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Stornierung DB-Ticket wg. Ausfall SNCF?

Ich hatte eine Fahrt mit DB, SNCF und RENFE nach Barcelona gebucht. Das gab drei Fahrkarten von drei Unternehmen. Der TGV/AVE der SNCF/RENFE fiel aus, wie mir 24 Std vorher mitgeteilt wurde, eine Alternative war nicht buchbar (Strecke ist immer noch kaputt).

Eine Erstattung meines DB-Supersparpreis EU (bis Straßburg) wurde von der DB abgelehnt, mir nur 20€ Kulanzgutschein angeboten.

Warum?

Und warum sollte ich je wieder versuchen eine solche Fahrt per Bahn zu machen, wenn das finanzielle Risiko zu 100% bei mir liegt? Ich hätte gerne eine Rückerstattung, da die Reise nicht durchgeführt werden konnte. Die Kosten der DB lagen nahe Null.

KJahnke
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Bertosch
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Warum sollte Ihnen die DB etwas erstatten, wenn die DB keine Schuld hat?


Und warum sollte ich je wieder versuchen eine solche Fahrt per Bahn zu machen, wenn das finanzielle Risiko zu 100% bei mir liegt? Ich hätte gerne eine Rückerstattung, da die Reise nicht durchgeführt werden konnte. Die Kosten der DB lagen nahe Null.“

Verständlich, was sollen andere Kunden daran jetzt ändern?
Und ob Sie persönlich wieder versuchen mit der Bahn zu verreisen, ist mir (als Kunde) auch egal....

"wenn das finanzielle Risiko zu 100% bei mir liegt?"

Das haben Sie doch bewusst gewählt, als Sie sich für den SuperSparpreis (EU) entschieden haben?! Da steht doch ausdrücklich, dass eine Stornierung ausgeschlossen ist.
Die 20 Euro Kulanz der Bahn finde ich da schon ein Entgegenkommen...
Wenn Sie das nächste Mal einen Spar- oder Flexpreis wählen, bekommen Sie bei einer Stornierung ziemlich viel (Sparpreis) bis alles (Flexpreis) wieder.

"Ich hätte gerne eine Rückerstattung, da die Reise nicht durchgeführt werden konnte."

In dieser Kunden-helfen-Kunden-Community wird Ihnen niemand etwas erstatten. Sie können ja mal bei SNCF/RENFE nachfragen, vielleicht bekommen Sie von dort ja eine Entschädigung?

Hallo,

was Bertosch und zeka schreiben, ist richtig. Tariflich ist ein Super Sparpreis Europa von Umtausch und Erstattung ausgeschlossen. Da Sie nicht über einen Anbieter die komplette Verbindung gebucht haben, greifen für den Super Sparpreis Europa auch nicht die Fahrgastrechte, da keine Reisekette vorliegt. /di

Braunschweiger
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Die Formulierung finde ich relativ dreist. Nachdem die DB das Ausstellen durchgehender Fahrkarten extrem eingeschränkt hat und mit international-bahn.de gestückelte Fahrkarten vertreibt (und das eher versteckt kommuniziert) ist die Aussage "da sie nicht über einen Anbieter gebucht haben" keine, die gut ankommen wird.

Dass die EU in der Verordnung das Ausstellen durchgehender Tickets mit einer Soll-Bestimmung fördern wollte, die DB die Ausstellung solcher Tickets aber reduziert ist ihnen bewusst?

KJahnke
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Liebe DB, können Sie mir denn sagen, wie ich diese Reise nach Madrid "über einen Anbieter" hätte buchen können?

Es kommt viel mehr darauf an, welche Möglichkeiten es für die DB gibt Tickets zu verkaufen. Man ist immer bestrebt, dass auch internationale Verbindungen und Angebote verkauft werden können. Dies hängt jedoch nicht allein von der DB ab.

Einige internationale Angebote können auch nur über den personenbedienten Verkauf anboten werden. Wichtig ist, dass Buchungen über einen Anbieter und in einem Auftrag gebucht werden, auch hierbei mehrere Tickets erstellt werden müssen. Dies beeinträchtigt jedoch nicht die Reisekette, da keine andere Buchungsmöglichkeit besteht. /di

Braunschweiger
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Und in einem Fall wie dem von @KJahnke gibt es bei Buchung am Schalter bzw. unter international-bahn.de das Supersparpreisticket komplett erstattet, weil ja die gebuchte Reisekete nicht mehr existiert?

Sprich: Erfüllt das die Bedingung "über einen Anbieter und in einem Auftrag"? Und würde die DB dann auch die Tickets von RENFE erstatten, wenn der Start-ICE ausfällt?

Eine Reisekette liegt nur dann vor, wenn man bei einem Anbieter, also RENFE, SNCF oder DB, die komplette Verbindung bucht. Auf Grund der Tarife und Vorgaben ist es nicht bei jeder Zugverbindung möglich, ein durchgehendes Ticket zu erstellen und der Auftrag muss gestückelt werden. Da ein Reisender dafür nichts kann, ist es dennoch eine Reisekette.

Wenn man bei einem Anbieter bucht greifen entsprechend seine Beförderungsbedingungen und die Fahrgastrechte. Bucht man jedoch bei unterschiedlichen Anbietern, wie es hier beschrieben wurde, dann ist das keine Reisekette. Es gelten dann für jedes Ticket (jeden Beförderungsvertrag) die entsprechenden Beförderungsbedingungen - sofern nicht die Fahrgastrechte greifen.

Im obigen Fall ist das Super Sparpreis-Ticket von Störung auf der Strecke der SNCF/RENFE unberührt. Es gelten daher die Tarifbestimmungen. /di

Braunschweiger
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Ich kann also am Schalter Braunschweig - Madrid buchen und bekomme die kompletten Fahrgastrechte auch dann, wenn ich mit drei, vier oder fünf Fahrscheinen in einer Reisemappe losfahre?
Das klingt bei international-bahn.de bislang immer anders (FAQ 5.10.):
Generell ist jede Bahngesellschaft für ihren Reiseabschnitt verantwortlich. Sollte es zu Verspätungen kommen ist die nachfolgende Bahngesellschaft nicht verpflichtet, sie mit dem Ticket für einen anderen Zug zu befördern."

Können Sie den Widerspruch aufklären? Bislang hat mich die FAQ von der Buchung längerer Fahrten abgehalten, ich wäre froh wenn es anders ist - und nicht auf Kulanz sondern als verbrieftes Recht.

KJahnke
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Liebe DB, es ist ja schön, wenn Sie vorschlagen, die ganze Fahrt "bei einem Anbieter" zu buchen. Aber wenn auf meine Online-Preisanfrage von der DB nach 10(!) Tagen ein Angebot folgt, dann kann ich damit nicht arbeiten und es zeigt mir, dass es aufseiten der DB auch kein großes Interesse gibt, so eine Verbindung zu verkaufen.

Ich kann nicht beurteilen, warum Sie so lange keine Rückmeldung erhalten haben. Es kann sein, dass die Kolleg*innen viele Anfragen erreicht habe. Ich empfehle Ihnen, den direkten Weg über den personenbedienten Verkauf zu nutzen. So werden Sie sofort umfangreich beraten. /di

KJahnke
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Liebe DB, tut mir leid, aber zu Bahnhöfen an den Schalterverkauf zu gehen ist für meine Dienstreisen keine Option im Jahre 2019. Wenn Sie das verlangen, damit Leute gegen Zugausfälle gesichert sind, dann gibt es wirklich ein Problem. Vor allem, wenn es inhaltlich keine Unterschiede gibt, ob ich über Sie eine solche Fahrtkette buche oder ob ich die selbe Reise über eine andere Quelle buche. Zug fällt aus, ich kann nicht fahren. Ich versuche wirklich Leute auch für Fernreisen auf die Bahn zu bekommen, aber wenn man ein persönliches 500€ Risiko tragen oder sich zum nächsten Bahnhof mit Schalter begeben muss, dann kann ich niemandem vorwerfen dann doch zu fliegen. Schlichtweg nicht angemessen.

Hallo Braunschweiger, ich habe mich hierzu noch einmal beim Fachbereich informiert. Die Seite international-bahn.de fungiert hier ähnlich wie ein Reiseveranstalter und verkauft Reisenden Tickets im Auftrag der verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen, beispielsweise der SNCF oder Trenitalia. Es gelten je nach gebuchtem Ticket die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Eisenbahnunternehmens.

Wenn keine durchgehende Buchung von A nach B möglich ist, werden dementsprechend mehrere Tickets (Beförderungsverträge) für die jeweiligen Teilstrecken ausgestellt. Jeder Beförderungsvertrag steht für sich und dies gilt auch für die Fahrgastrechte. Eine Reisekette ist es nicht. Es gibt jedoch bilaterale Vereinbarungen, dass man entsprechend kulant handelt, wenn es beispielsweise zu einem Anschlussverlust gibt und der nächste Beförderungsvertrag nicht mehr wie geplant genutzt werden kann.

Dies finden Sie auch im Punkt 5.10 der FAQ: "In den meisten Fällen sind die Eisenbahnverkehrsunternehmen untereinander auch in diesem Fall kulant und befördern Sie als Kunden auch in einem alternativen Zug ohne Mehrkosten. Ihre Sitzplatzreservierung ist in einem solchen Fall jedoch nicht mehr gültig. Falls Sie aufgrund von Verspätungen oder Zugausfällen verspätet an Ihren Zielort angekommen, gelten EU-weit Fahrgastrechte für Kunden im Eisenbahnverkehr."

Über den personenbedienten Verkauf (DB Reisezentrum oder telefonischer DB Reise-Service) gibt es teilweise auch die Möglichkeit, internationale Fahrkarten durchgehend oder zumindest nicht so gestückelt zu buchen. /di

Niemand verlangt von Ihnen, in ein DB Reisezentrum zu gehen. Sie können auch den telefonischen DB Reise-Service nutzen, der rund um die Uhr für Sie da ist.

Braunschweiger
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Dann warte ich lieber die Neufassung der EU-Richtlinie ab. Mit fünf Personen auf Kulanz angewiesen zu sein und eventuell ohne Kenntnis der Landessprache neue Fahrkarten kaufen zu müssen / Strafgelder zahlen zu müssen weil das Ticket nicht passt ist als Risiko einfach zu hoch.
Es geht mir auch nicht um die 25 oder 50 Prozent, die müssen nach 2000 km nicht sein weil die 60 Minuten Verspätung im Vergleich zur Reisezeit kaum ins Gewicht fallen. Ohne Probleme mit den gebuchten Tickets am Ziel ankommen halte ich aber für notwendig um mich auf die Fahrt einzulassen.

KJahnke
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Liebe DB und mit dieser Auskuft, dass auch die DB-verkauften Reisen keine Reiseketten sind, ist das Thema leider durch. Ich kann damit niemandem mehr empfehlen, aus D z.B. nach Spanien per Zug zu fahren. Wenn eine Zugstrecke geschlossen ist, wie es Richtung Barcelona in Südfrankreich seit knapp drei Wochen der Fall ist und noch zwei Wochen weiter der Fall sein wird, da ist es zwar ganz nett, dass die HOTNAT-Regelungen gelten, wenn der nächste Zug halt erst 4 Wochen später fährt. Für genau diesen Zug bleibe bleibe ich auf allen nicht-SNCF-Kosten sitzen. Bis auf den 20€ Kulanzgutschein der DB.

Das habe ich nicht geschrieben. Es ging in der Antwort an Braunschweiger um Buchungen auf http://www.international-bahn.de, nicht um den personenbedienten Verkauf. Wie Sie richtig ansprechen, gibt es auch die HOTNAT-Regelungen im HGV. /di

Braunschweiger
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Wobei es im personenbedienten Verkauf ja nur weniger schlimm ist, wenn es statt vier dann drei oder zwei Karten gibt.
Das Grundproblem bleibt ja bestehen - kein verbindlicher Anspruch auf die Beförderung bis zum Zielort.

Ich stelle mir gerade ein entsprechendes Gespräch bei Sixt vor:
"Einen Mietwagen für eine Fahrt nach Madrid und zurück, bitte." - "Hier, bitte sehr." - "Was ich noch fragen wollte: Kann ich denn mit dem Wagen auch wirklich bis Madrid fahren?" - "Kann sein, Sie merken es dann an der Grenze ob sie rüber gelassen werden. Wenn nicht, dann nicht."

KJahnke
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Aber HOTNAT bedeutet doch nur, dass ich auch mit Zugbindungs-Tickets in den nächsten Zug kann. Nicht, dass ich bei einem Komplettausfall einer Reise durch Streckensperrung o.ä., die mich schlichtweg nicht ans Ziel kommen ließe, z.B. ein Supersparpreis-Ticket erstattet bekäme. Oder täusche ich mich da?

Braunschweiger
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Braunschweig - Madrid am Schalter gebucht gilt also als eine Reisekette, auch wenn es zwei Tickets sind?

Braunschweiger
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Gibt es irgendwo eine einsehbare Liste, welche Bahnhöfe das sind? Oder zumindest bis zu welchen Bahnhöfen direkte Tickets funktionieren?

London ging ja bis vor kurzem, das habe ich genutzt. Danzig in diesem Sommer ging auch, für Neapel musste ich schon mit Tickets der ÖBB bis Rom und dann mit Nahverkehrszügen arbeiten. Für Spanien habe ich gerade ernsthaft Interesse.

KJahnke
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Ich fasse zusammen: wenn es eine Reisekette ist, dann kann man alles stornieren bei Zugausfall. Ob es auf einer bestimmten Relation eine Reisekette, weiß vorher keiner, da muss ich für jede Verbindung die Buchungshotline anrufen.

Kann ich wirklich nicht mit arbeiten. Ehrlich.

Wenn es zu einer Fahrplanänderung kommt, dann können Sie vor dem Reisetag vor den der Reise zurücktreten.

Am Reisetag selbst greifen dann die Fahrgastrechte. Ab einer zu erwartenden Verspätung von 60 Minuten am Zielbahnhof, können Sie die Reise abbrechen.

Bei internationalen Verkehr müssen viele Tarife und Vorgaben berücksichtigt werden, daher ist es ratsam sich an den personenbedienten Verkauf zu wenden. Die Kollegen werden speziell dafür geschult. /di

Leo
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Wenn hier wirklich alle Railteam-Mitglieder konstruktiv zusammenarbeitwn würden, wie Fluggesellschaften, wäre man einfach über Bordeaux und Irun umgebucht worden!

So zieht man sich einfach auf die "Beförderungsverträge" zurück...

Der staunende Leser dürfte sicher gewarnt sein und aufs Flugzeug ausweichen.

Uli1958
Uli1958

Uli1958

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Die SNCF erstattet während dem Streik auch Sparpreis-Tickets. Warum nicht die DB anteilig? Oder kann ich mir mit dem SNCF-Reservierungscode dort Geld zurück holen? Ich werde wohl nie wieder über die DB eine Reise nach Frankreich buchen, wenn man mir hier nicht entgegen kommt.

Hallo Uli1958,

Fahrkarten können ab sofort bis einschließlich 17.12.2019 für die gleiche Verbindung kostenfrei auf einen anderen Reisetag umgebucht werden. Fahrkarten nach Frankreich, die für diesen Zeitraum gelten und nicht mehr genutzt werden, können kostenfrei zur Erstattung eingereicht werden. Hier finden Sie das entsprechende Erstattungsformular für online gebuchte Fahrten. /ni