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Bahncard100 First - Bestellprozess-Odysee

Guten Tag verehrte Bahn-Community.

Ich möchte meine Odysee hier teilen, vielleicht findet sich ja ein Moderator der meine Leidensgeschichte bahn-intern weitergibt oder mir zumindest Mut zuspricht.
Der Reihe nach: Ich muss beruflich für eine längere Zeit zwischen München und Berlin pendeln und habe mich (trotz höherer Kosten!) für die Bahn entschieden. Als ich mir dann eine Probe-Bahncard100 First bestellen wollte habe ich feststellen müssen, dass man die nicht online bestellen kann. Also auf zum Fahrkartenschalter (pardon: Reisezentrum) und in zugigen Bahnhöfen hinten anstellen. Soviel zum Thema Exlusivität (Teil 1).
Nun fahre ich schon eine Weile und es gefällt mir gut. Also wollte ich nun die "richtige" Bahncard100 First bestellen. Immerhin das teuerste und exklusivste Produkt der Bahn. Da man auch diese Bahncard nicht online bestellen kann habe ich wieder bei der DB-Agentur nachgefragt. Und wurde prompt angeraunzt "Ja, kann man. Aber da bekommen wir keine Provision". Warum die Bahn ausgerechnet beim teuersten Produkt ihre Vertriebspartner mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen lässt, erschließt sich wohl nur den Bahn-Oberen. Aber sei es drum. Die Agentur hatte keinen "Bestellschein" vorrätig (kleine Randnotiz: Wir schreiben das Jahr 2019!) und man bat mich in ein Reisezentrum zu gehen. Da ich dazu weder die Zeit noch die Lust habe, schrieb ich eine E-Mail an die Bahn mit der Bitte mir einen Bestellschein zuzusenden. Dabei habe ich die Bahncard-Nummer meiner Probebahncard angegeben. Nach einer Woche (!) kam eine Rückmeldung, dass man das gerne tun würde, wenn ich eine Lieferanschrift angebe. Auf die Idee meine Anschrift aus der Angabe der Bahncard-Nummer abzuleiten ist niemand gekommen. Wie war das? Exklusivität? (Teil 2).
Nun denn, kaum 14 (!) Tage später fand ich einen Brief der Bahn im Postkasten. Freudig erregt wollte ich meinen Bestellschein endlich ausfüllen ... und dann las ich in dem Brief folgenden Text: "Wie gewünscht der Bestellschein für Ihre Banhcard100 im Abonnement. Sollte aus systemischen Gründen kein Bestellschein inliegend sein, bitten wir Sie sich an ein Reisezentrum Ihrer Wahl zu wenden." Und was soll ich sagen: Natürlich lag kein Bestellschein drin.
Mittlerweile habe ich mir von einer DB-Agentur eine PDF-Version des Bestellscheins besorgt, das ging zwar auch erst nach einigem Rumtelefonieren des dortigen Mitarbeiters, aber immerhin. Die PDF-Datei war zwar viel zu klein zum Ausdrucken, aber da ich der Computerei halbwegs mächtig bin habe ich ihn auf lesbare Größe gebracht, ausgefüllt und an die Bahn geschickt (per Einschreiben - man weiß ja nie). Das ist auch wieder schon eine Weile her ... vielleicht wird das ja nicht bearbeitet, weil es nicht auf dem "richtigen" Bestellschein ausgefüllt war. Wer weiß das schon?
Meine Gedanken dazu: Die Bahncard100 First kostet im Abo ungefähr so viel wie die Leasingrate für ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse. Man stelle sich vor ein Kunde betritt ein Autohaus und entscheidet sich für ein solches Fahrzeug. Würde ihm der Verkäufer dann sagen: Bitte gehen Sie zu unserer nächsten Verkaufsstelle, stellen Sie sich in die Schlange und füllen Sie einen Vordruck aus? Darüber sollte mal jemand bei der Bahn nachdenken. Erneut mein Hinweis auf die "Exklusivität" der Banhcard 100 First (Teil 3). Übrigens: Leasingverträge für Autos kann man schon seit einiger Zeit online abschließen ....

Ich werde berichten ob meine Odysee irgendwann vorüber ist und mir die Bahn tatsächlich eine Bahncard 100 First "zuteilt". Weil das Wort "verkaufen" würde hier nicht passen, wenn man auf den oben geschilderten Prozess schaut.

Allzeit angenehme Reise mit der Deutschen Bahn,

freundliche Grüße,

Volker W.

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Sie hätten es sich auch einfacher machen können, das Bestellformular gibt es schließlich online:
https://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/bahncard10... -> runterscrollen zu Bahncard 100 bestellen -> https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/bahncard/bestel...

Ansonsten antworten Ihnen hier nur Kunden, die den Bestellprozess nicht beeinflussen können. Feedback an die Bahn können Sie über den Kundendialog oder thematisch passender an den comfort-Service senden.

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Lieber betasaur,

danke für den Hinweis. So schlau war ich schon und habe auf der Webseite nachgesehen. Und zwar VOR der oben geschilderten Odysee. Wer des Lesens mächtig ist findet gleich in den ersten Zeilen des Online-Formulars den entscheidenen Hinweis (Zitat):
"Wichtiger Hinweis: Dieser Vordruck gilt nicht für eine BahnCard 100 im Abonnement. Den Bestellschein für die BahnCard 100 im Abonnement erhalten Sie in allen DB Verkaufsstellen.Der Bestellschein muss spätestens 14 Tage vor dem gewünschten Geltungsbeginn eingereicht werden."

Dass ich hier nur Kunden finde ist mir auch klar und glauben Sie mir, wenn ich die Email-Schlachten, die ich in der Sache mit dem Comfort-Service der Bahn bereits geführt habe, auch noch hier aufführen würde, hätten Sie gefühlt bis Weihnachten zu lesen.

Freundliche Grüße,

Volker W.

Ok, dass es um ein Abo geht hatte überlesen. Aber sehen Sie's positiv: das Abo verlängert sich von selbst, da muss nicht wie bei Einmalzahlung jährlich eine hoch analoge Bestellschein-Odyssee durchlaufen werden :-)

Einen einfachen digitalen Bestellprozess wie für die übrigen Bahncards fände ich, da gebe ich Ihnen Recht, aber definitiv auch begrüßenswert. Ein analoges Formular ausfüllen, ein bis zwei Wochen warten bis es abgetippt wurde und die Bestellung überhaupt im Konto auftaucht und dann noch einmal zwei bis drei Wochen auf die Karte warten hat schon was anachronistisches im digitalen Zeitalter.