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Aufhebung der Zugbindung bei Verspätungen mit City-Ticket?

Wenn ich einen Nahverkehrszug mit dem City-Ticket zur Anfahrt zum Hbf nutze und dieser sich gegenüber dem Fahrplan verspätet, habe ich einen Anspruch auf die Aufhebung der Zugbindung im Sparpreis-Tarif? Oder wird die Zugbindung nur aufgehoben, wenn der verspätete Nahverkehrszug ausdrücklich im Fahrschein eingetragen ist?

GoNuclear
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Antworten

Die Zugbindung wird nur aufgehoben, wenn ein gebuchter Zug aus der Reisekette verspätet ist und dadurch ein Anschluss verpasst wird. Die Nutzung von Nahverkehr im Vorlauf über +City ist, wenn man so will, auf eigene Gefahr.

Bahnfr0sch
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Man kann aber argumentieren, dass der Zug im Vorlauf zur tariflichen Gleichstellung zählt. Dann greifen die Fahrgastrechte, sollte dies aber an einer DB-Information abstempeln lassen, weil es schwer wird, sonst dem Zugbegleiter in dem anderen Zug nachzuweisen, dass man tatsächlich mit einen verspäteten Zubringerzug im Rahmen der tariflichen Gleichstellung gefahren ist.

Hallo GoNuclear,

auch bei '+City' greifen die Fahrgastrechte wenn die genutzte Verbindung in der Fahrplanauskunft so dargestellt war. Einzig zu beachten wäre dass hiervon nur der SPNV (S-Bahn, RE, RB, SE, IRE) berücksichtigt wird. Der ÖPNV (U-Bahn, Straßenbahn, Bus, Fähre) sind von den Fahrgastrechten ausgenommen.

Gruß, Tino!

DB
DB

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Team

Guten Abend, Sie haben ja hier schon die Infos bekommen. Sollte so ein Fall eintreffen, dann empfehle ich, dass Sie vor Ort eine DB Information aufsuchen und es sich bestätigen lassen, so wie es Bahnfr0sch sagte. So ist es dann einfacher für die Kollegen im nächsten Zug. /no

Ich verstehe nicht ganz was das mit dem City Ticket zu tun hat ? Dieses ist doch nur dazu da den ÖPNV wie Strassenbahn, Bus, Ubahn zu nutzen und hier gelten die Fahrgastrechte bei einer Verspätung nicht.

Wenn ich mit einem Zug anreise wäre das ja auch ohne City Ticket möglich und das wäre dann so oder so von den Fahrgastrechten abgedeckt.

Bahnfr0sch
Bahnfr0sch

Bahnfr0sch

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Das ist eben die böse Falle bei den Fahrgastrechten. Wenn man kommt und dem FGR-Center schreibt, dass man den Zug im Rahmen des Citytickets nicht erreicht hat, gibt es Bearbeiter, die das ablehnen. Erst wenn dargelegt wird, dass es im Rahmen der tariflichen Gleichstellung ist, ist man auf der sicheren Seite und da mindestens 95% der Bahnkunden noch nie was von "tariflicher Gleichstellung" gehört haben und die DB das gut in ihrem AGB-Regelwerk auf Seite 9000+ (Nr. 603/1 des Tarifverzeichnisses) versteckt, wird es eine hohe Anzahl von Ablehnungen auch geben.