Nach oben

Diese Frage wartet auf Beantwortung

Da ich grundsätzlich Räder mit überbreiten Reifen fahre - was kann mir dadurch maximal im IC widerfahren ?

Ich weiß, dass die maximale Breite der Bügel 50 mm beträgt und ich weiß auch, dass die Beförderung von Fatbikes nicht grundsätzlich verboten ist aber der Schaffner mit dem Problem weitgehend allein gelassen wird !
Um das Problem einmal etwas genauer zu benennen, folgt ein kleiner Überblick über Räderarten, wo von vorn herein klar ist, dass es hier Probleme mit der Reifenbreite im IC geben wird:

  • alle Mountainbikes mit mehr als 2,00 Zoll Reifenbreite
  • das sind 26er, 27,5er und 29er Räder, die zwar ab 2,00 Zoll gefahren werden können aber größere Breiten fahren dürfen
  • grundsätzlich alle 27,5 Plus und 29 Plus Bikes, von den Kindergrößen rede ich hier erst gar nicht
  • und natürlich alle Fatbike Räder mit 26 bis 27,5 Zoll Felgendurchmesser, von 3,8 Zoll bis 5,05 Reifenbreite
  • Letzterer passt wohl besser zwischen zwei Halterungen (rund 15 cm Breite).

    Nun bin ich grundsätzlich bereit, Spanngurte oder Kabelbinder dabei zu haben, um das Rad trotzdem fest machen zu können.
    Aber treffe ich auf einen gestressten Schaffner, könnte es durchaus sein, dass dieser mich des Zuges verweist, weil das Rad nicht im dafür vorgesehenen Halter befestigt werden kann.
    Wie meine Aufstellung zeigt, gibt es nun aber mehr breitere Reifenformate, als schmale.
    Wie gedenkt die Bahn hier in Zukunft zu reagieren ???
    Mit der aktuellen Regelung, wird der Schaffner in einer Grauzone allein gelassen, was in der Zukunft nicht mehr tragbar ist !!!

    Grüße,
    der BikeBär

Antworten

Guten Abend BikeBär,

ich sehe hier keine Grauzone. Fahrräder müssen im Fernverkehr in die dafür vorgesehenen Halterungen eingehangen werden. Ist dies nicht möglich kann die Beförderung verweigert werden.

Spanngute oder Kabelbinder sind keine vom Eisenbahn Bundesamt zertifizierte Hilfsmittel um ein Fahrrad sicher zu befestigen.

Aktuell gibt es keine Maßnahmen die Halterungen gegen breitere auszutauschen.

Gruß, Tino!

Hallo Tino

Welche Zertifizierung hast Du, um die Wertigkeit Deiner Antwort untermauern zu können ?

Demnach hat jeder Schaffner, der mich mit dem Fatbike im IC hat mitfahren lassen, sich regelwidrig verhalten und hätte mich wieder des Zuges verweisen müssen ?
Das ist bisher zwar nicht geschehen, könnte aber jederzeit eintreten ?
Das bedeutet auch, dass jeder Schaffner, bei dem dann so ein Fahrrad durch die Gegend fliegt, mit seinem Job und Schlimmerem spielt ?
Diese Regelung gilt für alle Räder mit breiten Reifen und noch weit mehr für Pedelecs, weil sie schwerer sind !!

Also Leuts da draußen, wenn Ihr auch ein Rad besitzt, welches breitere Reifen als 50 mm besitzt, benutzt keinen IC mehr, wenn Ihr mit dem Rad unterwegs seid - Ihr könntet rausgeschmissen werden !
Schaut darauf, dass Ihr in die neuen, stark blau beleuchteten RE- oder RB- Züge rein kommt, dort wurden diese Bügel erst gar nicht installiert.
Auch ohne Rad dabei zu haben, reise ich fast nur noch mit diesen Zügen, weil mich das Gedrängel und die permanente Platznot im ICE 3 einfach grundsätzlich nervt !!!

Grüße,
der BikeBär

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Demnach hat jeder Schaffner, der mich mit dem Fatbike im IC hat mitfahren lassen, sich regelwidrig verhalten und hätte mich wieder des Zuges verweisen müssen ?"
-> Zumindest können und dürfen.

"Das ist bisher zwar nicht geschehen, könnte aber jederzeit eintreten ?
Das bedeutet auch, dass jeder Schaffner, bei dem dann so ein Fahrrad durch die Gegend fliegt, mit seinem Job und Schlimmerem spielt ?"
-> 2x Ja

Die Beförderungsbedingungen sind eindeutig: "In Zügen des Fernverkehrs werden Fahrräder und Pedelecs nur befördert, wenn sie in die hierfür vorgesehenen Halterungen eingestellt werden."

ich brauche keine Zertifizierung. Es gelten hier nunmal die Beförderungsbedingungen. Und wer sich nicht dran hält muss leider riskieren des Zuges verwiesen zu werden. Gerade Spanngurte geben nach und haben keine Garantie auf festen Halt. Auch können Kabelbinder können wie gesagt jederzeit reißen. Und es geht hier auch nicht um die Frage ob beim herkömmlichen System im IC oder ICE-T und ICE 4 nicht passieren kann. Nur es ist eine reine versicherungstechnische Frage. Passiert beim von DB Fernverkehr installierten System etwas haftet hier das Unternehmen für Schäden. Jegliche Eigenkonstruktionen sind verboten und wenn das Zugbegleitpersonal dies zulässt möchte ich nicht in deren Haut stecken wenn doch mal was passiert.

Was jetzt allerdings der Satz mit dem ICE 3 hier zu suchen hat verstehe ich nicht wirklich und zeigt mir nur dass hier jemand mal wieder kräftig rumpoltern wollte. Da bereits alles zum Thema gesagt wurde klinke ich mach an dieser Stelle aus.

Ich wollte nicht "rumpoltern", sondern habe nur meinem persönlichen Empfinden Ausdruck verliehen.
Am Freitag und Sonntag sind die ICE Züge nun mal recht voll.
Viele Regionalbahnen sind heute sehr Barriere frei aufgebaut, sodass man weit durch den Zug schauen kann. Und die meisten Regionalbahnen sind eben nicht so arg voll, wie der ICE.
Daher mein Eindruck.
Freilich hat das mit dem Fahrrad Thema nichts zu tun, da ICE und Fahrrad, bisher sowieso nichts von einander wussten.
Es wäre schön zu erfahren, ob die Bahn vor hat, an der 50 mm Breite der Halterungen, etwas zu verändern ?
Die Breite einer solchen Radaufnahme, kann freilich verändert werden.
Es handelt sich ja lediglich im ein technisches Problem, welches einfach zu lösen ist.

Grüße,
der BikeBär

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Es wäre schön zu erfahren, ob die Bahn vor hat,"

Dann sollten Sie bitte auch "die Bahn" fragen. Das geht hier: https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...
In dieser Community antworten Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden. Da wir nicht wissen, was die Bahn vor hat oder nicht, können wir diese Frage auch nicht beantworten.

„Es wäre schön zu erfahren, ob die Bahn vor hat, an der 50 mm Breite der Halterungen, etwas zu verändern ?“
-> Wie zeka bereits schrieb, können wir Bahnkunden nicht die Pläne der Bahn erahnen, solange die Bahn dazu nichts veröffentlicht. Bekannt ist dazu bisher nichts.

Da allerdings der überwiegende Teil der radfahrenden Bahnkunden problemlos die vorhandenen Halterungen nutzen kann, ist nicht davon auszugehen dass die Bahn Zeit und Geld dafür investiert. Die 50 mm Halterungen sind derzeit Standard. Da passen 1,75“ und auch 2,00“ Reifen rein.

Derzeit werden die 50 mm Halterungen verbaut. Eventuell in ferner Zukunft kann sich mal was ändern. Vor dem nächsten Redesign in 15 oder 20 Jahren ist damit aber eher nicht zu rechnen. Bis dahin hilft, wie DerZugfahrer schrieb, notfalls während des Bahntransports die Luft ablassen.

Das geht ja richtig ab hier !
Danke für den Link.
Ich habe die Bahn gefragt, ob es Pläne gibt, die 50 mm breiten Radaufnahmen im IC zu verbreitern, weil es mittlerweile viele breiter bereifte Fahrräder gibt.
..... mal abwarten.

Eine benachbarte Frage lautete, welches die maximale Radgröße und Reifenbreite in der Radhalterung im IC ist.
Hier die richtige Antwort:
29 x 2.00
oder
50 - 622

Von "M" kam die Idee, die Luft aus den Reifen zu lassen, um das Rad in die Halterung zu bekommen.
Bei normalen 26 bis 29 Zoll Felgen würde das noch klappen, weil meistens 19 mm Felgenbreite Verwendung findet.
Schon bei 27,5 Plus und 29 Plus, wird es an der Felgenbreite von 40 bis 50 mm scheitern.
Beim Fatbike ist es total unsinnig, weil die Standardbreite der Felgen schon 80 mm beträgt, gefolgt von möglichen 90 mm oder 100 mm !

Grüße,
der BikeBär

zeka
zeka

zeka

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Ich habe die Bahn gefragt, [...]
..... mal abwarten."

Im besten Fall 4 Wochen, können aber auch bis zu 8 werden.