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Frage beantwortet

Erstattung Taxikosten

Wir waren am 15.06.2019 auf unserer Reise mit dem ICE 886 von München Hbf nach Kiel Hbf von der erheblichen Verspätung aufgrund eines Personenschadens auf der Strecke betroffen. Planmäßig hätten wir 13:55 Uhr Kiel erreichen sollen. Wir hatten eine AIDA-Schiffsreise gebucht. Unser Schiff sollte am 15.06.2019 18 Uhr vom Kieler Hafen ablegen.
Nachdem wir den Bahnhof Göttingen erreicht haben, wurde im Zug der oben erwähnte Personenschaden durchgesagt. Nach ca. 30 min Aufenthalt informierte die Zugbegleiterin die Fahrgäste darüber, dass der Zug bis nach Kassel zurückfahren müsse, um dann über eine „Bummelstrecke“ nach Hannover zu gelangen. Die Verspätung wurde mit einer Zeit von mindestens 120 min bis 180 min geschätzt. Des Weiteren wurde durchgesagt, dass Schiffsreisende, die an diesem Tag noch ihr Schiff in Hamburg oder Kiel erreichen müssten, alternativ in Göttingen den Zug verlassen und mit einem Taxi nach Hannover fahren könnten. Die Deutsche Bahn würde für die hierfür entstehenden Kosten aufkommen. Die notwendigen Formalitäten können später online erledigt werden.
Da die Angaben zur Verspätung sehr vage waren und wir (wie zahlreiche Mitreisende auch) die berechtigte Sorge hatten, unser Schiff im Kieler Hafen nicht mehr rechtzeitig zu erreichen, entschieden wir uns mit dem Taxi bis Hannover zu fahren.
Nun lehnt die Bahn die Erstattung der Taxikosten ab, mit der Begründung, dass die Fahrt noch am selben Tag fortgesetzt werden konnte. Des weiteren sagte man mir über die Hotline, dass Zugbegleiter wohl öfter solche Falschauskünfte geben würden, die Kunden sich dann entsprechend beschweren, aber leider Pech hätten.
Eine solche Haltung ist absolut inakzeptabel! Als Fahrgast muss man sich in einer solchen Ausnahmesituation auf die Aussagen des Zugpersonals verlassen können!

Es geht mir keinesfalls darum, Geld aus dieser Sache zu schlagen. Aber die Bahn könnte hier Kompromissbereitschaft zeigen und statt der Erstattung von Reservierung, Teilstrecke und Verspätung die Taxikosten erstatten. Diese sind schließlich auf "Empfehlung" des Zugpersonals entstanden.

Ich bin wirklich fassungslos hinsichtlich der Haltung der DB in diesem Fall. Welche Möglichkeiten habe ich, hier ggf. noch den vorgeschlagenen Kompromiss zu erzielen?

Lacki
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Ich nehme mal, dass bisher mit dem Servicecenter Fahrgastrechte kommuniziert wurde. Am besten eine Mail an kundendialog@bahn.de (Antwort kommt normalerweise erst nach einigen Wochen) schreiben und die Situation genau schildern. Manchmal gibt es dann einen Kulanzgutschein und vielleicht bekommen die verantwortlichen Zugbegleiter die Regeln nochmal erklärt, einen Anspruch auf den Gutschein gibt es natürlich nicht.

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Ich nehme mal, dass bisher mit dem Servicecenter Fahrgastrechte kommuniziert wurde. Am besten eine Mail an kundendialog@bahn.de (Antwort kommt normalerweise erst nach einigen Wochen) schreiben und die Situation genau schildern. Manchmal gibt es dann einen Kulanzgutschein und vielleicht bekommen die verantwortlichen Zugbegleiter die Regeln nochmal erklärt, einen Anspruch auf den Gutschein gibt es natürlich nicht.

Hallo Lacki,

in der Tat kennen sich sehr viele Zugbegleiter mit den Fahrgastrechten nicht aus. Es wurde hier schlichtweg eine falsche Information weitergegeben. Daher ist die Ablehnung des Servicecenter Fahrgastrechte vollkommen korrekt.

In diesem Fall bleibt ihnen der zivilrechtliche Weg die Zugbegleiterin zu Zahlung der Taxikosten zu „verdonnern“. Aber ob es da Aussichtschancen gibt wage ich zu bezweifeln.

Es tut mir leid wenn ich keine andere Informationen für sie habe die eher befriedigt. Alternativ hilft eventuell ein Anruf oder die Kontaktaufnahme mit dem DB Kundendialog.

Reichen Sie bitte zudem die Fahrkarte ein. Es werden ihnen zumindest 50% der Reisekosten für die einfache Fahrt erstattet. Vielleicht ein kleiner Trost der die Taxikosten etwas deckt.

Gruß, Tino!

Lacki
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Vielen Dank für die Antworten. Ich bin wirklich entsetzt, dem Zugpersonal zu Lasten der Kunden hier die Schuld zuzuweisen. Offensichtlich lässt die Bahn sowohl ihre Mitarbeiter als auch ihre Kunden gern mal über die Klippe springen. :-(

Tino tritt hier privat auf und ist nicht die Bahn. Ich habe hier niemandem die Schuld zugewiesen.

Tino, aus deinen Worten klingt scheinbar etwas Frustration. Ich bin mir nicht sicher, ob diese in der Art in diesem Forum angebracht sind. /ti

Sorry Tilo, aber es ärgert mich immer wieder wie ein Großteil der Zugbegleiter arbeitet und allen anderen - egal ob Kollegen, euch mit den vielen Anfragen oder auch dem Unternehmen Deutsche Bahn - das Leben schwer macht. Wenn alle an einem Strang ziehen würden, käme ein Großteil der Fragen gar nicht erst auf. Jeder bekommt monatlich seinen rechten Lohn dafür kann man doch aber auch erwarten dass jeden seinen Job richtig macht. So jetzt habe ich mich einfach mal ausgekotzt. Danke für die Aufmerksamkeit ;-)