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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Nachtfahrten und Anspruch auf Hotel

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein etwas komplexerer Sachverhalt, der mir selbst von der Bahncarcd-Comfort Servicehotline - welch Überraschung - nicht beantwortet werden konnte...DB halt...

Folgende Verbindung: Füssen nach Hamburg...und das über Nacht. Abfahrt in Füssen um 19:05 Uhr. Dann leider Schienenersatzverkehr ab Buchloe nach Augsburg. Dadurch halbe Stunde Verspätung. Den ICE um 21:17 in Ausgburg verpasst. Die nächste Verbindung geht dann erst um Mitternacht weiter. D.h. fast drei Stunden warten am Bahnhof.

Meine Frage: Hat man bei einer solchen Gemengelage Anspruch auf ein Hotel? Oder muss man tatsächlich drei Stunden warten?

Sidefact: Die Profis von der DB in Augsburg schicken einen dann nach München...Dort soll man ein Hotelzimmer bekommen. Die in München telefonieren dann äußerst aufgebracht mit Augsburg. Streit am Telefon. In München wird es natürlich mit einem Hotelzimmer aufgrund des Oktoberfests nichts...Endnervt gibt der Fahrgast auf. Unhaltbare Zustände. Fahrt nach Hamburg dann um Mitternacht ab München.

Allen eine gute Fahrt und viel Glück!

EisenbahnfürdenMenschen
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Bahnfr0sch
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Wann sollten sie planmäßig in Hamburg sein? Wenn zwischen 0 und 5 Uhr, dann hätten sie Anspruch, wenn nach 5 Uhr, dann nicht mehr, da sie bewusst eine Nachtfahrt gewählt haben.

„Meine Frage: Hat man bei einer solchen Gemengelage Anspruch auf ein Hotel?“
-> Nein

„Oder muss man tatsächlich drei Stunden warten?“
-> Ja.

Anspruch auf ein Hotel hat man nur, wenn man statt einer geplanten Ankunft am späten Abend oder in der Nacht die Fahrt erst am nächsten Morgen/Vormittag fortsetzen kann.

Sie hatten ohnehin eine Nachtfahrt geplant und deshalb besteht da kein Anspruch.

Die Kriterien für den Anspruch auf eine Hotelübernachtung sind folgendermaßen definiert:

„Ist wegen eines Zugausfalls oder einer -verspätung eine Fortsetzung der Fahrt am selben Tag nicht möglich oder ist die Fortsetzung der Fahrt am selben Tag nicht zumutbar,
werden dem Kunden angemessene Übernachtungskosten ersetzt,

Wenn eine Übernachtung von der Bahn organisiert wird oder Sie einen Hotelgutschein bekommen, dann ist das ein Kulanzangebot.

Bei Ihrer Fahrt war sowieso geplant die Nacht mit der Bahfahrt zu verbringen. 1 1/2 Stunden in der Nacht auf dem Bahnhof in Frankfurt zu verbringen gehörte zu Ihren Fahrplan. Die planmäßige Ankunft in Hamburg wäre planmäßig erst am nächsten Morgen kurz vor 8:00 Uhr.

betasaur
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Laut Fahrgastrechten steht einem die Hotelübernachtung zu, sofern die Weiterreise am selben Tag nicht mehr möglich oder nicht mehr zumutbar ist.
Wenn der nächste Zug erst drei Stunden später, mitten in der Nacht und, wie das bei den Nacht-ICE ja oft der Fall ist, wahrscheinlich noch einen riesen Umweg fährt, kann man - meiner Meinung nach - durchaus von einer Nichtzumutbarkeit sprechen.

Guten Morgen
EisenbahnfürdenMenschen,

die VERORDNUNG (EG) Nr. 1371/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr sieht grundsätzlich eine Verspätung am Zielbahnhof vor. Hier müssen mindestens 60 min. Verspätung eintreffen.

Grundsätzlich muss die Deutsche Bahn den betroffenen Fahrgästen jedoch auch eine Art Hilfeleistung bieten. Auch hier spricht man von „Abfahrt„ oder „Ankunft“. Die 60 min. werden hier ebenfalls nicht angerührt.

Geht man grundsätzlich von Ihrem Fall aus greifen die Fahrgastrechte erst ab Hamburg. Hier haben Sie bei einer Verspätung von mehr als 60 min. Anspruch auf eine Entschädigung von 25% (ab 120 min. 50%).

Spitzt man den Fall zu und pochen Sie auf eine Hotelübernachtung in Augsburg Hbf so lag die Verspätung bei „nur“ 30 min. Demnach unter 60 min. Ob jetzt hier jedoch die außerplanmäßige Aufenthaltsdauer zugrunde gelegt wird müsste man klären.

Gruß, Tino!

Bahnfr0sch
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@Tino Und was ist mit dem Passus "Bei einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr
und einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 60 Minuten am Zielbahnhof der Fahrkarte"?

Mir wurde genau das mal verweigert, weil ich wissentlich eine Nachtfahrt gebucht habe und nach 5 Uhr planmäßig angekommen wäre.

@Bahnfr0sch

Die Regelung mit der Ankunft zwischen 0 und 5 Uhr gilt für die Übernahme von Taxikosten, nicht für eine Hotelübernachtung.
Da gilt Folgendes:

„9.1.6 Der Beförderer bietet dem Reisenden die kostenlose Unterbringung in einem Hotel o- der einer anderweitigen Unterkunft an, sofern dies praktisch durchführbar ist, wenn er (i) wegen eines Zugausfalls oder einer Verspätung die Fahrt nicht am selben Tag fortsetzen kann oder wenn (ii) für ihn unter den gegebenen Umständen eine Fortsetzung am selben Tag nicht zumut- bar ist. Alternativ bietet der Beförderer dem Reisenden die Weiterbeförderung mit einem ande- ren Verkehrsmittel zum vertragsgemäßen Zielort an, sofern dies preisgünstiger ist. Bietet der Beförderer dem Reisenden nicht nach Satz 1 die Unterbringung in einem Hotel oder einer an- derweitigen Unterkunft an und ist es dem Reisenden aus vom Beförderer zu vertretenden Grün- den nicht möglich, mit dem Beförderer in Kontakt zu treten und nutzt der Reisende daraufhin selbständig eine Übernachtungsmöglichkeit, so hat er einen Anspruch auf Ersatz der dafür ent- standenen angemessenen Kosten. Für die Weiterbeförderung mit einem anderen Verkehrsmit- tel nach Satz 2 gilt Nr. 9.1.5 Satz 2 entsprechend.

Hallo Bahnfr0sch,

laut meiner Berechnung war die planmäßige Ankunft in Hamburg Hbf frühestens um 7:30 Uhr. Demnach greift dieser Passus nicht da sich die Zeitspanne auf die Ankunft am Zielbahnhof bezieht. Umsteigebahnhöfe sind hiervon ausgeschlossen.

@ betasaur

„Wenn der nächste Zug erst drei Stunden später, mitten in der Nacht und, wie das bei den Nacht-ICE ja oft der Fall ist, wahrscheinlich noch einen riesen Umweg fährt, kann man - meiner Meinung nach - durchaus von einer Nichtzumutbarkeit sprechen.“

Wenn von vornherein eine Nachtfahrt geplant war mit Umsteigen, 1 1/2 stündigen Aufenthalt nachts auf einem Bahnhof und Ankunft dann erst am Morgen kurz vor 8:00 Uhr, dann sind auch 3 Stunden durchaus zumutbar.

Schön, wenn es ein Hotel gibt, aber hier wird nach einem „Anspruch“ gefragt. Dieser besteht nicht.

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Woeww! Vielen Dank für die vielen Beiträge, die zeigen wie kontrovers und intransparent die DB mal wieder ist.

Nur in Kürze (mehr folgt später): Der ICE von Augsburg 21:17 Uhr wäre direkt nach Hamburg HBF durchgefahren (Ankunft so gegen sechs in der Früh!). So waren es fast vier Stunden Verspätung über München. Die Fahrt hatte keinen!!! Zwischenstopp in Frankfurt vorgesehen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Diese Verbindung hätte es sein sollen. Keine andere.

MFG

„Der ICE von Augsburg 21:17 Uhr wäre direkt nach Hamburg HBF durchgefahren (Ankunft so gegen sechs in der Früh!). So waren es fast vier Stunden Verspätung über München. Die Fahrt hatte keinen!!! Zwischenstopp in Frankfurt vorgesehen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.“

Das macht einen Unterschied.

Allerdings geht es bei einer Hotelübernachtung darum, ob eine Fahrt am gleichen Tag noch zugemutet werden kann. Es geht also darum ob erst am nächsten Tag weitergefahren wird und deshalb eine Übernachtung notwendig ist.

Da Sie planmäßig die Nacht durchfahren wollten, (Nachtfahrt) war keine zusätzliche Übernachtung notwendig. Auch bei Bahnfr0sch lag der gleiche Fall vor. Er schilderte auch, dass er wegen der geplanten Nachtfahrt kein Hotel bekam.

Einen Anspruch gibt es nicht. Die 50% des Fahrpreises die Sie als Entschädigung für die. Verspätung erhalten, müssen das erlittene Ungemach abdecken.

Alles was darüber hinausgeht wäre reine Kulanz seitens der Bahn.
Da Sie planten ohne Zwischenstopp ans Ziel zu fahren ist es natürlich deutlich unangenehmer für Sie geworden.

Hallo zusammen,

hier wurde ja schon ausführlich diskutiert.

Die geplante Verbindung war scheinbar folgende:

Füssen ab 19.05 Uhr > Buchloe mit BRB 62822, an 20.15 Uhr
Buchloe ab 20.22 Uhr > Augsburg Hbf mit Bus SEV, an 21.07 Uhr
Augsburg Hbf ab 21.17 Uhr > Hamburg Hbf mit ICE 990, an 6.14 Uhr

Wenn hier der Bus SEV zu spät in Augsburg Hbf ankommt, um den ICE 990 zu erreichen, würde, nach Rücksprache mit dem Servicecenter Fahrgastrechte, in einem solchen Fall eine Hotelübernachtung bezahlt werden, weil es nicht zumutbar ist, den Fahrgast nachts so lange am Bahnhof auf den nächsten Zug warten zu lassen. Die fahrplanmäßige Ankunft am Zielbahnhof ist bei Anspruch auf Übernachtung irrelevant. Viele Grüße /jn

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@DB bzw. jn, vielen Dank für Ihren Beitrag. Da Sie "DB" im Profil haben...ist Ihr Beitrag daher von der DB als bestätigt anzusehen? Auch vor dem Hintergrund, da Sie schreiben "nach Rücksprache mit dem Servicecenter Fahrgastrechte"?

Die DB-Kollegin in Ausgburg - man kann es ihr nicht übel nehmen - hätte dann ja definitiv falsch gehandelt und die Verbindung über München wäre vor diesem Hintergrund eine weitere unnötige Zumutung gewesen?! Hätte ich dann auf ein Hotelzimmer bestehen müssen? Oder es selbst vorstrecken müssen? Problem war auch, dass die "Fahrgastrechtezentrale" nicht mehr erreichbar war. Als Bahncard-Comfort-Inhaber war, wie gesagt, die Servicehotline leider keine Hilfe. Sie wussten es schlicht und ergreifend nicht.

Die von Ihnen angeführte Verbindung stimmt exakt.

Vielen Dank für Ihre und all die anderen Bemühungen.

Ja, wir sind der offizielle Moderator*innen-Account in dieser Community.

Sie hätten die Kosten auch vorstrecken können. Bis zu einem Betrag von 80 Euro werden diese über das Servicecenter Fahrgastrechte erstattet. /ti

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@DB oh, das überrascht mich ja positiv. Stark, dann sollte das an alle DB-Mitarbeiterinnen mal deutlich kommuniziert werden, damit da Klarheit herrscht.

Mit besten Grüßen aus dem frisch evakuierten ICE Berlin - Köln vom 25.09.2019...Passiert nur mir sowas eigentlich andauernd???

Aber es gibt Freibier...Zwar wurde man dabei auf das Übelste von der völlig erschöpften Bardame beschmipft...aber naja, wir sind ja alle nur Menschen...

DB Olé Olé...Echte Profis halt!!!

Wlan funktioniert jetzt auch wieder....Ohne Bier ist das echt nicht ertragbar...Die DB steht meinem Alkoholkonsum echt kontraproduktiv entgegen.

Glück Auf!

„@DB oh, das überrascht mich ja positiv.“
-> Das freut mich. Da wir bei vielen Ihrer Fragen und Aussagen hier in der Community sehr unterschiedlicher Meinung waren, freut es mich besonders, dass Sie hier hocherfreut solche positiven Aussagen tätigen.
Wenn ich ehrlich bin, das überrascht mich auch positiv.

Ich kann diese Antwort von Ihnen fast nicht glauben. :-)

„Stark, dann sollte das an alle DB-Mitarbeiterinnen mal deutlich kommuniziert werden, damit da Klarheit herrscht.“
-> Das Problem ist (da sind wir sicher einer Meinung) die nicht immer klare Formulierung in den Bedingungen. Da selbst die Fachabteilungen manchmal Monate brauchen um eine Antwort zu finden, wie soll da ein Mitarbeiter sofort die richtige Antwort finden? Geschweige dann vom Fahrgast, der Beförderungsbedingungen einhalten muß, obwohl sie unklar formuliert sind.

„Mit besten Grüßen aus dem frisch evakuierten ICE Berlin - Köln vom 25.09.2019...Passiert nur mir sowas eigentlich andauernd???“
-> Nach Ihren Wortmeldungen scheinen Sie tatsächlich öfter als der Durchschnitt davon betroffen zu sein.

(Kleiner Exkurs von mir als Naturwissenschaftler, es gibt Wahrscheinlichkeiten (die berechnen sich vereinfacht gesagt am Durchschnitt), es gibt Abweichungen vom Durchschnitt (Standardabweichung) üblich 95%, 99%, 99,9%.

„Aber es gibt Freibier...Zwar wurde man dabei auf das Übelste von der völlig erschöpften Bardame beschmipft...aber naja, wir sind ja alle nur Menschen...“

Wenn Sie es ernst meinen (Ich habe so etwas noch nicht erlebt und vermag es kaum glauben) genießen Sie es und überfordern Sie die Bardame nicht!

„Wlan funktioniert jetzt auch wieder....Ohne Bier ist das echt nicht ertragbar...Die DB steht meinem Alkoholkonsum echt kontraproduktiv entgegen.“

Ohne Ihnen zu Nahe treten zu wollen, funktionierendes WLAN ist auch ohne Alkohol zu ertragen.

Falls Ihre Wortmeldung darauf zurückzuführen ist, das Sie wiederum einen Zugausfall zu beklagen hatten, diesmal aber ungewohnt gut von der DB betreut wurden, genießen Sie es!

Bahnfr0sch
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"Sie hätten die Kosten auch vorstrecken können. Bis zu einem Betrag von 80 Euro werden dieser über das Servicecenter Fahrgastrechte erstattet. /ti"

--->Möchte mich nochmal reinhängen. Wo steht das, dass Hotelkosten nur bis 80 Euro erstattet werden? War nicht immer die Rede von “angemessenen" Hotelkosten? Was macht man z.B. zur Wiesenzeit in München? Oder liegt da eine Verwechslung mit der 80 Euro-Grenze bei den Taxikosten vor?

Hallo Bahnfr0sch,

sorry, da gab es eine Verwechslung. Die 80 Euro beziehen sich auf die Erstattung der Kosten für ein alternatives Verkehrsmittel (z. B. Taxi). Hotelkosten werden, wie von Ihnen völlig korrekt erwähnt, nach wie vor in angemessener Höhe erstattet. Viele Grüße /jn

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Lieber Joeopitz, liebe Bahn,

vielen Dank für die Nachrichten. Ich werde nicht auf alles eingehen...

Der Punkt, wo unsere Beiträge meistens absolut auseinander gehen, sind Relativierungs- und Trivialisierungsmomente: Noch gestern wieder erlebt....Es gibt strukturelle Probleme bei der Bahn, die sowohl fahrgäste ALS AUCH Personal gleichermaßen "kaputt" machen. Den Leuten und mir hat das gestern wieder ernorm viel Stress bereitet. Wir waren erst um 02:00 Uhr in der Nacht in Hannover. Und anscheinend ist erst kürzlich vor Hannover auch ein ICE ähnlich auf der Strecke liegen geblieben. Das Unternehmen ist auf Profit aus, wurde nicht ausreichend saniert und akuten Personalmangel. Bei keiner meiner Fahrten, nicht bei einer einzigen stimmte die Wagenreihung...Häufig muss ich dann mit meinem Klapprad den gesamten Bahnsteig entlang hetzen, um den richtigen Wagon zu erreichen. Nie stimmt etwas, weder die Anzeige am Bahnsteig noch die Wagenreihung per se. Das nervt und geht auf die Substanz. Dieses "probabilistische" Fahren...Der Fahrgast muss sämtliche Fehler der DB schon im Vorhinein mit eindenken und abschätzen...

Das Personal war gestern total überfordert. Die Frau im Bistro war völlig nerlich fertig. Ich habe mir nur ein Bier abgeholt und gut war. Diskussionen möchte ich hart, sachlich und fair führen. Das Personal in den Zügen ist der falsche Ansprechpartner. Meiner Meinung nach...

Die Spirale zieht sich immer weiter an...

Auf der Strecke bleibt der Mensch.

Seltsam. In diversen Medien wird genau das Gegenteil beschrieben. Die Stimmung war hervorragend und das Personal war jederzeit ansprechbar und auskunftsbereit. Ich frage mich wirklich gerade in welcher Ecke des Zuges Sie waren?

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@Tino Groß das ist doch kein Widerspruch?! Wir müssen wieder mehr lernen Dinge in ihrer Mehrdeutigkeit zu begreifen. Mein Vierer hatte eine super Stimmung, der ganze Wagon war wirklich mit lauter lustigen und total entspannten Menschen voll. Alle haben sich darin überboten mit dunklem Spott sich über die DB lustig zu machen und die Durchsagen vom Zugführer dermaßen gekonnt ironisch auf die Spitze zu treiben..."Now our träiiin is totaly damaged"...Spaß beiseite, die haben das alle gut gemacht. Trotzdem geht sowas (es war ja total heiß, voller Zug ohne Klimaanlage) nach einem langen Arbeitstag (08:00 bis 17:00 Uhr) plus Zugfahrt von 18:50 bis teilweise 04:00 Uhr nachts voll auf die Substanz...Das ist doch sonnenklar oder etwas nicht? Oder stecken sie sowas mit zehn Liegestütze einfach weg? Zudem ist es für viele auch eine psychische Belastung...Feuerwehr...Streckensperrung...keine Ahnung, wann es weitergeht...Die Angehörige und Liebsten, die warten und sich sorgen...Ein Hotelzimmer noch zu bekommen, den Arbeitgeber informieren...Das IST STRESS! Furchtbarer und unötiger Stress. Und ich reagiere einfach allergisch, wenn dieses 1 2 3 relativieren wieder bei manchen Beiträgen anfängt. Nein, es ist nicht Gott oder sowas, sondern menschliche Fehler, warum diese Züge andauernd ausfallen. Es ist nicht Gott!!!