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Ab Januar 2020 versteckte Preiserhöhung?

Bis zum Jahresende 2019 kostet die Fahrkarte in Verbindung mit der BC50 von Münster nach Düsseldorf mit IC/EC 15,50 € pro Fahrt. Aber ab Januar 2020 kostet die Fahrkarte dann 16,25 €. Woher kommt es? Mittlerweile dürfte es bekannt sein, dass die Fahrkartenpreise laut der Aussage von Herrn Lutz um 10 % gesenkt werden. Dazu hatte die Bundestag die Mehrwertsteuersenkung für die Bahnfahrten beschlossen.

Warum wird der Fahrpreis um 0,75 € erhöht? Gibt es eine nachvollziehbare Erklärung dazu? Von einer Preiserhöhung ist es mir leider nichts bekannt.

Zonk
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Antworten

Mark1807
Mark1807

Mark1807

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Bisher sind noch keine Tickets mit Reuzierter Mehrwertsteuer erhältlich:
https://community.bahn.de/questions/2120799-ab-man-fahrka...
Haben Sie den Preis an mehreren Tagen verglichen, ich würde vermuten, daß es sich dabei um den Differenzierten Flexpreis handelt, bei dem die Bahn die Preisspanne immer weiter vergrößert.

Für eine bestimmte Verbindung in Abhängigkeit von der gewählten Produkt- und Wagenklasse, kann das Entgelt beim Flexpreis in der Produktklasse ICE sowie IC/EC zusätzlich auch in Abhängigkeit vom Reisetag, variieren. Die erwähnte Mehrwertsteuersenkung ist noch nicht im Gesetz festgeschrieben. /ch

kabo
kabo

kabo

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Sagen wir Mal so:
Es gab und gibt schon lange den differenzierten Flexpreis, der dafür sorgt, dass auch der Flexpreis an nachfragestarken Tagen höher ist als an nachfrageschwachen Tagen.
Der Preisabstand zwischen nachfrageschwachen und nachfragestarken Tagen wurde in der letzten Zeit kontinuierlich vergrößert. Für nachfragestarke Tage bedeutet das also tatsächlich eine Preiserhöhung.

Ich wage mal folgende Vorhersage:
Im Januar 2020 (nach der MwSt-Senkung) wird man folgendes feststellen:
-- an nachfrageschwachen Tagen / Zeiten wird es im Vergleich zu Januar 2019 wirklich billiger
-- an nachfragestarken Tagen / Zeiten wird sich der Preis im Vergleich zu Januar 2019 nicht wesentlich ändern, weil die MwSt-Senkung nur die gerade erhöhte Preisspreizung ausgleicht.

By the way: Die Steuersenkung ist bislang weder vom Bundestag beschlossen, noch sind bereits Tickets mit reduzierter Steuer buchbar. Bislang sind alles nur Ankündigungen.

evng
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Kabos Einschätzung ich auch zustimmen. An nachfragestarken Tagen sind die Preiserhöhungen gegenüber den Normalpreisen teilweise schon sehr hoch (deutlich höher, als die bei der letzten Preiserhöhung in der Presse mitgeteilten durchschnittlichen Erhöhungen). Verprellt werden (sollen?) damit zweifellos die Wochenendfernpendler.

Joeopitz
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Falls eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen werden sollte, ergibt das einen um 10% günstigeren Fahrpreis. Der Differenzierte Flexpreis schwankt derzeit von +14% bis -5% um den Durchschnitt. Das hatten wir zum 3. Oktober beobachtet. Am nachfragestarken 2. Oktober lagen fast alle Preise 14% über dem Durchschnitt, am reiseschwachen 4. Oktober waren fast alle Preise 5% günstiger als üblich.

Wenn es zur Mehrwertsteuersenkung kommt, pendeln die Preise auf einem niedrigen Niveau. Da sich bisher kaum jemand von den Preisen abschrecken lässt wie die stetig steigenden Fahrgastzahlen zeigen, wird es erst recht niemand tun wenn die Preise zwar schwanken aber insgesamt günstiger sind.

kabo
kabo

kabo

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Es geht wohl eher darum, dass die zusätzlichen Reisenden, die die MwSt-Senkung anlocken wird, nicht auch noch an den Tagen fahren, wo die Züge ohnehin voll sind.
Fr+So sind die Züge doch schon jetzt extrem voll. Da hat man soch gar keine Kapazität für mehr Kunden. Es ist doch logisch, dass man jetzt so an der Preisschraube dreht, dass nach der MwSt-Senkung der Nutzen bei den Kunden ist, die an nachfrageschwachen Tagen fahren, und weniger bei den Kunden, die volle Züge noch voller machen würden.

immer wieder schön wie man sich bei der Bahn über 14% aufregt. Schaut euch mal das System in der Hotelbranche an. Da werden teilweise 300% Aufschlag erhoben ohne jeglichen zusätzlichen Nutzen. Das Bett bleibt ein Bett, der Fernseher ein Fernseher und ich bekomme trotzdem nichts on top. Und da zahlt man das auch ganz freiwillig. Seien wir doch mal ganz ehrlich. Wenn ich merke das Kunde macht diesen differenzierten Flexpreis bis Summe X mit dann nutze ich dies auch aus. Bei dieser Kundschaft zahlt das eh meist die Firma und die holt sich das wieder übers Finanzamt zurück und so weiter und so fort. Klares Spiel von linke Tasche, rechte Tasche. Also daher kann ich es dem Unternehmen nicht mal verübeln wenn man hier an der Preisschraube dreht. Ich hoffe und wünsche mir nur dass man den Bogen nicht überspannt.

Bahnfr0sch
Bahnfr0sch

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Tino, ja, dann sollte man es aber fairerweise auch so kommunizieren und nicht nur die MwSt.-Senkung in den Medien bejubeln und sich als Klimaschützer Nr.1 sonnen. Bis vor kurzen wurde mir von den Mods hier und auf FB unterstellt zu lügen, weil ich die 14 % ins Spiel prachte. Je nach Mod wurde weiter behauptet, der differenzierte Flexpreis schwankt weiter nur um 2-5 %. Es geht nicht darum, dass es legitim ist, Preise der Nachfrage anzupassen sondern um Transparenz dessen.

Von mir aus können die die Flexpreise auch um 300% erhöhen, ich habe noch nie einen Flexpreis bezahlt und werde es in Zukunft auch nicht. Ich wohne sowieso am Arsch der Welt, so dass ich nur in Tagesrandlagen fahre. Einfache Kosten/Nutzen-Rechnung. Werden jetzt die Sparpreise auch teurer bzw. die Kontingente verknappt, wird halt das Auto wieder genommen. Verstehe eh das Preissystem der Bahn nicht. Warum bietet man nicht gerade in Tagesrandlagen bis zur Abfahrt noch einen guten Sparpreis an, statt mit 10% Auslastung zu fahren? Lieber ein paar Euro verdienen als gar nix...

Ich bin da absolut bei Dir. Die Marketingabteilung der DB kann man eh in die Tonne werfen. Das weißt Du genauso wie ich. Das fängt bei den einfachsten Dingen an. Es wird immer weiter probiert und gemacht und wenn man dann merkt dass es ein Fehler war wird der Rückschritt wieder weit bejubelt.