ausgedruckt und freigestempelt bekommen und gut ist. Was ist weniger Theater? Übrigens haben nach meinem Kenntnisstand nicht alle KiN von allen EVU das DB RiS. Wenn Du also im Anschluss noch einige Nahverkehrszüge nutzt, die alle nicht auf dem orignalen Wegetext liegen, dann bekommst Du dort auch schnell mal einen 60er ausgestellt. Und dann hast Du ernsthaftes Theater, wenn Du Dich mit den Sachbearbeiter*innen in den Fahrgeldnacherhebungsstellen in Verbindung setzen musst. Warum nicht präventiv alle möglichen Störungsquellen im Keim ersticken?

"Leider. Davor kann so ein Stempel schützen. "
-> Genau deshalb. Du zerredest alles was ich hier beschrieben habe als unnötig, obwohl zumindest streitbar ist, ob meine Bitte nicht sogar von der Fahrgastrechteverordnung gestützt wird und haust dann gleichzeitig so einen Satz raus, der alle dem widerspricht, was Du oben aufgeführt hast.

@Tino
"Auf der einen Seite zitiert man die Fahrgastrechteverordnung in der explizit steht dass ein Hinweis auf der Fahrkarte angebracht werden muss auf der anderen Seite kann der Eröffner des Beitrages gar keine solche vorweisen weil er sich für das Medium Handy-Ticket entschieden hat. Also ein klarer Widerspruch der gar nichts mit Kundenunfreundlichkeit und Rechtswidrigkeit zu tun. "
-> Okay, dann bleiben wir doch mal bei der Fahrgastrechteverordnung und kabos Gedankengang. Wie kann mir die DB Information den Anschlussverlust auf dem Handy-Ticket bestätigen, OHNE es auszudrucken, wie von mir sozusagen vorgeschlagen, um die Hilfeleistung in der Fahrgastrechteverordnung zu erfüllen?
Jetzt bin ich gespannt. Ich rechne nicht damit, dass ich eine ernsthafte Antwort von Dir erhalten werden. Nur weil das Ticket bei mir "digital" ist, heißt dass nicht, dass dieser Absatz in irgendeiner Art ausgehebelt wird.

"Wir stellen uns vor die Schlange an der DB Information ist aufgrund einer Ausnahmesituation sehr lang und jetzt geht es um jede Minute weil ein alternativ zu nutzender Zug gleich abfahren soll. "
-> Das ist konstruiert. Ich habe oben bereits geschildert, dass ich zu diesem Zeitpunkt die einzige Person an der DB Information war und niemand hinter mir stand.

"Jetzt soll die DB Information allen ernstes jedes einzelne Online-Ticket ausdrucken nur weil der Ersteller des Beitrages meint es gäbe so viel Diskussionen im Zug? "
-> Wieder eine Übertreibung. Wer redet hier von "jedem einzelnen Online-Ticket"? Wir reden von einzelnen Reisenden, die speziell danach fragen. Es handelt sich um einzelne.

"Außerdem steht auf den Tickets mittlerweile geschrieben dass die Zugbindung und somit auch die Streckenbindung bei einer voraussichtlichen Verspätung von 20 min. am Zielbahnhof aufgehoben ist."
-> Ich hab schon aufgehört zu zählen...

"Kommt als Nächstes „ich habe noch gar kein Ticket also gehen sie mir gefälligst eins kaufen und heben zugleich die Zugbindung auf“?"
-> Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

kabo
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Ich habe darüber nachgedacht, ob die EU-Fahrgastrechteverordnung bei einem Handyticket eingehalten ist, wenn die DB die Bestätigung mit Edding auf das Handydisplay schreibt. (Ich denke schon.)

Im Ernst: Die Fahrgastrechteverordnung hat eine klare Regelung (was selten genug ist), und es ist Aufgabe der Bahn das einzuhalten. Es kann nicht das Problem des Kunden sein, wenn die Bahn das nicht schafft. Ich konnte nirgendwo eine Regelung entdecken, dass der Nutzer eines Handytickets auf seine Rechte verzichtet - wenn es sie gäbe, wäre sie auch unzulässig.

"Wir stellen uns vor die Schlange an der DB Information ist aufgrund einer Ausnahmesituation sehr lang und jetzt geht es um jede Minute weil ein alternativ zu nutzender Zug gleich abfahren soll. Jetzt soll die DB Information allen ernstes jedes einzelne Online-Ticket ausdrucken nur weil der Ersteller des Beitrages meint es gäbe so viel Diskussionen im Zug?"
-> Selbstverständlich. Gerade für die Ausnahmesituationen sind die Fahrgstrechte ja da. Gäbe es keine Verspätung, bräuchte man auch keine Bestätigungen auf ausgedruckten Handytickets. Oder soll hier ernsthaft behauptet werden, dass gerade dann, wenn ein Verspätungsfall / Zugausfall eintritt, die Fahrgastrechte (zu denen die Verspätungsbescheinigung auf dem Ticket gehört) nicht gelten, weil eine Verspätung / Zugausfall ein Ausnahmefall darstellt?

bhofen
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Vielen Dank, kabo.

"Selbstverständlich. Gerade für die Ausnahmesituationen sind die Fahrgstrechte ja da. Gäbe es keine Verspätung, bräuchte man auch keine Bestätigungen auf ausgedruckten Handytickets. Oder soll hier ernsthaft behauptet werden, dass gerade dann, wenn ein Verspätungsfall / Zugausfall eintritt, die Fahrgastrechte (zu denen die Verspätungsbescheinigung auf dem Ticket gehört) nicht gelten, weil eine Verspätung / Zugausfall ein Aunahmefall darstellt?"
-> Tut mir leid, aber wenn ich Tino Groß richtig verstehe, dann läuft das alles auf Kulanzbasis, wie die Beförderung selbst auch. ;-)
Der Kunde hat keine Rechte, siehe auch
https://community.bahn.de/questions/1998268-flexpreis-tic...

Bei Krachern wie "Was möchte man also noch mehr?" oder wenn ich auf der Ebene wie Tino Groß Dinge in den Fall hinzuinterpretiere/erfinde, um den Sachverhalt zu verwässern, dann müsste ich Tino Groß unterstellen, dass er es als Zub am liebsten hätte, müssten die Kunden bei im vögeln, um im Fahrgastrechtefall die Fahrt fortsetzen zu dürfen. Generell bestätigen mich Zubs wie Tino Groß, dass es sehr sinnvoll sein kann in Fällen wie diesen auf eine Bestätigung der Zugverspätung auf dem Ticket zu bestehen. Umso mehr bedanke ich mich bei Tino Groß für die Anteilnahme.

ähhhhm Du liest auch mit? Ich hatte geschrieben dass bei Handy-Tickets auf einem separaten Zettel die Zugbindung inkl. der Auftragsnummer notiert und aufgehoben wird. Übrigens in meiner ersten Antwort bereits geschrieben. Na zufrieden?

bhofen
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"Ich hatte geschrieben dass bei Handy-Tickets auf einem separaten Zettel die Zugbindung inkl. der Auftragsnummer notiert und aufgehoben wird."
-> Ja, das hast Du geschrieben. Du hast aber auch geschrieben, dass man das nicht einfordern könne. Und in meinem Fall ist man dem auch nicht nachgekommen, mir auf einem (ggf. formlosen) Zettel die Zugbindung aufzuheben. Und das hattest Du wiederum als zulässig verteidigt.

bhofen
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"P.S. Tolle Meinung über jemanden den man nicht kennt. Weiter so!"
-> Inwiefern?

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Warum einfach (Online-Tickets grundsätzlich ausdrucken) wenn es auch kompliziert geht...

bhofen
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Die Service-Community der Bahn ist und bleibt ein Brunnen der Weisheit.

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Team

Hallo bhofen,

die DB Information ist für Reisende als erster Ansprechpartner, neben dem DB Reisezentrum, bei Fragen vor und während der Reise gedacht. Dort erhalten Reisende Auskünfte und Informationen zur Bahnreise. Natürlich gehört dazu auch die Ausgabe von aktuellen Informationen bei Verspätungen und Ausfällen, sowie die Ausgabe von Verspätungsbescheinigungen, Hotel- und Taxigutscheinen. Ob der Ausdruck eines Handy-Tickets bei der DB Information oder im DB Reisezentrum durchgeführt werden kann/soll, erfrage ich einmal.

Wie Ihnen hier bereits geschrieben wurde, ist die ausgestellte Bestätigungsbescheinigung völlig ausreichend zum Nachweis des Ausfalls oder der Verspätung eine Zuges. /ka

DB
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Team

Hallo bhofen,

ich habe mich erkundigt und folgende Rückmeldung erhalten.

Grundsätzlich müssen Tickets an der DB Information nicht ausgedruckt werden. Beim Ausdruck des Tickets durch die Mitarbeiter handelt es sich um eine freiwillige Serviceleistung. /ka

bhofen
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Ich bedanke mich ganz herzlich für die Nachfrage und Antwort.

"Grundsätzlich müssen Tickets an der DB Information nicht ausgedruckt werden. Beim Ausdruck des Tickets durch die Mitarbeiter handelt es sich um eine freiwillige Serviceleistung."
-> Das dachte ich mir und eine derartige Antwort hatte ich auch erwartet, dass der Ausdruck von Online-Tickets generell nicht in den Aufgabenbereich der DB Information gehört. Da lässt ich auch so nichts dagegen sagen.

Ich frage hier aber konkret danach wie es sich *in einem Fahrgastrechtefall* verhält, hier z.B. IC/EC-Verbindung via BR gescheitert. Hier ist bereits der Art. 18, Absatz 4 der Verordnung EG Nr. 1371/2007 genannt worden, nach dem der Fahrgast verlangen kann, die Zugverspätung *auf dem Ticket* bestätigt zu bekommen. Da ich wie kabo auch vermute, dass die DB Information keine Möglichkeit hat digital *ohne Ausdruck des Online-Tickets* die FGR-Verordnung zu erfüllen, kann ich derzeit nicht nachvollziehen warum - und das völlig unabhängig davon, ob der Druck von Online-Tickets generell nur als eine "Service-Leistung" anzusehen ist - ein Ausdruck verweigert wurde, bzw. wird. Denn eine andere Lösung hatte der Mitarbeiter nämlich nicht gehabt. Selbst ein formloses Gültigschreiben auf separtem Zettel wurde unterlassen, was aber auch gar nicht das Thema ist, da es meine Bitte nicht erfüllt.

Also die Frage ist, kann man von der DB Information *im Fahrgastrechtefall* den Ausdruck erwarten, um die FGR-Verordnung zu erfüllen.

Was verstehen Sie eigentlich nicht an der ganzen Sache? Es besteht kein Rechtsanspruch auf das Ausdrucken eines Tickets egal um welchen Fall es sich handelt. Sie als Fahrgast sind dafür verantwortlich für das ausdrucken des Tickets. Alles darüber hinaus ist eine freiwillige Zusatzleistung die nicht mit der EU Verordnung aufgehoben wird. Denn dort wird lediglich das Gültigschreiben gefordert was auch erfüllt wird wenn Sie das Ticket vorzeigen. Allenfalls erhalten Sie ein formloses Schreiben mit Angabe der Auftragsnummer und der Aufhebung der Zug- oder Streckenbindung um diese Forderung auch für Inhaber eines Handy-Tickets zu erfüllen.

Ich glaube immer noch dass Sie die EU-Verordnung komplett falsch interpretieren.

bhofen
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"Was verstehen Sie eigentlich nicht an der ganzen Sache?"
-> Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit.
Was verstehe ich nur falsch an Art. 18 Absatz 4 der Verordnung Nr. 1371/2007?

"Die Eisenbahnunternehmen haben auf Anfrage des Fahrgasts auf der Fahrkarte im jeweiligen Fall zu bestätigen, dass der Verkehrsdienst verspätet war, zum Verpassen eines Anschlusses geführt hat oder ausgefallen ist."

Jetzt können wir es wie folgt machen. Du zeigst mir, welcher Passage zu entnehmen ist, dass der Fahrgast das auch "formlos auf einem separatem Zettel" akzeptieren muss. Ich habe Dir auf jeden Fall zitiert, dass dort "auf Verlangen des Fahrgastes (...) auf der Fahrkarte" steht. Art. 18 (4) kann auf jeden Fall erfüllt werden, wenn die DB Information das Ticket ausdruckt. Wie "auf der Fahrkarte" und "ohne Ausdruck des Online-Tickets" zusammengehen soll, dazu konnte, bzw. kann die DB Information keine Lösung präsentieren. Du übrigens auch nicht.

"Allenfalls erhalten Sie ein formloses Schreiben mit Angabe der Auftragsnummer und der Aufhebung der Zug- oder Streckenbindung um diese Forderung auch für Inhaber eines Handy-Tickets zu erfüllen. "
-> Der Mitarbeiter - und das verteidigst Du ja ständig damit, dass die Mitarbeiter ach so viel um die Ohren hätten und es wichtigeres gäbe - hatte mir WEDER das eine NOCH das andere erfüllt. Das hätte ich übrigens ohne weiteres akzeptiert.
Die ausgestellte Bescheinigung enthält nur die Verspätungsminuten des EC84 und nichts anderes. Keine Aufhebung IC/EC, Weg, Bestätigung Anschlussbruch. Damit ist Art. 18 (4) nicht mal ansatzweise erfüllt worden.

"Denn dort wird lediglich das Gültigschreiben gefordert was auch erfüllt wird wenn Sie das Ticket vorzeigen."
-> Ich habe die Fahrkarte doch vorgezeigt. Auf dem Handy. Oder ist das jetzt keine Fahrkarte mehr?
Wo steht denn in der Verordnung, dass bei sogenannten "Handy-Tickets" Art. 18 (4) nicht mehr zum tragen kommt?

"Ich glaube immer noch dass Sie die EU-Verordnung komplett falsch interpretieren."
-> Ich glaube, dass ich mal beim EBA nachfragen sollte, inwieweit ich auf meinen Fall bezogen die EU-Verordnung komplett falsch interpretiere.

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Die Option "mit Edding auf das Display des Handys schreiben" (siehe 13 Antworten weiter oben) war durchaus ernst gemeint.

Der Kunde hat Anspruch auf eine Verspätungsbescheinigung, egal ob die nun notwendig ist oder nicht und egal, ob die Schlange am Servicepoint lang oder kurz ist - ich hoffe inständig, dass man darübe nicht mehr diskutieren muss. Denn klarer kann eine Regelung nicht sein.

Und nach dem Wortlaut der EU-Verordnung hat die Bescheinigung *auf dem Ticket* zu erfolgen.
Man kann jetzt trefflich darüber streiten, wer den Ausdruck des Tickets zu beschaffen hat, sprich ob die DB für den Kunden das Ticket drucken muss, oder ob die DB dem Kunden "nur" eine Druckmöglichkeit zur Verfügung stellen muss. (Es gibt ja das Gerücht, dass es irgendwo Automaten geben soll, die Onlinetickets ausdrucken könnten.) Oder ob es gar reicht, wenn die DB eine elektronische Bestätigung aufs Handy schickt.

Was man sicher nicht erwarten kann, ist, dass der Kunde prophylaktisch jedes Handy-Ticket ausgedruckt mitführt, um sich im Verspätungsfall eine Bestätigung holen zu können.
Und ich konnte wirklich nirgendwo einen Punkt finden, dass man mit der Nutzung eines Handytickets auf sein Recht, eine Verspätungsentschädigung *auf dem Ticket* zu erhalten, verzichtet - da schließe ich mich bhofen an.

Diskutieren könnte man lediglich, ob "Verspätungsbestätigung auf separatem Zettel" eine zu akzeptierende Alternative ist - wobei meine persönliche Einschätzung ist, dass der Kunde das nicht akzeptieren muss, weil die EU-Verordnung klar und eindeutig von "auf dem Ticket" spricht.

"Ich glaube, dass ich mal beim EBA nachfragen sollte, inwieweit ich auf meinen Fall bezogen die EU-Verordnung komplett falsch interpretiere."
-> Bitte lassen Sie uns am Ergebnis teilhaben.

bhofen
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"Es gibt ja das Gerücht, dass es irgendwo Automaten geben soll, die Onlinetickets ausdrucken könnten."
-> Das trifft den Nagel auf den Kopf. Mir wird ständig von diesen Automaten erzählt, die Online-Tickets drucken könnten. Ich hab noch keinen einzigen gefunden und erhalte auf Anfrage nur Schulterzucken. Ich glaube das ist so ein Gag zur Kundenaufheiterung wie die angebliche 1000 Bahnbonus-Punkte Entärgerungsaktion.

"Bitte lassen Sie uns am Ergebnis teilhaben."
-> Ich hab mich direkt im Nachgang über den Kundendialog beschwert. Ich warte deren Antwort ab und dann sehen wir weiter. Gerne berichte ich über alles weitere, wenn die Beschwerde für mich "negativ" ausfällt.

Leo
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„"Es gibt ja das Gerücht, dass es irgendwo Automaten geben soll, die Onlinetickets ausdrucken könnten."
-> Das trifft den Nagel auf den Kopf. Mir wird ständig von diesen Automaten erzählt, die Online-Tickets drucken könnten. Ich hab noch keinen einzigen gefunden und erhalte auf Anfrage nur Schulterzucken.“

Ganz früher gab es einmal kostenlose Städteverbindungen als Buch.

Dann kosteten diese etwas – und wurden irgendwann ganz abgeschafft.

Schon zu Zeiten des dicken Buches mit allen Städteverbindungen gab es z.B. in München Hbf schon seit grob 30 Jahren lose Zielortzettel, die z.B. bei Baustellen auch unterjährig aktualisiert wurden.

Schließlich wurden auch diese abgeschafft und stattdessen ein Automat (z.B. im Reisezentrum München) aufgebaut. In etwa 1 m Höhe befand sich oben ein Touch-Screen, wo man die Verbindung für den Zielortzettel eingeben konnte. Es kam dann in etwa das gleiche heraus wie beim „Persönlichen Fahrplan“, den man früher online anfordern konnte. Laut Menüführung sollten diese Geräte angeblich auch Online-Tickets ausdrucken können. Dieses Feature war aber meist „z.Zt. leider nicht verfügbar“, auch wenn der Fahrplandruck gerade mal halbwegs klappte.

Diese Geräte funktionierten m.E. immer nur unzuverlässig und verschwanden wohl daher bald schon wieder.

Das muss ganz grob geschätzt so etwa gut 5 Jahre her sein. (Alles getreu meiner nebulösen Erinnerung. Bei einer kurzen Recherche im Internet habe ich auf die Schnelle nichts Genaueres gefunden.)

Leo
Leo

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P.S.

Der Automat stand im Reisezentrum München Hbf im hintersten Eck, wenn man von der ehemaligen Schalterhalle reinkommt (einziger offizieller Eingang) sofort rechts halten und dann ganz hinten. Allerdings gab es da auch diverse Prospekte und so wurde der Fahrplandrucker oft als Ablage genutzt und war kaum zu sehen...

kabo
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"Ich hab mich direkt im Nachgang über den Kundendialog beschwert. Ich warte deren Antwort ab und dann sehen wir weiter. Gerne berichte ich über alles weitere, wenn die Beschwerde für mich "negativ" ausfällt."
-> Ich gehe davon aus, dass die Antwort auf die Beschwerde nicht negativ ausfallen wird - sondern einfach nichtssagend. Mit 99% Wahrscheinlichkeit werden Sie eine Antwort aus Textbausteinen enthalten, wo sinngemäß drinstehen wird "Wir bedauern, dass Ihre Reise mit der DB nicht zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen ist. Angesichts der Komplexheit des Bahnbetriebs lassen sich Unannehmlichkeiten manchmal nicht vermeiden. Wir hoffen, Sie trotzdem bald wieder als Kunden begrüßen zu dürfen und haben deshalb einen 10€-Gutschein beigelegt. Mit freundlichen Grüßen ..."

bhofen
bhofen

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Mit "negativ" meinte ich, dass man
1. nicht auf den Verstoß gegen Art. 18 (4) FGR-Verordnung eingehen wird
oder
2. entgegnen wird, dass das Drucken von Online-Tickets eine Serviceleistung ist
oder
3. völlig am Thema vorbeitextbausteint
oder
4. das Anliegen an die falsche Stelle weiterleitet, z.B. das SC Fahrgastrechte, weil man denkt, ich wollte für die Ankunftsverspätung entschädigt werden
oder
5. offenkundig keine Rücksprache mit der DB S&S geführt hatte

Ich hab mich allerdings sehr bemüht, das so zu formulieren, dass 4. nicht eintritt. Ich gehe davon aus, dass ziemlich sicher einer dieser 5 Fälle eintreten wird. Keine Angst. ;-)
Die Antwort muss ich aber unbedingt abwarten.