Nach oben

Frage beantwortet

Internationale Fahrkarte, Verspätung und Zugbindung

Ich habe eine Frage zu einer Verbindung von Österreich nach Deutschland und einem zugehörigen Online-Ticket Sparpreis Europa. Zugbindung besteht im Zug ab Österreich bis weit über die Grenze, der Rest ist Nahverkehr-Nachlauf.
Aufgrund einer Fahrplanänderung nun Wochen nach dem Kauf des Tickets (der Eurocity erreicht den Umsteigebahnhof verspätet, Anschlußverlust im Nahverkehr), würde das Ziel nur mit einer Verspätung von mehr als 30 Minuten erreicht werden.

Meine Fragen:
-- Ist die Zugbindung damit automatisch vorab aufgehoben (also ohne den Stempel "Zugbindung aufgehoben") und somit auch jeder frühere oder spätere Zug (gemäß Gültigkeit des Tickets) erlaubt?
-- Ist dies im internationalen Verkehr etwa nur ab 60 Minuten zu erwartender Verspätung am Ziel der Fall?
-- Sofern die Zugbindung aufgehoben ist: Gilt dies dann auch für den österreichischen Streckenanteil, welcher ggf. dann auch in einer S-Bahn in Österreich abgefahren werden kann?

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Siehe jedoch auch hier: https://community.bahn.de/questions/2121528-zugbindung-fa... Mein Vorschlag wurde immerhin von der Moderation unterstützt.

In Österreich besteht keine Zugbindung, sondern erst ab der Grenze (ggf. Grenzbahnhof auf der einen oder anderen Seite).

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (0)

0% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Nach den Beförderungsbedingungen für den internationalen Verkehr ist die Zugbindung erst ab 60 min Verspätung aufgehoben.

Siehe jedoch auch hier: https://community.bahn.de/questions/2121528-zugbindung-fa... Mein Vorschlag wurde immerhin von der Moderation unterstützt.

In Österreich besteht keine Zugbindung, sondern erst ab der Grenze (ggf. Grenzbahnhof auf der einen oder anderen Seite).

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@DB /ka
Jein.
In den internationalen Beförderungen gibt es überhaupt keine Regelung zur Aufhebung der Zugbindung. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Fahrgastrechte gemäß EU-Verordnung gelten. Und die EU-Verordnung sieht vor, dass ab 60 Minuten Verspätung die Fahrt auch auf anderen Wegen fortgesetzt werden kann.
Die 20-Minuten-Regelung steht nur in den nationalen Beförderungsbedingungen.
So wie es DB /ti im oben verlinkten Threads übrigens auch erwähnte.

Hallo kabo,

meine Anmerkung war auch, dass eine solche Regelung nicht in den Fahrgastrechten hinterlegt ist.
Sie haben natürlich recht, dass ab 60 Minuten Verspätung bei einer grenzüberschreitenden Fahrkarte eine andere Verbindung genutzt werden kann. Die Fahrt ist nur möglich in Zügen des auf der Fahrkarte eingetragen Beförderers und es muss der hinterlegte Grenzübergang genutzt werden.
Die Antwort von Neptun bezüglich der Anfrage zur Aufhebung der Zugbindung habe ich deshalb auch bestätigt. /ka

Ich habe jetzt gemäß den Antworten verstanden, dass auf der Fahrt in Richtung Deutschland auf dem Streckenanteil innerhalb Österreichs bis zum Grenzpunkt (wohl Lindau) trotz auf dem Ticket ausgewiesener Zugbindung diese innerhalb Österreichs nicht eingehalten werden muss. Somit darf z.B. die S-Bahn auf gleicher Strecke in Österreich genutzt werden.

Ich habe aber noch nicht verstanden, ob bei einer zu erwartenden Verspätung von z.B. 30 Minuten am Ziel in Deutschland (aufgrund einer Fahrplanänderung in Deutschland) automatisch vorab die Zugbindung (die immer die gesamte Fahrkarte betrifft) aufgehoben ist oder nicht? Grenzübergang und Streckenverlauf werden eingehalten.

Ich fahre bereits morgen Nachmittag und habe keine Gelegenheit ein Reisezentrum aufzusuchen, da diese kurz nach mittags schließen.

Gerne:
Am 02. November um 08:55 Uhr von Bregenz nach München Leuchtenbergring mit nur Nahverkehr ab Kempten (Allgäu).
Aufgrund einer Fahrplanänderung kommt der EC nicht wie gebucht um 10:19 Uhr in Kempten (Allgäu) an sondern um 10:32 Uhr.
Die Weiterfahrt ab Kempten (Allgäu) kann nicht wie gebucht um 10:32 Uhr (0 Minuten Umsteigezeit) sondern gemäß der Fahrplanänderung dann erst ab 11:16 Uhr erfolgen.
Der Nahverkehr ab Kempten (Allgäu) wurde so gebucht, da eine ab dort mitreisende Person eben nur ein Bayernticket hat: Insofern ist es auch keine Option, selbst im EC einfach sitzen zu bleiben.

Hallo Dani,

in Österreich haben Sie keine Zugbindung, erst in Deutschland. Spätestens am Grenzbahnhof Lindau Hbf müssen Sie im gebuchten EC 191 sein, mit dem Sie bis nach Kempten fahren. Die geplante Weiterfahrt ab Kempten ist durch die Fahrplanänderung nicht wie gebucht möglich.
Durch die Fahrplanänderung haben Sie die Möglichkeit, bis einschließlich heute, die Fahrkarte kostenfrei zu stornieren.
Am Reisetag greifen die Fahrgastrechte bei grenzüberschreitenden Fahrkarten ab 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof der Fahrkarte. Bei einem Anschlussverlust in Kempten können Sie den nächsten Zug zur Weiterfahrt nutzen. Wenn Sie eher abfahren möchten, können Sie vor Ort nach der Aufhebung der Zugbindung fragen. /ka

Dass eine Zugbindung für Österreich vermerkt ist, dürfte ein Fehler sein, wenn Bregenz der Startbahnhof ist. Laut SCIC-SB gibt es beim (Super) Sparpreis Österreich keine Besonderheiten hinsichtlich der Zugbindung im Gegensatz zum (Super) Sparpreis Schweiz. Nun ist es so, dass der gebuchte Zug aus der Schweiz kommt...