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Bremen als Knotenpunkt weiter geschwächt mit neuem Fahrplan 19/20 — Beispiel für Fixierung auf „Leuchtturm-Projekte“?

Warum ist Bremen auf der Strecke Köln—Hamburg im neuen Fahrplan insbes. bei „Sprintern“ so gnadenlos abgehängt?
Die Verbindung zwischen den Knotenpunkten Bremen Hbf und Köln Hbf ist ohnehin schon schwach genug (dauerbelasteter Hbf Köln, überbelastete Strecken im Ruhrgebiet, eingleisige Abschnitte zwischen Dortmund und Münster, überaltertes IC-Geschirr) – IC /ICE benötigen planmäßig knapp über 3 Stunden!
Mit Umstiegen wird dann aus einer Fahrt schnell eine schwer erträgliche Angelegenheit: So benötige ich z.B. von Aachen bis Oldenburg (Oldb) planmäßig 5,5 Stunden (sehr oft werden es 6 oder 6,5); mit dem Auto bleibe ich hier meist unter 3,5 Stunden.
Diese Strecke muss ich wöchentlich zurücklegen. Der entfallene "IC-Sprinter" (mehr Komfort und – vor allem – Pünktlichkeit/Planbarkeit) wird dazu führen, dass ich wieder häufiger das Auto nehmen muss.
Ich denke, dies ist kein EInzelfall. Um allgemein das Auto auf die Plätze zu verweisen, muss der Fernverkehr intelligent "in der Fläche" verstärkt werden. Mir sind oft zu viel Marketing und Fixierung auf "Leuchtturm-Strecken" im Spiel.

GeorgeK
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Sparflieger
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Welcher Sprinter soll denn von Bremen nach Köln entfallen sein? Die bisherigen Sprinter sind alle an Bremen (Sagehorn-Kirchweyhe) vorbei gefahren, gerade dadurch und durch die kürzere Strecke im Ruhrgebiet können ja nur die kürzeren Fahrzeiten erreicht werden.

Wenn die Sprinter Bremen anführen , wäre der Vorteil der kürzeren Strecke und kürzeren Fahrzeiten weg.

Hallo,

ich habe eine Rückmeldung erhalten.
Vom 14. Oktober bis 14. Dezember 2019 ist die Strecke zwischen Münster (Westf.) und Osnabrück aufgrund von Bauarbeiten (u.a. Arbeiten am Elektronischen Stellwerk Osnabrück, Aufstellen von Signalen, Kabelarbeiten usw.) gesperrt.
Die Züge des Fernverkehrs werden nördlich von Münster (Westf.) über Rheine - mit zusätzlichem Halt - umgeleitet. Es kommt zu Reisezeitverlängerungen von bis zu 60 Minuten. Die Züge der zweistündlichen ICE/IC-Linien 30 (Hamburg-Bremen-Münster-Düsseldorf-Mainz-Süddeutschland) und 31 (Hamburg-Bremen-Münster-Düsseldorf-Frankfurt-Nürnberg/Passau) fahren nördlich von Münster 60 Minuten früher ab bzw. kommen 60 Minuten später an. Die Sprinterzüge zwischen Köln und Hamburg entfallen vorübergehend.
Zwischen Hamburg/Bremen und Münster (und weiter in Richtung Köln) verlängern sich die Reisezeiten um ca. 60 Minuten. Zwischen Hamburg und Osnabrück sowie zwischen Münster und Köln und weiter nach Süddeutschland gibt es keine Veränderungen der Reisezeiten im Vergleich zum Jahresfahrplan.
Ab dem Fahrplanwechsel verkehren die Sprinterzüge wieder. Allerdings muss auch im neuen Fahrplan 2020 mit baustellenbedingten Einschränkungen gerechnet werden. /ka

GeorgeK
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Es fuhr Sonntagabends der IC2400 als "Sprinter" (Köln–Düsseldorf–Duisburg–Essen–Bremen–Hamburg, also ohne Halt in Dortmund, Münster und Osnabrück).
Dieser war vom Komfort (weniger Halte, etwa 10 Minuten scheller) abgesehen vor allem eine Insel der Pünktlichkeit im Vergleich zu den "regulären" Alternativen, die bereits in Basel/Konstanz/Stuttgart starten und Köln selten zur vorgesehenen Zeit erreichen. — Sonntagnachmittags bzw. abends sind ja bereits viele Pendler unterwegs...