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Bahnhofwechsel bei Zugausfall Supersparticket

Hallo!
Heute Zugausfall ICE zwischen Dortmund und München bzw. der ICE fährt erst ab Frankfurt nach München. Für meine Frau und die zwei Kinder hatten wir extra diesen ICE gebucht weil drei Personen/drei Koffer/KEIN Umstieg. Jetzt fällt der 08:26 ICE nach München aus. Wir haben versucht die Folgezüge zu resevieren, aber ohne Erfolg weil voll oder schon Verspätugen oder Umsteigen. Ich habe einen ICE ab Montabaur gefunden 12:04 ohne Umstieg nach München. Dort konnte ich noch drei Plätze reservieren. Die Hotline hab ich 2x versucht. 1x rausgeflogen in der Warteschleife nach 12min und 1x rausgeflogen nah 15min als mir die Frau sagen wollte, dass die Zugbindung zwar aufgehoben sei, aber der Startbahnhof müsse gleich sein und dann brach die Verbindung ab. Die besuchte Freundin fährt sie und die Kinder jetzt statt nach Koblenz an den Bahnhof gleich nach Montabaur an den Bahnhof. Ist das alles soweit in Ordnung? Oder muss da was nachgelöst werden? Oder muss man vorher an den Schalter gehen und sich einen Stempel holen?

AlexMu
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Bei Aufhebung der Zugbindung darf man alternative Strecken mit anderen Zügen nutzen. Wobei Start und Ziel der Verbindung aber gleich bleiben muss. Man muss aber nicht auch zwingend ab Start fahren, sondern darf auch erst später zusteigen, oder früher aussteigen.

Wenn es also eine alternative Verbindung von ihrem ursprünglichen Start zum ursprünglichen Ziel gibt (die die Fahrplanauskunft freiwillig ausspuckt, ohne dass man explizit dort Umwege über Zwischenhalte erzwingt), die in Montabaur hält, dürfen sie auch dort zusteigen.

Wenn nein, würde ich mich zum Schalter begeben und hoffen, dass man dort ggfs. die alternative Route bestätigt oder aufgrund der Zustände kulant ist. Aber ob das funktioniert ist nicht sicher und hängt davon ab, wie groß der Umweg ist, und ob und wieviele andere Züge noch fahren. Wie voll die sind ist hier leider erst mal nicht relevant, gezahlt wird bzgl. des Tickets für die Beförderung, nicht fur den Sitzplatz, wenn sie keinen Sitzplatz bekommen, bekommen sie die Gebühren für die Sitzplatzreservierung zurück, das Ticket selbst tangiert das aber erst mal nicht.

Falls der Ausfall sicher eine Verspätung ab 60 min bedingt (weil die nächsten Alternativen Sie mind 60 min später zum Ziel bringen würden), könnte man auch von der Fahrt komplett zurücktreten und das Geld für die Tickets komplett erstatten lassen. Und dann könnte man neue Tickets für die neue Strecke kaufen. Allerdings wird man so kurzfristig keine Sparpreise mehr erhalten und damit den vollen Flexpreis zahlen.

AlexMu
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Danke für die Antwort. Ich hoffe ich verstehe das richtig:
a) Supersparpreis = Sparpreis = Zugbindung auf Basis der Zugnummern auf dem Zugticket (IC/ICE) UND STRECKENBINDUNG, inbegriffene Regionalzüge darf man (Zubringer zum ICE/IC) bisschen früher nehmen (Essen am Bahnhof) oder nach einem Bummel über den Bahnhof einen später nehmen (ICE/IC-Bahnhof mit dem RE nach Hause)
b) Zugbindung an die Zugnummer im Ticket wird aufgehoben wenn man das Ziel laut Bahn-eigener-Voraussage (!!! nicht Vermutung) voraussichtlich mehr als 20 Minuten später erreichen würde (dann dürfte man einen Zug früher fahren???)
UND
Zugbindung an die Zugnummer ist SOFORT aufgehoben, sobald der Zug entfällt oder erst 10 Haltestellen später losfährt. Gleichgültig ob eine Ersatzverbindung mit 2x 3x 5x Umsteigen nur 15 Minuten Verspätung hätte?!
c) bezahlte Reservierungen verfallen ohne Erstattung, wenn sie nicht auf die neue Verbindung umbuchbar sind (sei es voll oder nicht reservierbar)?!
d) man darf nach Aufhebung der Zugbindung auch höherwertige Verbindungen auf der gleichen Strecke nutzen, wenn z.B. der IC ausfällt und der nächste Zug ein ICE ist?!
e) man darf auch nach der Aufhebung der Zugbindung nur Strecken befahren, die bei der Fahrplanauskunft zwischen Start und Zielbahnhof angezeigt werden
f) man darf aber nach Aufhebung der Zugbindung an beliebigen Bahnhöfen zwischen Start- und Zielbahnhof z.B. München über Augsburg nach Würzburg, Einsteigen in den Ersatzzug erst in Augsburg!?
g) Darf man in Hannover auf Kulanz hoffen, wenn man Berlin-München gebucht hatte aber wegen einem liegengebliebenen ICE ein Bekannter mich nach Hannover mitnimmt und man Hannover-München fahren wollte?
g) gibt es zwei Grundverschiedene Strecken von zwei nahegelegenen Bahnhöfen aus zum gleichen Zielbahnhof (z.B. Koblenz-Mannheim-München oder Montabaur-Frankfürt-München - das ist gleichgültig für jemand der zwischen beiden Bahnhöfen wohnt), dann darf man die andere Strecke nicht nutzen, da auch nach Aufhebung der Zugbindung immer noch eine "Streckenbindung" vorliegt!?
h) eine Entschädigung ist ausgeschlossen, wenn man nach Aufhebung der Zugbindung für einen Zug OHNE Umsteigen einen Zug wählt, der nur 1x Umsteigen erfordert und 2 Stunden später ankommt, man dafür aber einen Zug ausgeschlagen hat, der 4x Umsteigen erforderte, aber nur 40 Minuten später ankommt?! Sprich alleinerziehende Mutter mit drei Kindern und vier Koffern, die eigentlich genau diesen einen Zug OHNE Umsteigen gebucht hat bekommt nichts erstattet, während der Fitness-Typ mit leichtem Rucksack bei einer leicht anderen Verbindung eine Erstattung erhält, weil er 61 Minuten später sein Workout im Studio beginnt?

Vor 20 Jahren bin ich 18 Monate lang wöchentlich zwischen Alpen und Ostsee 2000 Bahnkilometer gependelt. Das war VOR den Smartphones, die eine immense Hilfe darstellen. Leider hat sich die Bahn nicht viel weiter entwickelt.

Hallo,

die Verbindung von Koblenz nach München führt aber nicht über Montabaur. Montabaur ist ein Bahnhof auf der Schnellfahrstrecke von Köln nach Frankfurt. Über Montabaur führt keine alternative Verbindung von Koblenz über Frankfurt nach München. Ihre gebuchte Fahrkarte ist nicht ab Montabaur gültig. /ka

a) bei pünktlicher Zugfahrt sind die gebuchten Züge (Zugbindung einzuhalten). Im Vor- und Nachlauf im Regionalverkehr ist man bei Anreise ab 0:00 Uhr bis zur Zugbindung und bei Abreise ab Zugbindung bis 10:00 Uhr des Folgetages vollkommen flexibel sofern ausschließlich Züge des Regionalverkehrs genutzt werden,

b) sofern davon ausgegangen werden muss dass man sein Ziel(bahnhof) gemäß Fahrkarte um mindestens 20 min. später erreicht ist die Zugbindung automatisch aufgehoben. Dann dürfen sowohl frühere als auch spätere Züge auch über andere Strecken genutzt werden.

c) Reservierungen werden einmalig im DB Reisezentrum oder unter http://www.bahn.de bzw. im DB Navigator umgetauscht. Ist dies nicht möglich so kann man sich das Entgelt im Nachgang erstatten lassen.

d) bei Aufhebung der Zugbindung dürfen auch andere - höherwertige - Züge benutzt werden sofern diese nicht reservierungspflichtig sind.

e) nach Aufhebung der Zugbindung dürfen auch alternative Strecken befahren werden. Trott alledem sind Rund-, Kreuz- oder Querfahrten auch weiterhin ausgeschlossen.

f) nach Aufhebung der Zugbindung darf man auch später auf der Strecke zusteigen.

g) nein das ist nicht möglich. Ihr Startbahnhof bleibt nach wie vor Berlin. Von dort aus müssen Sie alternative Züge nach München nutzen die mit aller Wahrscheinlichkeit nicht über Hannover führen.

h) nein, auch hier bleibt der Startbahnhof Dortmund Hbf. Sofern der Fahrschein von Koblenz Hbf nach xxx ausgestellt ist kann unter Umständen ein in der Nähe befindlicher Bahnhof genutzt werden. Nicht jedoch wenn Sie von einem ganz anderen Bahnhof starten.

i) Sie erhalten grundsätzlich eine Entschädigung wenn Sie mindestens 60 min. später am Zielbahnhof angekommen ist. Die Fahrgastrechteverordnung schreibt hier ganz eindeutig von einer zumutbaren Verbindung. Wenn die erste Verbindung nicht zumutbar ist dürfen Sie auch eine andere nehmen. Danach füllen Sie das Fahrgastrechteformular aus und reichen es zur Erstattung ein. In das Fahrgastrechteformular werden die Angaben zu den tatsächlich genutzten Zügen gemacht so dass das Servicecenter Fahrgastrechte dies auch nachvollziehen kann.

Gruß, Tino!

AlexMu
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Okay... Das meinte ich mit "hat sich nicht weiter entwickelt" ;-)
Den Personen, die ihr Gehalt bezahlen, ist es vollkommen gleichgültig wie warum worüber und wo entlang. Diese Personen haben legitim einen Preis für eine Beförderung bezahlt. Sie haben auch noch eine Reservierung "oben drauf gelegt". Jetzt meint der Vertragspartner, dass er einen Zug nicht fahren lässt (oder kann) wie vereinbart und verlangt vom Kunden, dass er genau diese Misere selbst ausbaden soll. Sehr freundlich.
Es gab einen Grund, warum man genau diesen Zug an diesem Tag mit diesem Umsteigeverhalten gebucht und im Vorraus bezahlt hatte. Und man hat auch noch Reservierungen bezahlt (das muss man bei Bowlingbahnen oder Restauranttischen übrigens nicht...). Es gibt dann, weil der Vertragspartner den Vertrag nicht einhalten kann oder will, nur einen einzigen Zug in der näheren Umgebung, der ebenfalls kein Umsteigen erfordert, und dann darf man ihn nicht nutzen? Obwohl man 25% des Fahrpreises oben drauflegt (neue Reservierung 3 Personen) bzw. drauflegen kann (weil Plätze frei sind), damit man den anderen Zug nutzen kann? Mit dem gleichen Ziel? Ist das logisch? Kunden-freundlich?
Und ach ja - sie haben da die ein oder andere frage nicht beantwortet...

Die Antwort dass es nur ein oder zwei Verbindung pro Tag nach München mit 1x Umsteigen gibt kann ich so nicht unterstreichen. Es gibt im weiteren Tagesverlauf mehrere umsteigefreie Verbindungen oder welchen bei denen ebenfalls nur 1x umgestiegen werden muss.

es muss sich ja um den ICE 1221 heute morgen um 6:35 Uhr gehandelt haben. Alternative Fahrtmöglichkeiten werden demnach gewesen:

6:39 Uhr 1x Umsteigen
6:45 Uhr 1x Umsteigen
7:06 Uhr 1x Umsteigen
7:37 Uhr 1x Umsteigen
8:12 Uhr 1x Umsteigen
8:39 Uhr 0x Umsteigen

u.s.w.

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Einige Anmerkungen:

Wenn die Zugbindung aufgehoben ist ist auch die Streckenbindung aufgehoben, d.h. man darf dann auch andere Strecken fahren, wobei sich Start und Ziel selbst aber nicht ändern. Beispiel: gebucht ist Köln - Frankfurt über die langsame Rheinstrecke (Köln-Bonn-Koblenz-Mainz-Frankfurt, Fahrzeit ca 2:20), der Zug würde nun 30 min verspätet ankommen, dann dürfte man auch einen der Sprinter von Köln nach Frankfurt nehmen (fährt ohne Zwischenhalt auf andere Strecke, Fahrzeit ca 1:00) und wäre dann sogar trotz späterer Abfahrt sogar früher am Ziel.

zu c) Bezahlte Reservierungen bekommt man erstattet, wenn durch Bahnverschulden die Reservierungen nicht vorhanden/wahrnehmbar sind (Einsatz eines Ersatzzuges, Ausweichen auf anderen Zug, weil der gebuchte ausgefallen oder wegen Verspätung nicht erreicht werden kann usw). Wenn man selbst andere Züge nimmt, obwohl man den gebuchten nehmen könnte, dann kann man Reservierungen einmalig kostenfrei umbuchen (sofern im neuen Zug noch Plätze frei sind)

zu d) Man darf nach Aufhebung der Zugbindung auch höhenwertige Züge nehmen

zu e) Ja, das sollte die sichere Variante sein. Wenn man andere Strecken fahren will oder diese sinnvoll erscheint, würde ich immer am Schalter/Info-Point mit eine Bestätigung geben lassen, wenn man sie denn bekommt. Richtige Umwege sind nämlich nicht erlaubt, und somit gelten mehr oder weniger die Verbindungen der Reiseauskunft ohne explizite Auswahl von Zwischenhalten als die sicheren Verbindungen die man nehmen darf.

zu f) Niemand kann sie zwingen das Ticken komplett vom Start bis zum Ziel voll auszunutzen. Sie dürfen später zusteigen und früher aussteigen. Sie dürfen aber eben nicht früher einsteigen oder später aussteigen, als das Ticket erlaubt, und auch nicht vollkommen außerhalb.

zu g1) Es kann niemand im Voraus wissen, ob es Kulanz gibt. Da muss man schon nachfragen

zu g2) Das kommt auf die Umstände an. Von Montabur nach Koblenz kommt man leider mit der Bahn alleine nur sehr schlecht, auch wenn die beiden Städten nicht sehr weit voneinander entfernt liegen (reine Bahnverbindungen ohne lokale Busverbindungen liegen bei so ca 2:30 h Fahrzeit mit riesigem Umweg über Limburg; reine Busverbindungen sind mit ca 45 min viel schneller, können aber vermutlich mit DB-Tickets nicht genutzt werden). Daher würde ich hier auf alle Fälle am Schalter nachfragen und ggfs. eine Bestätigung einholen.

zu h) Eine Entschädigung gibt es nur, wenn man ausreichend zu spät ankommt, und nicht „künstlich“ bzw. absichtlich die Verspätung verlängert. D.h. man sollte schon die nächst mögliche Verbindung nutzen. Man ist allerdings frei, auch deutlich später zu fahren (innerhalb der Gültigkeit des Tickets), darf dann aber eben nicht mehr auf Entschädigung hoffen. Die Entschädigung gibts nur für die Verspätung, nicht für den Komfort. Aber: wenn man im gebuchten Zug fährt und trotz Verspätung sitzen bleibt, anstatt unterwegs auszusteigen und Alternativen zu suchen, der bekommt durchaus Entschädigung. D.h. man muss nicht umsteigen und eine schnellere Verbindung suchen, man darf aber. Und wenn man das tut, dann sollte man aber auch nicht absichtlich die Verspätungen verlängern. Bleibt man im gebuchten Zug, dann bekommt man die Entschädigung auch wenn es schnellere Alternativen gibt.
Aber auch hier gilt: Wenn das Zugpersonal im Zug sagt, Reisende mit Ziel X (und man fährt nach X) sollten an Y in einen anderen Zug umsteigen, dann sollte man dem auch folgen, denn das bedeutet meist, dass man anderweitig gar nicht mehr ankommt (da es schon spät ist, und keine anderen Züge mehr zum Ziel fahren).

AlexMu
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Hallo Tino
Die erste Antwort bezog sich auf DB. Nicht auf dich. Danke für die "bessere Antwort"
a) finde ich toll. Man bindet sich nur an den IC/ICE, aber beim Rest ist man zwischen Star- und Zielbahnhof flexibel. Sehr gut.
b) wer darf "vorhersagen" wieviel später man ankommt? Darf ich das, weil ich jeden Tag/Woche die Strecke befahre und jeden Tag /Woche um 30min später ankomme obwohl die Bahn-App 10 Minuten Verspätung vorhersagt?
c) ok
d) da IC oder ICE nicht reservierungspflichtig sind, darf ich also, obwohl ursprünglich IC gebucht, bei Aufhebung der Zugbindung auch einen ICE benutzen...?
e) Ok - ich wollte konkret wissen, ob man tatsächlich Zugstrecken tauschen könnte (nachdem die Zugbindung erloschen ist). Wie eben Montabauer-Muc oder Koblenz-Muc - dem Reisenden wäre es völlig egal oder das 10 20 50km mehr oder weniger wären - man will ja nur ankommen mit möglichst ohne Umsteigen (das Missbrauchspotential ist mir klar) Mit der Folgeantwort ist es klar: Zielbahnhof und Startbahnhof müssen identisch sein wie die ursprünglich gebuchte Reise.
i) Interpretiere ich so, dass es im Ermessen der Bahn liegt die "Zumutbarkeit" selbst festzustellen und man "es mal versuchen kann" trotzdem eine Entschädigung zu bekommen?

Und herzlichen Dank für die "weiterführende Antwort". Unglaublich wie schwer es ist bei einem so großen Konzern eine Seite zu finden, wo die notwendigen Informationen enthalten sind.
Geschweige denn, dass man mit Streichung des Zuges eine Mail erhielte mit einem Link ala "komfortabel oder schnell?" und "Wir bieten an Verbindung a) b) c)?" und "Sowie der Zielbahnhof eingetretene Verspätung bestätigt, schreiben wir ihrem Kundenkonto die Erstattung als Gutschein gut. Vielen Dank für ihre Reise mit uns."
Wir fliegen zum Mars, wollen Autos oder Lufttaxis alleine fliegen lassen aber man kann keine Mail mit Alternativen erhalten?
Schade.
Nochmal herzlichen Dank für die Antwort. Nach 3,5h wühlen und suchen und telefonieren und interpretieren und buchen und tauschen bin ich jetzt froh, dass die drei im richtigen Zug sitzen, auf der richtigen Strecke. Und die unnötig reservierten Plätze auf Strecke B habe ich einfach (weil nicht stornierbar - vielen Dank für den Service) auf den Folge-ICE gebucht, falls auch dieser Zug zuviel Verspätung haben sollte.
Ein Drama wie im letzten Jahrtausend.
Immer positiv denken und locker bleiben... blinzel!

a) genau. Zugbindung gilt nur auf den Abschnitt der explizit mit Zugnummer genannt wurde

b) ein Durchschnittswert der letzten Tag, Wochen oder Monate gilt hier nicht. Eine 10 min. Verspätung in der App kann allerdings schon zum Anschlussbruch an einem Unterwegsbahnhof führen weswegen der Anschluss nicht warten kann. Dann wäre es ok. Ist die Fahrt aber ohne Umsteigen sind 10 min. eben keine 20 min. und die Fahrt muss so angetreten werden. Was danach kommt steht immer in den Sternen.

c) super ;-)

d) korrekt. Ausnahmen sind hier nur die ICE Züge im grenzüberschreitenden Verkehr nach Frankreich die z. Bsp. in Deutschland auf der Relation Stuttgart/Karlsruhe-Strasbourg sowie Frankfurt-Mannheim-Saarbrücken verkehren.

e) es ist schön wenn ein Fahrgast so selbständig agiert und sich neue Möglichkeiten sucht. Jedoch wäre dann jedem Tür und Tor offen so dass man einen Mißbrauch eventuell nicht mehr überblicken könnte. Ich hatte z. Bsp. letztens erst jemanden der wollte nach Hamm und aufgrund der Verspätung nun nach Hamburg wollte. Man muss die Kirche da schon im Dorf lassen. Auch bei einer Verspätung gilt nach wie vor. Zielbahnhof = Zielbahnhof.

i) die Zumutbarkeit darf natürlich nicht von der Bahn selbst festgelegt werden. Klar wenn z. Bsp. bei eunem Ausfall Betten oder Aufenthaltszüge gestellt werden müssen diese vorrangig genutzt werden. Man muss verstehen dass der Schaden für das Unternehmen selbst immer so klein wie möglich gehalten werden muss. Es kann Sie aber niemand zwingen mit Kind und Kegel sowie Sack und Pack 4 statt nur 1 oder kein mal umzusteigen. Daher entscheiden Sie welche Verbindung am angenehmsten ist.

Ich kann mich hier nur Tino Groß anschließen, Start- und Zielbahnhof müssen der Fahrkarte entsprechen. Allerdings kann man auch bei einem Unterwegsbahnhof zusteigen. Dies ist ja auch regulär nicht ausgeschlossen. Montabaur ist in Ihrem Fall kein Unterwegsbahnhof auf dem Weg von Koblenz nach München.

Eine Anmerkung zu d) von meiner Seite. Bei einem Super Sparpreis oder Sparpreis gibt es keine Preis- bzw. Produktdifferenz zwischen IC und ICE. Lediglich reservierungspflichtige Züge können nicht genutzt werden. Punkt d) ist daher eher für produktgebundene Angebote, wie dem Flexpreis wirklich relevant. /di

GunJoh
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Auch ich habe schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass die Bahn bereits gebuchte Verbindungen nachträglich streicht oder drastisch verschlechtert und sich dann in keiner Weise um die Probleme kümmert, die den Reisenden dadurch entstehen. Vertragstreue gibt es für die offenbar Bahn nicht. Hier muss DRINGEND eine gesetzliche Änderung her. Es kann nicht sein, dass man hinnehmen muss, dass eine bequeme, umsteigfreie IC-Verbindung plötzlich durch eine drei Stunden längere RB- und Busverbindung mit zweimaligem Umsteigen ersetzt wird, wie ich das schon erlebt habe. So wie es zur Zeit aussieht, kann man jedem nur raten, nicht aufschiebbare Reisen NICHT mit der Bahn durchzuführen.