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Frage beantwortet

Wer bezahlt für Fehler von DB-Mitarbeiterin?

Liebe Community!

Ich bin gerade von einem verlängerten Wochenende in der Schweiz (meinem früheren Wohnort) zurück in Augsburg. Meine Tickets habe ich im DB-Schalter am Hbf Augsburg gekauft. Hinfahrt in der Nacht vom 31.10 auf den 01.11. war bis auf Verspätungen in Ordnung, Rückfahrt dann heute Morgen (05.11.) eine Katastrophe. Ich wollte mein Fahrrad, welches noch in der Schweiz ist, mitnehmen. War auch alles so besprochen und reserviert.
Gestern Abend habe ich mein Fahrrad beim Bahnhof in der Schweiz abgestellt, da ich heute Morgen mit dem Auto zum Bahnhof gebracht wurde. Wieder Zuhause, noch kurz prüfen, auf welchem Bahngleis mein Zug fährt, habe ich bemerkt: Mein Ticket für die Heimfahrt ist auf den 15.11. statt auf den 05.11. datiert.
Also sofort ein Ersatzticket gekauft, um Diskussionen mit dem Zugpersonal vermeiden. 60 Euro Zusatzkosten. Fahrrad kann im Zug nicht mitgenommen werden, weil internationale Fahrradtickets nur am Schalter im Voraus gekauft werden können und ein Platz reserviert werden muss. Also: Mein Fahrrad steht immer noch am Bahnhof in Olten in der Schweiz.
Kurz vor 13:00 Uhr bin ich in Augsburg angekommen (inkl. Verspätungen und Zugsausfall), habe direkt die Situation am Schalter erklärt. Ergebnis: Das sei zwar ärgerlich, aber ich könne nicht beweisen, dass ich tatsächlich am 05.11. zurückreisen wollte. Stornierung wegen Sparangebot ausgeschlossen, auch sonst lässt sich nichts machen. Nur die Fahrradkarte kann für 10 Euro (im Ernst?) zurückgegeben werden.
Auf gut Deutsch: Eine DB-Mitarbeiterin verkauft mir (versehentlich) ein falsches Ticket. Das kann passieren und war bestimmt keine böse Absicht. Ich brauche ein zweites Ticket, bezahle insgesamt 95.- Euro für ein Ticket, welches eigentlich 30 Euro kostet. Dazu habe ich habe nun ein Fahrrad an einem Schweizer Bahnhof, welches abzuholen mich 12 Stunden Zugfahrt und Tickets in der Größenordnung von 100 Euro kosten wird (oder würde, vermutlich kaufe ich hier einfach ein neues). Und hier, wo ich jetzt ein Fahrrad brauche, habe ich keines.
Und statt sich wenigsten zu entschuldigen und die 65 Euro zurückzuerstatten, die ich nun für ein kurzfristiges Ticket obendrauf bezahlt habe (auf den ganzen Umtrieben mit dem Rad bleibe ja ohnehin ich alleine sitzen), werde ich dumm angemacht, dass ich nicht beweisen könne, dass der Fehler der DB-Mitarbeiterin gemacht wurde und damit fertig? Ich bin echt anspruchslos bzgl. Kundendienst, aber so verarscht habe ich mich noch nie gefühlt. Kann man da nichts machen?

Benjamin1992
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Bahnfr0sch
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Naja, es ist wie beim Wechselgeld an der Kasse: Sofort bei Erhalt nachprüfen. Wenn man den Fehler erst Tage später bemerkt, wenn man das Ticket benutzen will ist schon dann der eigene Fehler.
Ersetzen wird ihn den Schaden keiner, da im Nachhinein nicht geprüft werden kann, ob sie nicht doch erst am 15.11. verreisen wollten...Sehen sie es als Lehrgeld an fürs nächste Mal...immer erst kontrollieren...das gilt überall!

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Bahnfr0sch
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Naja, es ist wie beim Wechselgeld an der Kasse: Sofort bei Erhalt nachprüfen. Wenn man den Fehler erst Tage später bemerkt, wenn man das Ticket benutzen will ist schon dann der eigene Fehler.
Ersetzen wird ihn den Schaden keiner, da im Nachhinein nicht geprüft werden kann, ob sie nicht doch erst am 15.11. verreisen wollten...Sehen sie es als Lehrgeld an fürs nächste Mal...immer erst kontrollieren...das gilt überall!

Benjamin1992
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Ich hätte es kontrollieren sollen, ja. Mein Fehler - normalerweise kann man trotzdem davon ausgehen, dass sowas klappt.
Und den Hauptfehler hat die Mitarbeiterin am Augsburger-Schalter gemacht, wenn auch nicht absichtlich. Sie hat das falsche Ticket gedruckt und aus einem explizit verlängerten Wochenende mal eben einen fast Dreiwochenurlaub gemacht.

Dumm nur, dass der einzige, der nun für alle Fehler bezahlt, ich bin. 65 Euro plus ein neues Fahrrad. DB stiehlt sich aus der Verantwortung.
Danke DB, das nennt sich wohl Größe - zu den eigenen Fehlern stehen können. Und am Ende alles auf fehlende Beweise schieben...