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Frage beantwortet

Warum ist mein Fernverkehr-Jahresabo gerade um 4,7% teurer geworden?

Es hieß doch, die Bahn erhöht die Preise nicht, sondern senkt sie sogar ab nächstem Jahr?

EM19
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Hallo zeka, danke für die Links. Die eine fetzige Diskussion kannte ich noch nicht...
Mit "Angebot und Nachfrage" lässt sich vermeintlich alles erschlagen (immerhin fehlte der Hinweis darauf, dass Hotels noch viel schlimmer sind).

Leider habe ich mithilfe der Links keine Antwort auf die Frage von EM19 gefunden. @ DB: Warum wurde die Antwort bestätigt? (Damit diese scheinbar unangenehme Frage aus der Liste der "Neuesten Fragen" auf der Startseite verschwindet?)

Meine Zeitkarten-Pendelzeit ist schon lange vorbei, aktuell kenne ich mich mit den Feinheiten nicht wirklich aus. Ich denke aber, die Preise sind jeweils bis zur nächsten allgemeinen Preiserhöhung fix, also nicht z.B. nach Kalendermonat "differenziert".

Wir wissen nicht, um welche Strecke es in der Ausgangsfrage geht und auch nicht, welches Abomodell es genau ist. Falls es aber um jährliche Zahlungsweise geht, könnte es sein, dass EM19 zum letzten Mal im November 2018 für ein Jahr bezahlt hat, also kurz vor der Preiserhöhung im Dezember 2018 (da gab es doch eine?). Ist das plausibel?

Guten Abend Neptun, es geht ja in der Frage an sich darum, dass der Preis gesenkt werden sollte und nicht erhöht. Da wird sich der Fragesteller auf die Mehrwertsteuer und den dazugehörigen Aussagen beziehen. Da hieß es ja, dass die Senkung der Mehrwertsteuer die Fahrkartenpreise betreffen wird. Und da sind ja die Beispiellinks 2 und auch 3 ganz gut. Da wird ja erklärt, dass es bei Zeitkarten noch nicht feststeht, wie es sich auf den Preis auswirkt.
Und im letzten Jahr gab es ja eine Preisanpassung. Wenn man also jetzt von einer Erhöhung spricht, bei einer Jahreskarte für den Fernverkehr, dann kann es ja laut der Logik nur die Preiserhöhung vom letzten Jahr sein. Denn die Preise werden ja immer zum Fahrplanwechsel angepasst und dieser war ja noch nicht. /no

@Neptun: "Mit "Angebot und Nachfrage" lässt sich vermeintlich alles erschlagen"

Wieso erschlagen? Wäre

"Darum"
"Weil die Bahn es kann/so will"
"Weil alles teurer wird"
"Weil irgendwer eventuell vielleicht mehr Geld bekommt" (und damit meine ich nicht zwingend den Bahnvorstand, wie kürzlich durch die Presse ging)
"Weil Geld für die Infrastruktur gebraucht wird"

besser gewesen? Nein. Wir Bahnkunden wissen es schlichtweg nicht, warum die Bahn ihre Preise anhebt. Genauso wenig wie wir wissen, wie die Preisgestaltung im Allgemeinen zustande kommt.

DB /no, danke für die Antwort. Mir schien der zentrale Aspekt der Frage zu sein, warum jetzt(!) der Abo-Preis gestiegen(!) ist, wo er doch gleich bleiben sollte. Aber der letzte Halbsatz spielt natürlich auf die Mehrwertsteuersenkung an.
Was die Preise für Zeitkarten anbetrifft, sind wir uns sicher einig darüber, dass vor einer entsprechenden Änderung des Umsatzsteuergesetzes keine Preisanpassung erfolgen wird, und hoffentlich auch darüber, dass die Weitergabe der Steuersenkung auch die Zeitkarten betreffen wird:
"... betrifft allerdings nur Tickets im Fernverkehr, wie ein Bahnsprecher dem Zugreiseblog bestätigte. Demnach fielen mit Inkrafttreten des Gesetzes die Preise für Super Sparpreis, Sparpreis und Flexpreis sowie bei allen Streckenzeitkarten." (https://www.zugreiseblog.de/mehrwertsteuer-reform-bahntic...)
Eine offene Frage dürfte nur sein, was steuertechnisch mit Abos passiert, die über den Jahreswechsel hinweg laufen.

@zeka: Danke für die Textbausteine ;-) Und erschlagen wollte ich niemand, sorry.
Ich habe auch kein grundsätzliches Problem mit "Angebot und Nachfrage" bei Bahnfahrkarten.
Hier fand ich die Antwort jedoch nicht passend, da sie nicht erklärt, warum EM19 zum jetzigen Zeitpunkt (darum ging es wohl hauptsächlich) von einer Preiserhöhung "getroffen wurde", obwohl die Zeitkartenpreise über längere Zeit fixiert bleiben.

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Hallo Neptun und hallo DB,
es handelt sich um ein Abo mit jährlicher Zahlungsweise. Das Abo läuft vom 1.12.-30.11.
Zum 1.12. 2018 ist der Preis deutlich angestiegen. Und nun zum 1.12.2019 ist der Preis erneut gestiegen, wie gesagt um 4,7%. Ich rede also nicht von der Erhöhung vom letzten Jahr, sondern von der aktuellen, die mir grad ins Haus geflattert ist.
Ich habe nicht erwartet, dass der Preis sind. Aber ich habe erwartet, dass er konstant bleibt angesichts der angekündigten Mehrwertsteuersenkung und der ganzen Diskussionen in diesem Zusammenhang.

„es handelt sich um ein Abo mit jährlicher Zahlungsweise“ --> Dann hat sich die Vermutung ja bestätigt.

Ich versuche, das Missverständnis zu erklären (falls ich daneben liege, bitte ich um Korrektur): Die Preise für Zeitkarten werden nicht individuell für Sie festgelegt, sondern in einer allgemein gültigen „Preisliste“. Sie bleiben dann fix bis zur nächsten Preiserhöhung. Der Termin dafür ist üblicherweise im Dezember zum Fahrplanwechsel (manchmal blieben die Preise unverändert, auch dieses Jahr soll das so sein). Sie zahlen für einen bestimmten Zeitraum im Voraus, bei Ihnen für ein Jahr, und falls es während des Zeitraums eine Erhöhung gibt, wird nichts nachgefordert. (Wer monatlich zahlt, musste also schon ab 1.1.19 den höheren Preis berappen.)

Auf Ihrer jetzigen Rechnung steht also der Preis, der seit Mitte Dezember 2018 galt, und auf Ihrer vorherigen Rechnung jener, der seit Mitte Dezember 2017 galt. Die Preiserhöhung vom Dezember 2018 haben Sie nur deshalb noch nicht zu spüren bekommen, da Ihr Abo-Zeitraum kurz vorher begann.

Wenn der Preisanpassungstermin jeweils im Dezember bleibt, die Umsatzsteuer gesenkt und wie versprochen weitergegeben wird, zahlen Sie nächstes Jahr 10% weniger für das Jahresabo.