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Sparpreisfehler bei IC 2073?

Hat jemand eine Idee, weshalb der IC 2073 auf dem Weg Berlin Hbf (20:58) - Dresden ab Mitte November sonntags mindestens 29,90 EUR (am 24.11. sogar 39,90 EUR) kostet? Der Zug war - auch gerade sonntags - nie auch nur annähernd halbwegs gefüllt. Von höherer Nachfrage kann man hier nicht herleiten, weswegen bestimmte gute Sparpreisstufen schon verkauft seien. Wurden für den Zug evtl. noch nicht alle Sparpreisstufen freigegeben?
Der IC 2079, der 2h früher fährt, ist sonntags auch für den o.g. Zeitraum stets zum gewohnten Preis (19,90 EUR, Preisangabe ohne BC-Rabatt) zu haben.

Rooobert
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Baco18
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Das kann hier niemand sagen. Vielleicht werden günstige Tickets aus irgendeinem Grund (z. B. späterer Sale) zurückgehalten oder es kamen Reisegruppen. Als Kunde kann man die Frage eher schlecht beantworten.

Bahnfr0sch
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Langsam werden die Sparpreiskontingente geknappt, damit dann nach der groß angekündigten Mehrwertsteuersenkung trotzdem noch ein dickes Plus für die DB rauskommt. Der Bürger fällt halt drauf rein...Tickets werden billiger, aber das 2 Monate zuvor die Preise erstmal angehoben werden, merken die meisten nicht.
IC 2073 ist immer wenig ausgelastet, in den vorderen Wagen sind meist nur 5 Hanseln. Aber wer 29,90 Euro für diese Strecke bezahlt für 2:10 Std. im Schneckentempo in verranzten IC-Garnituren, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Dann lieber für 5,90 bis 9,90 Euro mit dem Flixbus. der fährt auch nur 2:15 Std. und dort geht das WLAN. ;)

Elementarteilchen
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@Bahnfr0sch
Das ist doch großer Quatsch. Die Mehrwertsteuer hat mit der Bahn nichts zu tun, denn diese kassiert zu 100% der Staat. Von der Mehrwertsteuer bekommt die Bahn keinen Cent. D.h. Die Bahn verdient nicht weniger, wenn die MwSt vermindert wird. Im Gegenteil werden die Tickets für den Kunden attraktiver und die Bahn kann somit theoretisch mehr verkaufen und sogar trotz billigerer Tickets mehr verdienen.

Bahnfr0sch
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@Elementarteilchen:
"Die Bahn verdient nicht weniger, wenn die MwSt vermindert wird"
--->Genau deswegen. Die Bahn will ja aber etwas vom Kuchen abhaben. Vergleiche mal die Preise von vor einem Jahr zu heute und beachte die Kontingente. Die Bahn hat ja schon heimlich den differenzierten Flexpreis von +/- 5% auf 15% erhöht. Jetzt werden Sparpreiskontingente geknappt. Das nennt man Psychologie. Vor einer geplanten Preissenkung die Preise erhöhen, damit man maximalen Gewinn macht und der Kunde nix merkt. Der sieht dann nur: Aha, der Preis ist gesunken. Machen Lebensmittel-Discounter ähnlich. Wo verdient die Bahn mehr? Beim Sparpreis zu jetzt 19,90 Euro mit 19% Mehrwertsteuer oder beim Sparpreis zu dann 26,30 Euro mit 7% Mehrwertsteuer (ausgehend vom mittlerweile angehobenenen Sparpreis von 29,90 Euro)?

Elementarteilchen
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@Bahnfr0sch. Die Bahn hat schon immer Preise erhöht, an Kontingenten und Konditionen geschraubt, das ist gar nichts besonderes. Da muss man gar keine Verschwörungstheorie bzgl. der MwSt aufbauen. Oder bilde ich mir nur ein, dass die MwSt seit Jahren konstant war und die Bahn dennoch regelmäßig teurer wurde, z.b, mit Einführung der Supersparpreise den Einstiegspreis zwar gleich, aber mit schlechteren Konditionen (kein Cityticket, kein Storno) ausgestattet hat, und die alten Konditionen nun mit Aufpreis daher kommt?

Bahnfr0sch
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Mag sein. Jetzt fällt es aber stärker auf, weil eben der Einstiegspreis bei Sparpreisen teils um 50% erhöht wurde. Aber auch egal. Wir sprechen uns im Januar wieder. ;-)

kabo
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Ja, aber es entsteht derzeit der Eindruck, als ob die DB die Preisspreizung zwischen nachfrageschwachen Tagen und nachfragestarken Tagen erhöht (Ausbau differenzierter Flexpreis, weniger Sparpreiskontingente), damit nach der MwSt-Senkung die zu erwartenden zusätzlichen Reisenden eher auf die nachfrageschwachen Tage gelenkt werden.

Ich wage mal folgende Vorhersage:
Im Januar 2020 (nach der MwSt-Senkung) wird man folgendes feststellen:
-- an nachfrageschwachen Tagen / Zeiten wird es im Vergleich zu Januar 2019 wirklich billiger
-- an nachfragestarken Tagen / Zeiten wird sich der Preis im Vergleich zu Januar 2019 nicht wesentlich ändern, weil die MwSt-Senkung nur die gerade erhöhte Preisspreizung (Ausbau differenzierter Flexpreis, weniger Sparpreiskontingente) ausgleicht.

Hallo Rooobert,

bei den Sparpreisen handelt es sich um kontingentierte Angebote, die anhand der zu erwartetenden Nachfrage und der Auslastung der Züge gesteuert werden. Beim IC 2073 handelt es sich um die letzte durchgehende Verbindung des Tages. Es handelt sich nicht um einen Fehler, sondern um eine planmäßige Kontingentsteuerung. /ka

Rooobert
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Danke für eure Antworten. Na wenn die DB das als geplant so sieht und neuerdings den letzten Tageszug für horrende Preise zugänglich machen will, dann ist das eine hilfreiche Aussage für meine Reiseplanungen. Diese Fahrt war sonntags noch nie voll (nicht mal zum Ferienende), und mehrere Wochen vorher gab's noch angemessene Sparpreise in Anbetracht der recht unattraktiven Reisedauer. Weihnachtsmarktsaison ist auch noch nicht Mitte November, also scheint es keine höhere Auslastung zu geben.
Gut, dann weiß ich jetzt Bescheid und fahre Fernbus für einen Bruchteil des Preises mit fast identischer Fahrtdauer. Abends sind die Straßen frei, da ist der Bus auch pünktlich.