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Frage beantwortet

ICE Strecke Limburg Süd - Frankfurt

Ich nutze nun schon seit 14 Jahren den ICE von Limburg Süd nach Frankfurt und zurück. In der Regel nutze ich zur Heimfahrt die Verbindung um 16:27 Uhr nach Limburg Süd. Diese ist in der Regel völlig überfüllt und so wird der Zug teilweise an der Haltestelle Flughafen geräumt wenn nicht genügend Personen nach Aufforderung aussteigen. Pünktlich in Limburg ist dieser Zug so gut wie nie und ich rechne jetzt nicht mit Ihren unlogischen 15 Minuten. Nun stelle ich fest, dass nach der neuen Fahrplan Änderung im Dezember dieser Zug einfach komplett gestrichen wird? Gibt es denn dafür einen vernünftigen Grund? An mangelnder Auslastung kann es ja nicht liegen, oder? Ich will nicht wissen, wie überfüllt die Züge zu den anderen Zeiten sein werden, oder denkt man, die Menschen die sonst diesen Zug nutzen steigen nicht auf Alternativen um? Für das gezahlte Geld ist dieser Umstand ein Schlag ins Gesicht eines jeden Kunden der diese Strecke nutzt. Aber was kümmert die Bahn schon Kundenwünsche. Ich denke der Zug war einfach zu oft zu voll und zu stark verspätet. Er versäumt die Statistik und wird deswegen rausgenommen. Armselig...

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Bertosch
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Ihnen ist bewusst, dass hier nicht die DB ist, sondern andere Kunden der DB?

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Bertosch
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kabo
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Vielleicht sollte man einen Blick auf die Geschichte der Bahnhöfe Limburg Süd und Montabaur werfen.

Beide Bahnhöfe wurden primär aus politischen Gründen gebaut, nicht weil die Bahn sie wollte. Die damaligen Miniterpräsidenten Wallman (Hessen) und Wagner (Rheinland-Pfalz) wollten sich damit profilieren, für einen ICE-Halt im eigenen Bundesland (der damals als ziemliches Status-Symbol galt) gesorgt zu haben.
Insbesondere Wagner (Rheinland-Pfalz) wollte sich nicht damit abfinden, dass die Schnellstrecke den kürzest- und schnellstmöglichen Weg nehmen sollte, und damit an den großen rheinland-pfälzischen Städten Koblenz und Mainz vorbei fährt. Die politische Diskussion über eine Trasse die eventuell doch näher am Rhein liegt, hätte den Bau noch weiter verzögert. Die damalige Bundesbahn hat letztendlich dem Bau der Bahnhöfe Montabaur (auf rheinland-pfälzischem Gebiet) und Limburg Süd (auf hessischem Gebiet, aber mit geplanter guter Anbindung Richtung Koblenz) zugestimmt, um die Landespolitiker zu besänftigen.

Beide Ministerpräsidenten wurden übrigens bei der jeweils anschließenden Landtagswahl abgewählt.

@Kabo

Mir ist momentan nicht klar, welche Rolle diese damalige Diskussion hier spielen soll? Fakt ist, dass nach den Haltestellen Limburg und Montabaur der Zug leer ist. Da steigen also jeden Tag tausende von Menschen aus die im Jahr mehr als 3000€ für Ihr Ticket zahlen. Dazu noch tägliche Parkgebühren die ebenfalls von der Bahn kassiert werden. Die jeweiligen Bahnhöfe boomen, in Montabaur wurde ein ganzes Outlet gebaut und in Limburg bewegt sich ebenfalls viel. Aber vielleicht kann man mit Pendler so verfahren, keine Ahnung?

kabo
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Naja, ich wollte anmerken, dass Montabaur und Limburg quasi "ungeliebte" / "unerwünschte" Stationen der DB gewesen sind - die (wenn es nach dem Willen der damaligen Bundesbahn gegangen wäre) nie gebaut worden wären. Man kann jetzt darüber spekulieren, ob man sich deshalb mit Zügen von oder zu diesen Bahnhöfen so wenig Mühe gibt.

"Da steigen also jeden Tag tausende von Menschen aus die im Jahr mehr als 3000€ für Ihr Ticket zahlen."
-> Sie wissen aber schon, dass ICE-Pendler die Kundengruppe ist, an der die DB am wenigsten verdient? Geld bringen Flexpreiskunden. Ein ICE, der nur von Kunden mit Jahreskarte / BC100 besetzt wird, ist kein Geldbringer.
Selbst bei einer 3000€-Jahreskarte sind das nur 6,25€ pro Fahrt, die man zahlt (240 Werktage, jeden Tag morgens hin und abends zurück), davon gehen nur 5,25€ an die DB, der Rest ist MwSt.
Ein Kilometer Fahrt mit einem ICE-3 kostet die DB nach eigenen Angaben 30€ (https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-ba...). F-Hbf bis Limburg Süd sind 70km, also 2100€ Kosten. Bei 420 Sitzplätzen also genau 5€ Kosten pro Platz - macht also 25 Cent pro Fahrt, die die DB an jedem Kunden verdient - vorausgesetzt, alle Plätze sind auf allen Fahrten belegt, auch außerhalb des Berufsverkehrs.

Nachtrag - was ich damit sagen will:
Es ist für die DB wirtschaftlicher, die Kapazitäten da auszubauen, wo viele Vollpreiskunden / Flexpreiskunden fahren. Es ist rein finanziell nicht lohnenswert, die Kapazität da auszubauen, wo viele Pendler / Kunden mit Jahreskarten fahren.