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Frage beantwortet

Nachlösen mit Nahverkehrsticket im Fernverkehr

Moin,
frühere Einträge zum Übergang Nah- Fernverkehr zeigen, dass diese Frage kaum allgemein beantwortet werden kann. Daher folgende konkrete Ausgangslage:
Wenn es bei meiner geplanten Reise von Lüneburg nach Magedburg mit Metronom und RE über UE und Stendal nicht rund läuft, kann ich ggf. mit meinem Einfache-Fahrt-BC25-Nachverkehrsticket-Lüneburg-Magedburg in einen IC/ICE steige, was heißt das tariflich?
a) gar nichts, weil durch einen Anschlussverlust in Uelzen eine Fernverkehrsnutzung über Hannover als Ersatz angeboten wird
b) für eine Fernverkehrsnutzung ist die Differenz zwischen Flexpreis25% und dem vorliegenden Nahverkehrsticket
ba) mit
bb) ohne Bordzuschlag zu entrichten
c) am Automaten .....
d) im Zug ist ....

Danke

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Üblicherweise gilt, dass man bei erwarteten Verspätungen ab 20min am Ziel auch alternative Züge nehmen darf, auch höherwertige. Allerdings gilt bei reinen Nahverkehrstickets beim Umstieg auf den Fernverkehr, dass man erst mal ein neues Fernverkehrsticket kaufen muss, und dieses dann später über die Fahrgastrechte zur Erstattung einreichen kann. Dies gilt aber nicht(!) für Ländertickets und andere „stark vergünstigte“ Tickets des Nahverkehrs, bei denen wird bei Verspätungen kein Ticket des Fernverkehrs erstattet.

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Üblicherweise gilt, dass man bei erwarteten Verspätungen ab 20min am Ziel auch alternative Züge nehmen darf, auch höherwertige. Allerdings gilt bei reinen Nahverkehrstickets beim Umstieg auf den Fernverkehr, dass man erst mal ein neues Fernverkehrsticket kaufen muss, und dieses dann später über die Fahrgastrechte zur Erstattung einreichen kann. Dies gilt aber nicht(!) für Ländertickets und andere „stark vergünstigte“ Tickets des Nahverkehrs, bei denen wird bei Verspätungen kein Ticket des Fernverkehrs erstattet.

Es geht also um den Fall, dass der Anschluss in Uelzen verpasst wird, das Ziel aber möglichst schnell erreicht weden soll.
Bei einem Nahverkehrs-Flexpreis darfst du auch mit IC/ICE weiterfahren, auch über eine andere Strecke, jedenfalls wenn dies die schnellste Alternative ist. Jedoch gilt für "den Reisenden mit einer Fahrkarte für die Produktklasse C" (= nur Nahverkehr): "Der Reisende hat stattdessen bei Weiterreise im Zug einer höherwertigen Produktklasse zunächst den Fahrpreis für die benutzte Produktklasse zu zahlen. Die dafür erforderlichen Aufwendungen werden nach Nr. 9.3. erstattet." (https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2019..., 9.1.2)
Was ist nun aber zu zahlen? Es sollte ja ein Produktübergang auf Fernverkehr und/oder eine Umwegkarte ausreichen, falls so etwas erhältlich ist. (In diesem Fall ginge es um eine Kombination von beidem.) Am Automaten gibt es beides überhaupt nicht, soweit ich weiß.
Im Reisezentrum wäre das sicher machbar, so wie bei dir in b) benannt. Dafür wird aber oft die Zeit nicht reichen, wenn überhaupt vorhanden/geöffnet.
Bleibt der Kauf im Zug. Produktübergänge sind dort ohne Bordpreis erhältlich. Was Umwegkarten anbetrifft, weiß ich nicht Bescheid. Möglicherweise wird auch in solch einem Fahrgastrechtsfall auf den Bordpreis verzichtet; erinnere ich mich da richtig, das gelesen zu haben?
Denkbar ist natürlich auch, dass das Zugpersonal kulanzweise auf den Neukauf verzichtet. Letztendlich ginge es bei der Bahn in die rechte Tasche rein und später aus der linken raus. (Ja, ich weiß, es sind zwei verschiedene Gesellschaften; die aber dem gleichen Eigentümer gehören.)