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Frage beantwortet

Zug aus dem Fahrplan verschwunden

Ich habe für den Jahreswechsel eine Hin- und Rückfahrt von Berlin nach Frankfurt Flughafen gebucht, zum Sparpreis mit Zugbindung. Inzwischen ist der für die Hinfahrt gebuchte Zug wegen Bauarbeiten gestrichen worden bzw. verkehrt nur noch bis Fulda, so dass ich für den Hinweg das Flugzeug nehmen muss. Wie kann ich mir die Hinfahrt (inkl. Reservierungsgebühr) erstatten lassen, ohne dass die Rückfahrt verfällt? Und bekomme ich ggf. auch die (geringen) Mehrkosten für den Flug erstattet? Auf dem Fahrgastrechte-Formular ist dieser Fall nicht vorgesehen.

RalphBollmann
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

"Wie kann ich mir die Hinfahrt (inkl. Reservierungsgebühr) erstatten lassen, ohne dass die Rückfahrt verfällt?"

Gar nicht, wenn Sie Hin- und Rückfahrt auf einem Ticket haben. Dann kann nur das gesamte Ticket aufgrund der Fahrplanänderung kostenfrei zurück gegeben/erstattet werden.

"Und bekomme ich ggf. auch die (geringen) Mehrkosten für den Flug erstattet?"

Nein.

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Braunschweiger
Braunschweiger

Braunschweiger

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Wenn der gebuchte Zug nicht mehr existiert bleibt das Ticket trotzdem gültig. Sie dürfen sich in dem Fall einen beliebigen anderen Zug auf der Strecke Berlin - Frankfurt aussuchen.
Die Reservierung kann kostenlos auf den neu gewählten Zug um gebucht werden.

RalphBollmann
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RalphBollmann

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Danke für die Antwort, aber die neuen Verbindungen dauern deutlich länger und sind mit Umsteigen verbunden. Deshalb ist das für mich nicht mehr praktikabel. Ich habe mich ja nur wegen dieser bequemen Verbindung für die Bahnfahrt entschieden.

"Wie kann ich mir die Hinfahrt (inkl. Reservierungsgebühr) erstatten lassen, ohne dass die Rückfahrt verfällt?"

Gar nicht, wenn Sie Hin- und Rückfahrt auf einem Ticket haben. Dann kann nur das gesamte Ticket aufgrund der Fahrplanänderung kostenfrei zurück gegeben/erstattet werden.

"Und bekomme ich ggf. auch die (geringen) Mehrkosten für den Flug erstattet?"

Nein.

RalphBollmann
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RalphBollmann

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Entschuldigung, aber das kann doch nicht sein: Ich bekomme etwas verkauft, was es nicht gibt, und bekomme mein Geld nicht zurück???

Doch, Sie bekommen Ihr Geld zurück - für Ihr Ticket und auf dem stehen (leider) Hin- und Rückfahrt zusammen drauf. Daher entweder die Hinfahrt verfallen lassen und nur die Rückfahrt nutzen oder eben komplett erstatten lassen und für die Rückfahrt ein neues Ticket buchen.

https://community.bahn.de/questions/1996422-online-ticket...

Neptun
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"Ich bekomme etwas verkauft, was es nicht gibt, und bekomme mein Geld nicht zurück???"

Da müsste zuerst die Frage geklärt werden, was hier verkauft worden ist – eine einheitliche Leistung (Gesamtpaket, bestehend aus Hin- und Rückfahrt) oder zwei einzelne Leistungen, die gemeinsam auf einer Rechnung stehen, aber unabhängig voneinander zu betrachten sind.

Die Möglichkeit einer Komplett-Erstattung aufgrund einer Fahrplanänderung ergibt sich (soweit ich weiß immer noch) nicht aus den "AGB" (Beförderungsbedingungen) der DB, sondern aus allgemeinen vertragsrechtlichen Grundsätzen heraus. Insofern könnten die normalen Stornierungsregeln nicht mehr als ein Anhaltspunkt sein.

Üblicherweise gibt es bei Kauf von Hin- und Rückfahrt keinen Rabatt auf die Einzelpreise. Auch was fahrgastrechtliche Regelungen betrifft (Aufhebung der Zugbindung, etc.) werden Hin- und Rückfahrt getrennt betrachtet.

Wenn die DB (also nicht nur die Moderation dieses Forums) das anders sieht als Sie, RalphBollmann, haben Sie natürlich das Problem der Durchsetzung Ihrer Rechtsauffassung. Haben Sie schon beim Kundendialog nachgefragt, ob das Ticket storniert, Ihnen die Hinfahrt erstattet und für die Rückfahrt eine "Ersatzfahrkarte" ausgestellt werden kann?

Wenn Sie einfach nur die Rückfahrt der Fahrkarte nutzen und anschließend eine Erstattung für die Hinfahrt beantragen, wird die DB wahrscheinlich argumentieren, dass mit Antritt der Rückfahrt die Hinfahrt verfallen ist. (Bei personalisierter Fahrkarte und Vorlage eines Flugtickets für die gleiche Zeit besteht vielleicht eine gewisse Chance der Anerkennung...)

RalphBollmann
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Jetzt habe ich's nach Telefonaten mit diversen Hotlines herausgefunden: Das Ganze nennt sich "Fahrtabbruch vor Antritt", man muss ein Fahrgastrechte-Formular einreichen und bekommt das Geld für die Hinfahrt dann anteilig erstattet. Mal sehen, ob es klappt. Aber der Mensch im Callcenter klang recht zuversichtlich.

Neptun
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Wenn ich es richtig verstehe, wurde Ihnen also empfohlen, aufgrund der Fahrgastrechte (Abbruch möglich bei mindestens 60 Minuten Verspätung) eine Kompletterstattung einzufordern, allerdings nicht wie üblich für die ganze Fahrkarte, sondern nur für die Hinfahrt. Sehe ich das richtig?
Dies kann eigentlich nur im Nachhinein erfolgen. Wurden zeitliche oder sonstige Vorgaben zur Beantragung genannt?

RalphBollmann
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Naja, warten wir‘s mal ab, ob der Erstattungsantrag überhaupt noch vor Weihnachten bearbeitet wird. Falls nicht, hat sich diese Fraga ja sowieso erledigt ;-)

Hallo RalphBollmann,

ich habe mich beim Servicecenter Fahrgstrechte erkundigt.
Haben Sie eine Fahrkarte zum Sparpreis/ Super Sparpreis und können die Hinfahrt wegen einer Fahrplanänderung nicht nutzen, ist vor Fahrtantritt nur die komplette Stornierung der Fahrkarte (Hin- und Rückfahrt) möglich.
Möchten Sie die Rückfahrt dieser Fahrkarte trotzdem nutzen, reichen Sie die Fahrkarte bitte nach der Reise beim Servicecenter Fahrgastrechte ein und erklären den Grund der Nichtnutzung (Fahrplanänderung) für die Hinfahrt. /ka

RalphBollmann
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Vielen herzlichen Dank für die Antwort, die jetzt leider zu spät kommt: Der Erstattungsantrag ist schon unterwegs, nachdem mir gestern von der BahnComfort-Hotline gesagt wurde, ich solle ihn sofort einreichen. Das Telefonat dauerte mehr als 20 Minuten, weil ich mehrfach hin und her verbunden wurde. Am Ende hat Ihr Kollege noch Rücksprache mit einem Experten gehalten, so dass ich meinte, mich auf die Auskunft verlassen zu können.

Gestatten Sie mir bitte noch eine Anmerkung: Ich bin sehr oft mit der Bahn unterwegs, im In- und Ausland. Lange Zeit habe ich die DB immer verteidigt, aber allmählich geht es nicht mehr. Was ich allein in den letzten Wochen an Zugausfällen, defekten Speisewagen, kurzfristig anberaumten Baustellen, mangelnden Informationen, Buchungsproblemen etc. erlebt habe, sprengt wirklich jede Vorstellungskraft. Die Verspätungen, über die so viel diskutiert wird, finde ich vergleichsweise harmlos, das gibt es bei anderen Verkehrsmitteln auch. Aber leider wird durch die Fixierung auf dieses Thema alles andere noch mehr vernachlässigt. "Spiegel Online" schrieb neulich, das Bahnfahren werde umso besser, je weiter man sich von Deutschland entferne. So ist es leider.

Übrigens: Wenn bei den Billigfliegern eine Verbindung gestrichen wird (was viel seltener vorkommt als bei der Bahn), dann werde ich 1.) per Mail informiert und habe 2.) das Geld nach wenigen Tagen wieder auf dem Konto. Bei Ihnen habe ich von dem Zugausfall nur durch Zufall erfahren, weil ich noch reservieren wollte, was im ersten Anlauf nicht geklappt hatte. Und wenn ich Ihrem Rat jetzt noch folgen könnte und den Erstattungsantrag erst im Januar einreichen würde, dann würdeich alles in allem vier Monate auf mein Geld warten (bei einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 6 bis 8 Wochen).

Muss das so sein? Was macht den Betrieb eines Bahnsystems in Deutschland so unendlich viel komplizierter als in Frankreich, Italien, Polen, Tschechien etc.?

(Das ist nicht polemisch gemeint, sondern eine echte Frage - ich wüsste es wirklich mal gerne ...)

Hallo RalphBollmann,

an welchen Service haben Sie den Erstattungsantrag gesendet? Handelt es sich um ein Online-Ticket und haben Sie nur um die Erstattung der Hinfahrt gebeten?

Die Erstattung der Fahrkarte vor dem ersten Geltungstag, kann bei einer gemeinsamen Buchung von Hin- und Rückfahrt, sytemisch nur gemeinsam erfolgen. Die Entscheidung, die Erstattung der Hinfahrt aufgrund einer Fahrplanänderung erst nach der Fahrt einzureichen, bringt Ihnen den Erhalt der Rückfahrt zum gebuchten Preis.

Haben Sie bei Ihrer Buchung den Verspätungsalarm aktiviert, werden Sie etwa eine Woche vor Reisebeginn über eventuelle Änderungen informiert. Zum jetzigen Zeitpunkt können Sie diese Änderung nur im Fahrplan sehen. /ka

RalphBollmann
RalphBollmann

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So ist es: Ich habe ein Fahrgastrechte-Formular eingereicht, mit der Bitte um Erstattung der Hinfahrt.

Sie raten mir, den Antrag vorerst zurückzuziehen? Was muss ich dafür tun?

Hallo,

da die Fahrgastrechte erst ab dem ersten Geltungstag greifen, erfolgt dort auch erst eine Erstattung ab dem ersten Geltungstag. Die Bearbeitungszeit liegt derzeit bei 4 Wochen. Daher wird Ihre Antrag, der noch in der Zukunft liegt, an den Online-Service weitergeleitet. Der Online-Service nimmt bei einer gemeinsamen Fahrkarte zur Hin- und Rückfahrt und einem Erstattungswunsch der Hinfahrt keine Erstattung vor dem ersten Geltungstag vor. (Fahrkarte kann nur gemeinsam storniert werden)
Bitte wenden Sie sich telefonisch an die Kollegen vom Online Service: 0180 6 10 11 11 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) und lassen in dem betreffenden Auftrag eine Notiz hinterlegen, dass Sie keine Erstattung der Hinfahrt wünschen, da die Rückfahrt noch genutzt wird.
Sie können Ihr Online-Ticket zur Rückfahrt nutzen. Reichen Sie nach der Fahrt die Fahrkarte zur Erstattung der Hinfahrt, aufgrund der Fahrplanänderung, beim Servicecenter Fahrgastrechte ein. /ka

RalphBollmann
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Ok, habe ich gemacht. Die Dame am Telefon war etwas verdutzt. Mal sehen, ob es klappt. Klingt alles ein wenig kafkaesk ...