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Frage beantwortet

Zug sehr viel früher, mit 3 Schwerbehinderten, MobiService Buchung, Zug mit Umstieg, vorher direkt, 2 Std später?

War mit 3 Schwerbehinderten unterwegs, kamen aus verschiedenen Richtungen, am Bahnhof getroffen. Zug kam 40 Min früher, wir waren zu spät. Da ich Mobi-Service gebucht hatte, plötzlicher Anruf auf der Fahrt zum Bahnhof. Da Mobi-Service am Vortag bestätigt wurde, Annahme, das Zug pünktlich ist. Hatten Direktverbindung gebucht, mußten mit 3 Schwerbehinderten umsteigen, um zum Ziel zu gelangen und 2 Std am Bahnhof Köln warten, da alle Züge ausgebucht. Steht uns (5 Personen, Sparticket) Erstattung zu? Ich selber bin einer der 5 Personen und BahnComfort Kunde, bei mir kam Bahn häufig zu spät, aber nie ganz anders wie gebucht..

Pessara
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

„bei mir kam Bahn häufig zu spät, aber nie ganz anders wie gebucht..“
-> Das Züge ausfallen oder anders (auch früher) fahren, kommt öfter vor. Besonders wenn Züge umgeleitet werden fahren sie, entweder vor der Umleitung früher oder nach der Umleitung später um trotzdem den größten Teil der Fahrt in der ursprünglichen Fahrplanlage zu verkehren. Geänderte Fahrpläne werden aber vorher veröffentlicht. Deshalb auch der Hinweis bei jeder Buchung:

„Ihre Reisedaten können sich kurzfristig durch Bauarbeiten oder andere erforderliche Fahrplananpassungen ändern. Bitte informieren Sie sich kurz vor ihrer Reise über mögliche Änderungen ihrer Reisedaten unter http://www.bahn.de/reiseplan oder Mobil über die App DB Navigator. Achten Sie auch auf Informationen und Ansagen im Zug oder am Bahnhof.“

Nun haben Sie noch die Bestätigung des Mobi-Service gehabt, das erweckt zusätzliches Vertrauen. Wahrscheinlich hat der Mobi-Service nur bestätigt, dass jemand am Bahnhof ist, aber auch nicht in den Fahrplan geschaut.

Für die Unannehmlichkeiten gibt es keine Entschädigung. Ihnen steht aber eine Entschädigung für eine Verspätung und eine Erstattung der Reservierunggsgebühr (falls Plätze reserviert wurden) zu.

https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Bei Ihnen sehe ich ein zusätzliches Problem. Verspätung heißt, Sie haben den Zielbahnhof später erreicht, weil die Züge nicht so fuhren wie geplant. Sie schreiben jedoch: „und 2 Std am Bahnhof Köln warten, da alle Züge ausgebucht.“
Was heißt ausgebucht? Wenn die Züge gefahren sind und nur keine Sitzplätze mehr frei waren, zählt trotzdem die Ankunftszeit dieser Züge als tatsächliche Ankunftszeit. Sie hätten mitfahren können. (auch wenn das für mobilitätseingeschränkte Personen ein großes Problem sein kann).

Lediglich wenn Ihnen vom Zugpersonal die Mitfahrt wegen Überfüllung verweigert wurde, zählt auch die Ankunftszeit eines späteren Zuges.

Wenn Sie einen Antrag auf Entschädigung wegen der Zugverspätung stellen, würde ich zusätzlich (extra Blatt kann dem Antrag beigelegt werden) angeben, dass es sich um schwerbehinderte Menschen handelte.

Sollte die Entscheidung des Servicecenter Fahrgastrechte Sie nicht zufriedenstellen, können Sie sich an den Kundendialog der Bahn wenden. Eventuell kommt man Ihnen dort aus Kulanz etwas entgegen.

https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...

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maverick1411
maverick1411

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Entschädigung bei verspäteter Ankunft am Zielbahnhof:

  • Ab 60 Minuten Verspätung an Ihrem Zielbahnhof erhalten Sie eine Entschädigung von 25 Prozent des gezahlten Fahrpreises für die einfache Fahrt
  • Ab 120 Minuten Verspätung an Ihrem Zielbahnhof erhalten Sie eine Entschädigung von 50 Prozent des gezahlten Fahrpreises für die einfache Fahrt

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Weitere Infos findet ihr auch hier.
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

„bei mir kam Bahn häufig zu spät, aber nie ganz anders wie gebucht..“
-> Das Züge ausfallen oder anders (auch früher) fahren, kommt öfter vor. Besonders wenn Züge umgeleitet werden fahren sie, entweder vor der Umleitung früher oder nach der Umleitung später um trotzdem den größten Teil der Fahrt in der ursprünglichen Fahrplanlage zu verkehren. Geänderte Fahrpläne werden aber vorher veröffentlicht. Deshalb auch der Hinweis bei jeder Buchung:

„Ihre Reisedaten können sich kurzfristig durch Bauarbeiten oder andere erforderliche Fahrplananpassungen ändern. Bitte informieren Sie sich kurz vor ihrer Reise über mögliche Änderungen ihrer Reisedaten unter http://www.bahn.de/reiseplan oder Mobil über die App DB Navigator. Achten Sie auch auf Informationen und Ansagen im Zug oder am Bahnhof.“

Nun haben Sie noch die Bestätigung des Mobi-Service gehabt, das erweckt zusätzliches Vertrauen. Wahrscheinlich hat der Mobi-Service nur bestätigt, dass jemand am Bahnhof ist, aber auch nicht in den Fahrplan geschaut.

Für die Unannehmlichkeiten gibt es keine Entschädigung. Ihnen steht aber eine Entschädigung für eine Verspätung und eine Erstattung der Reservierunggsgebühr (falls Plätze reserviert wurden) zu.

https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Bei Ihnen sehe ich ein zusätzliches Problem. Verspätung heißt, Sie haben den Zielbahnhof später erreicht, weil die Züge nicht so fuhren wie geplant. Sie schreiben jedoch: „und 2 Std am Bahnhof Köln warten, da alle Züge ausgebucht.“
Was heißt ausgebucht? Wenn die Züge gefahren sind und nur keine Sitzplätze mehr frei waren, zählt trotzdem die Ankunftszeit dieser Züge als tatsächliche Ankunftszeit. Sie hätten mitfahren können. (auch wenn das für mobilitätseingeschränkte Personen ein großes Problem sein kann).

Lediglich wenn Ihnen vom Zugpersonal die Mitfahrt wegen Überfüllung verweigert wurde, zählt auch die Ankunftszeit eines späteren Zuges.

Wenn Sie einen Antrag auf Entschädigung wegen der Zugverspätung stellen, würde ich zusätzlich (extra Blatt kann dem Antrag beigelegt werden) angeben, dass es sich um schwerbehinderte Menschen handelte.

Sollte die Entscheidung des Servicecenter Fahrgastrechte Sie nicht zufriedenstellen, können Sie sich an den Kundendialog der Bahn wenden. Eventuell kommt man Ihnen dort aus Kulanz etwas entgegen.

https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...