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Diese Frage wartet auf Beantwortung

macht das Sercivecenter für Fahrgastrechte die Abwicklung bei Fällen von Fahrtabbruch unnötig kompliziert?

Ich hatte jetzt in den letzten paar Monaten gleich mehrere Fällen die Fahrt abgebrochen.

In den meisten Fällen machte es das Servicenter sehr kompliziert und wollte immer wieder die Ankunftszeit am Endziel wissen, das ja aber eben gerade nicht erreicht wurde.

Beispiel in einem Fall war es eine 1000 Punkte Bonusfreifahrt und sollte von Hamburg Airport nach Nürtingen gehen. Es gab dann eine Fahrtplanänderung der gebuchte Zug ab Hannover fuhr nicht mehr, sondern ich hätte dann mitten in der Nacht statt 20 Minuten fast drei Stunden warten sollen.

Bereits bereits zwei mal hat das Servicecenter nach der Ankunftszeit gefragt dazwischen kam noch ein Brief mit der Frage nach den Kontodaten, bei einer Freifahrt sehr sinnvoll.

Ähnlich war es bei einem Fall als die Fahrt zum Flughafen München abgebrochen wurde weil der Umstieg in Stuttgart Hbf verpasst wurde, auch hier wurde das ganze sehr in die Länge gezogen.

Fairerweise gab es auch einen Fall wo sogar die Hinfahrt und auch später die Rückfahrt abgebrochen wurde hier ist der vollständige Ticketpreis erstattet worden.

Da ich nun in den letzten 10 Tagen wieder drei Fahrtabbrüche hatte stellt sich mir die Frage gibt es einen besonderen Weg solche Verzögerungen in der Bearbeitung zu vermeiden?

Antworten

"In den meisten Fällen machte es das Servicenter sehr kompliziert und wollte immer wieder die Ankunftszeit am Endziel wissen, das ja aber eben gerade nicht erreicht wurde."

--->Willkommen im Klub. Geht mir auch so. Ebenso wenn ich Erstattung als Gutschein ankreuze, wird nach den Kontodaten gefragt.
Gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder das hat System, damit der Kunde aufgibt oder die sehen dort echt nicht mehr durch.
Allerdings rufe ich dann gleich dort an und alle Probleme wurden bisher immer schnell und komplikationslos geklärt. Der Telefonservice ist wirklich top.

kabo
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Die Frage nach der Ankunftszeit kommt wahrscheinlich daher, dass das Servicecenter auch noch eine Verspätungsentschädigung zahlen möchte.
Je nach Laune des zuständigen Mitarbeiters wird bei Reiseabbruch noch die 60min/120min-Verspätungsentschädigung gezahlt. Manchmal wird die Verspätung am Abbruchort als Maßstab genommen, manchmal die Ankunftszeit, die man am Zielort ohne Abbruch gehabt hätte, manchmal die tatsächliche Ankunftszeit am Zielort (wenn man mit Taxi weitergefahren ist).
Bei genauer Lektüre der EU-Fahrgastrechte-VO muss man allerdings feststellen, dass bei Abbruch überhaupt kein Anspruch auf Verspätungsentschädigung entsteht.

Ich habe jetzt mal meine Fälle geprüft ich packe ja die Schreiben einmal im Quartal auf den Drucker und der wandelt die dann in ein paar Minuten in PDFs um geprüft.

2019 hatte ich 27 Vorgänge beim Servicecenter acht mal davon wurde die Fahrt abgebrochen, jetzt habe ich festgestellt, dass in allen Fällen immer der volle Ticketpreis erstattet wurde.

Ok wenn man eine Fahrt Dillingen an der Donau - Frankfurt Main Hbf schon in Günzburg abbricht scheint das logisch da der kleine Streckenteil nicht ins Gewicht fällt.
Aber es waren auch größere Teilabschnitte dabei die immer voll erstattet wurden.

Daher die Frage wie berechnen die eigentlich den Anteil der Erstattung?
Denn bei einem Flexticket einfach die Streckenkilometer aufteilen ist ja einfach, aber wenn dann buche ich ja nur Supersparpreise bei denen ist ja aber die Entfernung nicht Berechnungsgrundlage.

Übrigens hat die Durchsicht ergeben dass ich 2019 bisher 29 Fernverkehrstickets bei der DB gebucht hatte, und nur die beiden reinen SBB Verbindungen sind ohne Zwischenfälle verlaufen.
Die Bahn hat Glück dass die Entschädigung maximal auf 50% begrenzt sind, und es keine Pauschalen wie bei den Fluggastrechten gibt sonst würde es der Bahn wie früher Airberlin gehen und mich dafür bezahlen dass ich deren Dienste nutze.

kabo
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"Daher die Frage wie berechnen die eigentlich den Anteil der Erstattung?
Denn bei einem Flexticket einfach die Streckenkilometer aufteilen ist ja einfach, aber wenn dann buche ich ja nur Supersparpreise bei denen ist ja aber die Entfernung nicht Berechnungsgrundlage."
-> Eigentlich sollte auch bei Supersparpreisen die Entschädigung anteilig nach Entfernungskilometern erfolgen. Ein volle Erstattung ist nur vorgesehen, wenn bei Reiseabbruch wegen Sinnlosigkeit der Fahrt unmittelbar zum Startbahnhof zurückgekehrt wird. Wird die Reise nach dem Abbruch fortgesetzt (mit einem anderen Verkehrsmittel), müsste eine anteilige Erstattung erfolgen.

"Die Bahn hat Glück dass die Entschädigung maximal auf 50% begrenzt sind"
-> Trotzdem war ich überrascht als ich die Gesamtsumme der gezahlten Entschädigungen gelesen habe (https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/verspaetungen-und-...). Ich hatte mit mehr gerechnet.

Guten Morgen in die Runde. Hier wurde ja soweit schon alles geschrieben. Nur auf den einen Punkt möchte ich noch gerne eingehen, wenn es zu einem Fahrtabbruch kommt. Wenn der volle Betrag erstattet wurde, hat man sich wohl auf diesen Punkt bezogen:
"Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten können Sie sich den bereits genutzten Anteil und den nicht genutzten Anteil erstatten lassen, wenn Sie die Reise abgebrochen haben und zum Ausgangsbahnhof zurückgefahren sind."
Es gibt noch den Punkt: "sich den nicht genutzten Anteil erstatten lassen, wenn Sie nur einen Teil der gebuchten Strecke gefahren sind". /no

@DB gibt es eine verbindliche Regelung, in welchem Zeitrahmen man zurück fahren muss, wenn man die Fahrt abbricht? Mir wurde am Schalter gesagt, dass man am gleichen Tag zurück fahren muss (eigentlich logisch) aber nicht schon mit dem nächsten Zug. Im Fernverkehr klappte die Erstattung bisher auch immer problemlos. Egal wann ich zurück gefahren bin.

Hatte aber letztens einen Fall mit einem Länderticket, wo ich die Reise auch abgebrochen hatte (wäre 2 Std. zu spät angekommen) aber vom Abbruchsort noch nicht gleich zurück gefahren bin, sondern erst 4 Stunden später. Das FGR-Center lehnte die Erstattung ab, da ich hätte unverzüglich zurück fahren müssen. Darf man nicht erstmal irgendwo Mittag essen gehen und sich die Beine vertreten? Gibt es dazu eine Regelung?

Hallo Bahnfr0sch, ich habe einmal mit dem Servicecenter Fahrgastrechte gesprochen. Eine direkte zeitliche Vorgabe gibt es da nicht. Man bevorzugt die Angabe "unmittelbar" bzw. "zeitnah". Man macht es auch von der aktuellen Lage abhängig, ob vielleicht die Züge überfüllt sind und man nicht den nächsten Zug zurücknehmen konnte. Dies so als Beispiel. Jedoch hat man mir auch geasagt, dass zwischen dem Abbruch der Fahrt und der Rückfahrt nicht mehrere Stunden liegen sollten.
Das heißt, wenn man sich einen Snack holt, passt das von der Zeit her. Ein ausgiebiges Essen in einem Restaurant ist dann aber nicht möglich. Daher wohl auch die Ablehnung nach den vierstündigen Aufenthalt. /no

kabo
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In der EU-Fahrgastrechteverordnung wird aber tatsächlich in Artikel 16 von einer Rückfahrt "bei nächster Gelegenheit" gesprochen.

Das klingt ja alles interessant aber warum fragt das Servicecenter eigentlich nie danach ob und wann man dann zurück gefahren ist?

Diese Angabe kann man an keiner Stelle des Formulars angeben aber Nachfrage gibt es auch nicht.
Dann auch noch die Frage wie soll die Rückfahrt dann belegt werden?

Wenn es optimal läuft, dann knipst der Zugbegleiter das Ticket noch einmal ab. Da steht ja dann die Zugnummer drauf. Alternativ könnte man auch nach einer Bestätigung fragen, wenn man wirklich zur Sicherheit einen Beleg fürs Servicecenter Fahrgastrechte haben möchte. Aber wie Sie schon selbst sagen, gibt es keine Stelle im Formular, wo dies vermerkt werden kann. Man kann es nur schriftlich dazuschreiben. Wichtig ist, dass Sie im Formular folgendes ankreuzen: "Ich habe meine Reise wegen dieser Verspätung nicht angetreten oder habe sie im nachfolgenden Bahnhof abgebrochen (und bin gegebenenfalls zurückgefahren)" /no

hmm also wenn ich das so ausgefüllt habe kam nie eine Rückfrage und wegen der Kontrolle ist das so eine Sachen in machen Regioverbindungen ist keiner da oder auch bei kurzen ICE Strekcen wie Stuttgart - Mannheim kommt es öfters zu keiner Kontrolle wenn der Zug extrem voll ist weil der Prüfer eben zu lange braucht.

Aber interessant dass Fahrtabbrüche dann immer komplett erstattet wurden obwohl das so nicht vorgesehen ist.

Naja mal sehen wie es mit dem aktuellen Fall von letzten Montag mit ICE876 wo die Fahrt ja in Lüneburg beendet wurde.

"In der EU-Fahrgastrechteverordnung wird aber tatsächlich in Artikel 16 von einer Rückfahrt "bei nächster Gelegenheit" gesprochen."

--->Wobei: Ist das Zumutbar? Beispiel: Ich fahre von Berlin nach Zürich, breche in Freiburg ab, weil eine größere Störung ist. Nun hat man vlt. noch quengelnde Kinder dabei und ist schon 7-8 Stunden gefahren. Ist es dann zumutbar, sofort wieder zurück zu fahren und somit 15 Stunden im Zug zu sitzen ohne eine Pause machen zu dürfen?
Wie gesagt: Ich hatte am Schalter gefragt und mir wurde gesagt, es ist egal, wann sie zurückfahren, die Zugbindung ist für den Tag aufgehoben. Kann aber sein, dass es auch daran lag, weil Hin-und Rückfahrt bei mir immer am gleichen Tag war. Jedenfalls hatte ich immer einen Stempel drauf, wo bestätigt wurde, dass ich die Reise am Bahnhof X abgebrochen habe.

Kann auch sein, dass die bei einem Länderticket genauer schauen, weil man da schlecht einen speziellen Fahrtweg beweisen kann, wenn nicht in jedem Zug abgestempelt wird. Das ich in o.g. Fall 4 Stunden später zurück gefahren bin haben die auch nur anhand des Stempels gemerkt.

Ich habe heute eine Erstattung auf meinem Konto entdeckt, der gesamte Ticketbetrag von 29,90 Euro wurde zurück erstattet. Das ganze war jeweils ein Supersparpreis Stuttgart-Pinneberg und zurück.

Die Hinfahrt war die Sache vom 18.11. als der ICE678 eine ungeplante Pause in Lüneburg eingelegt hat, ich wurde dann ja dort abgeholt. Der Zug stelbt hat Hamburg ja mit 2,5 Stunden Verspätung erreicht.

Die Rückfahrt war am 25.11. und der Fall des ICE1211 dessen Abfahrtszeit nach vorne verlegt wurde.
Ich bin daraufhin mit einem späteren ICE gefahren und musste dann aus Termingründen die Fahrt in Kassel-Wilhelmshöhe abbrechen.

Dieses mal lief alles ohne Rückfrage ab.

Der dritte Fahrtabbruch ist noch nicht eingereicht und kann daher ja nicht bearbeitet worden sein.

Aber hätte ich nach der allgemeinen Logik nur einen Teil zurük bekommen müssen statt des ganzen Tickets?

kabo
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"Aber hätte ich nach der allgemeinen Logik nur einen Teil zurük bekommen müssen statt des ganzen Tickets?"
-> Ja
Anspruch auf Erstattung des ganzen Ticketpreises besteht nur, wenn (a) die Fahrt überhaupt nicht angetreten wurde oder (b) das Ziel gar nicht erreicht wurde (auch nicht durch Taxi, Abholung etc.) , sondern nach dem Abbruch an den Start zurückgekeht wurde, weil die Reise sinnlos geworden ist.
Wird das Reiseziel doch noch erreicht (egal ob mit einem Zug, einem Taxi oder durch PkW-Abholung) erfolgt nur eine anteilige Erstattung.

Da es hier zum Thema passt.

Wie geht die Bahn eigentlich damit um wenn es auf der Hinfahrt einen Abbruch gab und die Rückfahrt dann nicht benötigt wird, aber die Rückfahrt nicht auf einem Ticket gebucht wurde?

Am 27.11. sollte es von Stuttgart Vaihingen nach Genf Flughafen gehen schon durch die Verspätete S-Bahn war der erste ICE nicht erreichbar, der alternative IC auf anderer Strecke hatte dann auch schon 30 Minuten Verspätung und auch da wäre der Anschluss nicht mehr erreichbar gewesen.
Kurzum trotz mehrere Stunden Luft hätte am Ende der Flug weg sein können.

Da aufgrund einer Änderung der Abflugzeit das Ticket kostenfrei umgebucht werden konnte habe ich das Ticket umgebucht und bin von Stuttgart abgeflogen.

Jetzt ist es so, dass auch die Rückfahrt Genf Flughafen - Stuttgart nicht mehr benötigt wird.
Nun ist es aber so, dass die Hinfahrt getrennt von der Rückfahrt gebucht werden musste, da die Rückfahrt erst ab am 18.12. und damit nach dem Fahrplanwechsel weil eine Strecke in der Schweiz dabei ist konnte ich diesen Teil nicht schon wie die DB Strecken schon ab Oktober buchen.

Wie verhält sich die Bahn in solchen Fällen?
Gibt es in solchen Fällen Kulanz der DB oder lohnt sich der Versuch erst gar nicht.

Hallo. Bei zwei getrennten Tickets wird es in der Regel auch getrennt betrachtet bzw. bearbeitet. Ob man dann Kulanz gewährt, kann ich natürlich vorab nicht sagen. /no