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Anspruch bei Verspätung durch SEV-Nutzung im Gegensatz zur normalen Fahrt?

Hallo,
ich bin Berufspendler und muss auf meiner täglichen Fahrt 2x umsteigen. Auf einer der genutzten Teilstrecken wird eine Regionalbahn genutzt.
Diese Teilstrecke ( Rotenburg (Wümme) > Verden (Aller)) wird gern als Umleitung für DB Fern- und Güterverkehr genutzt, wenn es auf der Strecke Hamburg > Hannover zu Problemen kommt.
Kommt es zu längeren Bauarbeiten, wird die Regionalbahn gern auch mal komplett ausgesetzt, stattdessen gibt es dann einen SEV.
Das Problem beim SEV besteht darin, das der Bus länger unterwegs ist und ich deshalb meinen üblichen Anschluss verpasse - dadurch entsteht dann eine Verspätung von 60 Min!
Auf Anfrage am Telefon sagte man mir, ich habe keinen Anspruch auf eine Erstattung gem. Fahrgastrechten, da der neue Fahrplan (incl. SEV) ja eingehalten wurde. Ich möchte mich hier aber gerne auf die Bezeichnung SEV beziehen - Ersatzverkehr bezieht sich ja auch auf die Ursprüngliche Verbindung - Ohne Ursprungsverbindung keine Ersatzverbindung.
Normalen Strecke: Abfahrt 18:15, Ankunft 19:53
SEV-Verbindung: Abfahrt 18:15, Ankunft 20:53
Allerdings heisst es dann auch: "Sie brauchen ja erst um 18:37 losfahren um den SEV zu bekommen" Das nutzt mir jedoch auch nichts, wenn ich vor der Fahrt 20 min auf dem Bahnhof rumstehen soll und trotztem 60 min später am Ziel ankomme!
Leider sprechen wir hier auch nicht von 1-2 Tagen, sondern von Monaten! 2018 waren es 8 Wochen im Juli/August, dieses Jahr läuft es gerade seit 14.10 und noch bis 14.12 also wieder 9 Wochen!
Ich bin nun gerade dabei meine Excel-Tabelle mit anderen Verspätungen zu erstellen um sie einzureichen - Kann mir jemand sagen wie ich diese leidigen, durch SEV entstandenen Verspätungen dort eintragen kann?
MfG

DerPendler96
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@DB/no
Bei „normalen“ Fahrkarten ist das einfach:
Kauft man sich an Zeitpunkt X ein Ticket zu dem an diesem Zeitpunkt gültigen Fahrplan (ohne SEV, Baustellen usw), und am Tag der Reise hat sich der Fahrplan geändert (längere Fahrzeit durch SEV) , kann man sich das Ticket erstatten lassen oder man bekommt Entschädigung.
Kauft man das Ticket aber zu einem Zeitpunkt, an dem der SEV bereits in den Fahrplan eingearbeitet ist, dann zählen nur die Verspätungen gemäß des neuen Fahrplans, nicht die des „sonst üblichen“. Braucht der Zug nach neuen Fahrplan über 1 h mehr, gibt es daher auch keine Entschädigung, denn die längere Laufzeit ist ja geplant und zum Zeitpunkt des Ticketkaufs bekannt.

Was ist aber mit Zeitkarten? Die kauft man ja durchaus lange bevor Baustellen in Fahrpläne eingearbeitet werden, und auch für Zeitkarten hat man Entschädigungsansprüche bei Verspätungen. Und u.U. würde man die Zeitkarte gar nicht kaufen, wenn man wüsste, dass die Fahrzeit sich in einem gewissen Zeitraum stark nach oben bewegt, und dann andere Verkehrsmittel (Auto) günstiger wären.
Gelten hier nur normale Verspätungen oder auch kurzfristige „Baustellen-Fahrpläne“ (die vor dem Kauf der Zeitkarte nicht bekannt waren) als entschädigungsberechtigt?

Der verlinke Beitrag behandelt zwar das Thema, der DB-Moderator schafft es aber, maximal undeutlich zu antworten. Und daher wäre eine eindeutige Antwort durchaus hilfreich.

Hallo Elementarteilchen, stimmt, für Zeitkarten ist der verlinkte Beitrag nicht ganz passend.
Ich habe diesbezüglich einmal mit dem Servicecenter Fahrgastrechte gesprochen und man hat mir geraten, es generell prüfen zu lassen. Denn es ist abhängig davon, ob ein neuer Fahrplan für die Baumaßnahmen erstellt wurde oder nicht. Also nur als Beispiel, wenn man jetzt die Fahrzeiten für die Baumaßnamen anpasst, dann existiert die vorherige Verbindung planmäßig nicht mehr und man hat keinen Anspruch auf Entschädigung. Es gilt dann der neue Fahrplan. /no

DerPendler96
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Hallo,
vielen Dank für die bisherigen Antworten, leider wird es wohl auf die Aussage: "man muss es generel prüfen lassen" hinauslaufen.
Denn um das ganze noch etwas zu erschweren: ich habe weder Ticket noch Zeitkarte sondern eine Bahncard 100!
Die Antwort, bei Anpassung der Fahrzeiten im Fahrplan existiere die vorherige Verbindung nicht und deswegen hätte man kein Anspruch auf Entschädigung gefällt mir überhaupt nicht.
Die Verbindung enthält Ersatzverkehr - wenn etwas nicht mehr existent ist, kann es dafür ja auch keinen Ersatz geben...
Zum einen räumt man eine, es werde etwas ersetzt, sagt dann aber das, was ersetzt wird existiert nicht?
Für mich zählen die Fakten:
normale Verbindung: Abfahrt 18:15, Ankunft 19:53
Verbindung mit SEV: Abfahrt 18:15, Ankunft 20:53
Es gibt keinerlei Möglichkeit / Verbindung schneller anzukommen, daher müsste mir doch eine Entschädigung zustehen, oder?

DerPendler96, reichen Sie bitte Ihre Forderung ein. Das Servicecenter Fahrgastrechte wird es anhand des Fahrplans prüfen, wenn es Fahrplananpassungen gibt/gab. /ch