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Frage beantwortet

Wieso bekommt man eine Geldstrafe von €107 weil man aus versehen im falschen Zug einsteigt?

Letzte Woche hatte ich eine stressige Reise von Rotterdam nach Basel und in Köln bin ich versehentlich in den falschen Zug nach Basel gestiegen, weil der Zug auf meinem Ticket fast dieselbe Abfahrtszeit hatte. Der Fahrkarteninspektor gab mir ein Bußgeld von 107 Euro und veranlasste mich, in Mannheim auszusteigen. Ich halte das für eine absurde Summe, um für einen ehrlichen Fehler bezahlen zu müssen. Dieser Dirigent war offensichtlich mehr daran interessiert, seine Macht zu zeigen, als irgendeine Art von Dienstleistung zu erbringen.

MichielH
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kabo
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Sie hatten für den Zug, in dem Sie gefahren sind offenbar kein gültiges Ticket.
Sie mussten deshalb für den Zug Köln-Mannheim noch ein Ticket kaufen.
Köln-Mannheim im ICE über die Schnellstrecke kostet in der 2. Klasse, Flexpreis ohne Bahncard 88€. Dazu kommen 19€ Bordzuschlag, wenn man das Ticket erst im Zug (und nicht vorher) kauft. Ergibt zusammen 107€. Irgend eine Strafe ist da nicht enthalten. Das ist "nur" der reguläre Preis, wenn man das Ticket erst im Zug kauft.

Offensichtlich hatten Sie ein Sparpreisticket / Supersparpreisticket für einen anderen Zug. Die gelten nur in den gebuchten Zügen. Wenn man mit einem anderen Zug fährt, zahlt man den Preis, den Kunden auch zahlen müssen, die noch kein Ticket haben.
(Wäre das ursprüngliche Ticket ein Flexpreisticket gewesen, hätten Sie nur die Preisdifferenz zwischen ursprünglich gebuchtem Zug und tatsächlich genutztem Zug nachzahlen müssen. Sollten Sie also ursprünglich ein Flexpreisticket gehabt haben, sollten Sie reklamieren.)

"und veranlasste mich, in Mannheim auszusteigen."
-> Das ist doch gut. So konnten Sie wahrscheinlich in Mannheim in den Zug umsteigen, in dem Ihr ursprüngliches Ticket gültig war. Sonst hätten Sie für Mannheim-Basel auch nochmal nachzahlen müssen.

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Joeopitz
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Wer Zug fährt benötigt ein gültiges Ticket. In den richtigen Zug muß man natürlich einsteigen. Sitzt man im falschen Zug, dann hat man kein gültiges Ticket und es fällt ein erhöhter Fahrpreis an.

Wenn Du der Meinung bist, die Fahrpreisnacherhebung sei ungerechtfertigt, dann kannst Du dagegen Widerspruch einlegen. Die Fahrpreisnacherhebungsstelle prüft dann ob die FN zu recht erfolgte.
https://www.bahn.de/p/view/service/buchung/fahrpreisnache...

Ein falscher Fahrschein wird natürlich nicht akzeptiert, sonst würden viele einfach mit falschen (günstigeren oder abgelaufenen) Tickets fahren und behaupten Sie hätten sich bloß im Zug geirrt. Ausreden gibt es halt auch immer.

kabo
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Sie hatten für den Zug, in dem Sie gefahren sind offenbar kein gültiges Ticket.
Sie mussten deshalb für den Zug Köln-Mannheim noch ein Ticket kaufen.
Köln-Mannheim im ICE über die Schnellstrecke kostet in der 2. Klasse, Flexpreis ohne Bahncard 88€. Dazu kommen 19€ Bordzuschlag, wenn man das Ticket erst im Zug (und nicht vorher) kauft. Ergibt zusammen 107€. Irgend eine Strafe ist da nicht enthalten. Das ist "nur" der reguläre Preis, wenn man das Ticket erst im Zug kauft.

Offensichtlich hatten Sie ein Sparpreisticket / Supersparpreisticket für einen anderen Zug. Die gelten nur in den gebuchten Zügen. Wenn man mit einem anderen Zug fährt, zahlt man den Preis, den Kunden auch zahlen müssen, die noch kein Ticket haben.
(Wäre das ursprüngliche Ticket ein Flexpreisticket gewesen, hätten Sie nur die Preisdifferenz zwischen ursprünglich gebuchtem Zug und tatsächlich genutztem Zug nachzahlen müssen. Sollten Sie also ursprünglich ein Flexpreisticket gehabt haben, sollten Sie reklamieren.)

"und veranlasste mich, in Mannheim auszusteigen."
-> Das ist doch gut. So konnten Sie wahrscheinlich in Mannheim in den Zug umsteigen, in dem Ihr ursprüngliches Ticket gültig war. Sonst hätten Sie für Mannheim-Basel auch nochmal nachzahlen müssen.