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Frage beantwortet

Anspruch auf Taxi

RE von Bremen nach Hannover, Abfahrt: 23:13 Uhr ist ausgefallen. Mein Mann und ich wollten nach Hause - Ankunft Etelsen: 23:35 Uhr.
Nächster Zug wäre um 00:13 Uhr gefahren bzw den haben wir genutzt weil die Bahn uns kein Taxigutschein ausstellen wollte, es würde ja eine Stunde später noch ein Zug fahren, kommen wir halt eine Stunde später an.
Im Zug dann nach Etelsen bzw nach Hannover, erzählte uns ein Vielfahrer, wir hätten Anspruch gehabt weil wir vor Mitternacht eigentlich ankommen wollten jetzt aber nach Mitternacht angekommen sind! Wer hat den jetzt Recht?

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Guten Morgen MarodMeli,

allein die Tatsache dass ihre planmäßige Ankunft zwischen 0 und 5 Uhr gelegen hat, hätte einen Taxigutschein gerechtfertigt. Die weiteren Passus finden hier zwar auch Anwendung kommen aber nicht weiter zum Tragen da ersterer bereits erfüllt ist. Nunmehr haben Sie lediglich die Möglichkeit über das Fahrgastrechteformular eine Erstattung in Höhe von 25% aufgrund der Verspätung von 60 min. am Zielbahnhof einzureichen. Weitere Entschädigungen stehen Ihnen jedoch nicht zu.

Gruß, Tino!

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Guten Morgen MarodMeli,

allein die Tatsache dass ihre planmäßige Ankunft zwischen 0 und 5 Uhr gelegen hat, hätte einen Taxigutschein gerechtfertigt. Die weiteren Passus finden hier zwar auch Anwendung kommen aber nicht weiter zum Tragen da ersterer bereits erfüllt ist. Nunmehr haben Sie lediglich die Möglichkeit über das Fahrgastrechteformular eine Erstattung in Höhe von 25% aufgrund der Verspätung von 60 min. am Zielbahnhof einzureichen. Weitere Entschädigungen stehen Ihnen jedoch nicht zu.

Gruß, Tino!

kabo
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Hm.
Da bin ich nicht ganz so sicher. Die Regelung lautet:

Kosten für ein anderes Verkehrsmittel (z.B. Taxi):
-- Bei einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr und einer zu erwartenden Verspätung von mind. 60 Min. am Zielbahnhof
oder
-- bei Ausfall eines Zuges, wenn es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt und der Zielbahnhof ohne Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann.
werden dem Kunden die Kosten für ein anderes Verkehrsmittel bis max. 80 Euro ersetzt,
-- WENN das Eisenbahnunternehmen kein anderes Verkehrsmittel zur Verfügung stellt und
der Kunde mit dem Eisenbahnunternehmen - aus von diesem zu vertretenden Gründen - nicht in Kontakt treten kann (Kontaktaufnahme vor Ort mit der Fahrkartenverkaufs- oder Informationsstelle des Eisenbahnunternehmens oder Personal des genutzten Zuges)..

Das Ziel wird zwar nicht mehr vor 24 Uhr erreicht. Aber der Knackpunkt ist der dritte Spiegelstrich (der mit dem WENN).
Kostenerstattung für ein Taxi gibt es nur, wenn das Eisenbahnunternehmen keine Alternative zur Verfügung stellt UND auch kein Ansprechpartner des Einsenbahnunternhmens erreichbar ist.
Die Taxiregelung ist für den Fall gedacht, dass der Reisende nachts "in der Pampa" strandet und auf sich allein gestellt ist.
Hier gab es einen Ansprechpartner (das schließe ich daraus, dass Sie jemanden nach dem Taxigutschein fragen konnten) und es wurde sogar eine Alternative bereitgestellt - in Form des nächsten planmäßigen Zuges, der "nur" 60min später am Ziel war.

Einen klaren Anspruch auf einen Taxigutschein sehe ich da nicht.

(Ein Fall, der zwar etwas anders liegt, aber im Kern ähnlich ist, hier: https://community.bahn.de/questions/1298145-fahrgastrecht...)

"Das Ziel wird zwar nicht mehr vor 24 Uhr erreicht. Aber der Knackpunkt ist der dritte Spiegelstrich (der mit dem WENN)."

Die Bahn hat keine zumutbare (Ankunft bis Mitternacht) Alternative zur Verfügung gestellt.

Und was sind die Voraussetzungen für eine Alternative? Das heißt ja auch ich lasse den Kunden 3h im Regen stehen denn dann kommt ja auch noch eine Alternative. Ich sehe es nicht als „alle Bedingungen müssen erfüllt sein“ sondern immer „dies und das“ oder „das und jenes“. Aber wenn man 6 Sachen „erfüllt“ haben muss um nach Hause zu kommen sehe ich das etwas kritisch.

Hallo,

in diesem Fall gilt, bei Ausfall eines Zuges, wenn es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt. Schließlich war geplant, den letzten Zug an dem Tag zu nehmen. Der Zielbahnhof wäre ohne Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht worden. Wie Tino Groß bereits schrieb, können Sie Ihre Ansprüche nach den Fahrgastrechten auf Grund der Verspätung am Zielbahnhof prüfen lassen. /di